Wirklicher Wert von Uhren

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Ex-uhrensammler

Ex-uhrensammler

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Hallo liebe Forumsmitglieder und Uhrenfans, diese Leidenschaft zu Uhren ist schon was besonderes. Da ich aber auch anderen schönen und leider nicht immer ganz billigen Dingen des Lebens aufgeschlossen bin mache ich mir so meine Gedanken was man für eine Uhr ausgeben kann, ohne dabei zu denken zu 80% den Markennamen zu bezahlen.

Wenn ich mir so eine Rolex für mal schlappe 4000,- EUR ansehe habe ich wirklich Schwierigkeiten wie sich eine solche Summe wertmässig bei der Uhr darstellt.

Ich gehe mal von einer von der Materialseite nicht extrem teuren Uhr (kein Platin oder Gold) aus.
Darüberhinaus gibt es ja auch noch wesentlich teurere Uhren. Wenn ich mir überlege eine Lange & Sohn für 50000,- EUR, wie ich mir im Schaufenster des Juweliers ansehen dürfte soll dies wertmässig darstellen komme ich ins grübeln.

Wie kann eine Uhr diesen Wert, trotz Manufactur und limitierte Auflage etc.. etc. Wert sein. Ich denke hier spielt neben der Qualität wesentlich das Markenimage die Rolle. Wie denkt Ihr darüber!!??

Ex-Uhrensammler
 
jesusfreak

jesusfreak

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Bei einem Manufakturwerk hätte ich jetzt gesagt, es sind die Entwicklungskosten.
Ansonsten, weiss ich als Werbefuzzi, dass die Kosten für Werbung (Anzeigenschaltung in Zeitschriften, Werbeaufsteller, Agenturkosten, Messestände bla, bla) - das alles dürfte ca. 40% der Kohle vereinnahmen.
 
Hedonist

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Manufaktur, viel Kleinarbeit, Handwerk, kaum Automatisierung, kleine und kleinste Stückzahlen (Lange --> 1), Marketing und Werbung, zwei oder drei Handelsspannen.

Hans
 
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Frost

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Sorry, aber das ist fuer mich schonmal die falsche Herangehensweise.
Eine Uhr ist das Wert was man bereit ist dafuer zu bezahlen, nicht mehr und nicht weniger.
Entweder ich moechte das gute Stueck haben und bin bereit den aufgerufenen Preis
zu bezahlen oder nicht.
Das ganze dann runterbrechen zu wollen auf Material, Werbung, Arbeitszeit usw.,
kann man zwar machen, man wird nur nicht sonderlich weit kommen sollte man nicht
der Hersteller selbst sein und alle Preise kennen.

Aber das Problem hat man doch nicht nur bei Uhren sondern bei allen kaeuflich
zu erwerbenden Gegenstaenden oder noch schlimmer auch bei Dienstleistungen.
Wenn ich mir z.B. eine Jeans fuer 450 Euro kaufe, weiss ich auch, dass fuer das Teil
nicht mehr als villeicht 10 Euro fuer Material und 20 Euro fuer die Arbeitszeit draufgegangen sind.
Die uebrigen 420 Euro sind halt an diversen Stellen "versickert"
Ich habe jetzt zwei Moeglichkeiten, ich nehme das Teil weil ich es haben moechte
und es mir gefaellt oder aber ich sage mir ach ne 450 Euro sind mir jetzt doch
dafuer zu teuer.
Nur nutzt mir jetzt ueberhaupt nichts, wenn ich mich in den Laden stelle
und anfange mit denen rumzudiskutieren das ich an dem Teil ja nur z.B. 25 Euro
einen mir plausibelen Wert zuordnen kann.
 
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JHaus

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'nabend!

Prinzipiell ist zunächst einmal richtig, daß der PREIS einer Ware zwar auch etwas mit den KOSTEN zu tun hat, sie herzustellen und zu promoten, unter dem Strich spielen aber auch viele andere Faktoren mit rein, etwa das Markenimage und vor allem auch der Preis, den der Kunde zu zahlen bereit ist. Wenn Rolex die 4 TEUR für eine Oyster Perpetual nicht bekäme, wäre der Preis auch ein anderer...

