Zwei ungleiche Schwestern? Tudor Black Bay 58 und Rolex Submariner 14060M

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alexsch

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Liebe Mitinsass*innen,
liebe Leidensgenoss*innen!

Prolog
Ich stelle Euch heute zwei ungleiche Schwestern vor, die auf den zweiten Blick gar nicht so unterschiedlich erscheinen. Der hier vorliegende Bericht erhebt keinen Anspruch auf Vollständig- sowie Richtigkeit und spiegelt meine ganz persönliche Meinung wider. (Abfällige Anspielungen auf „weniger teure“ Uhren, Autos und Frauen bitte ich aus humoristischer Sicht zu betrachten und sind meiner freien Phantasie entsprungen – ich liebe sie alle.
Als meine Liebe zu Uhren 2011 begann konnte ich noch nicht abschätzen, welche Wellen und Wendungen diese Liebe schlagen würde. Spätestens jedoch dann, als ich begann mehrere tausend Euro für eine Uhr auszugeben, wusste und merkte ich, dass es um mich passiert war – die Uhrenhölle hatte ihre Hand des Teufels nach mir ausgestreckt und mich fest in ihren Fängen gehalten. So folgten nach ein paar „billigen“ Seikos immer teurere und teurere Exemplare der uhrmacherischen Kunst der Zeitanzeige. Wo ich mich in einem Monat noch mit einer Sinn begnügte, so sollte es im kommenden Monat eine Breitling sein und im darauffolgenden Monat eine Tudor usw. – ihr kennt dieses schmerzliche Schmachten nach einem neuen Wecker… Gedacht bei Erwerb einer Rolex „angekommen“ zu sein (was für eine tiefgründig entspannte Wortfolge) stellte sich des Teufels Durst nach mehr ein. Hatte ich erst die eine Rolex… - ihr kennt das Spiel.
Um diesen, im wahrsten Sinne des Wortes, Teufelskreis zu entrinnen beschloss ich irgendwann im Laufe der Zeit, all meine Uhren, bis auf meine „wahre Liebe“, zu verkaufen. So schlenderte ich einige Jahre zufrieden und voller Liebe mit meiner 14060M umher, bis mein Bruder (der Arsch) sich eine 58 zulegte. Seit ich diese Uhr umlegte war es um mich abermals geschehen. Und wieder tat sich dieser heiße, lodernde Abgrund der Hölle unter mir auf und der Teufel lachte mich verschmitzt an und sagte: „Herzlich willkommen zurück!“

Chapter one: Das Herz einer Uhr – das Werk
Die 14060M ist mit dem Kaliber 3130 ausgestattet, welches vollständig von Rolex entwickelt und hergestellt wurde. Wie alle Rolex Perpetual-Uhrwerke ist auch das hier beschriebene Kaliber ein Schweizer Chronometer. Das Werk ist mit einer Parachrom-Spirale ausgestattet, um eine höhere Beständigkeit gegen Stöße und Temperaturschwankungen zu bieten. Es besitzt 31 Steine, hat eine Schwingfrequenz von 28800 Halbschwingungen pro Stunde und misst 28,50mm im Durchmesser sowie 6,00mm in der Höhe. Seine Gangreserve beträgt 48 Stunden. Das Kaliber 3130 ist die vierte Generation der Rolex Kaliber 300-Familie. Im Wesentlichen ist es identisch mit dem legendären Kaliber 3135, nur ohne Datumsfunktion. Es wurde 2001 eingeführt.
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©www.millenarywatches.com

Im Herzen der Black Bay verrichtet das Manufakturkaliber MT5402 seinen Dienst. Es ist ebenso ein Chronometer zertifiziertes Werk, welches 27 Steine besitzt und 26,00mm im Durchmesser misst. Die Gangreserve des Kalibers gibt Tudor mit ca. 70 Stunden an. Somit kann man die Uhr getrost Freitagabend ablegen und Montagmorgen wieder umschnallen. Das MT5402 besitzt eine große Unruh mit variabler Trägheit sowie eine amagnetische Siliziumfeder. Die Einführung des Werks war 2018, drei Jahre nach Implementierung des ersten Tudor Manufakturkalibers.
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©www.zeitenblick.at

Beiden Werken ist gemein, dass bei der Gestaltung Robustheit, Haltbarkeit und Zuverlässigkeit im Mittelpunkt standen – zwei exzellente Kaliber!

