Uhrenbestimmung Zwei unsignierte Werke + ein Eterna

Diskutiere Zwei unsignierte Werke + ein Eterna im Taschenuhren Forum im Bereich Uhrentypen; Hi, Hab kürzlich für kleines Geld 3 meiner Meinung wunderschöne Taschenuhrwerke erstanden. Das eine ist auf dem Ziffernblatt mit Franz Morawetz...

jonasgd12345

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Hi,
Hab kürzlich für kleines Geld 3 meiner Meinung wunderschöne Taschenuhrwerke erstanden.
Das eine ist auf dem Ziffernblatt mit Franz Morawetz Kammeruhrmacher seiner Majestät Wien signiert. Das Werk sieht mir evtl nach einem LeCoultre kal. 6 aus, vllt kann das jemand bestätigen?
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Die zweite ist weder vorne noch hinten beschriftet sieht aber ein wenig nach nach Lognines 19.80 aus, nur das seltsamerweise die Aufzugswelle bei der 1 aus dem Werk kommt.
Hat da evtl jemand Ideen? E53F2143-45DC-4601-91D8-9E2666E3E109.jpeg396B75CE-7AB4-4100-ADEE-42BDFD8ED714.jpeg
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Das dritte Werk ist ein Eterna, und meiner Meinung nach ein 165 was mich aber wundert ist, dass die laut Ranfft eigentlich 15 Steine haben sollten, meines hat aber 17 und ist auch so beschriftet. 39EF8DCA-BEF5-4AAC-B393-01EAE511277E.png


Bei allen würde mich jeweils auch der Jahrgang interessieren (zumindest grob, bei den ersten beiden gibts ja nicht mal Seriennummern)


Bilder von der Ziffernblattseite kann ich momentan leider noch keine anbieten.

Bin gespannt was euch so einfällt
Lg Jonas
 

monozelle

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Ich glaube, du hast die Werke schon richtig einsortiert. Bei Ranfft stehen doch auch die Herstellerdaten, das wird schon ungefähr hinhauen. 🙂 Ich seh die alle drei zwischen 1910 und 1920 etwa.

Das Eterna wird bei Ranfft mit 1919 als Herstellerjahr angegeben.
Bei der geteilten Federhausbrücke dachte ich auch gleich an LeCoultre. Soweit ich weiß, sind die manchmal auf der Unterseite des Unruhklobens signiert.
Ich glaube, bei dem Longines ist das nicht die Kronwelle, was da rausragt, sondern der Drücker für die Zeigerstellung. Ein Blick auf die Zifferblattseite würde die Frage klären. Ist die zugehörige Kronwelle vorhanden? Dann könnte man das auch testen, ohne das Zifferblatt abzunehmen. 🙂
 

Ruebennase

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Ergänzend kann ich dazu nur sagen, dass es zu der Zeit durchaus üblich war Werke in unterschiedlichen Ausführungen/Qualitäten an zu bieten. Also mit oder ohne Feinregulage/Kompensationsunruhe etc, sowie als 15 oder 17 Steine Variante. Ranfft gibt, sofern er es weiß, auch diese Optionen an, aber gerade um die Zeit ist nicht alles perfekt dokumentiert. Dann ist es bei allen anderen Übereinstimmungen auch das Kaliber 165.
Bei dem Longineswerk bin ich mir noch nicht so sicher und denke die ZB Seite wird Aufschluß bringen. Normaler Weise findet man bei Longines schon das Flügelzeichen unter dem Rücker. Buren u.a. haben auch Werke mit diesem eleganten "Fingerschwung", wie ich es nenne, gebaut.

Grüße Rübe
 

jonasgd12345

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Ich glaube, bei dem Longines ist das nicht die Kronwelle, was da rausragt, sondern der Drücker für die Zeigerstellung. Ein Blick auf die Zifferblattseite würde die Frage klären. Ist die zugehörige Kronwelle vorhanden? Dann könnte man das auch testen, ohne das Zifferblatt abzunehmen. 🙂

Tatsache, hätte man auch sehen können...
Die Öffnung für die Aufzugswelle ist direkt daneben (wie gewohnt auf 12)...

