Zweites Loch für Doppelsteg anbringen

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rapids41

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Hallo,

da sich das braune Lederband mit Doppelstegen meiner Junghans Piazza langsam abnützt und es, so wie es aussieht, nur noch die Version in Schwarz zu kaufen gibt, suche ich eine andere Lösung.
Bänder mit einfachen Stegen sehen an der Uhr meiner Meinung nach sehr bescheiden aus. Deshalb die Frage ob es nicht möglich wäre in ein dickes Lederarmband (6mm) nicht einfach ein zweites Loch für den Steg anzubringen?
Bei uns in Schwäbisch Hall gibts es leider weder Uhrmacher, noch Lederfachgeschäfte mit eigener Werkstatt die so etwas machen.
Hat jemand von euch Erfahrung oder einen Tipp für mich?

Gruß Michael
 
Schraubendreher

Schraubendreher

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Hallo Michael,

was meinst Du mit Doppelstegen?
:pics:

Wenn es ein spezielles Band mit geformtem Anstoß und einer eigenen Federsteglösung ist, wirst Du um ein originales Band nicht herumkommen. Ich habe in 25 Jahren für solche Probleme noch keine überzeugende universelle Lösung gefunden.
Trag es wie ein Mann, mach ein normales Band dran und feddisch.

Bis dann:
der Schraubendreher
 
rapids41

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Nein keine geformten Anstöße, hier die schwarze Version:
Doppelloch.png
 
Schraubendreher

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Aaah, okay. Ich verstehe. :super:

Ich würde da einfach ein Band mit einem einzelnen Federsteg rein machen. Ansonsten, wenn Du ein sehr kräftiges Band hast, könntest Du hinter dem Durchgang für den Hauptsteg mit einer Nadel quer durch das Band durchstechen und da einen dünnen Federsteg (1,2mm) durchschieben. Achte auf ein genähtes Band und dass zwischen den beiden Löchern mindestens einmal ein Faden durch das Band geht. Und beim durchstechen nicht den Faden verletzen!

Das ganze wird aber eventuell gegen das unausweichliche Verbiegen des Bandes am Arm weniger widerstandsfähig sein als das Originalband. Das ist im Anstoß sicherlich speziell für diese Art der Befestigung verstärkt. Es kann also sein, dass das selbst befestigte Band nicht so lang leben wird. In diesem Fall gilt wieder das von mir oben gesagte.
 
rapids41

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Danke! So ungefähr hab ich mir das auch gedacht! :super:
Hier noch Bilder von dem original Band und der Uhr:
IMG_5215.jpg
IMG_5216.jpg
IMG_5217.jpg
 
rapids41

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Tja ich weiss nur, das wenn ich hier ein Band mit nur einem Federsteg einsetze, mir die Hörner zuviel rausschauen.
Liegt vielleicht auch an meinen 16cm HGU.
Ja so ein dickes Band könnte passen da hier das Abknicken vielleicht verhindert wird.Brauche im Idealfall ein dunkelbraunes Krokoband mit dunkler Ziernaht und in 22mm.
 
wvbaden

wvbaden

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Diese Doppelstege können jedenfalls eigentlich nichts zur Haltbarkeit beitragen, ist ein klassisches überbestimmtes System. Sie halten das Band bestenfalls in Position. Aber je besser sie dafür wirken und je mehr sie die „natürliche“ Position des Bandes behindern, desto stärker dürften dessen Belastung und Verschleiß ausfallen. Im Ergebnis wahrscheinlich primär ein System, um den Kunden zum Originalband zu zwingen ...
 
rapids41

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Haltbarkeit ist Top. Meine andere Piazza habe ich Jahre lang täglich getragen. Die goldene vom Vorbesitzer ebenfalls.
Dachte allerdings nie das es dies nur bei Junghans gibt.
 
wvbaden

wvbaden

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Ich habe aber auch noch nie gehört, dass das Armband am Steg versagt. Die Lebensdauer wird normalerweise über den Verschleiß an der Stiftschließe (Löcher und Biegung) bestimmt - wenn nicht das persönliche Hygieneempfinden vorher zuschlägt. :winken:
 
hiltibrant

hiltibrant

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So, jetzt aber mal „Butter bei die Fische“ ;-)

Wer kann denn auf verständliche und plausible Art diese (nach meinem bescheidenen Dafürhalten unsinnige) Bandbefestigung erklären? Was bitte soll so eine Konstruktion mit Schwachstelle zwischen den beiden Federstegen, die den an sich stabilsten Teil des Bandes schwächt? Ist die Fortsetzung dieses Unsinns demnächst ein Federsteg mit rechteckigem Querschnitt, der in ebenso rechteckige Ausfräsungen (Rechteckbohrer gibt’s ja nicht) in den Hörnern eingreift :hmm:?

OGott, hoffentlich habe ich jetzt da keinen Produktdesigner auf eine Idee gebracht :lol:
 
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