Ergebnis 1 bis 10 von 10
  1. #1

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    Zwei unbekannte Schönheiten

    Hallo Leute,

    letzten kam meine betagte Nachbarin auf mich zu. Nach dem ihr Mann verstorben ist, weiß sie nicht, was sie mit seinem Zeug machen soll. Darunter zwei Taschenuhren. Ich bin diesbezüglich ihr Ansprechpartner der Wahl, weil ich selbst Uhren trage und dadurch für sie zu einem "Experten" auf dem Gebiet geworden bin. Nun, ein Experte bin ich wahrlich nicht. Aber ich habe schon Zweifel, dass es sich bei den zwei Uhren um chinesischen/türkischen Schrott handelt. Vielleicht könnt Ihr mir sagen, was das für Uhren sind? Sind die vom Wert, oder kann ich sie für die Dame bei Ebay verscherbeln? Für billige Uhren spricht zumindest, dass die Gläser sich plastisch anfühlen. Doch das kann auch ihr Mann gemacht haben z.B. weil die originalen Gläser zu Bruch gegangen sind. Fragen kann man ihn nicht mehr. Die "goldene" von beiden läuft sogar noch und schaut mal besonders auf ihren Deckel. Da scheinen Gravuren drin zu sein.

    Vielen Dank im Voraus!!!


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  2. #2
    Avatar von dwarffrog
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    ... und blos keine Fotos von den Uhrwerken machen und hier einstellen - dies könnte uns ja verwirren!
    Eigentlich wollte ich mich geistig mit dir duellieren ... aber ich sehe gerade, du bist ja gänzlich unbewaffnet!

  3. #3
    Avatar von Ruebennase
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    Die erste Uhr ist recht gut auf dem Staubdeckel beschrieben: Cylindre 6 rubies. Damit handelt es sich um ein Werk mit Zylinderhemmung und sinniger Weise sind die Steinlager den aktivsten Rädern spendiert worden. Somit sollte die Unruhe hat Rubinlager haben und einen Deckstein versehen sein und die beiden fehlenden sollten dem Zylinderrad gehören. Eine Werksaufnahme wird das sicherlich bestätigen. Das Gehäuse ist eine Galonne, wie es im Deckel vermerkt ist. Also ein 800'er Silbergehäuse mit Rotvergoldung am Rand. Datieren würde ich sie um 1900.
    Die Zweite ist definitiv interessanter und ca. 20 Jahre älter. Ohne Werksaufnahme möchte ich mich nicht dazu weiter äußern, aber bin sehr sehr gespannt.Zeigersatz ist nicht mehr orginal und das schöne Blatt hat leider ein paar Haarrisse, ansonsten bin ich gerade ziemlich elektrisch.

    Grüße Rübe

  4. #4
    Avatar von Uhrenfreak
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    Wertanfragen sind hier nicht erwünscht. Aber um dir sagen zu können, ob es die Uhren wert sind, verscherbelt zu werden, solltest du uns auch Bilder der Werke zeigen. Dazu müsstest du nur noch die Werkdeckel öffnen.

    Gruß Willy

    --- Nachträglich hinzugefügt ---

    [QUOTE=Ruebennase;, ansonsten bin ich gerade ziemlich elektrisch.

    Grüße Rübe[/QUOTE]
    Sitzt du eben mit dem elektr. Fön in einer mit Wasser gefüllten Badewanne?

    Gruß Willy
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  5. #5
    Avatar von Ruebennase
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    Willy jetzt sage mir nicht, dass Du nicht weißt was mich technisch an spricht.. ...ich würde zu gerne auch unter das Blatt gucken. Das lassen wir mal lieber bevor es Emailsherben gibt, aber die Werkseite sollte schon drine sein. Ich weiß allerdings auch nicht wie ich die Gravuren auf em Saubdeckel lesen soll. Gute Fotos werden wohl überbewertet.

    Rübe
    Geändert von Ruebennase (05.12.2016 um 20:26 Uhr)

  6. #6

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    Zitat Zitat von dwarffrog Beitrag anzeigen
    ... und blos keine Fotos von den Uhrwerken machen und hier einstellen - dies könnte uns ja verwirren!
    Tja, wenn ich nur wüsste, ich die auf bekomme.....

    --- Nachträglich hinzugefügt ---

    Zitat Zitat von Ruebennase Beitrag anzeigen
    Willy jetzt sage mir nicht, dass Du nicht weißt was mich technisch an spricht.. ...ich würde zu gerne auch unter das Blatt gucken. Das lassen wir mal lieber bevor es Emailsherben gibt, aber die Werkseite sollte schon drine sein. Ich weiß allerdings auch nicht wie ich die Gravuren auf em Saubdeckel lesen soll. Gute Fotos werden wohl überbewertet.

    Rübe
    Also, ich finde die Fotos schon sehr gut. Das Problem ist, dass diese Gravur, wenn das eine ist, nur bei Blitz wirklich zu lesen ist. Ansonsten ist es einfach zu dunkel bzw. klein. Also, ich mache gerne weitere Fotos. Auch die vom Lager, wenn ich weiß, wie ich die schadfrei auf bekomme.
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  7. #7
    Avatar von Uhrton
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    Die zweite sieht von der Farbe her nach hochkarätigen Gold aus (750ger). Da die Uhr vor Einführung der Stempelpflicht entstanden sein dürfte, spricht ein fehlender Reichsgold-Stempel nicht dagegen. Könnte zudem aus Frankreich sein, da wurden häufig keine Zahlenstempel sonder winzige Tiersymbole verwendet. Oder Karatangaben wie "18Ct", btw was steht eigentlich in dem rechteckigen Stempel über der Seriennummer? Und innen im zweiten Deckel?

  8. #8

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    So liebe Leute. Ich habe die Dame dazu gebracht mir die Uhr nochmal herauszugeben, damit ich die Fotos des Werks machen kann. Hier sind sie.

    01uhr014.jpg01uhr013.jpg02uhr010.jpg
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  9. #9
    Avatar von Ruebennase
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    Das obere Ankerwerk ist wirklich qualitativ sehr hochwertig und toll verarbeitet. Ich liebe diese schöne Verzahnung und das senkrecht in den Aufzug greifende Kronenrad. Leider habe ich bisher noch nicht heraus finden können, wo diese Werke genau her stammen. Zumindest für das Rohwerk vermute ich aus dem Valléé de Jeux. Vielleicht weiß jemand mehr oder die Inschrift auf dem Staubdeckel ergibt noch Hinweise. Kannst Du ihn ab schreiben ??
    Das das Gehäuse aus unedlem Metall besteht, ist bei dem Werk nahezu ausgeschlossen. Es ist eine schlichte aber technisch hochmoderne Taschenuhr vom Feinsten 1870/80 gewesen. Wunderschön
    Die zweite Uhr hat mit hoher Wahrscheinlichkeit jemand Anderem gehört. Sie ist gut 20 Jahre jünger und hat ein "Butter - und Brot" Uhrwerk der Zeit. Ein wenig verwirrend ist, das auf dem Staubdekel 6 rubies steht, aber nach der Zählweise, wie sie zur Entstehungszeit der Uhr üblich war, 8 haben zu scheint. Entweder hat der Hersteller hoch seriös nach der alten Art gezählt und die Decksteine nicht mit gezählt oder das Werk ist werksseitig besteinter als Zifferblattseitig, was ich irgendwie nicht an nehme. Nach einem Werksaustausch sieht es zumindest auf den Fotos nicht aus.

    Grüße Rübe

  10. #10
    Avatar von Uhrenfreak
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    Gratulation zu der oberen Uhr!

    Gruß Willy
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