Wirtschaftliche Annäherung EU und USA, China und (mind.) 800 Milliarden Dollar

Diskutiere Wirtschaftliche Annäherung EU und USA, China und (mind.) 800 Milliarden Dollar im Small Talk Forum im Bereich Community; Liebe Uhrenfreunde! Es ging vor kurzem durch die Medien: Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Europäische Union wollen sich...
thpsch

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Liebe Uhrenfreunde!

Es ging vor kurzem durch die Medien:

Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Europäische Union wollen sich wirtschaftlich zusammenschließen. Der Abbau von Zöllen usw. steht an.

Mein erster Gedanke war diese Vision aus "1984" von den drei weltweiten Blöcken, aber dann tauchte dieser dunkle Gedanke auf:

China hat mit mindesten 800 Milliarden Dollar den Dollar gestützt.
Mein Onkel spricht von 1,4 Billionen!!!!

Daß diese "Unterstützung" nur aus Bruderliebe und ohne Bedingungen erfolgte, glaube ich nicht.

Die chinesischen Geflogenheiten im Bereich Wirtschaft kenne ich nicht nur aus den Medien. Ein sehr lieber Freund hat seine Maschinen und sein Know-how an diese verkauft. Die Vorkommnise reichen für einen Spielfilm.

Kommt jetzt China über die USA, durch die Hintertür nach Europa?

Was werden wir Zuseher erleben?


Auf eine lebhafte, kontroverse Diskussion
freut sich Euer
thpsch
 
thpsch

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Lieber blitzschneller Eric72!

Sie sind da?
Was, wie wo meinst Du?

Ich bezweifle, daß sie derzeit Einfluß auf unsere Brüssler Gesetzerei haben. Aber wie lange noch?

Lieben Gruß
thpsch
 
Eric72

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Sicher nicht direkt. Aber indirekt machen die sich schon hier breit und haben enormen Einfluss auf uns (und auch die Politiker). My 2 cent.
 
Don Jorge

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Eine Freihandelszone (wenn sie denn kommt) ist kein wirtschaftlicher Zusammenschluss. Und Eric hat durchaus Recht, ohne China ist die Weltwirtschaft schon lange nicht mehr denkbar.

Ich weiß aber ehrlich gesagt nicht so recht, worauf du hinauswillst.
 
Magna

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Socorro

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Aye,

wenn die seinerzeitigen Medienberichte, nach dem China-Besuch von Angela Merkel, korrekt sind, dann hält China bereits 30% aller Euro-Anleihen.8-)
Na prima doch...!:klatsch:
 
Kaliber 66

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Ohne auf chinesische Produktionsstaetten zurueckgreifen zu koennen, waere in Westeuropa und den Vereinigten Staaten von Nordamerika das Licht fuer die Konzerne schon dunkel bis aus. Man konnte jahrelang billig produzieren und teuer verkaufen. Nun kommt ein Land mit ueber einer Milliarde Menschen daran auch nicht spurlos vorbei, sondern in Schwung. Noch dazu haben sie im Gegensatz zu Europa und den USA einen viel weniger gesaettigten Binnenmarkt. Den wollen zwar die Europaeer und Nordamerikaner absahnen, nur wird das sehr bedingt der Fall sein, da China als Produktionsstandort durchaus zu kontrollieren vermag, wer darf und wer nicht.
Wenn man z.B. mal das Klan Magazin (der Russisch Orthodoxen Maezenen ) durchblaettert, sieht man das 4 sprachig: Englisch, Deutsch, Russisch und Chinesisch. Die grosse Zeit Europas und Nordamerikas war einmal, die Karawane zieht gen Asien und Afrika.
 
