Welches Armband versagt am Schnellsten?

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MTBTier

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Ich befinde mich nun nur noch wenige Wochen vor der Bestellung meiner Armbanduhr für grobe Arbeiten (nur noch ein Lohnzettel zwischen ihr und mir).
Obwohl ich beruflich auf einen Zeitmesser am Handgelenk angewiesen bin, möchte ich trotzdem nicht auf ein Grundmaß an Arbeitsschutzmaßnahmen verzichten. Deshalb suche ich ein Armband, dass bei Krafteinwirkung möglichst schnell und komplett versagt. Sozusagen eine Sollbruchstelle and der Uhr, anstelle eine Hand oder einen Unterarm zu verlieren.

Metallarmbänder fallen da schonmal weg. Nun ist die Frage, ob ich ein Kautschuk-, Leder- oder Textilarmband wählen sollte.
Meine jetzige (billige, empfindliche und ungenaue) Arbeitsuhr hängt an einem Nato-Strap. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob dieses Kunstfasergewebe im Ernstfall nicht doch zu haltbar ist.
Was habt ihr diesbezüglich für Vorschläge? Versagen Kautschuk- oder Lederarmbänder früher als ein Nato-Strap?
 
Paulchen

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Ich würde etwas dehnbares (Kautschuk) nehmen, oder aus Sicht des Arbeitsschutzes keine Uhr tragen. Ich vermute allerdings, dass zuerst die Federstege nachgeben. Müsste man mal testen.
 
MTBTier

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Keine Uhr ist natürlich auch für mich die beste Alternative. Geht aber leider nicht immer ohne.
 
SpeedCat

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Ich denke, Kautschuk sollte am ehesten nachgeben - so es denn nicht verstärkt ist. Leder und Textil reißen wahrscheinlich nur Faser für Faser, wenn Kautschuk einmal ne Schwachstelle hat sollte es an dieser Stelle recht einfach "durchploppen". Wenn Du es also WIRKLICH empfindlich willst, nimmste ein Kautschukband und ritzt es an den Seiten leicht an, damit es dort schon eine Sollbruchstelle hat.
 
Sectorfan

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Da würde ich wohl eher zum Silikonband greifen, sieht aus wie Kautschuk, ist aber weicher und nicht so "reißstabil". ;-)
 
Sectorfan

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Wenn es um das "einhaken" in rotierende Maschinenteile geht, dürftest Du dazu kaum ne Chance haben! ;-)
 
Oelfinger

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Schon richtig, aber ein Klett reisst schneller auf als eine Dornschliesse sich verbiegt. Ausserdem sind Uhren an Arbeitsstellen mit schnelllaufenden Maschinen Berufsgenossenschaftlich nicht erlaubt.

Ich habe früher an der Drehmaschine immer eine Taschenuhr getragen.

Grüsse,

Günter
 
atSmeil

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Ich würde zum Stahlband greifen, da es durch die Oberfläche bedingt die geringste Fangwirkung bietet. Das Nato dagegen ist die denkbar schlechteste Alternative, da es doch enorm Zugfest ist, selbst wenn beide Federstege den Geist aufgeben hängt das Durchzugsband noch am Handgelenk. ;)
 
S

santiago

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Hallo!
Ich würde einfach billige und nicht zu dicke Federstege verwenden.

Im Fall des Falles sollte sich dann unabhängig vom Band die Uhr rechtzeitig vom Arm lösen können.

Gruß
santigo
 
Sectorfan

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Schon richtig, aber ein Klett reisst schneller auf als eine Dornschliesse sich verbiegt....
Tja, da wäre jetzt ne Rückmeldung vom TS mit ner genaueren Beschreibung zur "Gefahresituation" äußerst hilfreich! ;-)

Hier war ich, wie man an der Narbe sieht, sehr froh nur nen dünnen Silberring getragen zu haben und nicht wie heute Wolfram. :shock:

RuN1.jpg
 
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cal..45

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Steck dir die Uhr in eine Hosen - oder Hemd/Jackentasche und lass es gut sein mit Armband wenn deine Arbeit so gefährlich ist.


