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Zollformalitäten bei der Einfuhr von Waren aus Nicht-EU-Staaten

Diskutiere Zollformalitäten bei der Einfuhr von Waren aus Nicht-EU-Staaten im Uhrencafé Forum im Bereich Uhrencafé; Ok, ich dachte, das wäre schon durch. Du schrubst: "dauert ca. 1 Woche". Aber wenn die in letzter Zeit alles zur "übergeordneten Stelle" zur...
nogood

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Ok, ich dachte, das wäre schon durch. Du schrubst: "dauert ca. 1 Woche". Aber wenn die in letzter Zeit alles zur "übergeordneten Stelle" zur Prüfung geschickt haben, dann wird die sicher auch überlastet sein.

Klar sind die Zollämter verstimmt darüber, dass die Onlinebesteller so viel Zeug importieren. Aber das ist eben so. Entweder erhöhen sie ihre Kapazitäten oder sie setzen die Freigrenze der Einfuhrumsatzsteuer auf die gleiche Höhe, wie die Zollfreigrenze (150 Euro). Dann könnte man noch die Möglichkeit schaffen Zahlungsnachweise online nachzureichen und schon wäre alles viel einfacher.
 
febrika3

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Leider noch nix Neues von meiner Glycine, ich melde mich, sobald sich was tut..

Blöd ist auch, dass das DHL- Tracking „zugestellt“ meldet, auch wenn die Uhr beim Zoll ist, dauert ja immer ein paar Tage, bis dann die Info wg. Abholung folgt
Ich durfte meine gestern beim Zoll abholen, exakt zwei Wochen nach Versand aus den USA. Laut DHL Tracking war sie schon am 9.5. um 0:00 Uhr zugestellt worden :D

Zum Glück habe ich es zum Zoll nur wenige Kilometer die Straße runter. Dort hat auch keiner nach einer CE Nummer gefragt ;-). Man hat mich sogar sehr nett „abgefertigt”. Immerhin hat der Kassierer sich dann doch noch beamtentypisch bewegt: Dem hätte ich in der Zeit nicht nur die Schuhe besohlen können, hätte ihm sogar die Jeans an den Laib nähen können :D

Wie sich das allerdings für Vater Staat rechnet, verstehe ich nicht? Rund 10 Minuten war alleine beim örtlichen Zoll immer jemand mit meinem Paket beschäftigt, das alles für 80 Cent.
 
nogood

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Wie sich das allerdings für Vater Staat rechnet, verstehe ich nicht? Rund 10 Minuten war alleine beim örtlichen Zoll immer jemand mit meinem Paket beschäftigt, das alles für 80 Cent.
Die Zollbehörde darf sich auch die Einfuhrumsatzsteuer zurechnen lassen. Immerhin hat das Hauptzollamt Darmstadt (zu dem Wiesbaden gehört) im Jahr 2012 3,3 Milliarden an Einnahmen erzielt.

Tatsächlich würden sie wohl auch lieber auf die "Peanuts" bei den Privat-Online-Bestellern verzichten, weil das soviel Arbeit macht. Das führt dann dazu, dass man beim ZA Wiesbaden versucht, es den Leuten zu vermiesen.
 
tiktak66

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.... oder halt die Öffnungszeiten so "nutzerunfreundlich gestaltet, dass mann als normaler Arbeitnehmer keine Chance hat, hinzukommen. ZA Neuss 8:00 - 14: 30 (Fr. 14:00), unterbrochen von einer einstündigen Mittagspause.
 
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nubee

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bei Massdrop USA gekauft, seit 28.4. beim Zollamt:

Die Uhr ist "in der beim Zoll vorliegenden Ausführung nicht einfuhrfähig in den EWR", lt. Prüfbericht ein Verstoss gegen das Produktsicherheitsgesetz, s.u.

Auf den Fotos der Massdrop Seite ist klar zu erkennen, dass das Modell auf der Unterseite der Uhr genannt wird. Hab‘ ein wenig gegoogelt, es wird das Modell, Seriennr, 50 ATM, Stainless Steel, Sapphire Glass und Automatic genannt.

