YES WorldWatch

Diskutiere YES WorldWatch im Uhrenvorstellungen Forum im Bereich Uhrenvorstellungen; Hallo zusammen, Ich bin neu hier im Uhrforum und wollte meine neue Armbanduhr vorstellen, von der ich ausgesprochen begeistert bin. Mein Name ist...
#1
S

Stonie68

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Hallo zusammen,
Ich bin neu hier im Uhrforum und wollte meine neue Armbanduhr vorstellen, von der ich ausgesprochen begeistert bin.

Mein Name ist Karl, bin 50 Jahre alt und arbeite im medizinischen Bereich im Münsterland.
Eigentlich mag ich automatische Uhren sehr - besitze eine Glycine Airman und eine Zeppelin Nordstern - aber noch viel mehr liebe ich Uhren mit speziellen astronomischen Komplikationen, und da sind wegen des nötigen Rechenaufwandes die Möglichkeiten der mechanischen Uhr natürlich äußerst begrenzt.

Schon vor ein paar Jahren bin ich auf die kleine Marke YES aus Kalifornien gestoßen, die wahrscheinlich die wenigsten kennen. Die Idee des Gründers Bjorn Kartomten war es, den Lauf von Sonne und Mond auf einen Blick am Handgelenk sichtbar zu machen.
Inzwischen besitze ich aus seiner Produktion eine „Kundalini“ und eine „Equilibrium“, aber das neueste Projekt, die YES WorldWatch, schlägt nochmal alles Bisherige.


1B713837-FAF3-484A-A97A-1A5EB06F4468.jpeg Tageslicht, Dämmerung und Nacht werden sowohl als Fläche auf dem Display als auch durch den blauen Ring angezeigt, das äußere gelbe Ringsegment zeigt, wann der Mond während der aktuellen 24 Stunden über dem Horizont steht. Der einzige Zeiger bewegt sich analog zur Sonne, steht also mittags oben, um Mitternacht unten.
Mit der verstellbaren Lünette (rastet in 5 Schritten pro Stunde ein) kann man eine andere Zeitzone oder, wie ich es gerne mache, die Wahre Sonnenzeit einstellen.
A4F00D30-8560-44AB-867E-57A11305C8B1.jpeg Da die Uhr ziemlich viel berechnen muss - man kann sie für jeden beliebigen Ort auf der Welt einstellen und seine 10 Lieblingsorte abspeichern - braucht der Rechner einigen Platz. Es ist also nicht nur eine große (46 mm), sondern auch eine dicke (16 mm) Uhr. Trotzdem passt sie selbst auf mein besonders schmales Handgelenk ausgezeichnet, wie ich finde.

2E3E571A-1F34-4332-AF9C-04BDEAB6DB7E.jpeg Da ich inzwischen mit Bjorn recht gut befreundet bin, hat er mir einen seiner Prototypen zukommen lassen.
Die Uhr ist voraussichtlich ab Oktober erhältlich, sofern sich auf Kickstarter genügend Interessenten finden.

Noch ein Wort zur Ganggenauigkeit: Zwar hat sie ein ganz gewöhnliches Quarzwerk, man kann den Gang aber regulieren, also einstellen, dass sie pro Monat x Sekunden schneller oder langsamer gehen soll.
Die Batterie ist übrigens wiederaufladbar, eine Ladung über Nacht sollte für 2 bis 3 Monate reichen, je nachdem, wie viel man an den Knöpfen herumdrückt, um z.B. Auf- und Untergangszeiten von Sonne und Mond an seinen Lieblingsorten abzurufen.

78A0D447-7515-4033-95C3-A6F1166A37D7.jpeg Wie Bjorn hier an seinem Handgelenk demonstriert (dieses Foto hat er mir zur Verfügung gestellt), kann man die digitale Zeitanzeige ausblenden, um sich aus der Hektik der Zivilisation auszuklinken und seine Stellung im zirkadianen Rhythmus der Gestirne zu erspüren.

