Ergebnis 1 bis 11 von 11
  1. #1

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    Uhrenbestimmung

    Guten Tag,
    gestern haben wir unseren Dachboden ausgeräumt und einige alte Taschenuhren gefunden. Zwei Molnija, eine Noname und eine Taschenuhr über die ich noch nicht all zu viel in Erfahrung bringen konnte.
    Mein momentaner Wissensstand ist folgender:
    Der Hersteller war IWC und das Herstellungsjahr war um 1911. Sie hat ein flaches Email-Ziffernblatt - daß leider beschädigt ist - siehe Fotos. In der hinteren Innenseite ist im Deckel folgendes eingraviert: 0,800 500632 B und eine Krone. Ebenfalls ist ein Wittmung bzw. ein Name eingraviert - daß aber meiner Meinung nach nichts zu sagen hat. Auf der Abdeckung des Gehäuses ist eingraviert: Cylindre 90 Rubis. Was dies betrifft habe ich noch nicht viel in Erfahrung bringen können. Das Uhrwerk sieht auch recht unspecktakulär aus - aber es läuft . Kann mir jemand etwas interessantes zu dieser Uhr sagen?
    Schon einmal im Voraus vielen Dank!
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  2. #2
    Avatar von del-olmo
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    Hallo,
    schade um das Zifferblatt, ist ein hübsches Stück. Das Werk ist ein 10-steiniges Zylinderwerk, es ist keine 90 sondern eine verschnörkelte 10, und dürfte aus der Schweiz stammen. Es ist ein normales Werk, Lepine V Kaliber mit Kronenaufzug, wie es zu tausenden in der Schweiz hergestellt und an Firmen und Uhrmacher verkauft wurde, das es läuft freut mich. Die Zeigerverstellung erfolgt mit Hilfe des kleinen Pin auf der 1.

    Vom ersten Augenschein würde ich die Uhr auf 1890-1900 datieren wollen, das Gehäuse ist 800er Silber, Halbmond und Krone sind die Silberpunze des dt. Reiches, vorgeschrieben ab 1886. Gibt es noch andere Punzen? Die Nummer ist die Seriennummer des Herstellers.

    Das Werk ist unsigniert, daher wird es schwer einen Hersteller zu finden, weitere Punzen auf dem Deckel kann ich so nicht erkennen, mach doch bitte ein Bild vom äußeren Staubdeckel. Wie kommst Du auf IWC?

    Grüße Bernhard

  3. #3
    Sparrow69
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    Zitat Zitat von mr. louis Beitrag anzeigen
    Guten Tag,
    Email-Ziffernblatt
    Email Zifferblatt, der war gut. Wie weit die Technik damald doch schon fortgeschritten war.

  4. #4

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    Hallo,

    der Witz mit der auf dem Dachboden gefundenen Taschenuhr ist zwar alt, aber immer wieder gut.

    Aber der Witz über MEHRERE Taschenuhren, und darunter auch noch die russische Marke Molnija, lässt mit vor Lachen vom Stuhl kippen...

    Aber im Ernst: Ich persönlich habe keine Lust, an Ebay-Verkäufer Auskunft zu geben- und darum geht es hier doch wohl.

    uhrenkel
    Geändert von uhrenkel (17.02.2009 um 19:51 Uhr)

  5. #5
    Avatar von Mikrolisk
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    Wieso? Das Zifferblatt ist aus Emaille...

    Aber eine IWC ist das leider definitiv NICHT. Eher eine "normale" Taschenuhr mit Zylinderhemmung und (ehemals?) 10 Steinen, wobei ein Lager schon erneuert wurde (mit Stein-? Messinglager?).

    Andreas
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  6. #6

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    Hallo,
    erstmal vielen Dank für die Antwort Bernhard!

    Zu Sparrow69: Der Witz war gut aber es wird wirklich Email oder Emaille geschrieben - einfach mal googeln

    Nun zu Uhrenkel: Vielen Dank für die aussagekräftige Beurteilung über mich. Meiner Meinung nach nennt man einen Raum unter einem Dach in einem 1901 erbauten Gutshaus salopp "Dachboden" ! Und es sind nun mal noch 2 Molnija gefunden worden. Und nein - ich werde sie nicht bei einem Auktionshaus "verscherbeln" und hatte auch nicht die Absicht. Ich habe mich nicht in diesem Forum angemeldet um solche Antworten zu bekommen sondern um seriöse Auskünfte aus Fachkreisen zu bekommen.

    So Bernhard; nun noch zu deinen Fragen: Ich kam auf IWC bei mokrolisk.de Dort habe ich die Seriennummer eingegeben und einige Details über die Taschenuhr. Dort wurde dann das Alter auf 1910-1915 angegeben. Kann aber auch gut sein daß ich etwas falsch ausgefüllt habe.....

