Uhrenbestimmung Welches Alter hat diese Uhr?

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mma089

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Servus an die UhrForum-Mitglieder,

ich besitze schon seit 16 Jahren diese Kaminuhr von WEISS und wollte gerne einmal wissen, ob das genaue Alter der Uhr herauszufinden ist.(die eingravierten Ziffern sagen mir als Laie leider nichts)
Desweiteren würde ich gerne wissen, ob ich mit meiner Annahme, dass es sich beim Schlagwerk um ein Rechenschlagwerk handelt richtig liege. (die darf man bei der Winterzeitumstellung also nicht einfach eine Stunde zurückstellen, oder?- sondern muss einmal komplett herum, in Laufrichtung der Uhr)
Von der Gangabweichung her habe ich sie auch noch nicht im optimalen Bereich: Sie geht im Moment pro Tag rund 30 Sekunden nach, bei einer Gesamtlaufzeit von 8 Tagen pro Vollaufzug. Das Optimum bezüglich der Gangabweichung konnte ich bisher noch nicht ausjustieren, entweder habe ich die Einstellscheibe zu viel oder zu wenig verschoben.

Ich bin für jede Anregung und Information zur Uhr und deren Optimierung sehr dankbar.

Viele Grüße, Daniel.:-)

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Hallo Daniel,
ich schätze mal 60 er Jahre, also altersmäßig ca. 50 Jahre alt
Das Werk ist ein Franz Hermle&Sohn (FHS) 8 Tage.
Rückwärtsdrehen (unabhängig von der Art des Schlagwerkes tut man das NIE) kommt nicht so gut.
Der Schlag wird zwar dadurch nicht verstellt, aber es könnten andere Teile leiden.Also vordrehen ist besser, lediglich um 12 Uhr ausschlagen lassen, dann kannst du langsam weiterdrehen, das Rechenwerk synchronisiert sich automatisch.
Durch die ungleiche Federspannung kommst du nicht auf einen konstanten Gang über 8 Tage weg, anfangs geht sie vor, nach 6-7 tagen geht sie nach.
Gruss
WD
Hersteller?? NoName, die kauften die Werke bei Hermle und bauten sie ein und druckten drauf was sie brauchten.
 
Königswelle

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mma089

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Hallo Watchdoktor,
danke, damit weiß ich schon mal etwas besser Bescheid.
Dann werde ich meinen "Oldtimer":-) wohl mal auf ganz leichte positive Abweichung einpendeln, dann müsste sich das mit der im Lauf einer Woche nachlassenden Federspannung ziemlich ausgleichen von der Ungenauigkeit.

Darf man eigentlich auf die beweglichen Teile ganz wenig Nähmaschinenöl auftragen, soweit man halt rankommt, oder ist das eher schädlich, solange die Uhr nicht fachmännisch gereinigt wurde ? Ich denke nämlich die Uhr ist dann bestimmt schon die 50 Jahre ohne Reinigung bzw. Wartung in Betrieb. (Vielleicht mal 10 Jahre Stillstand in der Zeit-zusammengerechnet)

Viele Grüße, Daniel.

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Vielen Dank an Bernd, für den Spiegel-Link, also damals doch nicht so unbekannt.:super:
 
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Nähmaschinenöl?
warum nicht altes Frittenöl?:lol:

Der Name sagts doch :Nähmaschine!!! klingt das wie Uhrwerk?
Bitte nicht sowas, es gibt "Uhrenöl", aber nicht auf den Dreck ölen, erstmal reinigen, dann sauber mit Uhrenöl,ok?

Und meine Bemerkung "Noname", war darauf angelegt, dass es wohl kein namhafter Uhrhersteller war, (also z.B.Junghans, oder Mauthe, Kienzle...)
der Herr Weiss war wohl eher Verkäufer/Händler.

P.S: über dem FHS Emblem ist doch sowas wie 2 Zahlen, üblicherweise war das damals das Herstellungsjahr des Werkes.
 
