Zeitliche Haltbarkeit von Veloreifen (Lagerware); Infos & Erfahrungen gesucht.

Diskutiere Zeitliche Haltbarkeit von Veloreifen (Lagerware); Infos & Erfahrungen gesucht. im Small Talk Forum im Bereich Community; Grüezi in's Forum Der Titel bringt es im wesentlichen bereits auf den Punkt: Ich habe mir vor kurzem einen "Oldtimer" (Scott Elite XT-21-Gänge...

Mikoyan

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Grüezi in's Forum

Der Titel bringt es im wesentlichen bereits auf den Punkt: Ich habe mir vor kurzem einen "Oldtimer" (Scott Elite XT-21-Gänge; Lagerware; Baujahr 2004) zugelegt. Ein Velokonzi hier in der Nähe hat geschlossen und natürlich auch das Lager geräumt. (Da war so manches Schätzchen dabei). Das MTB (s. o.) hing so ca. 12 Jahre fertig montiert an einem stabilen Kunststoffhaken im Lager. Nach dem Kauf habe ich es gleich in einer Velowerkstatt meines Vertrauens überholen lassen, inklusive neuer Schläuche, da die Reifenmäntel selbst noch normal, sprich ohne sichtbare Blessuren wie z. Bsp. feine Risse oder kleine Löcher und ähnliches, aussahen. Luft trat auch nirgends aus. Jetzt steht damit meine erste größere Tour (ca. 120 km in drei Etappen) in's Haus und ich bin jetzt nicht mehr ganz so sicher, ob Reifen eines solchen Alters diese Strapazen (ca. 75 % Asphalt/Schotter & ca. 25 % offroad durch grobsteiniges Gelände) noch zuverlässig bewältigen können.
Zwar habe ich mich weitestgehend informiert, aber ich fand v. a. sehr viele Widersprüche bezüglich der maximalen Lagerungsdauer in einem dunklen, trockenen und ungeheizten Lagerraum: Die Bandbreite betrug hier (unbenutzte aber aufgepumpte Reifen) zwischen 6 Jahre bis hin zu 10 (!) Jahren. :shock: Ein recht auffälliger Unterschied, der die Zweifel (s. o.) jetzt in mir geweckt hat. :???: Eines hat mich zudem irritiert: Der Händler sagte, daß im Gegensatz zu heute in den 80er Jahren die besten Gummimischungen für die Pneus verwandt wurden, denn die erhöhte Haltbarkeit (teilweise bis zu 15000 gefahrene Kilometer/Reifen) war die beste Werbung (Klar!). Heutzutage seien die Reifen im allgemeinen einfach weicher, weil nur der Umsatz/Zeiteinheit per se zähle (schnellerer Verschleiß?). Soviel zur grauen und widersprüchlichen Theorie! :confused:

P. S. Klar - ich könnte auch einfach neue Mäntel daraufziehen, aber ich möchte die montierten Mäntel zunächst nicht umsonst wegwerfen - auch der Umwelt wegen. Es sei denn, es wäre in wirklich jedem Fall nicht zu umgehen. :|

Letztendlich zählen nur praktische Erfahrungen; gibt es im UF jemanden, der mir mit seinen Erfahrungen rund um MTB-Reifen weiter helfen kann? Ich würde mich wirklich sehr darüber freuen. :-D
 

Oelfinger

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Bei neuen Schläuchen sollte auch keine Luft austreten. Ich würde neue Mäntel aufziehen lassen. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß sich Mäntel kaputtstehen können. Da können sich, mit bloßem Auge nicht erkennbar, Mikrorisse bilden, die schnell Aufbrechen können. Meist an der Flanke.
 

lowrider

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Neue kaufen für die Tour(für die Nerven). Die alten behalten für den Alltag. Die halten länger als du meinst....

Und wenn sie den Geist aufgeben, dann nicht in Sekundenschnelle sondern absehbar, locker bleiben.... :-)
 

sankenpi

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Wenn das Rad aufgehängt war, hast Du zumindest schon mal keine Unwucht und keinen Standschaden. Das Gummi kann gelitten haben, muß aber nicht - erst recht nicht wenn es keiner direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt war. Das die Mischungen seinerzeit die besten waren ist Quatsch. Sie waren anders und heute wird mehr einsatzabhängige Vielfalt geboten. Wenn Du im nicht aufgepumpten Zustand beim Drücken der Decken nicht deutlich sichtbare Risse provozierst - dann würde ich der Decke trauen. Zumal da noch ein dickes Flechtgewebe drunter ist. Wir sprechen hier schließlich von einem Schlauchreifen und keinem Schlauchlosen. Zwei Ersatzschläuche zusätzlich mitführen und Du bist gegen alles gewappnet.
Etwas anderes könnte der Grip sein. Der kann im Laufe der Jahre leiden. Was sich aber auch nur dann bemerkbar machen kann, wenn Du schnell um Kurven watzt. Das sollte man dann entsprechend vorher mit ein paar Drifts ausprobieren. Im Gelände fällt das weniger auf als auf Asphalt.
 
