Wie lange sollte ich meine Automatikuhr bis zur Regulation einlaufen lassen?

Diskutiere Wie lange sollte ich meine Automatikuhr bis zur Regulation einlaufen lassen? im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo, ich habe am 9.8.11 einen Mido Multifort Chrono (M005.614.11.061.00) gekauft und möchte ihn von Mido einregulieren lassen. Mido gibt eine...
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wtx11

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Hallo,

ich habe am 9.8.11 einen Mido Multifort Chrono (M005.614.11.061.00) gekauft und möchte ihn von Mido einregulieren lassen. Mido gibt eine maximale Gangabweichung von +8 s/d an. Meine Uhr geht etwa +9 bis +11 s/d vor. Das Einregulieren-Lassen durch Mido sei kostenlos, hat mir eine Servicemitarbeiterin per E-Mail geschrieben. In einer der E-Mails schrieb sie mir, dass ich die Uhr einregulieren lassen könnte, wenn sie ein konstantes Gangverhalten zeigt. Beim Kauf sagte mir mein "Uhrmacher" (tatsächlich Goldschmied), dass ich die Mido erst mal 3 bis 4 Monate lang einlaufen lassen sollte bevor ich sie zur Regulation einschicke. Die Gangabweichung lag vom 9.8. auf den 10.8. bei ca. +10 s. Die minimale Gangabweichung lag mal bei +8 s/d. Die Gesamtgangabweichung vom 18.8. bis zum 18.9. lag bei etwas über +5 Minuten. Das macht eine mittlere Gangabweichung von ungefähr +10 s/d. Die Uhr hat ein ETA 7750 Kaliber auf der höchsten Ausbaustufe. Am Gangverhalten hat sich seit dem Kauf nicht viel geändert.

Was meint ihr dazu? Wie lange sollte ich mit dem Einregulieren-Lassen noch warten? :confused:

Gruß
 
Bremer28259

Bremer28259

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Wenn Du die Uhr seit dem Kauf täglich getragen hast, sollte sie jetzt eingetragen sein und eine Einregulierung wäre durchaus angezeigt. Allerdings solltest Du nicht dem Trugschluss unterliegen, dass mit der Einregulierung das Gangverhalten dauerhaft konstant wäre. Mechanische Uhren reagieren auf das Trageverhalten und die Umgebungsbedingungen ständig, so dass auch zukünftig Gangabweichungen vorkommen werden.

+10 Sekunden im Mittel sind aber für eine ETA 7750 der höchsten Ausbaustufe (COSC?) imho zuviel.
 
BSBV

BSBV

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Stimme ich zu. 3 bis 4 Monate Einlaufzeit halte ich für zuviel.

4/5 Wochen, bei täglichem tragen der Uhr, Tag & Nacht, finde ich für angemessen.
Man kann das Werk besser einregulieren, ob es dann immer so bleibt ? Nein. Tragegwohntheiten, Wärme/Kälte u.s.w. haben Einfluss auf die Genauigkeit.

Zubeachten: Läuft die Uhr innerhalb 24 Stunden z.B. mit +5 Sek, und dann die nächsten 24 Stunden wieder mit + 5 Sek, hat die Uhr einen Gang von 0. Also sehr gut.
Wichtig auch die Amplitude.

Die Uhr muss nicht unbedingt eingeschickt werden, das kann auch ein guter Uhrmacher. Am besten einer der beim Konzi arbeitet der Mido vertritt.
 
Captain Flam

Captain Flam

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Ich habe es schon erlebt, dass ein Werk (Eta 2824) sein Gangverhalten nach 4 Monaten geändert hatte.
Es wurde ca. 6 Sekunden langsamer. Seitdem läuft das Werk konstant.

Deswegen würde ich immer 4 Monate warten. Dann ist man auf der sicheren Seite!
 
Baumaxe

Baumaxe

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Hallo,

ich habe eine Hamilton mit Eta Valjoux 7750.

Ich habe die Uhr nun 43 Tage in Folge getragen, tlw. auch nachts nicht abgelegt, dafür aber zur Gartenarbeit, Grillreinigen, ...). Das Gangverhalten war in der ersten Woche +12 sec/ Tag, danach lageabhängig und abhängig von Trageverhalten zwischen +7,2 und +8,4 pro Tag im Wochenmittel.

Ich habe mir überlegt, die Uhr bei diesen Abweichungen nicht regulieren zu lassen. Wenn ich die Uhr stelle, stelle ich sie auf -1 Minute. Bei +1 Minute stelle ich sie wieder. Das mach etwa 2X Uhrstellen im Monat. Da ich sie bei Monaten mit 30 Tagen am Monatsende eh "stellen" muss, ist der Aufwand sehr gering, und die Uhr läuft immer mit maximal +/- 1 Minute.

Dafür gebe ich sie nicht weg, lass sie aufmachen, ...
 