Eine Bedienungsanleitung ist auch auf der Glycine Webseite nicht abrufbar, ist ja ein simpler Dreizeiger.

Wenn ich mich bis 11.6. nicht melde, wird sie kostenfrei zurückgeschickt.

Viele Grüße
Frank
 

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Renegat

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da wo die Sonne aufgeht
Die sind doch narrisch!

1. Erkläre vorsorglich den Verzicht auf deine Verbraucherschutzrechte nach dem Produktsicherheitsgesetz für dich als Endverbraucher dieses Produktes.

2. Weise darauf hin, dass das ProdSG nur für das Inverkehrbringen von Waren innerhalb des europäischen Binnenmarktes gilt und du es aus .... zum ausschließlich persönlichen Gebrauch importierst.
(Auch Waren aus der Schweiz benötigen keine CE-Zertifizierung - eine Rolex trägt imho keine CE-Gravur).

3. Weise darauf hin, dass diese schweizer Dreizeigeruhr mit mechanischem Automatikantrieb nicht dem ProdSG unterliegt, da es unter keine der dortigen Produktgruppen fällt (insbesondere auch nicht unter Spielzeug oder Maschinen) und zudem deshalb auch nicht kennzeichnungspflichtig ist, weil vorrangig die EU-Richtlinie 2001/95/EG Anwendung findet, da es sich nach Artikel 2 a) um ein Produkt handelt,
"das - auch im Rahmen der Erbringung einer Dienstleistung - für Verbraucher bestimmt ist oder unter vernünftigerweise vorhersehbaren Bedingungen von Verbrauchern benutzt werden könnte, selbst wenn es nicht für diese bestimmt ist, und entgeltlich oder unentgeltlich im Rahmen einer Geschäftstätigkeit geliefert oder zur Verfügung gestellt wird, unabhängig davon, ob es neu, ge-braucht oder wiederaufgearbeitet ist."

und es sich nach Artikel 2 b) um ein "sicheres Produkt" handelt, weil es ...
" ... bei normaler oder vernünftigerweise vorhersehbarer Verwendung, was auch die Gebrauchsdauer sowie gegebenenfalls die Inbetriebnahme, Installation und Wartungsan-forderungen einschließt, keine oder nur geringe, mit seiner Verwendung zu vereinbarende und unter Wahrung eines hohen Schutzniveaus für die Gesundheit und Sicherheit von Personen vertretbare Gefahren birgt, insbesondere im Hinblick auf
i) die Eigenschaften des Produkts, unter anderem seine Zusammensetzung, seine Verpackung, die Bedingungen für seinen Zusammenbau, sowie gegebenenfalls seine Installation und seine Wartung;
ii) seine Einwirkung auf andere Produkte, wenn eine gemeinsame Verwendung mit anderen Produkten vernünftigerweise vorhersehbar ist;
iii) seine Aufmachung, seine Etikettierung, gegebenenfalls Warnhinweise und seine Gebrauchs- und Bedienungsanleitung und Anweisungen für seine Beseitigung sowie alle sonstigen produktbezogenen Angaben oder Informationen;
iv) die Gruppen von Verbrauchern, die bei der Verwendung des Produkts einem Risiko ausgesetzt sind, vor allem Kinder und ältere Menschen.

Die Möglichkeit, einen höheren Sicherheitsgrad zu erreichen, oder die Verfügbarkeit anderer Produkte, von denen eine geringere Gefährdung ausgeht, ist kein ausreichender Grund, um ein Produkt als gefährlich anzusehen; ..."


