Welches Leuchtmittel hat meine Poljot Aviator Automatic?

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McDV

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Hallo allerseits!

Ich habe seit Kurzem nun eine Poljot Aviator mit ETA 2824-2-Automatic-Werk (läuft übrigens sehr genau, aber dazu werde ich demnächst noch berichten). Es handelt sich dabei um die 43mm-Variante mit flachem Glas und dem so zu sagen in 2 Kreisen aufgebauten Zifferblatt, bei dem innen die Stunden und außen die Minuten aufgetragen sind.

Nun habe ich festgestellt, dass die Ziffern - verglichen mit meiner Citizen Promaster - kurz nach der Aufladung schwächer leuchten. Aber gleichzeitig ist es so, dass ich die Zeiger auch nach 9-10 Stunden Nacht, wenn ich sie abends nicht einmal gesondert aufgeladen hab, sondern die Uhr nur bei normalem Raumlich am Arm hatte, noch ablesen kann.

Jetzt hab ich irgendwo gelesen, dass Tritium-Ziffern wohl im Gegensatz zu Super-Luminova anfangs schwächer, dafür aber sehr lange noch leicht leuchten. Kann es sein, dass Poljot noch (radioaktives) Tritium verbaut?! Ich meine, einerseits sind die Leuchteigenschaften ja sogesehen vielleicht besser, aber andererseits wäre mir eine strahlende Uhr ja auch nicht so lieb ;)

Also wer wsa weiß: Antworten :)

Viele Grüße
 
Cave

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Ich gehe mal schwer von Luminova aus. Tritium kann ich mir nicht vorstellen.
 
K

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In der Aviator war mal Tritium drinn, wurde dann durch Luminova ersetzt. Einfach selber ausprobieren, ist leicht zu überprüfen :-D

Ist doch dass Modell wo Fortis gegen vorgegangen ist, oder?
 
SINNlich

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Tritium ist ein Isotop des Wasserstoffs und wird gerne in Kernwaffen eingesetzt. Und irgendwohin müssen die Russen schließlich mit den Abfallprodukten der Abrüstung.

Keine Bange, es ist ein Beta-Strahler, der nur wenige Zentimeter strahlt und allein durch Uhrglas und Gehäuse abgeschirmt wird. Solange das Uhrglas intakt ist und Du das Zifferblatt nicht ableckst, besteht keine Gefahr. Ich besitze einige Tritium-Uhren und lebe noch. Unangenehm ist es für die Produktion und den Uhrmacher, wenn er damit arbeiten muss.

Also keine Bange und freue Dich über ein Leuchtzifferblatt, von dem Du auch noch im Dustern lange etwas hast. Übrigens, nach etwa acht Jahren leuchtet Tritium nur noch mit 50 Prozent und verliert diese Eigenschaft dann zusehends.

Grüße

Axel
 
McDV

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Ich habe mal grad noch gegooglet und diese Seite gefunden: http://www.ciao.co.uk/Poljot_Chronographs_series_3133__Review_5111016
Dort steht
The luminescence problem has been solved with the new "Aviator" and "Aerowave" models. These come with "Super Luminova" tritium powder for prolonged night-time visibility, which lasts for around five hours.
Wenn ich das richtig verstehe bedeutet das (wenn es denn stimmt), dass in Super-Luminova immer Tritium enthalten ist?!?

MFG
 
K

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McDV schrieb:
Wie kann man das denn selber überprüfen?

Uhr an eine starke Lichtquelle halten (strahlende Sonne, starkes Licht) und dann ins dustere/dunkle gehen. Strahlt es enorm ist´s Luminova.
Der Effekt geht dann relativ schnell weg.

Tritium leuchtet permanent, braucht kein Licht zum aufladen aber leuchtet eben sehr viel schwächer.

:-D
 
JochensUhrentick

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Wie SINNlich schon schreibt, es besteht kein Grund zur Sorge!

Leuchtfarbe ist eben nicht gleich Leuchtfarbe. Da gibt´s auch unterschiedliche Qualitätsstufen und Farben. Den längsten nachleuchtenden Effekt hat eine Auflage mit Weiß oder Grün, weil beide Farben fast das gesamte Spektrum des normalen Tageslichtes und künstlichen Raumlichtes absorbieren und quasi als Lichtenergie wieder abgeben.

Tritium kommt nur noch selten zum Einsatz und in großen Dosen ist es nur noch bei Sondereinsatzuhren gebräuchlich. Radium-226 ist nur noch für Sondereinsatzuhren bestimmt, deren Benutzer in der Regel erklären müssen, dass sie diese zivil nicht nutzen dürfen.

Der normale Uhrenfreak hat es bei aktuellen Uhren mit Luminova / Super Luminova oder LumBrite (SEIKO/Citizen) in völlig unterschiedlichen Qualitäten zu tun.

"Uhrige" Grüße aus Berlin!

JochensUhrentick
 
JochensUhrentick

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H3 ist lediglich das Kürzel von Tritium, das ja weiter in Gasform in den sogenannten TritiumGasLichtQuellen zum Einsatz kommt. Der bekannteste Markenname für die TGLQ ist TRASER.

Auf älteren Einsatzuhren (vor allem SINN) findet man H3 rot aufgedruckt. Das besagt, dass die einzelne Uhr eine Aktivität von mehr als 25 milliCurie (mCu) Tritium hat (Sonderkennzeichnung nach EURATOM für Import/Export). Andre Uhren waren auf den Ziffernblättern mit >T25 gekennzeichnet, was das gleiche bedeutet.

Die modernen TGQL´s sind vergleichsweise harmlos. Es besteht wirklich kein Grund zur Sorge. Selbst bei einer Beschädigung dieser Röhren einer AU und der Inhalation der geringen Menge Gas besteht eigentlich keine Gefahr, da Tritium schnell wieder ausgeschieden wird.

"Uhrige" Grüße aus Berlin!

JochensUhrentick
 
McDV

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Also ich hab jetzt mal eine Mail an den Verkäufer meiner Uhr geschrieben und nachgefragt. Die Antwort kam promt:

Leuchtmittel ist Super-Luminova sagt er.

Bei der Gelegenheit hab ich auch gleich erfahren, dass es eine limitierte Auflage von 999 Stück ist. Laut Prägung auf der RÜckseite hab ich dann Nummer 66. :)

Viele Grüße
 
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