Uhrenbestimmung Wer kann mir zu meiner Uhr etwas sagen? "Le Marais Paris"

Diskutiere Wer kann mir zu meiner Uhr etwas sagen? "Le Marais Paris" im Sonstige Uhren Forum im Bereich Uhrentypen; Guten Tag liebe Uhrengemeinde, ich bin neu in diesem Forum und bin gespannt, ob ich die vererbte Leidenschaft meines Großvaters hier etwas...

HeinzKäfer

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Guten Tag liebe Uhrengemeinde,

ich bin neu in diesem Forum und bin gespannt, ob ich die vererbte Leidenschaft meines Großvaters hier etwas ausleben kann. Vorweg sei gesagt, dass ich absolut kein Experte bin. Ich weiss zwar, was eine Comtoise, Pendule, Empire oder Kuckucksuhr ist, kenne auch die grundlegenden Bestandteile eines mechanischen Uhrwerkes, aber da hört es dann auf.

Immer auf der Suche nach schönen Uhren, werden mir auch bei Ebay-Kleinanzeigen immer wieder Vorschläge gemacht. Letztes Jahr habe ich dann einfach zugeschlagen, weil ich das Gefühl hatte "für 20 Euro kann man nix verkehrt machen" und außerdem gefällt mir die Uhr, die ich hiermit vorstellen möchte, optisch nach wie vor gut.

Es handelt sich um eine kleine Tischuhr. Sie ist nach meine Einschätzung feuervergoldet und in gutem Zustand. Sie ist ca. 24 cm hoch, 14 cm breit und bringt 1,8 KG auf die Waage.

Es ist leider ein No-Name-Quartzwerk verbaut und ich würde sagen, dass dies nicht original ist.

Ich würde mich sehr freuen, wenn mir hier vielleicht jemand etwas zu meiner Uhr sagen könnte, da ich fast gar nichts über diese im Internet gefunden habe.

Ich wünsche Euch frohe Ostertage und bleibt gesund.
VG
Sebastian
 

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Matthias MUC

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Ohne Experte zu sein: Da wartet ein wahrscheinlich altes Originalgehäuse nach Werksamputation und Zwischenversorgung mit einer funktionserhaltenden "modernen" Prothese auf ein artgerechtes Spenderorgan....

Jetzt müßten die Experten ran und bei der Datierung und Bestimmung vom Gehäuse helfen, und wenn es wirklich alt ist, dann darfst Du Dich auf die Suche nach einem passenden Werk machen, und solange die Noname-Quarzprothese ihren Job tun lassen....

lG Matthias
 

Reiseuhr

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Ohne jetzt gerichtsfeste Beweise vorlegen zu können: Das Gehäuse dürfte in der Tat aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen, soweit das auf den Fotos erkennbar ist. Ohne Punzierungen oder das Originalwerk kann man aber dazu leider gar nichts sagen.

Das Zifferblatt ist m.E. ebenfalls nicht mehr das Originial. Ich habe mal einen Tischwecker von Le Marais mit genau diesem Zifferblatt gesehen - und der wurde von einem 8-Tage-Werk der Fa. Stolz Frères SA angetrieben. Die Brüder Stolz verwendeten neben der sehr bekannten Hauptmarke "Angelus" unheimlich viele Nebenmarken, und da das Unternehmen in Le Locle in der Rui de Marais gegründet wurde, könnte es sich bei Le Marais durchaus um eine dieser Nebenmarken handeln. Ist aber reine Spekulation. Auf jeden Fall würde ich das Zifferblatt auf um 1950 datieren, bestenfalls 10 Jahre früher. Von daher wurde die Uhr wohl vor mehr als 50 Jahren bereits einmal umgebaut bzw. mit einem neuen Innenleben ausgestattet.

Das jetzt vorhandene Quartzwerk ist dann sicherlich dazu gekommen, weil man bedauerlicherweise die Reparaturkosten für das mechanische Werk scheute.

