Uhrenbestimmung Werkbestimmung einer Union Horlogère Savonette

Diskutiere Werkbestimmung einer Union Horlogère Savonette im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Hallo Forengemeinde, eines vorweg, ich bin Laie, versuche aber auch mit diesem Forum immer mehr über Uhren zu erfahren. Ich habe aus einem...
Kaiserstühler

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Hallo Forengemeinde,
eines vorweg, ich bin Laie, versuche aber auch mit diesem Forum immer mehr über Uhren zu erfahren.
Ich habe aus einem Trödelladen u.a. eine Savonette der Union Horlogère erstanden, komme aber bei der Werkbestimmung nicht weiter.
Da ich nicht ausreichend Werkzeug und Kenntnis habe, kann ich von der Ziffernblattseite kein Bild machen, das Ziffernblatt ist auch gesprungen. Die Uhr läuft ordentlich genau, ein Lagerstein (Sekundenrad?) ist gebrochen. Sicher braucht die Uhr auch eine Revision.

Bei der Werksuche (bidfun) (Herstellersuche der Uhr) habe ich lediglich Ähnlichkeiten mit folgenden Werken festgestellt (Brücken etc. sind aber unterschiedlich):

Alpina 19 '''
R. Albert Riele 19'''
Audemars Freres 19'''
FHF 19,5'''
IWC 53 bzw. 66 19''' H6

Einige kommen davon bestimmt automatisch nicht in Frage (Zugehörigkeit zu Union H.)
Ein Vergleich mit Uhren hier aus dem Forum könnte auf 1890 - 1900 hinweisen?
Ich bin für jedes weitere Informationsmosaiksteinchen dankbar.
Mich interessiert, wer der Werkhersteller war und in welche Zeit die Uhr einzuordnen ist. Ich habe auch noch ein Etui von alb. Stahel aus Zürich, das Nachfolgegeschäft existiert noch.
Vielen Dank für Eure Hilfe


Nachtrag:
Ich habe Sie heute in "Die Uhrenwerkstatt" zur Revision und Reparatur gebracht, laut Meister soll sie von ca. 1910 und das
Werk aus der Westschweiz sein. Vielleicht ist noch ein Hinweis unter dem Ziffernblatt.
 

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Kater Mohrle

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Lese ich innen im Werkdeckel "Metal"?
Den kann man wieder anlöten.
Dann ist sie wahrscheinlich aus Gold.
Ist ein Feingehaltstempel drin?
Werk wahrscheinlich FHF

Frank
 
Kaiserstühler

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Hallo Frank,
vielen Dank für die Antwort!

"900" ist die Feingehaltangabe, Stempel ist nicht (nach meinen Fotos, sie liegt ja jetzt beim Uhrendoktor) ersichtlich. Als vergoldetes Silbergehäuse?.
FHF bedeutet?
LG
 
Ruebennase

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FHF ist die gebraüchliche Abkürzung des Werksherstellers: Fabrique d'horlogerie de Fontainemelon ( auch deren spätere Punze).

Fabrique d'Horlogerie de Fontainemelon

Das der Staubdeckel mit Metal beschriftet ist, deutet stark auf ein Edelmetallgehäuse hin und nicht auf etwas vergoldetes. Silber vergoldet gibt es, ist aber äußerst selten. Gold ist schon wahrscheinlicher. Teilweise wurden jedoch Legierungen mit Goldanteilen unterhalb des Punzwertes verwendet. Ich kenne es bei Damenuhren z.B. mit 333. Eine verlässliche Aussage kann ich dir nicht geben, aber Gold ist sehr schwer.

