Ergebnis 1 bis 14 von 14
  1. #1
    Avatar von Ticky
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    Unbekannte Taschenuhr / Damenuhr, Infos gesucht

    Hallo,
    die abgebildete Uhr hat schon deutliche Tragespuren, läuft aber recht gut, nach erster Prüfung.
    Jetzt wüsste ich allerdings gerne, um was für einen Hersteller es sich handeln könnte und welches Werk dort verbaut ist. Vielleicht kann auch jemand etwas zum Alter sagen. War der Gehäuserand ursprünglich versilbert? Innen sind ja Halbmond und Krone gemarkt.
    Danke und Gruß
    Michael
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken img_20180516_101354.jpg  

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    img_20180516_101308.jpg  

    img_20180516_101157.jpg  

    Geändert von Ticky (16.05.2018 um 20:00 Uhr) Grund: Reihenfolge Anhänge geändert

  2. #2
    Avatar von pallasquarz
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    Hallo, könntest Du noch die Deckelinnenseite genauer zeigen, damit man die Zahlen bzw. die Punzen besser erkennen kann?
    Für diese Uhren gibt es genügend Experten mit besseren Kenntnissen als ich, aber die Uhr wird wenigstens um die 100 Jahre alt sein.
    Kann man erkennen, ob die Halteösen für das Band nachträglich angebracht wurden?
    Die Uhr hat ja gut 29 mm Durchmesser, ev war das auch eine Herrenuhr?

    Grüsse Christoph

  3. #3
    Avatar von Ticky
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    Danke für die Rückmeldung, anbei auch noch ein weiteres Bild.
    Ich glaube die Ösen sind original. Habe auch wegen der Breite auf Damenuhr getippt.
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken img_20180516_120207.jpg  

    Geändert von Ticky (16.05.2018 um 17:50 Uhr)

  4. #4
    Avatar von kakerlake
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    Mal putzen ist 800er Silber. Denke es ist eine umgebaute Damentaschenuhr. Jetzt für Herren.
    Beim Alter lege ich mich mal nicht fest. Auf jeden Fall vor 1920.
    Sie hat ein Werk mit Zylinderhämmung.
    Geändert von kakerlake (16.05.2018 um 12:26 Uhr)

  5. #5
    Avatar von pallasquarz
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    Hallo nochmals, ich habe an eine umgearbeitete Taschenuhr gedacht, weil die Krone noch auf der 12 ist.
    Wird aber dann eine entsprechend alte Armbanduhr sein. Zu dieser Zeit waren auch die Uhren, die Herren am Handgelenk trugen, durchaus zierlich, deswegen mein Hinweis auf eine ev Herrenuhr.
    Denke, Du bekommst dann noch genauere Antworten von dem wirklichen Kennern der Materie.

    Grüsse Christoph

  6. #6
    Avatar von Rata
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    Grüß dich, Michael,

    da wurde eine kleine Damentaschenuhr zu einer Armbanduhr umgearbeitet (Position der Krone auf der 12). Das Gehäuse wurde in der Schweiz gefertigt (Auerhahn für 800er Silber) und nach Deutschland importiert (Deutscher Reichssilberstempel Krone und Halbmond). Der rotgoldene Rand ist im Galonne-Verfahren aufgetragen, d. h. ein dünnes Goldblech warm auf das Grundmaterial, also 800er Silber aufgewalzt. Bauzeit dürften die frühen Jahre des 20. Jahrhunderts sein, der Auerhahn ist in dieser Form von 1882 bis 1933 verwendet worden, und ob der Reichssilberstempel nach Ende des ersten Weltkriegs verwendet wurde, weiß ich nicht, glaube ich auch nicht.

    Schönes Stück in sehr guter Erhaltung übrigens!

    Viele Grüße, Otto
    Man verliert die meiste Zeit damit, dass man Zeit gewinnen will. (John Steinbeck)

  7. #7
    Avatar von Ticky
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    Danke für die Infos. Ist ja spannend, was es da alles an Wissen gibt.
    Wenn es eine Taschenuhr war, warum wurde beim Umbau das Ziffernblatt nicht gedreht?
    Die Uhr hat jedenfalls was, das Plexiglas wird auch poliert und dann geht sie mal zur Reinigung des Werks zum Uhrmacher.