Mein persönliches Fazit: Beide Werke laufen sehr genau (ich bin kein brutaler Sekundenfuchser, aber wenn zur Zeitumstellung, zwei Mal im Jahr, die Uhr weniger als eine Minute im Plus oder Minus läuft, dann passt das für mich). Die Gangreserve der Tudor ist ein nice-to-have, brauche ich persönlich aber nicht, da ich die Uhr sowieso nicht ablege oder, wenn dann, für längere Zeit nicht anlege (dann sind die 70 Stunden eh schon abgelaufen). Alles in allem zwei wundervolle Manufakturwerke, welche man Gott sei Dank nicht durch einen Glasboden bewundern kann, denn ich liebe Stahlböden an Uhren.

Chapter two: Die Kleidung einer Uhr – das Gehäuse
Beide Uhren sind an der Oberseite satiniert und an den Seiten poliert. Das Finish ist sowohl bei der Rolex, als auch bei der Tudor erste Sahne und von höchster Güte. In der Ausführung der Oberflächenbehandlung fallen mir keine Unterschiede zwischen beiden Uhren auf. Hier merkt man bei Tudor die Nähe zum Mutterkonzern. Wie oben bereits erwähnt ist bei beiden Uhren das Werk von einem wenig verzierten aber sehr angenehm zu tragenden Stahlboden geschützt. Beide Modelle liegen aufgrund ihrer geringen Bauhöhe sowie ihres angenehmen Durchmessers leichtfüßig und charmant auf dem Handrücken auf, was zum Dauertragen animiert und sie zu echten Handschmeichlern macht. Ganz unschuldig ist dabei das sich verjüngende Band nicht, aber dazu später mehr. Die Krone der Rolex ist von einem sogenannten Kronenschutz eingefasst, welchen die Tudor nicht besitzt. Beide Kronen sind optisch eine Augenweide, beide sind gut zu greifen und butterweich zu bedienen.

Persönliches Fazit: Ums kurz zu machen – ein Unentschieden. Beide Ausführungen nehmen sich in Ausführung und Güte wirklich nichts. Optisch und haptisch höchste Uhrmacherkunst.
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Chapter three: Das Gesicht einer Uhr - das Zifferblatt
Das schwarz glänzende Zifferblatt der Sub, welches erst durch den „Badewanneneffekt“ als originär Rolex eingestuft werden kann, ist eines der schönsten Blätter überhaupt. Wenn mich nicht alles täuscht habe ich ein sogenanntes, unter Sammlern und Enthusiasten bekanntes, „Lückenblatt“, was mich nicht wirklich interessiert. Meine Referenz ist der „Vierzeiler“, wie er hier immer wieder unterschieden wird, mit „Rolex-Bandenwerbung“ und der „Random-Seriennummer“ auf der Sechs-Uhr-Seite. Das nicht entspiegelte Saphirglas liegt plan auf und lässt einen tief unter den Rock – äh auf die Zeiger blicken, welche – herablassender Weise – als Zeiger einer bestimmten Automarke tituliert werden. Die Ablesbarkeit ist zu jeder Tages- und Nachtzeit uneingeschränkt gewährleistet. Der obligatorische „Night-Shot“ darf hier natürlich nicht fehlen, wobei ich bei Night-Shot tatsächlich an etwas anderes denken muss.

