Zeigerlänge bei Chronographen

Diskutiere Zeigerlänge bei Chronographen im Herrenuhren Forum im Bereich Herrenuhren; Guten Abend zusammen, mir tut sich folgende Frage bezüglich der teilweise doch recht unterschiedlichen Zeigerlängen an Uhren auf. Da es eine...
#1
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Dille

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Guten Abend zusammen,

mir tut sich folgende Frage bezüglich der teilweise doch recht unterschiedlichen Zeigerlängen an Uhren auf. Da es eine Diskussion darüber noch nicht gab, kam für mich ein neuer Thread in Frage. Wahrscheinlich ist es (Männer-)Kopfsache, getreu dem Motto - je länger, desto besser - aber stimmt es, dass die beiden Hauptzeiger an Chronographen oftmals kürzer sind als dies an 'normalen' Uhren der Fall ist? Ich habe mal ein Amazon-Bild eines Pulsar-Chronographen:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51+RcqxzHIL._SY300_.jpg

Wie beurteilt ihr an dieser Uhr die Zeigerlängen von Stunden- und Minutenzeiger?

Omega Seamaster:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4b/Omega-Seamaster-2531.jpg

Vielen Dank für eure Antwort.

Gruß, einen schönen Abend und letzte weihnachtliche Vorbereitungen wünscht
Dille
 
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#2
Uhr-Enkel

Uhr-Enkel

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Bei der verlinkten Uhr ging es dem Designer wohl darum, daß der Minutenzeiger die Indizes so gerade eben erreicht. Und da der Stundenzeiger kürzer sein muß, mag es so aussehen, als ob Stunden- und Minutenzeiger beide zu kurz sind.
 
#3
Chuck Norris

Chuck Norris

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Ich habe noch nicht darauf geachtet bzw. festgestellt, dass Chronographen immer kürzere Hauptzeiger haben als Zwei- und Dreizeigeruhren. Falls es tatsächlich so ist, kann ich mir vorstellen, dass dies aufgrund der knappen Abstände der vielen Zeiger gemacht wird. In einem Tread hier im Forum schrieb jemand, dass sich bei einem stärkeren Stoß der Stopzeiger mit dem Minutenzeiger verhakt hat. Das mag zwar nur ein Einzelfall gewesen sein und starke Stöße sollten generell vermieden werden, doch alle Zeiger bewegen sich bei Erschütterungen/ Vibrationen im elastischen Bereich und längere Zeiger schwingen etwas mehr als kürzere. Somit kann ich mir vorstellen, dass durch diesen Umstand Chrono-Hauptzeiger i.d.R. kürzer gehalten werden. (Nur eine Vermutung)
 
#4
ketap

ketap

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Meine 70 Chronos haben alle lange sexy Zeiger. Sehe selten kurze Zeiger an Chronographen.
 
#5
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Dille

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Hört sich absolut plausibel an, nur schade, dass der Nachredner an seinen 70 Chronographen keinen mit kurzen Zeigern hat.
Aber ich könnte mir trotzdem vorstellen, dass es mit der Schwingungsanfälligkeit bei längeren Zeigern zu tun hat, wenn zum Beispiel Erhabenheiten im Zifferblatt existieren, so wie in obigem Beispiel der goldene Kreis um die Stoppuhr, der höher ist als die Zeiger.

--- Nachträglich hinzugefügt ---
@ ketap
Wie definierst du denn kurz und "sexy" lang?
a) Wenn er (der Minutenzeiger) bei einem bestimmten Gehäusedurchmesser einen bestimmte cm-Wert (nicht) erreicht?
b) Wenn der Minutenzeiger die Zwischenindizes (nicht) berührt (was ist, wenn es keine gibt)?
 
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#7
Treets

Treets

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Also ich habe gerade mal einige meiner Chronos angeguckt - und auch direkt mal bei Uhrinstinkt.de einige entsprechende Uhren begutachtet. Ich kann Deinen Eindruck nicht nachvollziehen.
Bei den meisten Uhren passt die Länger der Zeiger sehr gut. Einer meiner Chronos hat etwas zu kurze Zeiger (Frederique Constant Healey), aber das kommt ja auch bei "normalen" Uhren vor...