    Den inneren Deckel habe ich nochmals fotografiert. Über dem gravierten Namen kann ich noch zwei Kronen erkennen (soweit man das als solches benennen kann) und ein C.
    Ob nun einige Teile ausgewechselt wurden weiß ich nicht - Ihr seits die Fachmänner
    Kann man das Ziffernblatt reparieren lassen? Wäre ja schade um das Stück wenn man sie auseinander nimmt - ich benötige immer Kleinteile aus solchen Taschenuhren zur Schmuckherstellung :stupid: werden jetzt einige denken...
    Übrigens würde ich auch gerne erfahren woher man kleinere Mengen an Uhrmacherbedarf wie Zahnräder usw. bekommt.
    Anbei noch 2 Bilder der Molnija´s - für die Ungläubigen

    Grüße
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken 17022009083.jpg  

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  7. #7
    Avatar von del-olmo
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    Also, IWC sicher nicht, die Uhr stammt aus deutscher Produktion, es fehlt die schweizer Punze, der Auerhahn. Das Werk ist aus der Schweiz nach Deutschland verkauft was damals üblich war. Die Seriennummern wurden von den Herstellern vergeben und so kommt es schon vor, dass sie doppelt sein können. Die beiden Kronen und das C ist vermutlich die Herstellermarke. Ich bleibe bei 1890-1900.

    Das Zifferblatt zu restaurieren ist möglich aber teuer, ich würde mal über google nach Zifferblattrestauration suchen, es gibt einige, die soetwas machen.

    Es ist tatsächlich ein Lagerstein durch ein Messinglager ersetzt worden, ich würde die Uhr mal einem Uhrmacher zeigen. Zerlegen würde ich sie auf keinen Fall, auch wenn sie nicht die wertvollste ist. Guck einfach bei ebay nach Bastlerwerken, Konvolute mit Werken und Werksteilen.

    Die beiden Molnijas sind Savonettes aus russischer Produktion, vermutlich beide mit robusten Werken Kaliber 3202.

    Grüße Bernhard

  8. #8
    Avatar von Mikrolisk
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    Bei meiner Altersbestimmung muß man auch schon richtige Angaben machen. Die Suche nach Seriennummern klappt eben nur, wenn man auch den Hersteller der Uhr kennt. Und nur dann!
    Ansonsten hättest Du weiter unten auf jener Seite die allgemeine Datierung wählen können.

    Dennoch ist die erste Uhr oben schon schweizer Herkunft - die Auerhahnpunze WIRD im Staubdeckel sein, auch wenn dieses auf dem Foto nicht ganz ersichtlichlich ist; einige kleinere Stempel ("Dellen") sind noch unscharf.

    Andreas
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  9. #9
    Avatar von meuseline
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    Kann mir jemand etwas über eine WFD sagen? Aus der Schweiz habe ich gehört, aber das war es schon. Von wann bis wann wurden diese Uhren produziert?wfd2.jpg

  10. #10
    Avatar von Rata
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    Hallo meuseline,

    ich denke, es wäre besser, wenn du für die WFD einen neuen Faden im Vintageuhrenbereich aufmachen würdest. In den Taschenuhrenbereich verirrt sich (leider) nur selten jemand, und in einen eigentlich bereits "bestatteten" Thread sowieso nicht.

    Die Uhr selber dürfte aus den frühen bis mittleren 1960ern stammen, eher untere Mittelklasse sein. Ist es eine Automatic? Der Schriftzug über der 6 läss sich leider nicht entziffern. Ein Blick unter die Motorhaube (den Bodendeckel) wäre da mal hilfreich. Ich nehme an, dass es sich um einen Pressboden handelt, den du recht einfach abhebeln kannst: Gegenüber der Krone dürfte zwischen dem Gehäuse und dem Boden eine kleine Kerbe sichtbar sein. In die Kerbe kannst du eine feine Taschenmesserklinge ansetzen und den Boden abhebeln. Am Besten vorher den Deckel und das Gehäuse im Bereich um die Kerbe großzügig mit Tesa abkleben. Auch die Messerklinge auf einen Bereich von ca. 1 cm, um Verletzungen bei dir selber und Kratzer an der Uhr zu vermeiden, falls du mit der Klinge abrutschtst. Wenn du den Boden auf hast, bitte ein möglichst scharfes Foto vom Werk schießen und hier einstellen, um es identifizieren zu können.

    Du kannst dich aber auch auf den folgenden Seiten selbst auf die Suche machen:

    In Christop Lorenz Uhrenarchiv: http://www.uhrwerksarchiv.de/

    Bei Roland Ranfft: http://www.ranfft.de/cgi-bin/bidfun-...&ranfft&&2uswk

    Bei Badeners' Werksucher: https://uhrforum.de/der-uhrforum-werksucher-t155313

    Über die Marke WFD wirft Andreas' (mikrolisk) Seite leider nichts aus.

    Viele Grüße, Otto
    Man verliert die meiste Zeit damit, dass man Zeit gewinnen will. (John Steinbeck)

  11. #11
    Avatar von meuseline
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    Danke Rata für Deine Hilfe. Habe alles gefunden. Die Uhr stammt aus Pforzheimer Uhrenrohwerke Werk PUW 260.Reg.Muster 2207. 21 Jewels 585 Gold. Baujahr Mitte der 60er wie Du schon vermutet hast. Das Werk ist bei www.ranft abgebildet.
    Geändert von meuseline (02.12.2016 um 10:15 Uhr)

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