  8. #8
    Avatar von pallasquarz
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    Zitat Zitat von Ticky Beitrag anzeigen
    ...Wenn es eine Taschenuhr war, warum wurde beim Umbau das Ziffernblatt nicht gedreht?...
    Hallo nochmals, ich glaube, das ist ein falscher Denkansatz, bedingt durch die Gewohnheit, daß eben eine linksgetragene Uhr die Krone auf 3 hat und man so draufschaut, daß die 12 oben ist.
    Aber zu dieser Zeit erkannte man gerade erst den Vorteil einer am Arm getragenen Uhr und machte einfach die Bügel für das Band an die freien Stellen dran. Dadurch kommen 12 und die Krone an die jetzt ungewohnte Position. Man ließ also sonst einfach die Uhr, wie sie war.
    Das ZB wird wohl Emaille sein, finde den guten Erhaltungszustand auch beachtlich.
    Viel Freude damit Christoph

  9. #9
    Avatar von Ticky
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    Okay geputzt sieht sie besser aus
    (wobei die Smartphone-Fotos nicht ganz so gut sind)
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken img_20180516_185255.jpg  

    img_20180516_185312.jpg  


  10. #10
    Avatar von pallasquarz
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    Hallo nochmals, es gibt hier im Vintagebereich noch einen separaten Thread für Taschenunhren.
    Ev da nochmals Deine Frage bzgl. Werk stellen und dort die Überschrift etwas anders formulieren.
    Sieht doch prima aus ; weißt Du, wie hat es denn die Uhr geschafft hat, so unbeschadet über die lange Zeit zu kommen?
    Viel Erfolg bei der Inbetriebnahme Christoph

  11. #11
    Avatar von Ticky
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    Danke für den Hinweis, Christoph, aber nachdem es keine Taschenuhr ist, soll der Thread auch nicht verschoben werden. Da frag ich dann mal separat wegen dem Werk.

    Die Uhr hat wohl überwiegend in einer Schublade gelegen. Daher der Erhaltungszustand.
    Durch die Politur hat sich gezeigt, dass auch die Rotgoldschicht am Rand gut erhalten ist.

    Im Deckel habe ich noch ein paar Zeichen gefunden, die sind wohl von einem Uhrmacher nehme ich an?

    Grüße Michael
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken img_20180517_095715.jpg  


  12. #12
    Avatar von Rata
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    Hallo Michael,

    das sind in der Tat Uhrmacherzeichen. Immerhin hat man "zu Lebzeiten", also während des aktiven Einsatzes, offenbar auf das hübsche Ding acht gegeben, es doch gelegentlich warten lassen. Jetzt aber nicht zu oft putzen, ab und zu mit einem Silberreinigungstuch drüber wischen, mehr nicht. Nicht dass die Galonée-Schicht zu sehr abgerieben wird.

    Ein wenig seltsam ist die Herstellerpunze K & L, diese würde nach Andreas Seite mikrolisk.de auf die Firma Kordes & Lichtenfels in Pforzheim als Gehäusehersteller hindeuten. Das müsste auf ein Baujahr vor 1917 hindeuten, denn ab diesem Zeitpunkt hatten in die Schweiz importierte Edelmetallwaren eigene Punzen, für 800er Silber ein Edelweiß (Quelle Watch-Wiki).

    Also schon wieder ein paar Rätsel gelöst.

    Viele Grüße, Otto

    PS: Das bei Roland Ranfft als 1002 anonym aufgeführte Uhrwerk sieht dem in deinem hübschen Stück verbauten Kaliber sehr ähnlich, auch die Größe könnte hinkommen:

    1002 anonym - Ranfft.de
    Geändert von Rata (19.05.2018 um 20:29 Uhr)
    Man verliert die meiste Zeit damit, dass man Zeit gewinnen will. (John Steinbeck)

  13. #13
    Avatar von Ticky
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    Danke für die weiteren Infos.
    Jetzt muss ich mal nach einem schicken Clip-Armband schauen für das Schmuckstück.
    Ähnliche Werke hatte ich auch schon gesehen in diesem Werkssucher für das UhrForum, das war ein AS und ein ETA.
    Grüße Michael

  14. #14
    Avatar von Rata
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    Hallo Michael,

    gerne geschehen. AS oder ETA kämen als Hersteller des Uhrwerks auch in Frage, ich denke, das Rätsel lässt sich während einer Grundüberholung des Kalibers zweifelsfrei lösen.

    Bei der Suche nach einem passenden Band könntest du mal bei der englischen eBay-Händlerin hier nachsehen:

    eBay - Oxford Jewellery and Gifts - Open ended straps for fixed pins.

    Die Darlenas sind von ordentlicher Qualität, habe welche davon an ein paar meiner ganz alten Uhren montiert und kann sie ohne Bedenken empfehlen.

    Viele Grüße, Otto
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