Viele Grüße
Malte
 
#8
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@ ketap: Danke für deine Einschätzung. Dann reicht ja bei kurzen Chronographenzeigern der lange große vertikale, um trotzdem sexy zu sein. ;)

@ Treets: Die Länge der Zeiger passt auch auf dem Beispielbild (siehe oben) gut; dennoch sind sie nicht lang, sondern eher kurz. Offensichtlich liegt ein Zusammenhang zwischen der Gestaltung und der Planheit des Zifferblattes einerseits und der Zeigerlänge des Minutenzeigers andererseits.
 
#9
Treets

Treets

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Ich finde, dass die Zeiger der von Dir eingangs gezeigten Uhr viel zu kurz sind. Passen würde es, wenn der Minutenzeiger die entsprechenden Indizes berühren würde - so wie hier:

image.jpg

Einen Zusammenhang mit der Beschaffenheit des Zifferblattes gibt es nicht. Bei vielen Chronos sind die Zeiger schon ob des häufig größeren Durchmessers länger als bei Drei-Zeiger-Uhren.

Viele Grüße
Malte
 
#10
Micha

Micha

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Bei Movado und Zenith sind mir Minutenzeiger bekannt die über die Minuterie in die Tachy Anzeige gehen.
Bei beiden original so.
Ich weiß nicht was schlimmer ist zu kurz oder lang.
Der gezeigte Minutenzeiger der Pulsar ist schlimm.

Gruß
 
#11
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Dille

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In diesem Zusammenhang lässt sich feststellen, dass bei sämtlichen Pulsar-Chronographen der (jüngeren) Vergangenheit und Gegenwart der Minutenzeiger kürzer ist, als er eigentlich sein sollte.

Ein weiteres (krasseres) Beispiel aus dem Forum:

https://uhrforum.de/attachments/324764d1320781454-pulsar-raf-chronograph-pjn305x12-dsc_4928.jpg

Naja, die Beweggründe für die Bestimmung einer dem Gesamtbild der Uhr angemessen berechneten Zeigerlänge bleiben wohl eher verborgen, wenn physikalische Gegebenheiten (Schwingung der Zeiger bei Vibration und demzufolge Kontakt zu Erhabenheiten auf dem Zifferblatt) sekundär sein sollten.

Nachtrag: Wenn ich mir den Chronographen-Thread hier im Forum so anschaue, sehe ich einige Exemplare mit kurzem Minutenzeiger, einige sind bei ausreichender Länge sogar optisch reduziert worden durch einen breiten Zeigerbauch und nadelförmig auslaufendem Ende. Scheint also auch eine stilistische (Hersteller-)frage zu sein, denn bei den hier als Beispiel aufgeführten Seikos und der Breitling ist dies in der Tat nicht zu beobachten.

Nachtrag 2: Auch unter den aktuellen Seikomodellen finden sich einige mit kürzerem Minutenzeiger. Beispiel:

https://www.christ.de/product/85858769/seiko-herrenchronograph-sndc81p1/index.html

Nachtrag 3: Nahezu alle aktuellen Edifice-Casio-Modelle haben einen ähnlich kurzen Minutenzeiger, der die Minutenskala um ca. 2 mm verpasst, wie die oben als Beispiel angegebene Pulsar.
 
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#12
klausthaler

klausthaler

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Die Zeigerlänge wird grundsätzlich durch die Physik limitiert!
Gerade bei sehr großen Uhren reduzieren Hersteller die Länge der Zeiger regelmäßig.
Damit versucht man die durch die Rotation entstehenden Turbulenzen in den Griff zu bekommen.
Die Folge sind ein ständiges Pfeifen und unkontrollierbares Schwingen der Zeigerenden. Dies tritt vorwiegend auf wenn sich Stunden und -Minutenzeiger auf der gleichen Höhe befinden.

