Westminsterschlagwerk - Fragen zum Aufbau

Diskutiere Westminsterschlagwerk - Fragen zum Aufbau im Sonstige Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo zusammen, ich hoffe nicht zu sehr zu nerven, wenn ich schon wieder Fragen zu einer meiner Uhren habe: Ich habe noch eine Uhr mit...
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wwiegert

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Hallo zusammen,

ich hoffe nicht zu sehr zu nerven, wenn ich schon wieder Fragen zu einer meiner Uhren habe:

Ich habe noch eine Uhr mit Kettenantrieb und Westminsterschlag bekommen - angeblich von einem Sammler. An dieser Uhr ist der linke Bock der Werkstuhlplatte lose (er scheint nur geleimt zu sein), die linke Werkbefestigung war gelöst (ist nun fest) und sowohl die linken Gonghämmer als auch die rechten Melodiehämmer liegen auf den Tonfedern auf. Gehen Sammler so mit ihren Uhren um?

1. Wenn die Hämmer in einer Reihe stehen, aber auf beiden Seiten auf den Tonfedern liegen, so dass diese nicht klingen können, vermute ich, dass ich nicht die Hammerdrähte verbiegen muss, sondern dass es eine allgemeine Möglichkeit gibt, sie ein wenig zurückzusetzen. Beim Gong bin ich mir sehr sicher, weil ich da eine Schraube auf der Achse des Gongantriebes gefunden habe. Aber wie sieht es bei der Melodie aus?

2. Die beiden längeren Tonfedern vorn liegen im unteren Bereich aufeinander. Kann man diese aus der Halterung herausschrauben und wieder gerade biegen oder brechen sie leicht?

3. Die Ketten scheinen nicht aus Messing zu sein. Ich habe es mit normalem Kraftaufwand nicht geschafft, zum Einhängen eines Stoppringes ein Kettenglied auseinander zu biegen (beim Ablauf der Uhr könnte die Kette wegen fehlender Stopper aus der Uhr rutschen; die Gewichte sind schwerer als die meiner anderen Uhren mit Messingkette). Kann es sein, dass die Kettenglieder verschweißt sind?

Danke und viele Grüße
Wilhelm
 
Milschu

Milschu

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Hallo Wilhelm

wie wäre es mit Bildern zu Deinen aufgeführten Punkten . Dann wird Dir bestimmt mehr geholfen , alles andere ist raten !

Gruß Lothar
 
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wwiegert

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Hallo Lothar!
wie wäre es mit Bildern zu Deinen aufgeführten Punkten . Dann wird Dir bestimmt mehr geholfen , alles andere ist raten !r
Da zwei Wuba-Uhren und eine Hermle-Wanduhr ganz ähnlich aufgebaut sind, dachte ich, der Aufbau gilt für alle. Da das offenbar nicht so ist, werde ich morgen Bilder einstellen.

Danke und viele Grüße
Wilhelm
 
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wwiegert

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Hallo Lothar,

hier kommen die Bilder, die hochkant aufgenommen wurden:

Das ist die Uhr:
Uhrwerk_08.jpg

Hier sollte sie ohne Gehäusekopf stehen, aber trotz mehrfacher Versuche wird nur eine Ausschnitt mit Tapete, aber ohne Uhr hochgeladen.


Uhrwerk von rechts:
Uhrwerk_01.jpg
Uhrwerk_04.jpg

Uhrwerk von links:
Uhrwerk_02.jpg
Uhrwerk_03.jpg
Im Vordergrund sieht man die Schraube, mit der man die Neigung der Gonghämmer auf der Achse einrichten können müsste.

Uhrwerk von oben:
Uhrwerk_05.jpg

Gibt es die Möglichkeit, die Hämmer rechts auf der Melodieseite ohne Verbiegen der Drähte auszurichten?

Viele Grüße
Wilhelm

P.S.: Ich sehe hier immer noch einen Tapetenausschnitt, den ich gar nicht mehr hochgeladen habe! Wo kommt der her?

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Hallo zusammen,

das Werk saß nur lose auf dem Stuhl; ich habe es so weit nach rechts verschoben, bis die Hämmer einen kleinen Abstand zu den Tonfedern hatten. Die Gonghämmer links sitzen auf einer langen Klemmhülse, die zum Werk hin gespalten ist und durch einen Klemmring auf die Gongachse gedrückt wird. Hier habe ich die Schraube gelöst und die Hämmer neu ausgerichtet. Das Schlagwerk klingt nun.