4. Für den Fall, dass die geehrten Beamten der zuständigen Zollbehörde in Anwendung fehlerfreien Ermessens zur unvernünftigen Annahme gelangen sollten, dass von diesem Wunderwerk der Mechanik für Erwachsene eine Gefahr im Rahmen seiner bestimmungsgemäßen Verwendung ausgehen sollte, beantragst du schriftliche Bescheidung mit ordentlicher Rechtsbehelfsbelehrung und ohne weitere behördliche Veranlassung, die zu einer Vorwegnahme der Hauptsache oder Unerreichbarkeit des einzigen Beweismittels führen könnten.
5. Die Ankündigung einer Haftbarmachung wegen Schadensersatzes aus der handgreiflich rechtswidrigen und hiernach schuldhaften Vereitelung einer in jeder Hinsicht rechtskonformen vertraglichen Geschäftsbeziehung zur Wareneinfuhr schließt das Schreiben vor der eigenhändigen Unterschrift ab ...
 
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androtto

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Die sind doch narrisch!

1. Erkläre vorsorglich den Verzicht auf deine Verbraucherschutzrechte nach dem Produktsicherheitsgesetz für dich als Endverbraucher dieses Produktes.

2. Weise darauf hin, dass das ProdSG nur für das Inverkehrbringen von Waren innerhalb des europäischen Binnenmarktes gilt und du es aus .... zum ausschließlich persönlichen Gebrauch importierst.
(Auch Waren aus der Schweiz benötigen keine CE-Zertifizierung - eine Rolex trägt imho keine CE-Gravur).

3. Weise darauf hin, dass diese schweizer Dreizeigeruhr mit mechanischem Automatikantrieb nicht dem ProdSG unterliegt, da es unter keine der dortigen Produktgruppen fällt (insbesondere auch nicht unter Spielzeug oder Maschinen) und zudem deshalb auch nicht kennzeichnungspflichtig ist, weil vorrangig die EU-Richtlinie 2001/95/EG Anwendung findet, da es sich nach Artikel 2 a) um ein Produkt handelt,
"das - auch im Rahmen der Erbringung einer Dienstleistung - für Verbraucher bestimmt ist oder unter vernünftigerweise vorhersehbaren Bedingungen von Verbrauchern benutzt werden könnte, selbst wenn es nicht für diese bestimmt ist, und entgeltlich oder unentgeltlich im Rahmen einer Geschäftstätigkeit geliefert oder zur Verfügung gestellt wird, unabhängig davon, ob es neu, ge-braucht oder wiederaufgearbeitet ist."

und es sich nach Artikel 2 b) um ein "sicheres Produkt" handelt, weil es ...
" ... bei normaler oder vernünftigerweise vorhersehbarer Verwendung, was auch die Gebrauchsdauer sowie gegebenenfalls die Inbetriebnahme, Installation und Wartungsan-forderungen einschließt, keine oder nur geringe, mit seiner Verwendung zu vereinbarende und unter Wahrung eines hohen Schutzniveaus für die Gesundheit und Sicherheit von Personen vertretbare Gefahren birgt, insbesondere im Hinblick auf
i) die Eigenschaften des Produkts, unter anderem seine Zusammensetzung, seine Verpackung, die Bedingungen für seinen Zusammenbau, sowie gegebenenfalls seine Installation und seine Wartung;
ii) seine Einwirkung auf andere Produkte, wenn eine gemeinsame Verwendung mit anderen Produkten vernünftigerweise vorhersehbar ist;
iii) seine Aufmachung, seine Etikettierung, gegebenenfalls Warnhinweise und seine Gebrauchs- und Bedienungsanleitung und Anweisungen für seine Beseitigung sowie alle sonstigen produktbezogenen Angaben oder Informationen;
iv) die Gruppen von Verbrauchern, die bei der Verwendung des Produkts einem Risiko ausgesetzt sind, vor allem Kinder und ältere Menschen.

Die Möglichkeit, einen höheren Sicherheitsgrad zu erreichen, oder die Verfügbarkeit anderer Produkte, von denen eine geringere Gefährdung ausgeht, ist kein ausreichender Grund, um ein Produkt als gefährlich anzusehen; ..."