Es gibt mittlerweile vielversprechende Experimente im Vakuum. Leider halten nicht alle Gehäuse zuverlässig dicht.
Auch fürchtet man sich vor Problemen mit dem Gangverhalten. Es ist schließlich noch nicht erforscht was passiert wenn das Zeigerende die Lichtgeschwindigkeit überschreitet.
Geht die Spitze denn in der Zeit rückwärts während der Rest des Zeigers in der Zeit voranschreitet?

Nicht auszudenken was dies in der Realität bedeutet! :shock:

Gruß
Thomas
 
#13
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Dille

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Hier war der Minutenzeiger offensichtlich auch zu kurz...
 
#16
falko

falko

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Die korrekte Zeigerlänge richtet sich ausschliesslich nach dem Zifferblatt und ist unabhängig vom verwendeten Kaliber und der Werksgrösse zu sehen. Im Idealfall reicht der Minutenzeiger an die Minutenindizierung heran oder ganz knapp hinein. Für Sekunden- und Hilfszeiger gilt das Gleiche, wobei der Zentralsekundenzeiger einen Hauch länger als der Minutenzeiger sein sollte und die evtl. vorhandene Feineinteilung tangieren sollte.
Viele Hersteller stellen Überlegungen des Designs oder auch Rationalisierungsüberlegungen über die praktischen Anforderungen der Ablesbarkeit. Der Verkaufserfolg gibt ihnen recht, zumal die meisten Kunden ihre Uhren ohnehin nicht zum genauen Ablesen der Zeit nutzen. Es gibt bei den Herstellern aber auch löbliche Ausnahmen, bei denen man regelmässig exakte Zeigerlängen findet. Nur beispielhaft seien hier A.Lange und Söhne, Sinn und Breitling genannt.
Hier ein Chronograph mit exakt passenden Zeigerlängen:

 
#18
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Dille

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@ Falko: Schwierig wird die exakte Bestimmung der Zeigerlänge allerdings, wenn die Länge der 5-Minuten-Indizes von denen dazwischen stark differiert: Ist dann der Minutenzeiger zu lang, gerät er zu weit in die 5-Minuten-Indizes hinein, ist er zu kurz, passt er zwar in die 5-Minuten-Indizes, ist aber für die Feineinteilung zu kurz. Gesetz eines solchen Falls hätte man aufgrund der unterschiedlichen Indizes-Größen zwar per se eine bessere Ablesbarkeit, jedoch wird die durch den zwangsläufig zu kurzen Minutenzeiger wieder wettgemacht.
Danke jedenfalls für deine Einschätzung.
 
#19
falko

falko

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Die von Dir geschilderte Problematik verstehe ich nicht ganz. Trifft der Miniutenzeiger auf einen 5-Minuten-Index, ist dennoch eine exakte Ablesbarkeit gewährleistet. Ausnahme ware höchstens ein zu langer, dicker Zeiger, der den Index vollkommen überdeckt. Im Idealfall setzt sich übrigens die Feinteilung hinter einem Index fort, damit man auch in diesem Bereich Sekundenbruchteile ablesen kann (siehe mein Beispiel).
 
#20
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Dille

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Es gibt bei den Herstellern aber auch löbliche Ausnahmen, bei denen man regelmässig exakte Zeigerlängen findet. Nur beispielhaft seien hier A.Lange und Söhne, Sinn und Breitling genannt.
Ja, an dick und lang dachte ich dabei auch. Wäre der Minutenzeiger bei dieser Omega Seamaster Chronometer-Variante so lang wie die Zwischenindizes, wäre das Breite des Zeigers direkt auf den 5-Minuten-Kreisen. So trifft Dreieck Kreis, weswegen sie auch nicht vollständig überdeckt werden.
Aber auch wieder ein weiteres Beispiel für einen Chronographen mit Minutenstummel:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4b/Omega-Seamaster-2531.jpg
 
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