Auf den Bildern von rechts sieht man hinter dem Zahnrad auf der Walzenachse im Schlagwerksbereich ein weiteres Zahnrad, das mit einer Schraube befestigt auf einer Achse sitzt, die durch das Uhrwerk läuft und die hintere Platine durchstößt, um das mit einer Schraube angeklemmte Zahnrad aufzunehmen, das das Walzenzahnrad antreibt. Dies Achse hat ein Spiel von ca. 2 mm. Hier muss dringend ein Lager eingesetzt werden; sonst fürchte ich, werden die Zähne verkanten und die Zahnräder abnutzen.

Die Tonstangen habe ich mit sanfter Gewalt, ohne sie herauszunehmen, so weit auseinandergebogen, dass sie wieder klingen. Sie ganz gerade zu biegen habe ich mich nicht getraut.

Mit den Ketten bin ich noch nicht weiter. Vielleicht brauche ich hier große Zangen, oder gibt es tatsächlich Ketten mit an den Drahtenden zusammengeschweißten Gliedern?

Bei mir werden nicht alle Bilder komplett angezeigt; wenn man die Bruchstücke anklickt, öffnet sich aber ein Fenster mit dem kompletten Bild. Woran liegt die Fehlanzeige? Ein erneutes Hochladen hat auch nichts gebracht.

Viele Grüße
Wilhelm
 

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uri3047

uri3047

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HalloWilhelm,ich würde ja an Deiner Stelle das Werk auf dem Werkträger verschieben,so das die Melodieseite (Westminster)weiter nach Außen kommt und dann die andere Seite der Hämmer neu ausrichten.Auf keinen Fall an der Gongstäben biegen,die brechen leicht ab,zu der Ketten würde ich sagne die sind aus Stahl und lassen sich mit etwas Kraftaufwand auseinander biegen.
Ich hoffe es hilft Dir etwas !

Gruß uri 3047
 
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Hallo Uri!

HalloWilhelm,ich würde ja an Deiner Stelle das Werk auf dem Werkträger verschieben,so das die Melodieseite (Westminster)weiter nach Außen kommt und dann die andere Seite der Hämmer neu ausrichten.
Genau das habe ich ja gemacht. Trotzdem werde ich noch nachbessern müssen, weil momentan das Zifferblatt nicht mittig im Rahmen sitzt. Ich weiß nicht, warum die Vorbesitzer der Uhr diese so misshandeln mussten, dass nichts mehr passt!

Die Ketten sehe ich mir demnächst noch einmal genauer an.

Danke für die Hilfe.

Viele Grüße
Wilhelm

P.S.: Die Darstellungsprobleme sind gelöst: Wenn der Opera-Browser auf Turbo eingestellt ist, gibt es die Darstellungsfehler.
 
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uri3047

uri3047

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Hallo Wilhelm,auf dem letzten Bild sehe ich die Hämmer für den Stundenschlag mit einer Schraube auf der Welle befestigt sind....also Schraube lösen und die Hämmer etwas nach innen verdrehen......dann müßte sich der Klang verändern !


gruß uri3047
 
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wwiegert

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Hallo uri3047,

ich habe ja geschrieben, dass ich das getan hatte. Weil ich die Melodiehämmer nicht auf den Tonstäben liegen lassen wollte, habe ich das komplette Werk nach rechts verschoben. Zwangsläufig musste ich dann die Gonghämmer links nach Lösen der Schraube nach links außen drehen, damit auch diese nicht auf den Tonstäben liegen bleiben und so den Nachklang verhindern. Nur habe ich jetzt damit erreicht, dass das Zifferblatt zu weit nach rechts verschoben ist, so dass links ein Spalt zwischen Rahmen und Zifferblatt entstanden ist, während rechts das Muster fast unter dem Rahmen verschwindet. Daher meinte ich, dass ich die Melodiehämmer doch nach rechts verbiegen muss, um das Werk wieder mittig ausrichten zu können.

Momentan ist die Uhr bei einem Uhrmacher, da auch Lager ausgefressen sind. Allerdings ist sie nicht bei demjenigen, über den ich schon berichtet hatte. Der neue Uhrmacher hat mir für die Revision einen Preis genannt, der ein Bruchteil dessen ist, den ich bei dem ersten hätte zahlen müssen. Schlechter kann es hier auch nicht werden - ich lass mich mal überraschen.

Viele Grüße
Wilhelm
 
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