4. Für den Fall, dass die geehrten Beamten der zuständigen Zollbehörde in Anwendung fehlerfreien Ermessens zur unvernünftigen Annahme gelangen sollten, dass von diesem Wunderwerk der Mechanik für Erwachsene eine Gefahr im Rahmen seiner bestimmungsgemäßen Verwendung ausgehen sollte, beantragst du schriftliche Bescheidung mit ordentlicher Rechtsbehelfsbelehrung und ohne weitere behördliche Veranlassung, die zu einer Vorwegnahme der Hauptsache oder Unerreichbarkeit des einzigen Beweismittels führen könnten.
5. Die Ankündigung einer Haftbarmachung wegen Schadensersatzes aus der handgreiflich rechtswidrigen und hiernach schuldhaften Vereitelung einer in jeder Hinsicht rechtskonformen vertraglichen Geschäftsbeziehung zur Wareneinfuhr schließt das Schreiben vor der eigenhändigen Unterschrift ab ...
Renegat
Vom feinsten dieser Text, ich verstehe zwar nix, aber ich vermute das geht den meisten so.
Dafür lieben wir unser Deutschland.
Lg
Andreas
 
Alex1974

Alex1974

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bei Massdrop USA gekauft, seit 28.4. beim Zollamt:

Die Uhr ist "in der beim Zoll vorliegenden Ausführung nicht einfuhrfähig in den EWR", lt. Prüfbericht ein Verstoss gegen das Produktsicherheitsgesetz, s.u.

Auf den Fotos der Massdrop Seite ist klar zu erkennen, dass das Modell auf der Unterseite der Uhr genannt wird. Hab‘ ein wenig gegoogelt, es wird das Modell, Seriennr, 50 ATM, Stainless Steel, Sapphire Glass und Automatic genannt.

Eine Bedienungsanleitung ist auch auf der Glycine Webseite nicht abrufbar, ist ja ein simpler Dreizeiger.

Wenn ich mich bis 11.6. nicht melde, wird sie kostenfrei zurückgeschickt.

Viele Grüße
Frank
Ein weiterer Beweis dafuer das Deutschland den Bach runtergeht........
Wuerde man einen neuen Namen fuer die Beamten vom Zoll suchen, waeren Worte wie "Trottel" mit Sicherheit an oberster Stelle auf der Liste.

Ehrlich, mein Beileid das man Dir so an das Bein pinkelt :-(

Gruss,
Alexander
 
nogood

nogood

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Hallo nubee,

von so einem Fall hat das UF vermutlich noch nie gehört. Hammer!

Ich habe eben nachgeschaut und gebe Dir Recht: das Bild von der Rückseite der Uhr zeigt eindeutig die Modellnummer (z.B. GL0102). Entweder hat die Uhr, die sie Dir geschickt haben eine andere Rückseite oder die Behauptung der Zollbehörde ist einfach belegbar falsch.

Als Bedienungsanleitung sollte eine neutrale für ein ETA 2824 ausreichen.

Was noch passieren könnte: sie verlangen die Nennung einer für Glycine verantwortlich handelnden Person in der EU. Das ließe sich aber auch heilen, wenn man z.B. Watchshop.com in Großbritannien als autorisierten Händler angibt.

Was für eine völlig überflüssige Schikane. Alles nur, weil man irgendwie hofft die Arbeislast in den Zollämtern durch gezielte Schikane Einzelner reduzieren zu können.
 
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nubee

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Dank Renegat's großartiger Unterstützung (vielen Dank, das war klasse!!!) habe ich eine Einlassung gefaxt, die bereits an das Regierungspräsidium weitergeleitet wurde.

Hier noch ein Hinweis aus dem Prüfbericht, der zeigt, wie umsichtig und umfassend die vorherige Prüfung erfolgte (LFGB steht für das Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch)
 

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Renegat

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Ja, unter unter "Bedarfsgegenstände" des LFGB fallen auch "Armbänder".
Und wenn das Band an der Uhr "müffelt", dann könnte der kreative Zollbeamte mit dem geeichten Riechkolben auf die Idee kommen, das Produkt sei toxisch.