Ich will dir nicht zu nahe treten, Sebastian, aber für mich ist diese Uhr total verbastelt. Ich würde von daher daran gar nichts ändern und das Quartzwerk drin lassen. Ist damit immer noch ein hübsches Deko-Stück
 

HeinzKäfer

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Vielen vielen Dank für Eure Einschätzungen!

Ich habe diese Uhr (blau) hier aus einer ausgelaufenen Ebay-Auktion gesehen. Habe das Bild über die Google-Suche gefunden (s. Anhang, geht leider nicht größer). Die Anzeige als solches ist leider nicht abrufbar. Die Uhr ging wohl für 230 Euro über den Tisch. Man kann noch herauslesen, dass sie mit einem frühen Quarzwerk ausgestattet ist. Ob dieses original ist, weiß man an dieser Stelle natürlich nicht.

Ich würde auch eher sagen, dass es sich um ein "Replika" handelt, da das Zifferblatt sehr modern in seiner akkuraten Machart aussieht.

Ich habe auch mal ein bissel über Angelus recherchiert. Hier bin ich auf diese Uhr gestoßen (gold), die eine identische Verzierung aufweist. Dies würde die These von Reiseuhr unterstreichen!

@Reiseuhr, du trittst mir nicht zu nahe. Es ist nur ein Dekostück mit Funktion. Sie macht auf dem Schreibtisch eine gute Figur und für 20 Euro sicher nicht zu teuer ;-)

Euch allen Frohe Ostern!!!
 

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Matthias MUC

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Der Purist würde sich am untypischen Sekundenticken vom Quarzwerk stoßen, der Pragmatiker freut sich übers Gehäuse. Ich hab ja auch gesagt, die Prothese tut's für die Hauptfunktion, Zeit zu zeigen und dabei schön auszuschauen, völlig. Wer weiß, vielleicht läuft Dir ja mal ein passendes Mechanikwerk für den Plan B zu.

lG Matthias

PS.: Daß bei Deiner das Quarzwerk Original und das ganze eine junge Replika wäre, da spricht vielleicht diese Zwischenplatte dagegen, die auf dem Werksfoto sichtbar ist, irgendwie grob zurechtgemacht (Ecken abgebrochen, Hartfaser oder Preßspan), wahrscheinlich um eine zu lange Zeigerachslänge aufs Zifferblatt anzupassen.
Was auch für ehemals vollmechanisches Werk spricht: Der Rückendeckel wurde wohl viele Jahre lang regelmäßig geöffnet (man sieht die Schleifspuren vom Wegschieben), um sie alle paar Tage aufzuziehen. Bei einem el. Werk, das nicht so grausam falsch geht, daß es alle drei Tage gestellt werden müßte, bräuchte der Deckel nur zum Batteriewechsel, jedenfalls sehr selten, geöffnet werden.

PPS.:
Man kann noch herauslesen, dass sie mit einem frühen Quarzwerk ausgestattet ist. Ob dieses original ist, weiß man an dieser Stelle natürlich nicht
Naja, "frühes Quarzwerk" wäre dann wohl 1980er oder später, davor gäbe es elektromechanische Werke (Federaufzug), aber wenn das Gehäuse in dieser Auktion keine Replika ist, sondern aus der richtigen Epoche für den Stil stammt, war da garantiert ganz ursprünglich ein Vollmechaniker zum Aufziehen drin.
 
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HeinzKäfer

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Ja, das stimmt. Das Ticken passt nicht ganz, ist aber zum Glück sehr sehr sehr leise ;-)

In der Tat, wenn ich wüsste wonach und wo ich suchen sollte/könnte/müsste, würde ich nach einem Uhrwerk Ausschau halten.

Das stimmt auch, es handelt sich hier um ein Stück Karton. Das mit der Rückklappe stimmt auch! Nur ich frage mich, wie ein mechanisches Werk hätte befestigt werden sollen.
 
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