Entwicklungskostenumlagen hauen bei Produkten mit hohem Entwicklungsaufwand und kleinen Stückzahlen naturgemäß schlimm rein, so daß Manufakturen IMHO prinzipiell teurer produzieren (müssen). Und wenn für eine wirklich große Komplikation Mannmonate an Montageaufwand bezahlt werden müssen, sind fünfstellige Preise auch kein Wunder mehr.

Soviel meine 2 Cent...

Schönen Abend noch,

JHaus
 
eastwest

eastwest

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Es gibt doch eigentlich nur 2 Antworten. Zum einen ist sie das wert, was ich dafür zu bezahlen bereit bin (siehe Frost), zum anderen ist sie das wert, was ein anderer mir später dafür bietet.

Alles andere ist Kokolores. Sowieso, und erst recht bei Luxus- und Schmuckgegenständen.
 
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santiago

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Hallo!
Ich denke alle großen Uhrenmarken fertigen im Endeffekt im industriellen Stil weil wir uns sonst die Uhren überhaupt nicht leisten könnten.

Da ich die Einkaufspreise der Händler nicht kenne kann ich nur grob raten.
Bei einer Stahlrolex um 4000.- Euro schätze ich die reinen Kosten der Herstellung, inklusive den Kosten für die eigenen Entwicklungsabteilung auf max. 1000.- Euro. Dazu noch die eigene Gewinnspanne plus Werbung und wir sind vielleicht bei ca. 2000.- Euro. Der Rest geht dann für die Gewinnspannen der Händlerschaft drauf. Da man diese Uhren im Internet schon ab ca. 3000.- Euro bekommt kann man sich die Spannen sicher gut vorstellen. Auch bei den günstigen Händlern im Internet verdient ja immer noch ein Konzi und der Händler selbst auch noch was dabei.

Auf der anderen Seite - eine Dose Red Bull kostet locker einen Euro. Die reinen Herstellungskosten werden dabei irgendwo im 5-10 Cent Bereich liegen :D

Gruß
santiago
 
Ex-uhrensammler

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Hallo Frost, ich denke schon man kann und sollte gerade in der heutigen Zeit ein Produkt oder eine Dienstleistung zumindest annähernd im Preis-Leistungsverhältniss nachvollziehen können. Wenn das Produkt für mich attraktiv sein soll, so muß für mich eine nachvollziehbarkeit des Kaufpreises gegeben sein. Auch wenn wir hier von Luxusartikeln reden ist der Kunde der nur nach Marke kauft, weil das ja so eine tolles Produkt sein muß eigentlich der arme Unwissende.

Wenn mann so viel Geld hat, das dies keine Rolle spielt, kauft mancher wohl nur nach Marke. Wenn dies nicht der Fall ist hinterfragt mann, so zumindest ist meine Philosophie!
 
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hypophyse

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4.000,- EUR? Der Konzessionär hat 40 % Spanne. Macht 2.850,- für den Hersteller. Davon Forschung, Entwicklung, Produktion (und Einrichtung selbiger!), Lagerung, Logistik, Marketing, Administration, Räumlichkeiten, Instandhaltung, ... (beliebige Aufzählung aller Kosten) und nicht zuletzt Personalaufwand abgezogen bleibt eine viel kleinere Summe übrig.

Und dennoch werden die Uhren nicht streng kalkuliert, sondern mitten in die Zielgruppe hinein platziert. Es ist unerheblich, welchen Anteil am Kaufpreis die Herstellungskosten ausmachen. Wir kaufen doch Glanz und Gloria! ;-)
 
speedy

speedy

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Den Mythos darf man nicht vergessen.

Meine Schwiegermutter hat 20 Jahre! auf Ihre Datejust gespart.
 
vtx1800

vtx1800

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Wir sollten doch auch unsere geliebte Märchensteuer nicht vergessen, das sind in dem Fall schon mal ca. 640,00€, die mit der Wertschöpfungskette nur bedingt zu tun haben..
 