Ich könnte noch eine Menge mehr über die Uhr erzählen, aber mein erster Beitrag ist wohl schon lang genug geraten.
Allen im Forum einen schönen Abend!
Karl
 
#2
Frank0815

Frank0815

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Ja, die YES watch :-D
Hatte mal eine Kundalini schon vor vielen Jahren - witzigerweise kam ich da während meiner Vorab-Recherche direkt mit dem Hersteller (Bjorn) in Kontakt - beinahe schon in Chat-Geschwindigkeit wurde geantwortet und Fragen beantwortet. Das hat mich damals sehr beeindruckt :super:
Die Uhr war seinerzeit (Smartwatches gab´s damals noch nicht in der heutigen Form und Leistungsfähigkeit) super mit den verschiedensten informativen Funktionen ausgestattet.
Sunset/Sunrise, Dämmerungswarnung (wegen der WalkingDead etc. :D), Zeitzonen und was nicht noch alles.

Ich habe die Uhr dann letztendlich wieder hergegeben weil:

Mir die Uhr letztendlich zu gross war und qualitativ (damals!) noch nicht als (für mich) zufriedenstellend zu bewerten :???:

Mag inzwischen anders sein und somit :
Viel Freude an der interessanten Exotin :ok:

Mit den H3 Röhrchen hat die bestimmt eine interessante optische Wirkung in der Dunkelheit 8-)
 
#4
S

Stonie68

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Kleines Update zu meinem Beitrag:
Wie erwähnt, handelt es sich bei meiner WorldWatch noch um einen Prototyp... die Kickstarter-Finanzierungsaktion ist leider nicht auf das erhoffte Interesse gestoßen.
Bjorn Kartomten gibt aber nicht auf und hat eine zweite Kampagne auf der Webseite „Indiegogo“ angestoßen („introducing the new WorldWatch V7“), wo man die Uhr bei Interesse vorbestellen kann.
Voraussichtlich wird sie erst mal in einer Stückzahl von 300 produziert werden.
 
#6
DocThor

DocThor

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Cooles Teil...ich hab die erst vor ein paar Wochen entdeckt und bin/war mächtig begeistert. Das Gehäuse gefällt mir sehr gut doch leider wäre sie mir etwas zu groß, auch wenn ich mit 21,5cm Umfang recht große Handgelenke habe. 47mm PAMs waren auch nix für mich :(
 
#8
S

Stonie68

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Eine Besonderheit der neuen WorldWatch ist, dass sie einem jederzeit und überall auch die Dämmerungsphasen exakt anzeigt

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Wer hätte gedacht, dass (am 10. Mai in Bocholt) von den gut achteinhalb Stunden zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang kaum drei Stunden wirkliche Dunkelheit sind, und dass die eigentliche „Nacht“ erst nach Mitternacht beginnt?
So kommt man dem natürlichen Zeitrhythmus auf die Spur... oder interessiert es nur Hobbyastronomen und hoffnungslose Romantiker, wann es draußen wirklich ganz dunkel ist?
 
#10
D

Danteddie

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Aloha zusammen,
Nachdem ich am Sonntag die Möglichkeit hatte den Prototypen von Stonie68 gezeigt zu bekommen - danke nochmals dafür - habe ich die Uhr trotz der Größe bestellt.
Die Idee der Uhr gefällt mir einfach zu sehr :klatsch:
Falls ihr Fragen zu der Uhr und ihrer Funktionen habt....wendet Euch an Stonie68, er kann Euch jede Funktion der Uhr erklären :shock: und das mindestens so gut wie der Erfinder der Uhr 8-)
 
#11
R

Radiopirat

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Eine Besonderheit der neuen WorldWatch ist, dass sie einem jederzeit und überall auch die Dämmerungsphasen exakt anzeigt

Anhang anzeigen 2476592

Wer hätte gedacht, dass (am 10. Mai in Bocholt) von den gut achteinhalb Stunden zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang kaum drei Stunden wirkliche Dunkelheit sind, und dass die eigentliche „Nacht“ erst nach Mitternacht beginnt?
So kommt man dem natürlichen Zeitrhythmus auf die Spur... oder interessiert es nur Hobbyastronomen und hoffnungslose Romantiker, wann es draußen wirklich ganz dunkel ist?
Fragt sich nur, was nun stimmt...