Das „Maxi-Dial” der 58 hingegen ist grobschlächtiger, da es matt wirkt, in Wirklichkeit aber gekörnt ist. Es schimmert von Lichteinfall zu Lichteinfall in den changierendsten Farben von hellgrau zu tiefschwarz. Ein bisschen Gold darf dabei nicht fehlen. Der Anblick des Zifferblatts ist vergleichbar mit dem Anblick schöner Frauen im Sommer: Leichtbekleidet stolziert erst die eine vorbei und kaum ist sie aus dem Blickwinkel verschwunden fokussiert das Auge schon die nächste usw. usf. – ein unendlicher, schier nimmer enden wollender Kreislauf, welcher sich wieder und wieder wiederholt, die Ewige Wiederkunft. Man(n) denkt sich, was wohl unter der sommerlichen, von schönen Gefühlen begleiteten Stimmung, zu finden sein wird… Ich schweife ab. Zurück zu winterlichen Gedanken und den Zeigern der Tudor, die den Titel „Snowflake-Zeiger“ zu Recht tragen. Sie sehen nämlich tatsächlich wie kleine Schneeflöckchen aus. Geschützt wird das ganze Ensemble von einem gewölbten Saphirglas, das die lustigsten Parallaxeneffekte zulässt und schon manch gestandenen Mann zur Verzweiflung brachte ob der Tatsache, dass die Indexe seiner Uhr um einen hundertstel Millimeter versetzt aufgebracht worden seien. Manch einer würde da sagen diese berühmt-berüchtigten Indexe werden in Vollmondnächten von Elfen per Hand aufgesetzt. Ich denke da pragmatischer – vermutlich wird’s eine Maschine sein und wenn ich von versetzten oder versauten Zifferblättern lese, dann wird wohl der Kerl hinter der Maschine zu viel im Home-Office gesoffen haben (auch wenn er gar kein Home-Office hatte, aber saufen geht echt immer und überall). Ich schweife schon wieder ab. Wie auch immer, die Indexe der 58 sind meines Wissens rotvergoldet und, jetzt fällt`s mir wieder ein (bin immerhin beim 10ten Bier nach diesem scheiß ellenlangen Text), die der Sub aus Weißgold. Zumindest etwas „Fleisch“, das man verhökern kann, wenn man pleite ist. Bei beiden Gattungen ist die Lünette aus eloxiertem Aluminium. Was soll`s, die sind günstiger zu ersetzen.

Höchstpersönliches Fazit: siehe Abschnitt: Sommer, Sonne, Frauen, Bekleidung der selbigen, Ewige Wiederkehr nach Nietzsche – also wunderschön!
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Chapter four: Das Gefühl einer Uhr – das Band
Nun zum Band der beiden Schönheiten. Wenn man genug Alk intus hat würde man fast meinen, das Gedächtnis spielt einem einen Streich ob der ganzen Verjüngungen. Tatsächlich ist es so, dass nicht der Alkohol Schuld hat, sondern die Designer*innen bei Rolex und Tudor. Das Band der Sub verjüngt sich stufenlos von 20 auf 16mm, die Bandglieder sind hohl, die Seiten satiniert. Wer jemals ein sogenanntes „Klapperband“ getragen hat weiß um die trägerischen Vorzüge dieses Bands. Mehr dazu im Fazit.

Das tudorianische Band verjüngt sich abgestuft, vermutlich in Millimeterschritten, gleichfalls von 20 auf 16mm. Der Schlächter wird denken, die hätten dort bei Tudor Geld sparen wollen, aber so ist es nicht. Dieses gestufte verbunden mit den „Fake-Nieten“ geben der Uhr erst den „Vintage-Charakter“, welchen es unweigerlich braucht – wo würden wir heute nur ohne unseren Anglizismen und Vorstellungen von „alt“ sein. Ich mag es mir gar nicht ausdenken…

Wie auch immer, kommen wir zum Fazit: Beide Uhren tragen sich, wie oben bereits angemerkt, gefühlt himmlisch (teuflisch gut wollte ich hier jetzt nicht schreiben). Ich muss aber sagen, dass sich das Klapperband der Sub noch einen Ticken vorzüglicher trägt, als das der 58. Einige würden vielleicht sagen Gewohnheit. Mag schon sein, aber durch diese unglaubliche Leichtig- und natürlich projizierte Lässigkeit empfinde ich das Band der Sub alles in allem als das bessere. Trotzdem und genau deshalb , weil es weniger massiv und schwer ist. Das sind aber wirklich nur Nuancen. Ich hatte schon deutlich unbequemere Bänder als das der 58.
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Epilog
Zum Abschluss muss ich noch sagen, dass ich ein hundsmiserabler „Photograph“ bin. Vermutlich schlummert das Talent in mir – leider werde ich immer wieder von schlechter Technik (in diesem Falle von meinem billigen Handy) ausgebremst. Ich bin mir sicher, dass es so sein muss. In diesem Sinne ein Halleluja auf diesen teuflisch monströsen Text und:
„Hier kommen Sie. Pater McConnell sagt, dass Gebete helfen. Wenn ihr so weit gelesen habt, schickt eins für mich hoch und für Cora, und bittet darum, dass wir zusammen sein werden, wo auch immer.“ Cain – Wenn der Postmann zweimal klingelt.