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Prokowjew

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Die grosse Zeit Europas und Nordamerikas war einmal, die Karawane zieht gen Asien und Afrika.
Ja, das tut sie. Aber aber sie hat es noch SEHR WEIT bis dahin. Der einzige Grund, warum China schon jetzt so eine gewaltige Macht ist, ist die schiere Bevölkerungszahl. Wenn ein Sechstel der Weltbevölkerung nach Jahrzehnten im Dämmerschlaf plötzlich ökonomisch aufwacht, bringt das eine Menge durcheinander, klaro. Schaut man sich das Pro-Kopf-BIP an, so ist China noch KILOMETERWEIT entfernt vom mitteleuropäischen/Nordamerikanischen Niveau. So schöne Länder wie Botswana, der Libanon oder Peru sind viel näher dran, nur eben zu klein, um bedeutsam zu sein. Und zweistelliges Wachstum lässt sich von der Chinesischen Basis aus viel leichter erreichen als bei uns. 10% Prozent Wachstum in China entsprechen absolut und pro Kopf gesehen etwa 1,5 Prozent bei uns (nagelt mich nicht fest, ungefähr halt). Wenn die Chinesen uns (Westler) in absehbarer Zeit überholen wollen, haben sie noch viiiieeeel vor sich: Infrastruktur, Umweltschutz, wenigstens in Ansätzen rechtsstaatliche Verwaltung etc. Die Löhne werden steigen, die Mittelschichtler Rechte fordern, die Unterschichtler werden aus der Armut rauswollen. Und dann lässt sich das Riesenvolk halt nicht mehr nur durch Billigindustrie grossziehen. Da muss man dann eigene, einzigartige Sachen auf die Beine stellen. Kann gut sein, dass sie das schaffen. Aber nicht morgen. Und auch nicht nächstes Jahr. Vielleicht kriegen's meine Enkel noch mit...
 
thpsch

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in und vor den Alpen
Hallo Prokowjew!

Klare Worte über die Situation in China. Was mich in diesem Zusammenhang beschäftigt ist die Frage wie lange es dieses große Land aushält daß der Süden den Kapitalismus frönt und der Norden den Kommunismus weiter exerziert.
Aber die Auswirkungen auf unser gutes altes Europa sind mir immer noch nicht klar. Warum macht sich bei mir ein so ungutes Gefühl breit?

Gruß
thpsch
 
S

Socorro

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Aye,

Auswirkung auf Europa?
Nun - schätze wenn das Reich der Mitte sein Paket Euro-Anleihen en bloc auf den Markt wirft, ist in Euroland Schmalhans Küchenmeister...:-(

Wobei - "Die Drohung ist stets stärker als die Ausführung"! :hmm:(Dr. X. Tartakower)

Entspanntes Wochenende ans Forum!

Socorro:-D
 
T

Tomcat1960

Gast
(...) Da muss man dann eigene, einzigartige Sachen auf die Beine stellen. Kann gut sein, dass sie das schaffen. Aber nicht morgen. Und auch nicht nächstes Jahr. Vielleicht kriegen's meine Enkel noch mit...
So lange wird das nicht dauern. Viele Dinge, für die wir uns in Europa feiern lassen, waren lange vorher bei den Chinesen in Gebrauch - Brillen, Nudeln, Schießpulver, Feuerwaffen, Brillen. Dumm sind die Chinesen keineswegs, im Gegenteil: wie alle Asiaten sind sie ziemlich schlau und verstehen es, Erlerntes nutzbringend zu verwenden (ich sage nur: Solarmodule). Und in Sachen Rücksichtslosigkeit hatten sie gerade in uns Europäern die besten Vorbilder, die man sich denken kann ;-) (Beispiel: die Ohnmacht Chinas im 19. Jahrhundert resultierte aus der britischen Politik im Anschluss an die Opiumkriege, mit denen England China zwang, den Verkauf von in britischen Kolonien hergestelltem Opium zuzulassen. Soviel dazu.)

Und selbst wenn es so lange dauert: die Chinesen zeichnen sich vor allem durch einen Wesenszug aus, ihre Beharrlichkeit. Der von Mao propagierte "Lange Marsch" ist noch lange nicht zuende, und das wissen viele Chinesen. Es wird noch viel Blut fließen im Reich der Mitte, aber am Ende wird dort das Land sein, wo Milch und Honig fließen.

Europas Platz in dieser Weltordnung wird der des Auenlandes in Tolkiens "Herr der Ringe"-Trilogie sein. Hoffen wir, dass wir uns in unserem "Auenland" Westeuropa genug sind und bleiben.