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wtx11

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Hallo,

danke für die bisherigen Antworten zum Thema. ;-)

Die Uhr muss nicht unbedingt eingeschickt werden, das kann auch ein guter Uhrmacher. Am besten einer der beim Konzi arbeitet der Mido vertritt.
Mein Juwelier ist zwar Mido-Konzi, aber kann die Uhr nicht einregulieren. :???:

Ich habe es schon erlebt, dass ein Werk (Eta 2824) sein Gangverhalten nach 4 Monaten geändert hatte. Deswegen würde ich immer 4 Monate warten. Dann ist man auf der sicheren Seite!
Welche Ausbaustufe hatte das Kaliber? :confused: Ein Kaliber auf COSC-Niveau dürfte doch sein Gangverhalten nach so langer Einlaufzeit nicht mehr ändern. Etwas schwankt die Gangabweichung immer, nämlich je nach (Trage-)bedingungen. Dass meine Uhr plötzlich um 6 Sekunden pro Tag langsamer laufen wird, glaube ich nicht. :oops:

Gruß
 
Captain Flam

Captain Flam

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Es handelt sich bei der Uhr um eine Tag Heuer Aquaracer.
Welche Ausbaustufe drin tickt, weiss ich nicht.

Die Tragebedingungen haben sich nicht verändert.
Anfangs lief sie mit 0 bis +2.
Nun läuft sie leider -6 bis -4.

Ich hatte schon öfters Uhren mit nem 2824.
Allerdins nie sehr lange, so dass ich da keine Veränderung im Gangverhalten feststellen konnte.

Ich würde mir der Mido noch etwas warten.
Dir läuft da nix weg...
 
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wtx11

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Hallo Oliver,

Ich würde mir der Mido noch etwas warten. Dir läuft da nix weg...
danke für Deinen Ratschlag. Dass mir bei der Sache nichts weg läuft, ist mir schon klar. Und meine Mido ein zweites Mal zur Regulation einzuschicken wäre mir etwas "unangenehm". :oops: Außerdem wäre die Uhr dann ein zweites Mal weg und somit ein paar Tage lang nicht an meinem Arm! :-P

Gruß
 
Tourbi

Tourbi

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Im Mido Multifort Chrono tickt ein 7750 in der Ausführung "Elaboré".
Schön verziert, aber dennoch "nur" die niedrigste Ausbaustufe.
Eta garantiert für diese Version einen mittleren Gang von -/+ 5 s/d.
Bei einem "Top" wären das -/+ 4s/d.
Bei "Chronomètre" laut C.O.S.C, also -4/+6 s/d.

Was das Einlaufen betrifft:
Moderne Uhrwerke bedürfen keiner Einlaufzeit.
Grund für ein sich änderndes Gangverhalten ist schlicht und einfach das jeweilige Trageverhalten des Besitzers.
Die Werke werden beim Hersteller mittels Zeitwaage reguliert.
Da nun aber eine Zeitwaage kein ausgeprägtes Trageverhalten zeigt; sie steht einfach nur so rum; können diese Einstellungen nur Momentaufnahmen sein.

Was ein 7750 Elaboré kann sieht man an einer Certina Podium DS. + 0,5 s/d.
Natürlich mit dem Trageverhalten einer Zeitwaage.
Am Arm macht das gute Stück zwischen - 1 s/d und + 2 s/d.
 
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wtx11

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Hallo Tourbi,

vielen Dank für Deine Antwort! Irgendein Forumsmitglied hat mal geschrieben, dass im Mido Multifort Chrono ein ETA 7750 in "Chronometerausführung" verbaut wäre. :confused: Aber die -1 bis +2 s/d wären für die Uhr schon in Ordnung. :-D

Gruß
 
grammeld

grammeld

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Also, hier muss jeder selbst wissen wie er vorgeht.....

bei einer Gangabweichung von +8 bis +10 Sekunden auf 24h wäre mir die Gefahr einer "Verschlimmbesserung" - z.B. in Form von Kratzern, der blosen Tatsache, das an meiner neuen Uhr schon "rumgeschraubt" wurde, etc. - einfach zu groß.

Und mal als Beispiel zu dem was möglich sein kann - meine Rolex Submariner 14060M zeigte zu Beginn eine Gangabweichung von ca. -4 Sekunden auf 24 h und nach ca. 2 Monaten Tragezeit geht sie nun aktuell +2 Sekunden auf 1 MONAT!!!!!

Für mich gäbe es bei Deiner Mido erst mal keinen Handlungsbedarf!