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santiago

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Hallo!
Beispielsweise erwirbt ein Snob einen bestimmten PKW nur dann, wenn er weiß, dass nur er oder wenige andere diesen Wagen besitzen werden.
Bevor ich mir jemals einen VW Golf, ein unbestritten gutes Auto, kaufe bin ich lieber ein Snob der ein billig verarbeitetes französisches Auto oder ein etwas besser verarbeitetes aber eigentlich auch zu teures skandinavisches Auto fährt :D

Abseits von der Diskussion was Image kostet wird rein von den Herstellungskosten in % zum Kaufpreis eine Rolex/Omega/Breitling vielleicht gar nicht mal so schlecht abschneiden wie es auf den ersten Blick vielleicht aussieht :hmm:

Meine G-Shock am Arm wurde z.B. in Thailand hergestellt. Sie besteht aus Kunststoffspritzteilen, etwas Elektronik und einem Mineralglas. Neu würde sie bei Amazon 130.- Euro kosten und ich kann mir nicht vorstellen dass die Herstellungskosten in Thailand viel mehr als 10.- Euro ausmachen.

Gruß
santiago
 
H

hypophyse

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@Heiko: MWSt ist ein guter Hinweis und sicher nach dem Konzi der größte Brocken, danke.
 
GeorgeJacob

GeorgeJacob

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nein MWST hat nichts damit zu tun. Natürlich Zahlen wir sie aber man zahlt sie an den Staat also geht sie nicht in die Preispolitik von Uhrenherstellern, Händlern oder Verkäufern ein. Somit trägt sie im eigentlichen Sinne nichts zum "Wert" einer Uhr bei.
 
SpeedCat

SpeedCat

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nein MWST hat nichts damit zu tun. Natürlich Zahlen wir sie aber man zahlt sie an den Staat also geht sie nicht in die Preispolitik von Uhrenherstellern, Händlern oder Verkäufern ein. Somit trägt sie im eigentlichen Sinne nichts zum "Wert" einer Uhr bei.
Und genau das ist der Grund, warum man sie bei dieser Diskussion aus der Preiskalkulation herausrechnen sollte. ;-)
 
twehringer

twehringer

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Haben wir eine Diskussion über Preiskalkulation oder über "Wertkalkulation"? Farg nur, weil ich mir seit ner Stunde überleg, was ich hier beitragen kann. Tuh mich ehrlich gesagt schwer.
 
GeorgeJacob

GeorgeJacob

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Naja "Wirklicher Wert von Uhren", heisst für mich woher kommt der Wert. Und was diesen Wert begründet.
 
actionjackson

actionjackson

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Den Mythos darf man nicht vergessen.

Meine Schwiegermutter hat 20 Jahre! auf Ihre Datejust gespart.
20 Jahre!!? Wieviel € entspricht das im Monat?

Nachträglich hinzugefügt: Vielleicht kommt man der Sache etwas näher, wenn man der berühmten Rolex ein weitaus günstigeres aber vergleichbares Pendant gegenüberstellt und sich fragt, wie die PreisDIFFERENZ zustande kommt. Bei Seiko z.B. wissen wir, dass die industrielle Fertigung eine goße Ersparnisse bringt und dennoch hohe Qualität. Vielleicht sollten wir auch die Manufakturen verlassen und vergleichbare Uhren mit Standardkaliber nehmen. Wieso kosten qualitativ vergleichbare oder auch gleichwertige Uhren mit einem ETA 2824 bei den einen Hersteller 300€ beim anderen 2000€? Kleine Modifikationen des Werks, die keinen Beitrag zu eigentlichen Qualität liefern, lassen wir außen vor. Auch Besatz uns so ein Krams.
 
M

Marinemaster

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Wieso kosten qualitativ vergleichbare oder auch gleichwertige Uhren mit einem ETA 2824 bei den einen Hersteller 300€ beim anderen 2000€?
Gegenfrage:
Warum gibt es soviele Leute, die für Uhren von Armani und D&G Geld ausgeben? ;-) - Und das obwohl sie ahnen, dass diese Gurken in irgendwelchen Werkstätten lieblos zusammengedengelt wurden!

Weil die meisten Menschen ein Geltungsbedürfnis haben!

Viele schauen nur auf den Markennamen und nicht hinter die Fassade - und solange werden "Einschaler de Luxe" ihre zweifellos auch nicht schlechten Uhren an den Mann bringen. Sie sonnen sich immer noch im Ruhm längst vergangener Tage. (Womit ich nicht die beiden o.g. "Marken" meine)

Gruß
 
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