Grüße
Tomcat
 
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Prokowjew

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Die Anthroposophen sind ja der Meinung, dass quer durch die Geschichte das zivilisatorische und wirtschaftliche Machtzentrum der Welt stets nach einem bestimmten, immer gleichen Muster und Rhythmus durch die Kontinente wandert. Mein (Waldorf-) Geschichtslehrer meinte schon zum Ende meiner Schulzeit (Anfang der 90er), dass die Macht Amerikas sich dem Ende zuneige, und jetzt bald Asien dran sei.
Da Europa ja nun aber schon eine ganze Weile nicht mehr der Nabel der Welt ist und es sich hier trotzdem noch ganz ordentlich leben und arbeiten lässt (wenn man's bedenkt, eigentlich besser als irgendwosonst), habe ich durchaus Hoffnung für die Zukunft meiner Kinder und Enkel.

Rudolf Steiner 1917 auf die Frage, wie lange dieser (kommunistische) Spuk seiner Meinung nach wohl andauern werde: "Ungefähr 70 Jahre!":klatsch:
 
thpsch

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Hallo!

Nur zwei "Kleinigkeiten"

1.
Die Chinesen wählen!
Oder so was ähnliches (Mitglieder älteren Datums aus den sog. neuen Bundesländer kennen das).

2
Der Teil für das Ganze:
Wirtschaftszahlen zum Automobil

Trotzdem schönen Abend
thpsch
 
Don Jorge

Don Jorge

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1.
Die Chinesen wählen!
Oder so was ähnliches (Mitglieder älteren Datums aus den sog. neuen Bundesländer kennen das).
Keine Sorge, auch Mitglieder aus den sog. alten Bundesländern kennen das. Wer 16 Jahre Kohl erlebt hat, dann in den Genuss von dessen Nachfolger (dem schlechtesten CDU-Kanzler aller Zeiten mit rotem Etikett im Armani-Zwirn) gekommen ist und nunmehr erkennt, dass die Ära von Mutti sich noch lange nicht gen Ende neigt, der entwickelt eine gewisses Verständnis für das "Prinzip" ("freier") Wahlen.
:lol:
 
Mapkyc

Mapkyc

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Auf tagesschau.de wurde heute in mehreren Beiträgen auch schon erklärt, was alles in China schief läuft. Zum Glück ist ja in Europa alles in bester Ordnung.
 
T

Tomcat1960

Gast
Keine Sorge, auch Mitglieder aus den sog. alten Bundesländern kennen das. Wer 16 Jahre Kohl erlebt hat, dann in den Genuss von dessen Nachfolger (dem schlechtesten CDU-Kanzler aller Zeiten mit rotem Etikett im Armani-Zwirn) gekommen ist und nunmehr erkennt, dass die Ära von Mutti sich noch lange nicht gen Ende neigt, der entwickelt eine gewisses Verständnis für das "Prinzip" ("freier") Wahlen.
:lol:
Hast Du ein Problem mit Mehrheitsentscheidungen?

Grüße
Tomcat
 
Don Jorge

Don Jorge

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Wenn es echte (Mit-)Entscheidungsmöglichkeiten gäbe, dann nein. Jedenfalls finde ich so manche Spielart des westlichen (gibt's das überhaupt noch?) Demokratieverständnisses mindestens hinterfragenswert - ich empfehle dazu das Werk "Postdemokratie" von Colin Crouch. Aber ich denke, das führt nun zu weit vom Thema weg.
 
T

Tomcat1960

Gast
[OFFTOPIC]Demokratie lebt nun einmal das Primat der Masse - Zahlen entscheiden, und die Zahlen werden bestimmt vom Grad der Mobilisierung. Ehrlich gesagt, kann ich es nicht mehr hören, dass gerade hier immer wiederholt wird, unsere Demokratie sei untauglich, weil z.B. Kohl 16 Jahre lang Kanzler war.

Er wurde halt immer wiedergewählt, oder, anders ausgedrückt, seinen politischen Gegnern gelang es nicht, ihre Anhänger ausreichend zu mobilisieren. So funktioniert Demokratie nun einmal.

Wenn jemand bessere Ideen für die Lenkung eines Gemeinwesens hat als freie und geheime Wahlen, dann bin ich interessiert, diese zu hören. Ehrlich.[/OFFTOPIC]

Grüße
Tomcat
 
Thema:

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