Wer kann etwas zu dieser Taschenuhr sagen?

Diskutiere Wer kann etwas zu dieser Taschenuhr sagen? im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Hallo, ich bin der neue, eigentlich Besitzer von modernen Automatik-Armbanduhren im klassischen look (Stowa, A.Reymond), hab aber noch eine alte...
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bama

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Hallo,
ich bin der neue, eigentlich Besitzer von modernen Automatik-Armbanduhren im klassischen look (Stowa, A.Reymond), hab aber noch eine alte Taschenuhr bei meinen Eltern gefunden, die wirklich böse aussieht. Daher meine Frage - kennt jemand diese Uhr, und kann mir sagen, ob es sich lohnt, das Stück neu aufbauen zu lassen? Danke!
Auf dem inneren Deckel steht zum einen "Feston", in einem Banner darüber "Anker, Balance, Metal", sowie am unteren Rand "Stablier Remont" oder "Stablier Kemont".
Vielen Dank für eure Hilfe!
 

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Käfer

Käfer

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Autsch - da keine Breuget dürte sich eine Aufarbeitung nicht lohnen, wenn das angesichts des Zustandes überhaupt noch möglich wäre.
 
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bama

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Na ignorieren wir mal den finanziellen Faktor, denn wenns ein Brot- und Butter Werk sein sollte, dann kann ich versuchen, das in der Bucht günstig zu fischen um es dann dort einbauen zu lassen. Die Uhr ist noch vom Opa, da zählt mehr der sentimentale Wert
 
Käfer

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Und gleich ein neues Gehäuse dazu............;-)
 
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bama

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Nein, das ist nicht so dramatisch. Das sieht nur zwischen den Deckeln so fertig aus, das ist aber nur Oberflächlich, habs mit der feinen Bürste mal getestet. Das auf dem Zifferblatt ist der Rost vom Zeiger, auch das geht ab. Es geht vermutlich wirklich nur um das Werk.
Wer kann da mal was zu sagen?
 
del-olmo

del-olmo

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Hallo,
Käfer hat recht, auch wenn der ideelle Wert sehr hoch ist, ist diesem Werk nicht wirklich mehr zu helfen. Der Schaden scheint irreparabel zu sein, das Gehäuse und Zifferblatt lassen sich reinigen und polieren.

Das Werk ist ein recht einfaches mit Zylinderhemmung, das könnte man noch irgendwo finden, ob sich das ganze dennoch lohnt, weiß ich nicht. Ich würde sie so gut wie möglich reinigen und polieren und in die Vitrine legen.

Grüße Bernhard
 
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Thomas_G.

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Das Werk hat eine Ankerhemmung und ist durchaus schon eine gute Mittelklasse. Dennoch ist der Rostschaden sehr stark, es dürfte nur mit großem Aufwand (Brücken entrosten, neu vergolden, Triebe anfertigen, Ankerrad und Anker dürften ebenfalls kaum noch zu brauchen sein, etc.) zu restaurieren sein. Und da es eben doch keine Breguet ist, würde eher die Suche nach einer Spenderuhr angebracht sein.
Das Gehäuse kann man retten, eine gute Politur wirkt Wunder. Das sollte aber jemand machen, der bereits ein solches Stück überarbeitet hat.
Auch bei dem Zifferblatt ist Vorsicht angesagt, es handelt sich um Emaille. Zwar kann der Rost gut entfernt werden, aber es ist mit Vorsicht zu arbeiten, um Sprünge zu vermeiden. Das gilt vor allem bei An- und Abbau der Zeiger und des Blattes selber.
 
del-olmo

del-olmo

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:oops: Wer lesen kann ist mal wieder im Vorteil, Ankerhemmung, so steht es drauf.

Bernhard
 
Labrador

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Hallo Thomas,

ich habe bei del-olmos Aussage "Zylinderhemmung" auch erst etwas gestutzt, da der Unruhreif mit den Schrauben eher nach Ankerhemmung aussieht. Wenn ich aber die Kloben und Räder abzähle scheint er Recht zu haben - Minutenrad/Kleinboden/Sekunden und dann Zylinderrad. Es scheint daher schon einmal nicht so ein ganz typisches Werk zu sein. Das Problem bei dieser Reparatur wird sein, dass von der originalen Substanz wenig übrig bleibt und ein Werktausch (wenn man etwas passendes findet...) die einzige Lösung sein wird.

@bama: Ich würde die Uhr so belassen. So hat sie dein Opa getragen und der starke Rostschaden gehört ja auch zu der Geschichte der Uhr. Mit neuem/alten Werk fehlen mindestens 50% von der Uhr deines Opas.