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hovi

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Die kannst du beruhigt weiter fahren!

Ich habe ein ebenfalls sehr altes Fahrrad und da sind derzeit 30 Jahre alte Reifen montiert.
 

steve68

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Servus - aus meiner Erfahrung heraus halten die Mäntel ewig.
Ich habe z.B. ein Rad auf der Trainingsrolle im Keller. Der Reifen darauf hat gut und gerne 20 Jahre auf dem Buckel.

Allerdings gehe ich davon aus, daß die Haftungseigenschaften (Bremsen, Kurvenfahren, Nässe) gemindert sind. Bedingt durch die Alterung der Gummimischung.

Ergo - ich würde den Reifen locker noch fahren aber für eine größere Tour wollte ich mir den Spaß nicht verderben und würde neue Schlappen draufmachen. Später kannst doch wieder zurück wechseln.

Gruß Steve
 

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120km in 3 Etappen, (ich vermute mal in D) solten die Reifen durchaus bewerkstelligen.
Für stressfreie Fahrt würde ich 2 Ersatzschläuche, Brems- und Schaltbowdenzüge, paar gängige Schrauben und Muttern, ein Ersatzbeleuchtungsset, 1 Satz Bremsgummis und vernünftiges Werkzeug (u.a. Kettenwerkzeug, Reifenabheber, 2 Stück!!!) mitnehmen.
Damit bist Du dann schon fast überausgerüstet aber es kann dann auch verhältnismäßig wenig passieren.
Minimalausrüstung ist Bargeld für eine Taxe und Werkstattkosten. ;-)
 

Duc999

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Mit Holzreifen auf die Tour? Never! Runter damit...

Reifen sind sicherheitsrelevante Teile. Willst du beim nächsten Regen bei 5 Grad Schräglage abschmieren? Nee!

Auf der Rolle kannst du sie noch abfahren.... Die Mischungen sind heute um einiges besser als vor 12 Jahren.

Gruß,


Arno
 

SE-Kunde

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Der arme Kerl ist jetzt genauso schlau wie vorher, aber das war auch abzusehen. Soll er sich eben die für ihn passendsten Argumente aussuchen und danach handeln: ;-)
Gute Fahrt!
 
G

Gödel

Gast
Muss man denn jede Schnulli-Frage bis zum Erbrechen ausdiskuttieren?!?
Kauf Dir 2 x Faltreifen als Rückversicherung, pack sie in die Tasche und hau in die Pedalen. Wenn der alte Reifen zerfetzen sollte (was ich für unwahrscheinlich halte) dann hast Du die Reservereifen dabei. Wenn alles gut geht, auch gut. Das Geld hast Du nicht zum Fenster rausgeschmissen denn Reservereifen braucht man sowieso irgendwann mal.

Kettenrasselnde Grüsse
 

Excalibur

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:hmm: Warum nicht einfach vor der grossen Tour eine Probefahrt machen? Wenn die Reifen dabei Risse bekommen sollten, sieht man das ja.
Mit einem neu gekauften Rad, bei dem vermutlich auch die optimale Sitzposition noch gefunden werden muss, ohne Gewoehnungsphase gleich auf Tour gehen, finde ich auch seltsam. Ok, sind ja nur 120km. Das macht die Tour de France in 2 Stunden... ;-)
 

SE-Kunde

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Gödel, von Dir als Berliner hätte ich als Auch-Berliner jetzt die Antwort: "Kauf Dir ein 2. Fahrrad für die Tour, das wird sowieso geklaut" erwartet.
 

SE-Kunde

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Ooooch troest.gif
 

do1mde

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Die kannst du beruhigt weiter fahren!

Ich habe ein ebenfalls sehr altes Fahrrad und da sind derzeit 30 Jahre alte Reifen montiert.

......jaaaa, bei echten "Fahrrädern" ist das bestimmt noch so - aber bei "Velos" und "HighPerformancePneus" ist das heutzutage vielleicht alles anders (GRINS!)...

Mike
 

Mikoyan

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An alle netten Berater hier: Herzlichen Dank für die vielen Tips! :-D

Ich kam leider nicht früher dazu, mich zurück zu melden (Urlaub). Ich habe neue Schläuche und Mäntel aufgezogen (von Schwalbe) und die alten auf einem Trainingsrad (...altes Bike "Bianchi Theridion" Bj. 1992 auf Rollenständer) montiert, da wird eine Panne schon nicht so schlimm ;-) ausfallen. Die neuen Mäntel haben die Tour prima gemeistert, sogar scharfkantiger Schotter über eine Strecke von fast 11 Km konnte den Pneus nichts anhaben; die Tour war damit "a Piece of cake". :super:

A bientot
Frank
 
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