Zeigt her eure Bifora Uhren...

Diskutiere Zeigt her eure Bifora Uhren... im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Alles klar, dann übe ich mich mal in Geduld, zumindest versuche ich es :-)

Werkstudent

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Hallo liebe Biforianer, zum Auftakt ins neue Jahr starte ich mal mit meiner Unima..

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Euch hier einen guten Start ins neue Jahr!
Gruß, Oliver
 

regulus

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Sehr schön, und dann auch noch stilecht mit Tropicband! :klatsch:

Sorry @regulus, mir war bis eben nicht bewusst, dass es sich bei Dir um "Mr. Schwabentaucher", handelt. Habe soeben Deinen sehenswerten und lehrreichen Faden zum Thema entdeckt. Tolle Sammlung, die Du da zusammengetragen hast. Vielen Dank fürs Teilen!:super:
 
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Werkstudent

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Aktuell ist mir eine gelebte BIMAG mit dem Bifora 812 im Klappgehäuse zugelaufen.

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Bisher hatte ich geglaubt, dass der Zifferblatt Schriftzug "BIMAG" nur für besonders frühe Modelle, eben bis zur Eigenentwicklung von Formwerken verwandt wurde.

Ist es nicht so, dass die Verwendung "Bifora" mit der Vorstellung des (Form-)Kalibers 2025 im Jahr 2028 zusammen fällt? BIdlingmaier FORmwerk Ankerhemmung (Quelle: Wiechel-Kramüller "Bifora Unima, Auf die Sekunde kommt es an" , Suhlendorf 2018).
Zum Herstellungszeitraum des Bifora 812 werden in der Literatur unterschiedliche Angaben gemacht; meist wird die Produktion ab 1933 (s. Ranfft u.a.) angegeben. Deshalb meine Frage an @Didi71 und Euch anderen Bifora-Experten: Können Zifferblatt und Gehäuse den Herstellungszeitraum der Uhr eingrenzen bzw. wann wurde der Schriftzug "BIMAG" auf Zifferblättern verwandt?

Herzliche Grüße und noch einen schönen Sonntag, Oliver
 

MaJoLa

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Das hatten wir doch schon auf Seite 15, Oliver.

Die Gehäuse kamen schon einige Jahre zum Einsatz. Es bestand gar keine Notwendigkeit, jedes Jahr neue rauszubringen.

Interessanter wird es beim Blatt.

Meiner Meinung nach, wurden Blätter mit kursiv Ziffern bei Bifora bis ca. 34/35 neben dem Strichblatt verwendet. Ich kenne aus dieser Zeit nur eine Bifora Uhr, wo ariale Ziffern mit Strichen kombiniert wurden.



Bei Leuchtblättern fand möglicherweise die etwas klotzigere, ariale Typo noch bis 34/35 Verwendung, was ich aber nicht mit Sicherheit sagen kann.


(hoffe, Didi schimpft nicht, weil ich sein Bild verwende)

Vom logischen Standpunkt könnte es aber hinkommen. Warum hätte man bei Leuchtziffern die moderne einfache arial Typo, bei bedruckten Blättern jedoch die kursive Form wählen sollen?

Es liegt mir noch der Bifora Prospekt für USA vor.
Keinerlei Hinweis auf ein Datum. Hier finden sich dann alle Typen und ich schätze diesen Prospekt auf 1936.

Das es aus der ersten Hälfte der 30er kaum Bildmaterial zu geben scheint, ist ärgerlich.

So würde ich Deine Bimag ab frühestens 1935 datieren.
 

Didi71

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Hallo Oliver,
ich muss mich immer wieder schämen für die Bilder die ich hier eingestellt hab, aber leider gibt meine Kamera nicht mehr her.
Das mit den Schriftzügen kann ich leider auch nicht beantworten.
Wenn Markus behauptet das Deine Bimag ab 1935 gebaut wurde, keine Ahnung woran er das ausmacht, nicht falsch verstehen, er mag schon recht haben, am Zifferblatt oder Gehäuse.....kann schon sein, aber das Werk ist definitiv noch in der Schweiz gebaut worden also vor 1928.
Und er Name BIMAG hat was zum tun mit dem Juwelier Manhard aus Gmünd. BI Bidlingaier M Manhard AG
Wann und aus welchem Grund diese Zwei sich zusammensetzten kann ich nicht beantworten.
Vielleicht kann uns da Markus weiter helfen.

Gruß
Dieter
 

MaJoLa

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Hallo Didi,

wie gesagt, daß hatten wir auf Seite 15 mal besprochen.

Ist das mit der Datierung von mir nicht richtig rübergekommen?
Ich mach das an der Arial Typo fest.