Meine neue NOMOS Club Automatik läuft auf die ersten zwei Tage mit sogar etwas über +10 Sekunden - eine schnelle Sächsin halt eben -
 
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wtx11

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Hallo grammeld,

Und mal als Beispiel zu dem was möglich sein kann - meine Rolex Submariner 14060M zeigte zu Beginn eine Gangabweichung von ca. -4 Sekunden auf 24 h und nach ca. 2 Monaten Tragezeit geht sie nun aktuell +2 Sekunden auf 1 MONAT!!!!!
das ist ja schon geradezu "phänomenal ganggenau"! :D :super: Meine Pro Trek PRW-1200T geht, natürlich nach Deaktivierung des Zeitsignalempfangs, ungefähr 0,5 s/d vor (macht also ca. +15 s pro Monat). ;-) Meine G-Shock DW-9005 geht mehr als 27 s pro Monat vor (durchschnittlich in den letzten 6 Monaten seit der letzten Zeitumstellung). :| Da sag' mal nur einer, dass mechanische Uhren ungenau gehen, oder ungenauer als jede "billige" Quarzzwiebel. 8-)

Gruß
 
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omegahunter

omegahunter

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Tja, ich wollte auch was schreiben, aber: Tourbi hat es mal wieder auf den Punkt gebracht!

Edit sagt: Etwas fällt mir doch noch ein. Meine GM mit 7750 hab ich vor zwanzig Tagen das letzte mal gestellt, seitdem +1 (!) Sekunde. Trage sie im täglichen wechsel mit anderen Automatikuhren.
 
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wtx11

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Hallo,

@ omegahunter: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben! ;-) Wer zu erst kommt, malt zu erst! :-)

Gruß
 
jsimonis

jsimonis

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Warte lieber noch etwas länger. Vier Monate ist dann schon ein Zeitraum, der weitgehende Stabilisierung erwarten läßt.

Freundliche Grüße
Jürgen
 
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wtx11

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Hallo,

ich werde wohl mit der Regulation noch warten. Es scheinen ja mehr Poster in diesem Thread für das "Warten" zu sein als dagegen, also für die "sofortige" Regulation.

Gruß
 
eretmodus

eretmodus

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Hallo,

MIDO verbaut normaler weise Elabore, außer es steht Chronometer drauf. Bei Uhren mit Glasboden kann man dies relativ einfach an der Unruh erkennen. Das habe ich zumindest so hier im Forum gelernt. In meiner Multifort tickt ein 2826 elabore. Zudem würde MIDO sonst nicht auf seiner Webseite angeben, das die Uhren in 3 Lagen reguliert sind, da TOP Werke in mehr Lagen reguliert werden. Meine Multifort ging konstant +12 s, sie wurde dann 2 mal vom MIDO Konzi nachreguliert. Beim ersten Versuch hatte sie -12 s, jetzt läuft sie seit letztem Jahr Konstant +-2, je nachdem was ich so anstelle oder in welcher Lage sie abgelegt wird. Ein Uhrmacher hat mir mal gesagt das eine moderne Automatik nach maximal 2-3 Wochen eingelaufen sei. Allerdings habe ich auch schon selber gemerkt, das sich das Gangverhalten nach 3-4 Monaten nochmals etwas ändern kann. Mein 7750 hingegen lief von Anfang an +2-+4 und daran hat sich auch nach Monaten nichts geändert.

MfG
 
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matx

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bei einer Gangabweichung von +8 bis +10 Sekunden auf 24h wäre mir die Gefahr einer "Verschlimmbesserung" - z.B. in Form von Kratzern, der blosen Tatsache, das an meiner neuen Uhr schon "rumgeschraubt" wurde, etc. - einfach zu groß.
Boden auf, Rücker geringfügig verschoben, Uhr wieder zu, 3 Tage auf´s Umlaufgerät oder Kontrolle mit der Zeitwaage und wadi-Prüfung. Wo soll da ein Problem entstehen? Manchmal habe ich den Eindruck, viele halten hier Uhrmacher generell für Deppen. Wenn die uhr eineinhalb Monate läuft und ein wenig zu schnell ist würde ich sie regulieren lassen, PUNKT. Man kann natürlich auch noch tage- oder wochenlang drum herum philosophieren und die schrecklichsten Katastropen - vom Nachlauf um 1 sec pro Tag bis hin zur Totalzerstörung der Uhr wegen eines Uhrmacherfehlers faseln.

Ich behaupte kühn, dass 99% der Uhrenregulierungen nicht so ablaufen, wenn sie vom Fachmann erledigt werden. Aber mittlerweile entwickelt sich ja offenbar eine regelrechte "Reglageparanoia", es könnte ja der Gummidichtring nicht mehr exakt wie im Auslieferungszustand sitzen und dann die Garantie verloren gehen, Schwitzwasser eimerweise in die Uhr gelangen, der nächste Käufer Druckstellen im Dichtungsgummi monieren ......
 
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matx

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Ich weiß dass es nicht der Rücker sein muss, sondern eine Feinregulierung gibt (die ich als Grobmotoriker nutzen würde). Rücker sollte ein Uhrmacher aber auch zum regulieren nutzen können. Jetzt kannste den Oberlehrer-, ähem Schlaumeiermodus wieder ausschalten :D
 
Thema:

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