Viele Grüße

der Labrador
 
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Thomas_G.

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Wenn da auf der Uhr Ankerhemmung steht ("Ancre", links in dem Banner), wo soll dann die Zylinderhemmung sein?
:-)

Ich kenne solche Werke auch als Ankergang, mit eben diesem Layout, von den Rädern kommt das schon hin.
Der Rost dürfte sekundär sein, der Opa hat die Uhr mit Sicherheit anders getragen. Ich denke schon, dass man ein Erinnerungsstück ruhig wieder in den Funktionszustand versetzen sollte. So hat der Opa es mal gekauft, er wollte ja keine Standuhr. Bei besonderen Erinnerungsstücken darf das auch was kosten, habe ich auch schon gemacht und ein mehrfaches des Zeitwertes investiert.
 
Labrador

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Hallo Thomas,

vielleicht hast du da Recht. Nur wäre dann das Ankerrad unheimlich kurz. Auf dem Bild sieht das so aus als ginge der letzte Kloben unter den Unruhreif? Ist aber auch nicht so wichtig - das Uhrwerk ist eh hin...

Viele Grüße

der Labrador
 
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Thomas_G.

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Ich würde mal vermuten, der letzte Kloben beherbergt den Anker :-)
Aber hast recht, laufen wird das Eisen nicht mehr, egal ob Zylinder oder Anker.
 
pendelx

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Wenn da auf der Uhr Ankerhemmung steht ("Ancre", links in dem Banner), wo soll dann die Zylinderhemmung sein?
:-)
:klatsch: Zu den Texten auf dem Staubdeckel kann man sich teilweise seine berechtigten Gedanken machen:super:
Ich habe hier eine TU mit der Angabe 22 Steine. Wenn man dann ins Werk schaut, sieht man zwar eine schöne Verzierung.............aaaaaber nicht die angegebenen Steinchen. Es handelt sich im ein Werk mit Cylinderhemmung und da wären ja ohnehin max. 10 das sinnvolle Maximum. Aber diese Anzahl wird in diesem Fall nicht mal erreicht.
 

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Thomas_G.

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Die Uhr sieht allerdings auch nicht original aus, die Kanten der Brücke hätte ich nicht aus der Fabrik gelassen als Hersteller. An der Uhr ist einiges sekundär, die Gravuren auf dem Staubdeckel sind auch eher hausgemacht.

Aber der Gedanke stimmt natürlich, es mag nicht immer drin sein, was draufsteht. Insofern gebe ich Dir Recht, und endgültige Aufklärung bringen nur Nahaufnahmen der Unruh-Anker-Partie der Uhr des Threadstarters.
 
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bama

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ich werde die Tage mal Macroaufnahmen vom Werk machen, das gute Stück liegt aber bei meinen Eltern, daher kann das noch ein paar Minuten dauern.
Darüber hinaus würde ich nachher mal das Werk einer anderen, laufenden, Taschenuhr einstellen, dass dem Rsothaufen sehr änhlich aussieht. Vielleicht kann mir ja jemand sagen, ob die beiden identisch sind, und getauscht werden können. Zumindest sind sie identisch in der Größe, haben den Aufzug und das Knöpfchen für die Zeitverstellung an der selben Stelle, und auch die Zeiger sitzen gleich
 
del-olmo

del-olmo

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Ja, das wäre das Beste, ich hatte mich mehr auf die Bilder verlassen und war zu dem Schluß gekommen, dass es eine Zylinderhemmung seien könnte. Täuscht aber vielleicht auch wegen des Aufnahmewinkels.

Grüße Bernhard
 
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Thomas_G.

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Ich bin jetzt echt gespannt, was es denn nun ist. Immer wieder schön, hier zu fachsimpeln! Danke euch Jungs!
 
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bama

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Die Bilder der etwas rostigen Uhr muß ich euch noch ein wenig schuldig bleiben. Hier aber mal ein paar Bilder vom pot. Spenderherz. Die hab ich letztens für billiges Geld auf eBay geschossen, und wenn es passt, würde ich sie dafür hergeben. Die Unruh sieht definitiv anders aus, aber vielleicht kann ein guter Uhrmacher, wenn es denn geht, aus dem alten Werk noch was retten und in das andere überführen. Dann hätte man auch nochwas vom alten mit übernommen ;-)
 

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Labrador

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Hallo bama,

dein Spender ist aber definitiv eine mit Zylinderhemmung. Obwohl große Ähnlichkeiten im Aufbau vorhanden sind. Besonders wichtig sind die Bohrungen für die Zifferblattfüße. Wenn die passen, hast du gewonnen und kannst das easy umbauen.

Viel Glück wünscht dir

der Labrador
 
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