Zeiger in ungewöhnlichen Größen

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Tic-Tac

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Hallo zusammen,

für ein neues Projekt suche ich verzweifelt nach Zeigern (Dauphine oder Lancette) mit 1,30 mm und 1,90 mm Lochdurchmesser und 13,5 mm Zeigerlänge für die Minute (Dubois Depraz Modul).
Bei allen üblichen Händlern habe ich schon geschaut, laut Katalog stellt die Uhrenteilemanufaktur in den Maßen auch keine her.

Was wären hier noch andere Optionen? Beim Selbst-Herstellen hätte ich bedenken das Zeigerfutter ordentlich hinzubekommen. Gerne nehme ich auch Tipps dafür an.


Besten Dank!
 

Rainer Nienaber

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Bei Einschalern, die dieses Modul nutzen, werden wohl solche Zeiger rumliegen.
 

JackSlater

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Ich würde die Uhrenteilemanufaktur anschreiben. Die sind sehr hilfsbereit.
 

Tic-Tac

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Bei Einschalern, die dieses Modul nutzen, werden wohl solche Zeiger rumliegen.

Dieses Modul wird scheinbar von wenigen Herstellern genutzt und bisher konnte ich keine passenden Zeiger auftreiben.

Die Uhrenteilemanufaktur habe ich angefragt, guter Tipp JackSlater! Sie können welche herstellen, nur leider nicht die Form welche mir gut gefallen würde.


Ich spiele jetzt mit den Gedanken selbst welche anzufertigen, finde aber hierzu wenig Infos. In Messing wäre das einfacher als in Stahl, insbesondere was die Bearbeitung und Galvanik betrifft, aber ist Messing dann doch zu weich?
Und ist bei sehr dünnen Zeigern auch ein Futter notwendig?
 

Rainer Nienaber

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Gerade bei sehr dünnen Zeigen ist ein Futter erforderlich.
 

Tic-Tac

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Wo wäre hier das Limit wo man ein Futter braucht?

Ich hätte 0,3mm Messing probiert. Die meisten Stunden- / Minutenzeiger haben ja nicht direkt ein Futter, sondern durch das Stanzen einen kleinen Rand so wie ein Futter.
 

Harpye

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Ich verwende Lehrenband . Gibts auch in Messing.. ist federhart gewalzt und eignet sich primstens fuer Zeiger.
Meine dünnsten hab ich aus 0.5er gemacht und den Bund gleich mit aus dem Material geschnitzt. Fuer gezogenen Bund (stunde und Minute , hab ich noch nie bei Sekunde gesehen)
ist zwingend ein Aufdomwerkzeug notwendig und fuer einen Satz lohnt das ned ! Das Material das bei Serienzeigern verwendet wird ist oft 0.2mm.. 0.3mm Wandstaerke an der Buchse beim Sekundenzeiger... heisst man kann, so man eine Futterzange und Reib-/Glättahlen) hat geringfügig aufweiten und so auch aus 0,12 0.18er herstellen. Wenn mann sich einen Dorn dreht, kann man auch runterkalibrieren.. braucht dann aber stabile Spannzangen.. ( keine 6mm, 8mm sind grenzwertig!)

Problem.. fuer Zeigerfutter brauchste ein Setzwerkzeug und das ist superfeine Drehbearbeitung. Ich bohr meine Futter deshalb direkt ins Messing.

Gibt aber auch Zeigerformen die man nur aus dem Vollen herstellen kann und bei denen auch die Politur richtig Arbeit ist.. z.B dauphine da duerfte Praegen je nach Groesse grad noch gehen , oder die facettierten Lehmann Zeiger

Was ich schon gemacht hab.. Zeiger aus Hasberg Band hergestellt poliert und galvanisiert so, dass
er Futterkompatibel ist und diese dann in der UM vorbeigebracht, und die haben mir die Futter gesetzt ist schon 8 .. 10 Jahre her, aber war prima.. da ich aber nicht mehr in der direkten Naehe arbeit und wohne bohre ich meistens selber wenns 0.2 oder grösser ist
 
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Rainer Nienaber

Uhrenhersteller, Nienaber
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Wo wäre hier das Limit wo man ein Futter braucht?

Ich hätte 0,3mm Messing probiert. Die meisten Stunden- / Minutenzeiger haben ja nicht direkt ein Futter, sondern durch das Stanzen einen kleinen Rand so wie ein Futter.
Dann haben wir unterschiedliche Auffassungen von "sehr dünn".
Bei 0,3 mm Materialstärke ist ein Futter nicht unbedingt erforderlich.
 
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