Gruß, Holger
 
MTBTier

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Danke für das umfangreiche Feedback.

Zum Gefahrenszenario: Krantransport schwerer Gegenstände (tw. über 50t), hohe Drücke, manuelle Montagearbeiten, enge Arbeitsräume mit vielen Möglichkeiten zum Hängenbleiben... aber eben teilweise auch Zeitmessungen, wo es auf die Sekunde ankommt...
Eben die typischen Risiken, denen man so auf Bohrinseln ausgesetzt ist (besonders als akademisch vorbelasteter Mensch ;) ).

Uhr in der Coverall-Tasche ist natürlich die bevorzugte Lösung. Dass ich die Uhr lieber am Handgelenk trage, anstatt ständig die Handschuhe auszuziehen, um die Uhr aus der verdreckten Brusttasche zu fischen, muss ich ehrlicher Weise mit meiner Bequemlichkeit begründen. (Warum hat noch keiner eine Uhrenbefestigung am Helm erfunden, so dass das Ding vor der Nase rumhängt? ;) )

Ich tendiere auch stark zum angesägten Kautschukarmband. Vom Arbeitgeber sind für den oben genannten Zweck zumindest alle Uhren ohne Metallarmband freigegeben. Und auch vorm Start dieses Threads hatte ich schon den starken Verdacht, dass ein Nato-Strap eher suboptimal für frühes Versagen ist.

@SectorFan: Jaja... die Ringe. Da hast Du wirklich mächtig Schwein gehabt!
Wir haben teilweise Unfalldokumentationen (mit unappetitlichen Fotos), wo Sekretärinnen 2/3 ihres Ringfingers verloren haben, als sie sich diesen in einer Tür eingeklemmt hatten. Das ist zum Glück schon mehrere Jahrzehnte her und beringte Finger sind seitdem in jeglicher Arbeitsumgebung Tabu.
 
omega511

omega511

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Wir haben teilweise Unfalldokumentationen (mit unappetitlichen Fotos), wo Sekretärinnen 2/3 ihres Ringfingers verloren haben, als sie sich diesen in einer Tür eingeklemmt hatten. Das ist zum Glück schon mehrere Jahrzehnte her und beringte Finger sind seitdem in jeglicher Arbeitsumgebung Tabu.
Tja, da geht mein Firmeninhaber mit seinem Sohn Fusballspielen und bleibt mit dem Ringfinger im falsch montierten Stahlgitter-Gartenzaun hängen und da waren es nur noch 9.

In Deinem Fall denke ich, das ein NatoStrap, locker über der Bekleidung getragen, ideal ist...

...denkt Omega511, der daran allerdings keine teure Uhr hängen würde..

Casio G-Shock ?
 
MTBTier

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Über der Kleidung? Da ist das Risiko beim Hängenbleiben zwar geringer, aber dafür steigt die Wahrscheinlichkeit umso drastischer.
 
Sectorfan

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Bärlin
.....Jaja... die Ringe. Da hast Du wirklich mächtig Schwein gehabt!....
Na ja es war jetzt nicht so dramatisch und als ich das hier las

......und bleibt mit dem Ringfinger im falsch montierten Stahlgitter-Gartenzaun hängen.....
musste ich etwas schmunzeln, so war's bei mir ja auch, wenn man zu faul ist nen Schlüssel und ne Leiter zu holen, steigt man einfach schnell am Zaunfeld hoch, greift drüber zum Absperrhahn und bleibt beim zurückklettern am herausstehenden "Draht" mit dem Finger (und dem ganzen Körpergewicht) hängen. :???:

PMSIL1.jpg
Wie gesagt, ich würd nen Silikonband nehmen, ich hab z.B. eins für meine Promaster, damit würd ich jedenfalls nicht ins Wasser gehen, da hätte ich Bedenken ohne Uhr wieder raus zu kommen! ;-)
 