Dann bleibt nur noch die Aufgabe ein Zuhause für die Werke zu finden...
(Werde mich mal an was aus Acrylglas wagen, keine Ahnung ob’s was wird)
 

jonasgd12345

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Ergänzend kann ich dazu nur sagen, dass es zu der Zeit durchaus üblich war Werke in unterschiedlichen Ausführungen/Qualitäten an zu bieten. Also mit oder ohne Feinregulage/Kompensationsunruhe etc, sowie als 15 oder 17 Steine Variante. Ranfft gibt, sofern er es weiß, auch diese Optionen an, aber gerade um die Zeit ist nicht alles perfekt dokumentiert. Dann ist es bei allen anderen Übereinstimmungen auch das Kaliber 165.
Bei dem Longineswerk bin ich mir noch nicht so sicher und denke die ZB Seite wird Aufschluß bringen. Normaler Weise findet man bei Longines schon das Flügelzeichen unter dem Rücker. Buren u.a. haben auch Werke mit diesem eleganten "Fingerschwung", wie ich es nenne, gebaut.

Grüße Rübe

Ich nehme morgen mal die Ziffernblätter ab (ist sowieso besser wenn die irgendwo geschützt verstaut sind) und stelle hier Fotos von der Z.B. Seite hier ein.
 

Matthias MUC

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Das eine ist auf dem Ziffernblatt mit Franz Morawetz Kammeruhrmacher seiner Majestät Wien signiert. Das Werk sieht mir evtl nach einem LeCoultre kal. 6 aus, vllt kann das jemand bestätigen?
Deins ist aber ein Savonnette-Kaliber, das abgebildete Kal. 6 ein Lepine-Kaliber. Bauart schaut total gleich aus, ja.
 

jonasgd12345

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Deins ist aber ein Savonnette-Kaliber, das abgebildete Kal. 6 ein Lepine-Kaliber. Bauart schaut total gleich aus, ja.

Ich bin bei beiden (dem LeCoultre und dem möglicherweise Longines) davon ausgegangen dass es jeweils lepine und savonette Varianten gab, sicher bin ich natürlich nicht.
 

jonasgd12345

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Neue Bilder.
Was mir eben erst aufgefallen ist, ist dIe eigentliche Aufzugswelle noch vorhanden ist, und nur der Gehäuseteil für den Negativaufzug fehlt.
Außerdem ist die Beschriftung am Unruhkloben Fast und Slow anstatt Advance und Retard, also wahrscheinlich eine Uhr für den amerikanischen Markt?

P.S. wurde die Aufzugswelle damals mit einer Nut und einer Schraube im Pendant gehalten oder wie bei einer Zenith mit einer Klemmfeder die in den Pendant geschraubt wird?
Und wie wird die Zeigerstellung fixiert? Momentan springt der Stift immer zurück auf die Aufzugstellung. (Ist das erste mal, dass mir die Art von Stellmechanismus unterkommt)

Hab noch ein Bild von der Eterna angehängt, obwohl da ja eigentlich keine Zweifel bestehen. Würde für die LeCoultre auch ein Bild der ZB Seite helfen?
 

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monozelle

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Und wie wird die Zeigerstellung fixiert? Momentan springt der Stift immer zurück auf die Aufzugstellung. (Ist das erste mal, dass mir die Art von Stellmechanismus unterkommt)

Die wird bei Drückerstellung überhaupt nicht fixiert, das muss federn. Du drückst mit deinem Fingernagel den Stift rein, schiebst damit gegen den Widerstand der Feder den Kupplungshebel runter und stellst mit der anderen Hand die Zeiger. 🙂

Bei Zeigerstellung bzw. Kupplung über das Ziehen der Krone gibt es einen (manchmal gefederten*) Winkelhebel mit Raste, weil es unpraktisch wäre, die Krone gleichzeitig zu ziehen und zu drehen.

*Grüße an Roland Ranfft 😉
 

jonasgd12345

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Aber passt denn die ziffernblattseite jetzt zu einem Longines Werk? Bzw. wie würde die genaue Werksbezeichnung lauten?
 
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