Wie bekomme ich die Stellwelle bei einer Trias Global Timer heraus?

Diskutiere Wie bekomme ich die Stellwelle bei einer Trias Global Timer heraus? im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo, liebe Uhrenfreunde! Ich habe ein Problem mit meiner schon etwas älteren Trias Global Timer (wohl TR-T21429) und sind jetzt schon zwei...
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OKU

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Hallo, liebe Uhrenfreunde!

Ich habe ein Problem mit meiner schon etwas älteren Trias Global Timer (wohl TR-T21429) und sind jetzt schon zwei Stunden-Indexes abgefallen:

1591694593159.png


und zwar die auf 1 und 3 Uhr. Das die jetzt auf dem Ziffernblatt hin und her wandern ist natürlich schlecht. Irgendwann verklemmen sie sich an den Zeigern und die Uhr bleibt stehen oder geht kaputt.

Also habe ich versucht, das Werk zu entnehmen, um an das Ziffernblatt zu kommen und dort die Indexes mit etwas Sekundenkleber festzukleben.

Aber um den Metallring um das Uhrwerk zu entfernen, muss erstmal die Welle mit der Krone raus. Aber ich finde keine Schraube oder Hebel, die das möglich machen würden...

1591694909043.png


Und das einzige, was sich bewegt, wenn ich die Krone herausziehe, ist eine kleine Messingfeder gegenüber des Einstellknopfes unten rechts, die ein ganz klein bisschen herauskommt, aber noch unter dem Metallteil darüber bleibt.
Aber ich glaube, die ist nur dazu da, die Unruhe anzuhalten.

Oberes Bild: Krone herausgezogen / folgendes Bild: Krone eingedrückt und Uhr läuft

1591695567551.png


Im herausgezogenen Zustand sorgt das um 90° zur Z-Achse aufgestellte Zahnrad am Ende der Welle dafür, dass man die Zeiger stellen kann. Im eingedrückten Zustand sorgt die eine Richtung für Leerlauf - die waagerechte große Schraube mit Spiel im darunterliegenden Zahnrad bewegt sich dann nach unten dreht durch. Die andere Richtung bringt das Zahnrad nach oben und überträgt dann die Drehungen auf das (hier halb verdeckte) größere Zahnrad und dient als Handaufzug.

Kennt irgendjemand diese oder ein ähnliches Werk und kann mir einen Tipp geben, wie ich das Werk entnehmen kann (angefangen mit der Welle), um an das Ziffernblatt zu kommen?

Ich hänge echt fest... Schon mal vielen Dank im Voraus für eure hoffentlich zahl- und hilfreichen Tipps...
 

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BSBV

BSBV

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Kurz oberhalb der Stellwelle, so sieht das auf dem Bild aus, ist ein kleiner Einrückpunkt. Dort vorsichtig eindrücken und die Krone samt Welle ziehen.
 
Weckerfreund

Weckerfreund

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Es könnte auch sein, dass Du die Lünette mit dem Glas abhebeln musst. Das ZB sieht mir größer aus, als die untere Öffnung.
Ansonsten ist der Drücker oberhalb der Welle (oder ist es doch eine Schraube?) die Lösung der eigentlichen Frage, wie Bernd schon geschrieben hat.
Viele Grüße
Andreas
 
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OKU

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Danke, BSBV, genau das war es. Da hatte ich zwar schon vorher einmal drauf gedrückt, aber zu zaghaft.
Nach deinem Beitrag habe ich mir das nochmal durch den Kopf gehen lassen und gedacht: "Mensch, das wäre schon genau die richtige Stelle dafür, mechanisch gesehen" und mit etwas Mut gedrückt. Und das war es dann.

Nur: jetzt stehe ich schon vor dem nächsten Problem: dem Metallring, der um das ganze Uhrengehäuse geht. Der hängt einmal komplett rundum drin, und zwar auch unter den Einstelldrückern an den Seiten.

Das maximale, was ich ihn jetzt bewegen kann, ist ein paar Millimeter auf dem Radius nach links und rechts, bis ich an die Einstelldrücker komme. Dadurch bewegt sich auf den anderen Seite das komplette Ziffernblatt mit. Das hängt da also alles dran.

3104105

Jetzt habe ich Null Ahnung, wie ich die vier Einstelldrücker und den eine "Zahnradbeweger-Krone" demontieren soll.. Oder muss das gar nicht sein? Übersehe ich etwas?

Oben im Bild habe ich mal rot markiert, wo der Ring überall dran hängt (geht natürlich ringsum weiter).
 
sirtaifun

sirtaifun

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Dann vermutlich alles nach vorne raus.
 
BSBV

BSBV

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Lässt sich ein Stück des Ringes bewegen ? Evtl muss nur ein Stück raus um das Werk rausnehmen zu können.
Oder, wie schon geschrieben, alles Vorne raus.
 