Literaturverzeichnis (nicht wirklich!)
Die nachfolgende Auflistung soll für all jene Rolexliebhaber*innen sein, die sich immer wieder freuen, wenn sie von Legenden und Mythen der Marke Rolex lesen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass mich dieser Mythos, diese Aura, welche(r) die Marke Rolex umgibt, dazu bewog, eine ebensolche anzuschaffen.
Hier eine Auswahl lesenswerter Forenbeiträge, welche den Mythos der Uhren hoch leben und einem wissen lässt, warum man mit einer Rolex sozusagen „angekommen“ ist, wie es viele hier beschreiben. Ich liebe die kleinen Geschichten um und über Rolexuhren, auch wenn ich sie nicht alle glaube. Aber wer muss schon alles glauben… - frei nach Pippi Langstrumpfs Motto: "Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt."

Viel Spaß beim Lesen und evtl. auch beim Erweitern der Linksammlung!

Herzliche Grüße Alexander​

Sammelthread - Rolex Submariner
Kaufberatung - Rolex Deepsea vs Halbtagsstelle
Der Rolex-Fotothread
Alte Seemann-Submariner, Story aus dem www
Rolex Submariner Date (116610LN)
Omega Seamaster Planet Ocean (232.30.42.21.01.001) vs. Rolex Submariner (116610LN)
Once upon a time...MODEM-BURNER!!!
Operation " Sultan" (elendig lang...)
Submariner ist nach 26 Jahren stehen geblieben
Day Date in EISBLOCK eingefrohren.
Operation Shurta 'Uman as-Sultaniyyah
10 Jahre Forum! - Was sind Eure persönlichen "Threads des Jahrzehnts"?
Explorer beim Tauchen geflutet - Totalschaden. Kann ich auf Kulanz hofen?
 
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Virtulo

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Ich bin für die 14060M:

Zwei Gründe:

a) Es ist "die" James-Bond Uhr (alleine das reicht aus um sie zu kaufen)

b) Das Klapperband ist das lässigste was man tragen kann. Und das bei einer Uhr die gebraucht mittlerweile recht teuer ist. Irgendwie passt das nicht zusammen und gerade das macht es so interessant.
 

CptnCrnch

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Zuerst einmal ein dickes Dankeschön für diesen tollen Vergleich der ungleichen Schwestern! 👍

Vielleicht mag es daran liegen, dass ich das entsprechende Alter habe, aber die Ältere der beiden gefällt mir immer noch ganzes Stück besser. Historie und Lässigkeit spielen da eine große Rolle.
...was allerdings nicht heißt, dass ich die Jüngere der beiden in näherer Zukunft auch gerne hätte. Was vielleicht auch irgendwie mit meinem Alter zu tun haben mag... :D
 
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thtrnsprtr85

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Sehr schöner Vergleich, danke dafür :super: Für mich persönlich wäre das Optimum die 14060 mit einer modernen Schließe! Ich hatte ja eine Yachtmaster 16622 und die Schließe fand ich bis zum Schluss etwas...gewöhnungsbedürftig ;) der Tragekomfort der „Fünfstelligen“ ist allerdings genial.