M

Marinemaster

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Falls Du auf eine Uhr bei der Arbeit an laufenden Maschinen nicht verzichten kannst/willst, montier ein Silikonband.
Zusätzlich würde ich noch den Rat von User "santiago" befolgen und zudem an einen der Stege eine Sollbruchstelle sägen. Sicher ist sicher!
Das Band anritzen würde ich nicht, denn an dieser Stelle reißt es von selbst immer weiter.
 
mecaline

mecaline

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Die Schwachstelle, an der ein Band reissen kann bzw. soll, ist meiner Ansicht nach hauptsächlich der Federsteg am Uhrengehäuse. Ich bin da bei Santiago.

Jede Form von Durchzugsband, also vor allem Natobänder, kann keine Lösung sein. Die sind ja gerade dafür da, dass die Uhr am Arm bleibt, auch wenn ein Steg reisst.

Um ein besseres "Abreissen" hinzubekommen, muss das Band einen möglichst großen Hebel auf den Steg ausüben können. Einem Freund von mir verhederte sich mit seiner Zeno Airplane Diver mit Mega-Kautschukband beim Surfen im Gebälk. Gerissen ist die Uhr am Bandsteg .

Also z.B. nicht so



Hier sind runde Bandanstösse am Gehäuse, die die Kraft besser verteilen und daher stabiler sind.

Sondern vom Prinzip so wie bei dschaen81



Dann aber natürlich nicht so ein massives und dickes Band, sondern ein leichtes Faltband, vielleicht sogar absichtlich mit einem schmaleren Bandanstoss, damit der Hebel besser wird.

Meine Empfehlung wäre eine kleine, stabile, gut ablesbare Uhr mit Saphierglas


https://uhrforum.de/quartzer-mit-metallband-fuer-max-50-a-t63575#post824527

Daran dann statt des Massivbandes ein einfaches, schmaleres Faltband so wie hier



Uhrenarmband Edelstahl 18mm teilweise poliert

Das dürfte man mit einem kräftigen Ruck abreissen können.

Ich bin da kein Experte, aber ich würde sagen Steg oder Bandglied dürften schneller reissen als ein Textilband.
 
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Uhrologe Klaus

Uhrologe Klaus

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Ich empfehle ein zweiteiliges Metall-Armband mit einer Schließe, die im Notfall bzw. unter sehr starker Belastung aufspringt und beide Teile des Armbands freigibt. Hier mal drei Fotos, auf denen das Prinzip leicht zu erkennen ist: Das Armband besteht aus zwei Teilen, von denen das eine in das andere eingehängt wird, und die eingerastete Schließe das versehentliche Öffnen verhindert. Unter sehr starker Belastung hat die Schließe jedoch die Möglichkeit aufzuspringen und das eingehängte Band freizugeben. Der Vorteil gegenüber anderen Metallarmbändern besteht darin, dass das Armband im geöffneten Zustand wirkich "offen" ist, d.h. aus zwei separaten Teilen besteht, während andere Metallarmbänder im geöffneten Zustand noch immer über die Schließe miteinander verbunden sind, da lediglich die Schließe aufklappt.





 
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Oelfinger

Oelfinger

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Mit dem abreissen oder verbiegen des Federstegs ist es nicht getan. Wenn sich ein Maschinenteil mit 600 U/min dreht sind das 10 U/sec. Wenn der Steg auch nur 1/2 sec braucht um herauszuspringen und sich das Band vom Arm zu lösen (Trägheitsmoment beachten) ist es evtl. für die Hand/den Arm shon zu spät.

Wo es drehende, oszilierende oder sich sonstwie bewegende Bauteile oder Maschinen gibt haben Uhren, Halsketten, Schmuckarmbänder oder Ringe nichts zu suchen. Das bekommt man am ersten Tag in der Lehrwerkstatt eingetrichtert und vergisst es sein Lebtag nicht mehr (vor allem, wenn dann die entsprechenden Bilder dabei gezeigt werden)

Grüsse,

Günter
 
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