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OKU

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Es könnte auch sein, dass Du die Lünette mit dem Glas abhebeln musst. Das ZB sieht mir größer aus, als die untere Öffnung.
Ansonsten ist der Drücker oberhalb der Welle (oder ist es doch eine Schraube?) die Lösung der eigentlichen Frage, wie Bernd schon geschrieben hat.
Viele Grüße
Andreas
Das habe ich mir auch gedacht, als ich eine kleine Kerbe außen auf 11 Uhr 30 gesehen habe. Da hatte ich allerdings kein Erfolg, auch nicht mit sanfter Gewalt:

3104137

Aber sieht für mich schon so aus wie eine Hebelkerbe, wie man sie häufig bei Boden-Deckeln von billigen Quartzuhren findet.
Wie man sieht, hat die Uhr schon ein wenig gelitten, aber auf ist das Uhrenglas immer noch nicht.

Benutzt habe ich dieses Werkzeug:

3104138

Damit hab ich eigentlich bisher jeden Uhrendeckel ohne größere Probleme aufbekommen. Aber die Trias ist widerspenstig. Wenn die Lünette sich überhaupt aufhebeln lässt.

Aber untenrum die ganzen Einstelldrücker demontieren (geht das überhaupt?) ist bestimmt auch eine Mordsarbeit.

Was würdet ihr an meiner Stelle versuchen?

Und schon mal vielen Dank für die tollen Tipps. Jungs, ihr seid klasse!
 
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OKU

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Du brauchst, um die Lünette nicht zu verbiegen sonst brauchst Du eine neue, einen Lünettenabheber so wie diesen z.B.:
https://www.uhren-roemer.de/werkzeu...er-Marke-Rolex/Luenettenabheber-Werkzeug.html

Hier noch aus dem Forum:
Lünettenabheber selber bauen
uiii, 300 Euro für einen Lünettenabheber. Das ist 5 mal so viel, wie die Uhr noch wert ist. Wenn überhaupt... Das Glas ist verkratzt, das Gehäuse auch leicht, das Leder-Armband fällt auseinander (irgendwie löst sich der Kleber auf).

kurz: Die Uhr hat ihre besten Tage halt hinter sich.. trotzdem geht sie immer noch recht genau.

Da mag ich kein Geld mehr reinstecken, entweder ich krieg das so hin oder sie geht beim Versuch hin. Dann habe ich wenigstens noch was dazu gelernt. Denn so ist die Uhr nicht zuverlässig. Einmal hatte ich es schon, dass sich ein Index zwischen Sekunden und Minutenzeiger verklemmt hatte und dann eine halbe Stunde stehen geblieben ist, bevor ich das bemerkt habe und ihn wieder rausgeklopft habe.

Aber wenn eine Kerbe da ist, dann sollte doch eigentlich auch Hebeln gehen. Wobei ich mir mittlerweile nicht mehr sicher bin, ob ich die Kerbe nicht selbst reingetrieben habe, so viel ich da schon rumgemacht habe...

Gibt es irgendwelche abgefahrenen Geheimtipps (der Puk ist ja nicht schlecht, aber auch zuviel Aufwand), die mir die Sache erleichtern?
 
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OKU

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PS KEINEN Sekundenkleber verwenden! 2K Endfest zB...
Stimmt. Die Cyanacrylat-Dämpfe gehen überall hin, machen weiße Flecken und verkleben evtl. die feine Mechanik.

Obwohl. Wenn ich ganz wenig nehme, das Uhrwerk ist ja schließlich auf der anderen Seite des Ziffernblatts. Epoxy ist zwar schwieriger zu dosieren, aber vielleicht doch sicherer. Hast schon Recht.
 
sirtaifun

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Wie schon geschrieben wenn Du die Lünette einseitig vom Gehäuse herunterhebelst verzieht sie sich derart das Du sie nicht wieder drauf bekommst bzw. hält sie nicht wenn dann müsstest Du wenigstens von zwei Seiten gleichzeitig hebeln.
 
carondeb

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2K Endfest kostet kaum mehr als Sekundenkleber, ist perfekt zu portionieren und positionieren, ist das Mittel der Wahl für abgefallene Indexe etcpp. Aber nimm Sekundenkleber, wird garantiert auch halten - und früher oder später zu Flecken und Problemen führen.
 
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OKU

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Aber nimm Sekundenkleber, wird garantiert auch halten - und früher oder später zu Flecken und Problemen führen.
Sag ich doch. Werd ich nicht machen. War mit mit SEkundenkleber eh unsicher. Werde 2 Komponenten-Epoxydharz nehmen. Ob das jetzt Uhu 2K Endfest, Pattex Zweikomponentenwunder oder Pritt Epoxy Super heißt, ist doch wurst.

Das heißt, wenn ich denn zu den abgefallenen Indexes irgendwann mal vorstoßen sollte. Scheint alles nicht so easy zu sein.
 
falko

falko

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Wenn sich der Werkhaktering dreht, geht er auch heraus. An dem Glasreif würde ich es nicht versuchen, zumal Du den ohne Preßstock nicht mehr drauf bekommst. Von Sekundenkleber kann ich ebenfalls nur abraten. Zwei winzige Tropfen 2-K-Kleber auf die Löcher im Zifferblatt geben. Index mit Rodico aufnehmen, positionieren und mit irgendeinem Werkzeug andrücken, fertig.
 
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Matthias MUC

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Dem Bild nach vorsichtshalber den Rotor von der Automatik in Sicherheit bringen, egal in welche Richtung das Werk raus muß.
 
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