Das 812er ist noch aus der Schweiz vor 28 ?? :shock:
 

Werkstudent

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@MaJoLa und @Didi71

Vielen Dank Markus und Dieter für Eure interessanten Rückmeldungen und ich stelle fest, dass wir mit Vielem noch am Anfang der Forschung stehen. So sehr ich das UFo, diesen Faden im Speziellen und Seite 15 im Besonderen wiederholt durchforste, ich kann an dem Zifferblatt meiner BIMAG nichts außergewöhnliches feststellen, außer dem Zifferblattlogo an sich. Die These mit der Arial Typo ist jedenfalls sehr interessant, auch wenn ich das mit meinen Augen, so sehr ich sie auch reibe, nicht sehen kann. Sicher hat es die geplante Kooperation mit dem Juwelier Manhard gegeben, aber ob daraus eine Firmenbezeichnung bzw. ein Logo resultierte das etwa 20 Jahre später noch einmal mit der Entwicklung des Automatikkalibers 103 unmittelbar verknüpft wurde? Da scheint mir persönlich die These von Seite 15
BIMAG soll heißen: Bidlingmaier Maschinen AG.
besser nachvollziehbar, wobei feststellbar sein sollte, ob es die AG tatsächlich gegeben hat.

Sehr interessant finde ich die Aussage, dass das verbaute Bifora 812 aus der Schweiz bezogen wurde. Woran lässt sich das denn konkret fest machen? Etwa am gesonderten Ankerradkloben? Ein trennscharfes Kriterium der (zeitlichen) Zuordnung habe ich bisher nirgendwo finden können. Wenn dem so ist, dann würde dies natürlich die These stützen, dass das "Zifferblatt"-Logo BIMAG nur bis zum Einbau eigener Werke genutzt wurde; zumindest ist mir (was nichts heißen soll) keine BIMAG bekannt, in die ein Bifora 2025 etc. verbaut wurde. Ich lasse mich da natürlich auch gerne widerlegen; so viel Erfahrung kann ich in die Diskussion ja auch nicht mit einbringen. Jedenfalls kann ich mir da einen Zusammenhang sehr gut vorstellen, wenn schon der Name Bifora den ganzen Stolz des Unternehmens auf das erste selbst entwickelte/produzierte Formwerk mit Ankerhemmung zum Ausdruck brachte. Sicher kann der Freundeskreis die Verwendung des Zifferblattlogos BIMAG auf bestimmte Uhrwerke und damit zeitlich viel besser eingrenzen.

Herzliche Grüße und Euch nochmals herzlichen Dank aus dem Taunus und eine guten Start in die Woche, Oliver
 

MaJoLa

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Hallo Oliver,

ich versuch es mal einfacher. Hier zunächst die Startseite vom US Katalog von Bifora:


BIMAG fand also auch noch später Verwendung.
Ende 30er frühe 40er taucht die Bezeichnung auf dem Boden auf. Den Katalog datiere ich um 1936.

Bei Uhr Nr.2 von links ist die Typo zu sehen, die offenbar bis 34/35 fast ausschließlich verwendet wurde, aber auch noch hier bei ein paar Modellen auftaucht. Die Typo der anderen drei Uhren ist auf den Bildern, die mir vorliegen, bis 1934 nicht auszumachen, Ausnahme die oben gezeigte. Dazu zählt auch Deine Bimag in Leuchtausstattung. Daher meine Vermutung, daß die Uhr ab 35 gebaut sein könnte.

Letztlich kann ich mich auch nur auf das stützen, was mir an Bildmaterial vorliegt. Es sind aber keine Unmengen.

Ich frage mich, ob Didi sich vielleicht mit dem 102er vertan hat. Ich meine, das 812er sei eine Eigenentwicklung von Bifora. Beschwören will ich es aber auch nicht.
 

Didi71

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Hallo,

ja das stimmt, das Kaliber 812 und das Kaliber 102 wurden in der Schweiz entwickelt. Und genau wie das Kaliber 102 aus der Schweiz hatte auch das Kaliber 812 eine geteilte Brücke. Bidlingmaier hatte es leicht verändern müssen um es dann unter seinem Namen weiter produzieren zu dürfen. Geändert wurde dann die Brücke.
Auf dem ersten Bild das schweizer Modell und auf dem zweiten Bild das Werk aus Gmünd.
 

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MaJoLa

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Weißt Du wann die Brücke geändert wurde, Didi?
Das war mir so nicht bekannt, danke.

Im US Prospekt wird es noch mit geteilter Brücke gezeigt.
 

Didi71

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Ich geh mal davon aus das es gleich ab 1928 geändert wurde. Glaub nicht das sie nur am 2025 rumgewerkelt hatten. Genau wird man das nicht mehr sagen können. Die Kaliber 50 und 84 wurde auch noch in der Schweiz entwickelt.
 

MaJoLa

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Hab gerade nochmal geschaut. Das 812 und das 102er wurden 1934/35 im Prospekt noch mit separaten Ankerradkloben präsentiert. Genau wie im US Katalog.

Ich hatte oben immer von kursiven Ziffern gesprochen, bei Bifora war aber die alte Ziffernform wohl meist gerade und nicht schräg gestellt.

Und auf noch was interessanten bin ich gestoßen:



Durch welchen Umstand auch immer, wird hier das 2025 als 812er gezeigt. 1934 war im Katalog die Brücke noch "aufgeschnitten", hier nicht mehr.

Das ist vielleicht ein kleiner Hinweis, auf eine zeitliche Einschränkung, wenn man weiß, bis wann die aufgeschnittene Form des 2025 gebaut wurde.
 
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MaJoLa

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das wär natürlich scheiße :D

Eventuell könnte es so sein, daß zu dieser Zeit die 7steinigen noch in der aufgeschnittenen Variante erhältlich waren.
 
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