Welcher Vorlauf fürs Regulieren sinnvoll?

Diskutiere Welcher Vorlauf fürs Regulieren sinnvoll? im Herrenuhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo liebe Gemeinde, wenn eine Automatikuhr zum Regulieren ansteht (durch einen Uhrmacher), welchen Vorlauf bzw. welchen täglichen Gang sollte...
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tobado

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Hallo liebe Gemeinde,

wenn eine Automatikuhr zum Regulieren ansteht (durch einen Uhrmacher), welchen Vorlauf bzw. welchen täglichen Gang sollte man sich dann wünschen?
Ich spiele mit der Frage darauf an, dass - so meine ich tendenziell bei meinen Uhren zu beobachten und hier auch gelesen zu haben - bereits nach spätestens einem Jahr die Geschwindigkeit etwas abfällt (ich habe keinen Uhrenbeweger und trage 4 Automatikuhren im Wechsel).

Wenn ich dem Uhrmacher um die Ecke einfach nur "Regulier mal" sage, versucht er sie auf einen ganz leichten Vorlauf einzustellen - ich glaube, er sagte so ca. 2-3 Sekunden. Kann mich aber auch täuschen, das Gespräch ist länger her. Wenn jetzt die Uhren generell nach einiger Zeit Geschwindigkeit verlieren, dann wäre es doch besser, wenn man dies beim Regulieren bereits einkalkuliert und noch ein paar Sekunden draufgibt, oder? Wie handhabt ihr das?

Wenn natürlich meine Annahme, dass die Uhren normalerweise nach einiger Zeit langsamer laufen, falsch ist, dann ziehe ich die Frage demütig zurück ;-)

Gruß Thomas
 
BBouvier

BBouvier

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Hallo, Tobado!

Nach meiner Erfahrung - und ich habe wirklich viele Uhren -
verlangsamt sich der Gang in den ersten 2-3 Wochen nach erster Inbetriebnahme (!)
bzw. nach Kauf ... meist so um die 2-4 Sekunden:
=>
"Einlaufen."

Im Alltag:
- Urlaub oder nicht
- Sommer oder nicht
- mal Sport, mal nicht
- mal abgelegt, mal nicht
- mal so abgelegt - mal anders
- Besitzer Beamter, Handwerker, Sportler, Komapatient (?) :D
- und so weiter =>
... schwankt der Gang sowieso leicht, so daß Viele beim Justieren
einen leichten Vorgang bevorzugen.

Grüße,
BB
 
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rolbreome

rolbreome

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Hallo,

ich habe 4 zertifizierte Chronometer und eine "normale Uhr". Bei mir ändert sich durch das Tragen nichts. Und ich lege meine Uhren abends neben dem Funkwecker ab und kann das somit sehr genau beobachten. Ach so, und sie haben alle einen leichten Vorlauf. Die Omega PO mit 8500er Werk ist mit konstant 4s/d die "schlechteste", die PAM00088 mit konstant 1s/d die "beste".

Grüße
Michael
 
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tobado

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Hallo BB, Hallo Michael,

danke für Eure Antworten. Also ist es wohl demnach doch nicht so klar, dass die Uhren typisch bzw. immer mit der Zeit langsamer laufen. Konkretes "Erlebnis" bei mir war, dass vor ca. einem Jahr meine Uhr von Junkers mit einem ETA2826-2 einreguliert wurden. Der Service-Mensch sagte "ein paar Sekunden im Plus" und bei mir am Arm lief sie genau plus minus Null, also große Freude :-). Inzwischen läuft sie ca. -3 pro Tag. Also auch kein Desaster, aber vielleicht hätte man Sie beim Regulieren vor einem Jahr einfach noch etwas schneller einstellen können - denke ich mir jetzt.

Gruß Thomas
 
falko

falko

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Viele Uhren laufen abgelegt bei Zimmertemperatur schneller als am Arm bei Körpertemperatur. Das kannst Du selbst testen. Die Differenz der beiden Gänge sollte dann auf der Zeitwaage als Vorlauf eingestellt wereden. Ich habe z.B. eine Uhr mit ETA 2824-2, die auf der Zeitwaage auf +17 s/d reguliert werden muss, damit sie am Arm +1s/d macht. Das ist zwar ein Extremfall, kann aber als Anhalt dienen.
 
uarfaen65

uarfaen65

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Kommt drauf an, welches Werk reguliert werden soll.
Ich beobachte bei meinen ETAs eigentlich keine großen Schwankungen, lasse sie, wenn, nur mit geringem Vorlauf regulieren.
Bei Seiko-Kalibern ist das Regulieren meiner Ansicht nach schon schwieriger, ich habe mehrere und festgestellt:
Da gibt es keine Regel!...Die laufen alle anders, ich denke, da hilft nur ausprobieren und ggf. nachregulieren.

Grüße
Frank
 
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