Liebe Grüße
 
Kaiserstühler

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Hallo Ruebennase,
vielen Dank für die Informationen. Was den Edelmetallgehalt angeht, "900" bei massivem Gold kenne ich nur von Münzen, 21,6 Karat ist ja sehr weich.
Ich tippe immer noch auf eine Goldauflage / Hartvergoldung. Das lässt sich aber erst genauer sagen, wenn ich sie wieder in den Händen halte.
P1020322.JPG

LG
 
Ruebennase

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Diese 900 sieht eher wie eine Gehäusenummer, als wie eine Feingehaltsangabe aus, unabhängig davon das es 900'er Goldgehäuse wohl wirklich nicht gibt :-). Bei Taschenuhren ist das für Silber auch recht selten, auch wenn es vor kommt. Hier ist eine Anpassung an die länderüblichen Schmuckfeingehalte/Punzen erfolgt . Daraus resultieren folgende sehr häufige Feingehalte: deutsch= 800 , russisch= 875 und englisch= 925. Das war jetzt aus der holen Hand und ich habe bestimmt was vergessen. Nun ja Du wirst es ja untersuchen und es verändert die schöne Uhr ja nicht :-) wirklich, außer das bei echtem Gold der Wert höher liegt.

Liebe Grüße
 
Kaiserstühler

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Hallo Ruebennase,
stimmt:wand: ich bin auf das naheliegende gar nicht gekommen!
da sieht man mal wieder, dass man viel zu wenig Uhren hat, um so was gleich zu sehen;-)
LG
 
Kater Mohrle

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Das Gehäuse ist aus Gold.
Der Stempel 900 sind die letzten 3 Zahlen der Gehäusenummer und ist kein Feingehaltstempel.
Wahrscheinlich ist sie aus 7 oder 8 karat
7 karat= 292,5 Feingehalt
8 karat= 333 Feingehalt

Lass doch mal einen Säuretest mit 333er Prüfsäure machen.
Wenn der Abstrich auf dem Prüfstein langsam verschwindet, dann ist es 7 Karat
Bleibt er stehen, dann ist es 8 karat oder höher.

Ich hab schon öfter mal solche Uhren gehabt und selbst mit Säure und Spektrometer geprüft.

Gruß
Frank
 
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Kaiserstühler

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Danke Dir,
da ich bei einer gestern gekauften HMT den Deckel nicht wieder aufgedrückt bekomme, gehe ich heute wohl mal beim Uhrmacher vorbei.
Vielleicht kann er bei der Revision den Goldgehalt bestimmen und evtl. ein Foto von der ZB-Seite des Werkes machen (obwohl ich bei dem nicht sicher bin, ob er Digicameras schon kennt :lol:
Noch ne Idee zu Bauzeit und Werk?

LG
 
Kaiserstühler

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Hallo,

hier mal schnell ein Zwischenstand. Ich wollte heute die Uhr von der Revision holen, sie ist sauber und geölt, leider hat der Uhrmacher den Austausch eines gebrochenen Lagersteines verdaddelt und holt dies in den nächsten Tagen nach.

Das Gehäuse ist aus Gold.
Der Stempel 900 sind die letzten 3 Zahlen der Gehäusenummer und ist kein Feingehaltstempel.
Wahrscheinlich ist sie aus 7 oder 8 karat
7 karat= 292,5 Feingehalt
8 karat= 333 Feingehalt

Lass doch mal einen Säuretest mit 333er Prüfsäure machen.
Wenn der Abstrich auf dem Prüfstein langsam verschwindet, dann ist es 7 Karat
Bleibt er stehen, dann ist es 8 karat oder höher.

Ich hab schon öfter mal solche Uhren gehabt und selbst mit Säure und Spektrometer geprüft.

Gruß

Frank
Den Goldgehalt hat er mit 585 angegeben. somit rechtfertigt der Materialwert der Uhr die 120 Euro Revisionskosten. aber auch so fand ich, hatte die Uhr eine Chance auf ein neues Ticktack-Leben verdient.

Den Staubdeckel lasse ich nicht anlöten, den Riss im Ziffernblatt sieht man immer noch deutlich. Bilder folgen, wenn die Uhr fertig ist.

Gruß
 
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