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mma089

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@ Watchdoktor, dann ist die Uhr aus dem Jahre 1962. Das ist natürlich gut, wenn das Herstellungsjahr auch gleich am
Uhrwerk eingraviert ist.
Das mit dem Nähmaschinenöl war nur ein Gedanke ob, es der Uhr zuträglich wäre, da das Öl eh schon recht "fein"(dünn), ist.
Wenn es da natürlich spezielles Uhrenöl gibt, ist das auf jeden Fall besser. Wobei ich damit eh gleich besser einen Uhrmacher
Hand anlegen lassen sollte, denn er kann die Uhr ja auch richtig reinigen. An das Schlagwerk (Mechanik) an der Hinterseite
die dem Zifferblatt zugewandt ist, komme ich ja eh nicht heran.
Dann hoffe ich, funktioniert sie noch weitere 50 Jahre.:D
Welche Kosten kann man für so eine Revision einplanen, ganz grob, damit ich nicht übers Ohr gehauen werde ?

VG, Daniel.
 
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Bielefeld - die Stadt, die es nicht gibt.
könnte hinkommen. ;-)



Wahrscheinlich war sie damals nicht unbedingt No Name. Herr Weiß war seinerzeit recht gut im Geschäft:

DER SPIEGEL*41/1961 - Wie Neckermann
Interessanter Artikel.Der Name Weiß ist mir vorher noch nie begegnet. Danke, dass Du auf den Artikel im Spiegel hingewiesen hast. Hab noch einen in der Zeit gefunden, quasi der Abgesang auf Herrn Weiß.

Vom spektakulären Aufstieg und ruhmlosen Ende eines Außenseiters: Leons Uhren blieben stehen | DIE ZEIT Archiv | Ausgabe 35/1964
 
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mma089

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Danke für die Artikel, somit erfährt man auch mal etwas über die Leute hinter einem Firmennamen.
 
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mma089;1939662Welche Kosten kann man für so eine Revision einplanen schrieb:
Hallo Daniel,
vorab,eine ordentliche Reparatur/Wartung wird sicher den "Wert" der Uhr weit übersteigen.
Ohne das Werk auszubauen und genau zu prüfen, ist alles was man sagt reine Wahrsagerei.
Sehr oft sind bei diesem werk die Federhäuser ausgelaufen, ebenso einige Lager.
Lass es einen Uhrmacher anschauen(kannst das werk ja schon ausbauen) und berichte wieder.
gruss
WD
 
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mma089

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Dann werde ich mich mal umhören, danke.;-)
Ich habe mal Google dazu befragt: Das Werk gleicher Bauart soll neu wohl um die 180Euro Kosten. Obwohl ich schon fast am überlegen wäre mir eine neue Kaminuhr mit Westminster-Schlagwerk zuzulegen, da bin ich eh schon lange scharf darauf, wenn es der Geldbeutel mal zulässt, da kann man ja so ab 400 EUR aufwärts rechnen.
Das ist einfach was imposanteres als der Bim-Bam Schlag mit 3 Klangstäben.
Viele Grüße, Daniel.
 
Quickly

Quickly

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Servus Daniel,
Natürlich wäre eine kompl. Überholung (zerlegen, reinigen, Zapfen polieren und ovale Lager ersetzen) des Werkes am besten!
Auf den Bildern kann man zwar nicht so viel vom Zustand des Werkes erkennen. Aber du könntest ja mal das Werk ausbauen um es etwas genauer betrachten zu können. Wenn du vorhast es zu ölen, muss es eh ausgebaut werden.

Zum Ausbauen des Werkes bitte zuerst die Rändelmutter vom Minutenzeiger lösen und den Zeiger abheben, den Stundenzeiger mit einer leichten Drehung einfach abziehen.
Alle 6 Werkbefestigungsschrauben entfernen und das Werk kann vorsichtig entnommen werden.

Nun kannst du schon etwas mehr erkennen: wie sehen die Lagerstellen der Räder aus, sind sie sehr stark verschmutzt oder sind sie trocken?
Mit einem Putzholz oder einem fusselfreien Lappen (Vielleicht etwas mit Feinbenzin getränkt) werden alle Lagerstellen gesäubert. Alle anderen Verschmutzungen werden auch entfernt, soweit möglich! Mehr würde ich nicht machen!

Jetzt müssen natürlich alle Lager der Räder wieder geölt werden, aber bitte nicht mit Nähmaschinenöl, Fahrradöl, Salatöl usw.
Vielleicht gibt dir dein Uhrmacher etwas Öl ab, z. B. Koch Uhrenöl Nr. 5. In einer kleinen Einwegspritze aus der Apotheke kann er dir ca. 0,5 ml sehr gut aufziehen. Die Nadel kannst dann gleich als Ölgeber verwenden, funktioniert sehr gut!