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#13
S

Stonie68

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Hallo Radiopirat,
Du hast richtig bemerkt, dass es gegenüber GPS-gestützten Daten eine kleine Abweichung von wenigen Minuten gibt (die Uhr sagte 0.01 - 2.55, du fandst 0.02 - 2.59 mit deiner App).
Es liegt daran, dass die YES watch mit ganzen (also gerundeten) Längen- und Breitengraden rechnet.
Die Koordinaten von Bocholt sind 51,8 N 6,6 E die Uhr lässt aber für die manuelle Eingabe nur die ganzen Zahlen 52 N 7 E zu. So kommt es zu der Diskrepanz.
Ich habe mit Björn schon öfter über diese Ungenauigkeit diskutiert, der Punkt ist, dass man den Unterschied praktisch nicht bemerken kann (die Differenz bei der Sonnenuntergangszeit ist kürzer als die Sonnenscheibe braucht, um mit ihrem vollen Umfang unterzugehen, das Ende der Dämmerung lässt sich sowieso nur ganz ungenau wahrnehmen), andererseits würde es die manuelle Eingabe umständlicher machen, mehr Speicher brauchen usw.
Elegant wäre natürlich eine GPS-Funktion, das würde aber die Dicke der Uhr auf mindestens 20 mm steigern...
 
#14
R

Radiopirat

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Hallo Radiopirat,
Du hast richtig bemerkt, dass es gegenüber GPS-gestützten Daten eine kleine Abweichung von wenigen Minuten gibt (die Uhr sagte 0.01 - 2.55, du fandst 0.02 - 2.59 mit deiner App).
Es liegt daran, dass die YES watch mit ganzen (also gerundeten) Längen- und Breitengraden rechnet.
Die Koordinaten von Bocholt sind 51,8 N 6,6 E die Uhr lässt aber für die manuelle Eingabe nur die ganzen Zahlen 52 N 7 E zu. So kommt es zu der Diskrepanz.
Ich habe mit Björn schon öfter über diese Ungenauigkeit diskutiert, der Punkt ist, dass man den Unterschied praktisch nicht bemerken kann (die Differenz bei der Sonnenuntergangszeit ist kürzer als die Sonnenscheibe braucht, um mit ihrem vollen Umfang unterzugehen, das Ende der Dämmerung lässt sich sowieso nur ganz ungenau wahrnehmen), andererseits würde es die manuelle Eingabe umständlicher machen, mehr Speicher brauchen usw.
Elegant wäre natürlich eine GPS-Funktion, das würde aber die Dicke der Uhr auf mindestens 20 mm steigern...
Holla, hab Dank für die Beantwortung, das macht Sinn. Ich hoffe, dass ich ab Dezember dann auch ab dem Handgelenk... - du weisst schon.

Was hältst du vom mechanischen Fast-Pendant von Ludwig Oechslin, zu finden hier: tag/nacht - Uhren - ochs und junior

Alles mechanisch, aber halt nur für einen bestimmten Ort gültig...
 
#15
S

Stonie68

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Holla, hab Dank für die Beantwortung, das macht Sinn. Ich hoffe, dass ich ab Dezember dann auch ab dem Handgelenk... - du weisst schon.

Was hältst du vom mechanischen Fast-Pendant von Ludwig Oechslin, zu finden hier: tag/nacht - Uhren - ochs und junior

Alles mechanisch, aber halt nur für einen bestimmten Ort gültig...
Mechanische Uhren, die solche astronomischen Komplikationen drauf haben, finde ich absolut faszinierend
Leider, wie du schon sagst, kann sich ein mechanisches Uhrwerk nicht mit einem Computer messen, man bleibt auf einen bestimmten Ort limitiert
Zum anderen muss man wohl damit rechnen, dass ein solches mechanisches Meisterwerk etwa das Hundertfache einer YES WorldWatch kostet...
 
#16
R

Radiopirat

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Mechanische Uhren, die solche astronomischen Komplikationen drauf haben, finde ich absolut faszinierend
Leider, wie du schon sagst, kann sich ein mechanisches Uhrwerk nicht mit einem Computer messen, man bleibt auf einen bestimmten Ort limitiert
Zum anderen muss man wohl damit rechnen, dass ein solches mechanisches Meisterwerk etwa das Hundertfache einer YES WorldWatch kostet...
Da hast du ein wenig zu viel gerechnet: Mit ungefähr dem 30-fachen wärst du +/- schon dabei... :ok: Notabene für Komplikationen, die mit extrem wenig Teilen auskommen - ein Erkennungsmerkmal von Ludwig Oechslin, basierend auf der Tatsache und Erkenntnis, dass jedes mechanische Element und jede mechanische Schnittstelle eine mögliche Störungsquelle sein könnte. Darum reduzierte er diese für die grossartigen Komplikationen auf gerademal insgesamt 13 (!) Teile.
 
