Wo Radiumleuchtmasse entfernen lassen?

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peachykeen

peachykeen

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Hallo,

ich habe hier zwei ältere Armbanduhren, deren Radiumleuchtmasse ich gerne entfernen lassen würde.
Kennt jemand einen Uhrmacher, der sich auf Arbeiten dieser Art spezialisiert hat? Meine lokalen Uhrmacher haben aus verständlichen Gründen leider beide dankend abgelehnt.
 
pallasquarz

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Hallo, sind das Uhren von vor ca. 1956?
Warum willst Du das denn machen lassen, ein gesundheitliche Gefahr für Dich als Träger besteht nicht.

Grüsse Christoph
 
sirtaifun

sirtaifun

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Kannst Du mal ein Foto der Uhren einstellen?

Rein theoretisch kann das jeder Uhrmacher, wenn er oder sie es denn macht.
 
Vincent_Rock

Vincent_Rock

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Eine Uhr willentlich und entgeltlich ruinieren lassen aufgrund eines, Problem, das eigentlich nicht existiert?
Verkauf sie doch lieber.
 
pallasquarz

pallasquarz

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Guen Morgen nochmals, nach Entfernen müßten die Stellen ja auch wieder neu belegt werden, sonst hast Du Skelettzeiger und Leerstellen, wo vorher Dots waren.
Grüsse Christoph
 
tobby_d

tobby_d

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Warum willst Du das denn machen lassen, ein gesundheitliche Gefahr für Dich als Träger besteht nicht.
Naja, das wurde hier im Forum ja auch schon vielfach diskutiert, und ich denke es ist durchaus in Ordnung, wenn jemand kein Radium am Handgelenk haben möchte. Ich hatte mal eine Kienzle Armbanduhr, bei der mein Geigerzähler sogar mit etwas Abstand noch Warnsignale(!) ausgegeben hat. Ich bin froh, dass sie nicht mehr im Haus ist (sie wurde übrigens gestohlen, aber das ist ein anderes Thema :P ).

Eine Uhr willentlich und entgeltlich ruinieren lassen aufgrund eines, Problem, das eigentlich nicht existiert?
Grundsätzlich kann man sicherlich auch darüber streiten, ob nicht mehr leuchtende Leuchtmasse eher wie Verbrauchsmaterial, oder wie Patina zu behandeln ist. Das ist eine persönliche Entscheidung.
Pro Verbrauchsmaterial: die Masse leuchtet schließlich nicht mehr (oder nur noch kaum) und erfüllt ihren Zweck nicht mehr - aber das Radium strahlt quasi unverändert wie am ersten Tag.
Es kommt doch auch niemand auf die Idee, historische Öle in einer alten Uhr zu belassen.

Meine lokalen Uhrmacher haben übrigens auch abgelehnt. Mich interessiert auch, wer es noch macht.
 
Vincent_Rock

Vincent_Rock

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Wenn man so denkt kauft man doch aber kein Vintage sondern modern. :hmm:

Das wirklich erstrebenswerte für Vintage Sammler ist ja Uhren in unberührtem Zustand zu finden.

Ich weiss nicht um welche Uhr es sich handelt, aber wenn die Leuchtmasse entfernt wird ist die Uhr nur noch die Hälfte wert.
 
L

LBeck

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Die Originalität ist natürlich ein Faktor. Solange da nichts bröckelt ist der Austausch unnötig und die Abschirmung durch das Gehäuse beim Tragen ja gegeben. Ein Austausch würde zu einer verstärken Belastung für den Uhrmacher führen. Kein Wunder, dass Uhrmacher solche Arbeiten oft ablehnen. Würde ich auch nicht gerne bei mir in der Werkstatt haben, dazu dann noch der Aufwand für den Uhrmacher das Zeug zeitnah wieder zu entsorgen.
 
peachykeen

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und die Abschirmung durch das Gehäuse beim Tragen ja gegeben.
Genau das stelle ich bei zumindest einer der beiden Uhren in Frage. Der Übeltäter ist eine Philos, vermutlich aus den frühen 60ern, und der Geigerzähler schlägt selbst durch fünf Lagen Aluminiumfolie und eine Weissblechdose hindurch noch mit rd. 8 Microsievert/h an, das ist das 40-fache der hier üblichen Hintergrundstrahlung. Wie der Spass ohne Absdchirmung aussieht, kann man sich wohl denken.
 