Vielleicht zieht ja doch mal eine BB58 bei mir ein, eine geniale Alternative, ohne ein Abklatsch der Sub zu sein ist die Uhr ja definitiv:klatsch:
 

Diver-Interessent

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Ich finde die Vorstellung super gelungen und kann das als BB58 Liebhaber komplett nachvollziehen. Hat Spaß gemacht zu lesen 👍
 

uwe733

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furchtbare Klapperband
Was soll daran furchtbar sein? Schonmal tatsächlich eines in der Hand gehabt und eingehend untersucht? Die Verarbeitung ist auch hier auf sehr hohem Niveau (einfach mal die Verschraubungen unter einer Lupe betrachten) und alle Komponenten sind extrem langlebig ausgelegt.

Zum TS: Unterhaltsame Vorstellung zweier toller Uhren :super: Eine ist schon lange ein Klassiker und Design-Ikone, mal sehen, ob die Tudor das auch mal schafft.

Viele Grüße, Uwe
 

LBeck

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Ich habe zwar keine alte SUB, aber meine YM hat auch das hier als Klapperband bezeichnete Band und den Verschluss. Da ist nichts zu beanstanden. Neue Bänder und Schliessen sind sicher wertiger, aber schlecht waren die Alten auch nicht. Hochwertig sind die Alten auch.
 

JOSHUATREE

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Die Tudor ist Meilen schöner.

Man muss schon sehr RLX-affin sein, um dem Klapperband, das vielleicht einer 20 €-Uhr angemessen wäre, etwas Positives abzugewinnen
Das Band der Sub 14060m ist mit dem selben Aufwand wie für die aktuellen Referenzen produziert worden und hat absolut nichts mit einem Band einer 20 € Uhr oder z. B. dem Omega 1171 Klapperband zu tun.

Die Bänder sind hervorragend verarbeitet und weisen nahezu keine Spaltmaße auf. Deswegen quietschen sie auch am Anfang ein bisschen...neue wie alte Referenzen.

Die nicht weniger aufwendig produzierten hohlen Mittelglieder der alten Bänder sind m. E. nur aus gewichtsgründen so hergestellt worden.

Da aber heute alles massiv und groß sein muss, hat man diese Technik aufgegeben. Bei der Schließe sieht es natürlich anders aus. Hier reden wir bei der 14060m von gebördeltem Weißblech. Nicht zu vergleichen mit den aktuellen Schließen. Die BB 58er Schließe ist phantastisch. Der Schließmechanismus der neuen sechsteiligen Sub‘s ist noch etwas aufwendiger als bei den Tudors.
 

Corp.

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Eine hochwertige Schließe aus dünnem geprägten Blech ist so wie hochwertiges Kunstleder: es gibt da sicher schlechtere und bessere Qualitäten, Leder wird's deshalb aber immer noch nicht. OK, die Bänder und Schließen waren früher alle nicht doll, aber seit Omega - insbesondere an der PO - wirklich tolle Bänder hatte, musste dann sogar RLX nachziehen und endlich anständige Bänder an ihre Uhren machen. Retrospektiv werden die alten aber deshalb nicht besser. Aber es gibt sogar Fans für Fixoflex....
 

JOSHUATREE

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Eine hochwertige Schließe aus dünnem geprägten Blech ist so wie hochwertiges Kunstleder: es gibt da sicher schlechtere und bessere Qualitäten, Leder wird's deshalb aber immer noch nicht. OK, die Bänder und Schließen waren früher alle nicht doll, aber seit Omega - insbesondere an der PO - wirklich tolle Bänder hatte, musste dann sogar RLX nachziehen und endlich anständige Bänder an ihre Uhren machen. Retrospektiv werden die alten aber deshalb nicht besser. Aber es gibt sogar Fans für Fixoflex....
Das Beispiel Kunst- zu Echtleder hinkt etwas, da beide Schließen aus Edelstahl produziert werden/wurden. Ich will ja gar nicht abstreiten, dass sich die aktuellen Bänder hochwertiger anfühlen. Die alten wurden aber sicherlich nicht mit weniger Aufwand produziert. Hier folgte vielleicht noch eher die Form, bzw. Haptik der Funktion, da die Uhren noch tatsächlich als „Toolwatch“ verwendet wurden. Diesen Anspruch müssen heutige Uhren nicht mehr haben und dienen „nur“ noch als Statussymbol, Schmuck für den Mann oder Anachronismus am Arm 🤩
 
Thema:

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