#17
S

Stonie68

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Da hast du ein wenig zu viel gerechnet: Mit ungefähr dem 30-fachen wärst du +/- schon dabei... :ok: Notabene für Komplikationen, die mit extrem wenig Teilen auskommen - ein Erkennungsmerkmal von Ludwig Oechslin, basierend auf der Tatsache und Erkenntnis, dass jedes mechanische Element und jede mechanische Schnittstelle eine mögliche Störungsquelle sein könnte. Darum reduzierte er diese für die grossartigen Komplikationen auf gerademal insgesamt 13 (!) Teile.
Oh, nur 30-mal so teuer, das ist ja dann (ohne Ironie!) wirklich schon fast im erschwinglichen Bereich
Die Uhr ist auch wirklich sehr ansprechend minimalistisch ausgeführt, gefällt mir sehr gut
Im Grunde, wenn man den wahren Mittag und die Tageslänge manuell verstellen kann, lässt sie sich auch an einen anderen Ort anpassen...
 
#18
E

erik99

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Sehr interessante Uhr!

Ich wollte die Entwicklung der YES WorldWatch eigentlich auch mit unterstützen, habe es mir dann aber doch anders überlegt:
Die Uhr enthält 25 Tritiumgas-Röhrchen und die deutsche Gesetzgebung ist hier wohl sehr restriktiv. Erlaubt ist hier nur eine Gesamtaktivität von 1 GBq. Meine - in Deutschland gekaufte - Traser hat 13 Röhrchen und ist bzgl. der Gesamtaktivität nur knapp unter dieser Grenze. Bei 25 Röhrchen wird diese Grenze mit Sicherheit überschritten (in den USA gelten völlig andere Grenzwerte).

Wird der Grenzwert überschritten, dann ist eine gesonderte Genehmigung nötig (die wohl für Konsumartikel nicht ausgestellt wird); ansonsten ist bereits der Besitz (geschweige denn der Import) verboten!
(Quelle: Wikipedia/Strahlenschutzverordnung)
 
#19
S

Stonie68

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Sehr interessante Uhr!

Ich wollte die Entwicklung der YES WorldWatch eigentlich auch mit unterstützen, habe es mir dann aber doch anders überlegt:
Die Uhr enthält 25 Tritiumgas-Röhrchen und die deutsche Gesetzgebung ist hier wohl sehr restriktiv. Erlaubt ist hier nur eine Gesamtaktivität von 1 GBq. Meine - in Deutschland gekaufte - Traser hat 13 Röhrchen und ist bzgl. der Gesamtaktivität nur knapp unter dieser Grenze. Bei 25 Röhrchen wird diese Grenze mit Sicherheit überschritten (in den USA gelten völlig andere Grenzwerte).

Wird der Grenzwert überschritten, dann ist eine gesonderte Genehmigung nötig (die wohl für Konsumartikel nicht ausgestellt wird); ansonsten ist bereits der Besitz (geschweige denn der Import) verboten!
(Quelle: Wikipedia/Strahlenschutzverordnung)
Hallo Erik,
das ist tatsächlich ein ernster Einwand. Habe inzwischen mit dem Hersteller Björn Kartomten Rücksprache gehalten.
Die Sache ist die, dass es nicht nur um meinen Prototypen (der bisher einzige in Europa) geht, sondern auch das Vorläufermodell „Equilibrium“, das seit einem Jahr erhältlich ist, genau dieselben 25 Tritiumröhrchen hat. Diese Uhr wurde von Björn bisher etwa ein Dutzend Mal nach Deutschland verkauft; ohne Beanstandung durch den Zoll.
Die Radioaktivität ist gemäß den Bestimmungen auf dem Zifferblatt mit „T100“ ausgewiesen, soll heißen bis 100 MilliCurie, entspricht wohl 3,7 GigaBecquerel.
Die Tritiumröhrchen werden von einer Schweizer Firma hergestellt, welche versichert, dass der Verkauf in Europa unproblematisch ist.
Selbstverständlich wurde der Export in die Europäische Union offiziell beantragt und genehmigt.
Was mich wundert - bin ja auch kein Jurist - ist, welche Relevanz gesonderte strengere deutsche Grenzwerte für den Import haben können, wenn die EU doch eine Zollunion ist? Kann man nicht alles, was in ein europäisches Land X importiert wurde, unbedenklich in ein anderes europäisches Land bringen? Wer würde das kontrollieren, wenn es keine innereuropäischen Grenzkontrollen gibt?
Abgesehen davon, würde Björn die Uhr auch mit phosphoreszierender Lösung anbieten, wenn es bezüglich Radioaktivität Bedenken/Probleme gibt.
 