Gib nun in alle Ölsenkungen (Lagerstellen der Räder) auf beiden Seiten des Werkes einen kleinen Tropfen aus der Spritze. Auch die beiden Stellen am Federhaus (wo der Federkern aus dem Federhaus kommt) werden leicht geölt. Achtung, das Schwingsystem (Schwebeunruh) wird nicht geölt!

Das Werk nun wieder in umgekehrter Reihenfolge einbauen, ganz aufziehen und die Gangabweichung nach einer Woche beobachten und evtl etwas nachregulieren.
Bitte denke daran, dass das Werk nur nachgeölt wurde und keiner professionellen Überholung nahe kommt!

Viel Erfolg
Willi
 
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mma089

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Danke für die Tipps Willi,
da schaue ich, sobald ich Gelegenheit habe, ob ich das richtige Werkzeug zum Ausbau zur Hand habe. Falls nicht, lasse ich die Uhr mal von einem Uhrmacher überprüfen und lasse mir mal ein Angebot machen. Bis 100 Euro für eine Überholung der Uhr wäre noch in Ordnung, sonst bekomme ich für das Geld schon fast ein baugleiches neues Uhrwerk.
Viele Grüße, Daniel.
 
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mma089

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Ich habe jetzt mal die von der Rückseite zugänglichen beweglichen Teile vorsichtig mit Feinbenzin gesäubert und etwas Uhrenöl auf die Zahnräder und die Zähne der Zahnräder gegeben, Ergebnis: die Uhr tickt nur noch halb so laut, geht jetzt aber meiner Meinung etwas mehr nach (1/2 Sekunde pro Stunde, muss ich mal über eine Woche hinweg beobachten und evtl. nochmal nachregeln). Vielleicht, weil sie nicht mehr so hakelig läuft.
Desweiteren habe ich den auf dem Bild vordersten Hammer etwas (geringfügig) nach oben gebogen. Der Hammer lag nach dem Anschlagen des Klangstabes auf diesem auf und hat ihn damit sofort wieder bedämpft. Klingt schaurig schön. Zuerst wird der hinterste Hammer, danach der Mittlere und vordere gemeinsam auf die Klangstäbe geschlagen. (Hatte also bisher nur einen 2 Klang wegen Fehleinstellung, jetzt 3 Klang mit ausreichendem Nachhall)
VG, Daniel.:super:
 
Stoerzel

Stoerzel

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geht jetzt aber meiner Meinung etwas mehr nach (1/2 Sekunde pro Stunde,
Hast Du die ganze Zeit daneben gesessen und mit der Funkuhr verglichen :-D? Ehrlich mal jetzt, dies ist doch ein Witz von dir oder?
 
clavicembalist

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Hallo Daniel,
mal vorab:
Die Zahnspitzen und Zahnräder werden NIEMALS geölt.
Es werden nur die Lager und deren Zapfen mit einem Hauch von Uhrenöl geschmiert.
Einzigste Ausnahme ist das Ankerrad, auf dessen Spitzen kleinste Mengen Öl gegeben werden.
Was du nun getan hast .....mist!

Am besten das Werk komplett zerlegen und reinigen.
Federhäuser nicht vernachlässigen.
Zapfen und Lager kontrollieren nicht vergessen.
nach dem Zusammenbau sparsam ölen und fetten.

Da wo nun Öl überall drin sitzt , setzt sich nun Staub und Schmutz rein.
noch läuft sie.....wer weiß wie lange jetzt noch:-(

Nette Grüße
Christian
 
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mma089

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Dann werde ich die Zahnradspitzen und Zahnräder wieder vorsichtig "entfetten". Und anschließend in die Befestigungen der Zahnräder im Gehäuse einen Hauch Öl geben. Danke.
Ich habe halt als ich im Zimmer war beim Schlag zur vollen Stunde mit einer Funkuhr, die an der Wand hängt verglichen.
Man hört ja wenn sie anläuft, und beim ersten Gong habe ich mir die Zeit gemerkt. (Nach dem Ölen)
Jetzt schaue ich nur noch 1 mal am Tag zum Vergleichen der Abweichung bei irgend einer vollen Stunde wie viel sie abweicht. (rein aus Neugier).:-P Viele Grüße, Daniel.
 
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