Imho grenzt das aber alles schon an Mutwilligkeit und sollte nicht einfach hingenommen werden.

Das Nächste wäre dann wohl, dass "m.E." die Ware gegen die Strahlenschutzverordnung verstoßen könnte, weil das Ding bei Dunkelheit leuchtet ...
 
exciseman

exciseman

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@nubee: von wem stammt denn das Schreiben aus dem du zitierst? Es müsste ja eigentlich vom RP sein. Dann braucht man auch nicht von Mutwilligkeit des Zollbeamten zu sprechen.
 
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derjay

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Hallo zusammen,

ich bin praktisch neu hier (Anmeldung schon vor langer Zeit) aber mein erstes Posting. Ich habe zwei alte Seiko Uhren (6139-6007, 7A28-7049) und möchte sie gerne in die USA zum Service schicken. Es sind natürlich beides Uhren in meinem Besitz und ich möchte keinen Zoll für die Uhren an sich zahlen. Hat damit jemand Erfahrung? Wie meldet man sowas an? Gibt es jemanden in der EU der diese Uhren entsprechend professionell warten kann wie Spencer Klein in den USA?

Danke für Infos,
Jay
 
Mad MHX

Mad MHX

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Spätestens bei der Wiedereinfuhr fällt EUSt auf den Reparaturwert an...
Nur wenn die Uhr nach der Reparatur mehr Wert ist... Wenn durch die Veredelungen keine Wertsteigerung stattfindet fällt auf die Reparatur nix an, da ja 0 ausgewiesen werden müsste...
Auf die Transportkosten fällt freilich schon theoretisch EUSt an....
Obwohl es ja Rückware ist, welche Zoll und EuSt neutral importiert werden kann....aber dafür langt z.B. DHL mit etwa 35€ zu für die Abfertigung....
 
sankenpi

sankenpi

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Dann führe mal die Diskussion mit dem Zoll, daß die Ware nach Reparatur/Service nicht mehr wert ist. Grau ist alle Theorie.

So sieht es die Oberzolldirektion:

"Einfuhrabgabenfrei sind diese wieder eingeführten Waren nur dann, wenn es sich um kostenlose Garantiereparaturen handelt. Entsprechende Nachweise (z.B. durch Vorlage eines Garantiescheines) müssen der Zollstelle bei der Wiedereinfuhr der ausgebesserten Waren im Rahmen des Zollverfahrens "passive Veredelung", nachfolgend PV, vorgelegt werden.
Die Überführung in das Zollverfahren geht so:
Der defekte Gegenstand wird vor der Ausfuhr der örtlichen Zollstelle gestellt, d.h. vorgeführt, und zu diesem Verfahren angemeldet. Das entsprechende Formular hat die Vordrucknummer 0749 (im Formularhandel erhältlich). Es ist ein Verbundvordruck des EG-einheitlichen "Einheitspapiers", das zusätzlich die Ausfuhranmeldung beinhaltet. Daraufhin stellt die Zollstelle dem hiesigen Absender der Ware im Rahmen der Ausfuhrabfertigung einen "Veredelungsschein" aus. Wenn dieser Veredelungsschein bei der späteren Wiedereinfuhr des reparierten Gegenstandes der Einfuhrzollstelle vorgelegt wird, werden die Zölle und Steuern nur auf der Grundlage der Reparaturkosten berechnet und nicht vom Gesamtwert der Ware. Sollte es sich nachweislich um eine kostenlose Garantiereparatur gehandelt haben, werden keine Einfuhrabgaben erhoben. Ob sich der Aufwand mit dem PV-Verfahren im Vergleich mit den möglichen Zoll- und Steuervorteilen lohnt, muss jeder für seinen Einzelfall entscheiden. Viele Waren sind zollfrei oder haben geringe Zollsätze. Die Einfuhrumsatzsteuer kann in vielen Fällen beim Vorsteuerabzug berücksichtigt werden.
Handelt es sich bei der Ausbesserung um einen Vorgang ohne "kommerziellen Charakter", d.h. eine Ausbesserung die nur gelegentlich erfolgt und ausschließlich Waren betrifft, die zum persönlichen Ge- oder Verbrauch des Einführers bestimmt sind, so kann das dargestellte Zollverfahren vereinfacht werden. Die vorherige Ausstellung des Veredelungsscheines kann entfallen. Das PV-Verfahren kann bei der Wiedereinfuhr beantragt und bewilligt werden. Jedoch hat der Einführer auch in diesem vereinfachten PV-Verfahren alle Nachweise vorzulegen, die die Zollstelle bei der Wiedereinfuhr für die Beurteilung des Sachverhaltes für erforderlich hält. Dies können z.B. sein: eine Garantieurkunde, Schriftwechsel in Bezug auf den Reparaturanspruch, die Reparaturrechnung, die frühere Kaufrechnung."
 