L

LBeck

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Dann versteh ich die Uhrmacher sogar noch besser. Das sie da nicht drangehen wollen ist klar und ich persönlich würde sowas auch nicht bei mir zuhause haben wollen. Aber muss jeder für sich selbst entscheiden.
 
sirtaifun

sirtaifun

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Eventuell wäre es besser mit einem Restaurator für Zifferblätter in kontakt zu treten, nur die Lume enfernen ist ja auch nicht das gelbe vom Ei da dadurch ja der Lack beschädigt wird.
Es sei denn Du willst die Uhr nicht tragen aber dann macht dieser Post keinen Sinn?
 
sirtaifun

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Genau das stelle ich bei zumindest einer der beiden Uhren in Frage. Der Übeltäter ist eine Philos, vermutlich aus den frühen 60ern, und der Geigerzähler schlägt selbst durch fünf Lagen Aluminiumfolie und eine Weissblechdose hindurch noch mit rd. 8 Microsievert/h an, das ist das 40-fache der hier üblichen Hintergrundstrahlung. Wie der Spass ohne Absdchirmung aussieht, kann man sich wohl denken.
Das ist ja nicht das einzige Problem wie an anderer Stelle hier im UF glaubhaft aufgezeigt wurde entsteht durch das zerfallende Isotope Radon Gas es sollte an einem gelüfteten Ort aufbewahrt werden.
 
Schraubendreher

Schraubendreher

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Denn die Uhr wirklich so eine Strahlenkanone ist, würde ich lieber mal beim Bundesamt für Strahlenschutz anrufen, wie Du die Uhr fachgerecht entsorgen kannst.
Und wirf sie nicht einfach in dem Müll, viele moderne Müllwagen sind mit Geigerzählern ausgerüstet. Das kann richtig Ärger geben! Vielleicht schicken die jemanden vorbei, der sie abholt.

Wir gehen bei Radium-Uhren auch nicht bei. Und dann noch irgendsoeine No-Name Uhr? Was soll der Ärger und das schlechte Gefühl? Weg damit!
 
TomS2

TomS2

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… und der Geigerzähler schlägt selbst durch fünf Lagen Aluminiumfolie und eine Weissblechdose hindurch noch mit rd. 8 Microsievert/h an.
… entsteht durch das zerfallende Isotope Radon Gas es sollte an einem gelüfteten Ort aufbewahrt werden.
Radium-226 ist ein alpha-Strahler, das aus dem Zerfall entstehende Radon-222 ebenfalls.

alpha-Strahlung hat eine extrem geringe Eindringtiefe und lässt sich sehr gut abschirmen. D.h. sie verlässt nicht mal die Uhr durch den Boden. alpha-Strahler sind praktisch ungefährlich, solange sie nicht in den Körper gelangen.

Was du misst ist also eher die beta-Strahlung weiterer Zerfallsprodukte. Diese lässt sich zwar nicht gut abschirmen, deponiert jedoch vergleichsweise wenig Energie im Körper.

Radon selbst hat eine recht kurze Halbwertszeit, d.h. so viel sollte sich da nicht ansammeln.

Soviel erst mal zur Entwarnung.

Trotzdem: aufgrund des Alters der Uhr haben sich diverse Zerfallsprodukte gebildet - gewissermaßen ein Cocktail. Und wenn man die Uhr häufig trägt, ist auch eine recht geringe Belastung über einen längeren Zeitraum potentiell gefährlich.

Du solltest vorsichtig damit umgehen. Ob das Bundesamt für Strahlenschutz die präzise weiterhilft, außer dass es dir zur fachgerechten Entsorgung rät, kann ich nicht sagen. Die Entsorgung selbst läuft m.W.n. über Landesbehörden.
 
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fletch01

fletch01

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Solltest Du nur einen Krümel eines Krümels der Leuchtmasse in den Mund bekommen, war es das.
Das Abtragen ist äußerst gefährlich. Ich würde damit niemanden beauftragen wollen. Wenn das was passiert, fühle ich mich als Auftraggeber verantwortlich.

Normalerweise wurden die Blätter und Zeiger getauscht.

Das Abtragen ist gefährlicher, als das Tragen.

Übrigens, wisst ihr wie viel Strahlung man beim Fliegen ausgesetzt ist? 😉
 
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LBeck

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Ich frag mich welche Arbeitsschutzauflagen ein Uhrmacher erfüllen muss um diese Arbeit durchführen zu dürfen. Bei Arbeiten mit radioaktiven Material dürften diese ja nicht unerheblich sein. Auch frag ich mich, ob bei einem Gewerbetreibenden die Entsorgung der Leuchtmasse ebenfalls kostenfrei wäre.
 
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