#20
E

erik99

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Hallo Erik,
das ist tatsächlich ein ernster Einwand. Habe inzwischen mit dem Hersteller Björn Kartomten Rücksprache gehalten.
Die Sache ist die, dass es nicht nur um meinen Prototypen (der bisher einzige in Europa) geht, sondern auch das Vorläufermodell „Equilibrium“, das seit einem Jahr erhältlich ist, genau dieselben 25 Tritiumröhrchen hat. Diese Uhr wurde von Björn bisher etwa ein Dutzend Mal nach Deutschland verkauft; ohne Beanstandung durch den Zoll.
Die Radioaktivität ist gemäß den Bestimmungen auf dem Zifferblatt mit „T100“ ausgewiesen, soll heißen bis 100 MilliCurie, entspricht wohl 3,7 GigaBecquerel.
Die Tritiumröhrchen werden von einer Schweizer Firma hergestellt, welche versichert, dass der Verkauf in Europa unproblematisch ist.
Selbstverständlich wurde der Export in die Europäische Union offiziell beantragt und genehmigt.
Was mich wundert - bin ja auch kein Jurist - ist, welche Relevanz gesonderte strengere deutsche Grenzwerte für den Import haben können, wenn die EU doch eine Zollunion ist? Kann man nicht alles, was in ein europäisches Land X importiert wurde, unbedenklich in ein anderes europäisches Land bringen? Wer würde das kontrollieren, wenn es keine innereuropäischen Grenzkontrollen gibt?
Abgesehen davon, würde Björn die Uhr auch mit phosphoreszierender Lösung anbieten, wenn es bezüglich Radioaktivität Bedenken/Probleme gibt.
Je mehr man da nachforscht, um so seltsamer wird es:
Man darf wohl T100 Uhren (also mit mehr als 1 GBq Aktivität) auch in Deutschland kaufen und besitzen, wenn man eine "berufliche Notwendigkeit" glaubhaft machen kann. Dafür gibt es dann entsprechende Formulare, in die man dann den Beruf (Nachtwächter? Höhlenforscher?:hmm:) eintragen muss... Traser bietet wohl gegen diesen Nachweis auch T100 Uhren an...
Wie das innerhalb der EU gehandhabt wird, darüber findet man wenig im Netz. Laut Traser gilt der 1 GBq Grenzwert EU-weit. Die Schweiz ist ja nicht in der Zollunion/EU, dort gelten sicher andere Grenzwerte. In den USA ist das ganze Thema wohl völlig unproblematisch.

Dass es bisher keine Probleme mit dem Zoll gab, ist leider keine Garantie für die Zukunft. Es reicht ja ein "übereifriger" Zollbeamter, der sich mit der Materie auskennt, dann hat man ein Problem. Zudem ist ja streng genommen der Besitz (und auch der Wiederverkauf!) von T100 Uhren in Deutschland illegal (Bußgeld bis zu 50000 Euro!), wenn die berufliche Notwendigkeit nicht nachgewiesen wird. Das wird sicher eher selten auffallen (denkbar wäre z.B. an der Sicherheitskontrolle an Flughäfen), bleibt aber ein Risiko...

Grundsätzlich würde ich dem Hersteller empfehlen, zumindest für den Export nach Europa auf T25 Tritiumröhrchen oder (nicht-radioaktivem) Superluminova umzusteigen.
 
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