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derjay

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Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Leider bestätigt sich dadurch was ich fast schon erwartet habe und die selbst von Spencer prophezeit worden sind,, Ich werde mir noch einmal Gedanken darüber machen.
 
Mad MHX

Mad MHX

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Das korrekte Verfahren steht außer Frage, jedoch funktioniert es auch wie von mir beschrieben....wenn das natürlich faktisch nicht korrekt ist, es sei denn die Uhr ist defekt und repariert wirklich gleich viel Wert.
Was natürlich quasi unmöglich ist!!
 
Uhrbene

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Viel Aufwand. Sende sie lieber nach Dortmund zum User ajiba54. Der kriegt das mindestens so gut wie die Amis hin, vermutlich besser.
 
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nubee

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Update zur Glycine Combat 6 Vintage:

heute kam vom RP die Info per Mail , dass der Einfuhr der Armbanduhr zugestimmt werden kann ;-)

Im Einzelnen:
die Automatik-Uhr fällt nicht unter eine der Rechtsverordnungen nach §8 Abs. 1 ProdSG (wie z.B. Spielzeuge, Maschinen, Elektrogeräte). Es wird daher auch keine CE-Kennzeichnung nach einer der ProdSG-Verordnungen gefordert.

Erforderlich ist allerdings
- eine "eindeutige Kennzeichnung zur Identifikation des Verbraucherproduktes" (z.B. Hersteller, Modell) - § 6 ProdSG
- eine "Gebrauchsanleitung in deutscher Sprache" - (auch eine von mir angefertigte Übersetzung ist mgl.) - § 3 Abs. 2 ProdSG
- eine für den Hersteller verantwortlich handelnde Person in der EU

nochmal vielen Dank für die tolle Unterstützung/ Tipps durch Renegat und nogood!

Ein rechtsmittelfähiger Bescheid in dieser Sache wäre übrigens nicht kostenlos, er wird nach Aufwand berechnet und vorab auch durch einen Juristen des RP geprüft.

@ exciseman: die Mitarbeiterin im RP hat mir schnell, kompetent, umfassend und nett geantwortet, war hilfsbereit, das fand ich super!

Ihre Kollegen auf dem Zollamt allerdings sind im besten Fall nicht im Thema, ich wurde schon bei früheren Besuchen mit dem Hinweis "fehlendes CE-Kennzeichen, keine deutschsprachige Bedienungsanleitung ..." abgewimmelt, hier war mir der Warenwert den Aufwand aber einfach nicht wert.
Umgangston, Ablauf (der Vorgesetzte war im Dienst) usw. sind m.M.n. nicht akzeptabel.

Der Zöllner am Flughafen hatte wohl nen richtig schlechten Tag, als er die Uhr rausgefischt hat, letztendlich fehlte ja nur eine deutschsprachige Bedienungsanleitung für einen Dreizeiger mit Datum.

Viele Grüße und alles Gute
Frank
 
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Zollformalitäten bei der Einfuhr von Waren aus Nicht-EU-Staaten

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