Welche Uhrenmarken meistern am besten die Krise?

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B0_1

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Hier ist aus der Handelszeitung ein Podcast in dem über die Schweizer Uhrenbranche gesprochen wird. Es geht um dramatische Umsatzrückgänge aber auch um die Smartwatch, die doch der mechanischen Uhr immer mehr zusetzt. Für mich schon ein wenig bedenklich, weil auch davon gesprochen wird, dass viele Zulieferer und Uhrenfirmen schließen werden.

Podcast: Welche Uhrenmarken überleben die Corona-Krise?

© www.handelszeitung.ch
 

Lemonbaby

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Viel Bauchgefühl, wenig Fakten. Wie steht's denn nun genau um die Schweizer Hersteller? Es gibt da immer nur viele Schätzungen und "Soft Facts", naturgemäß nie genaue Zahlen. Von daher kann man natürlich viel fabulieren. Und die gute alte Smartwatch wird ja immer wieder als Schreckgespenst angeführt, dabei nimmt sie eigentlich nur den Modeuhren Marktanteil ab...
 

Gainde113

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Es findet sicherlich eine Konsolidierung im Markt statt, so wie in jeder Rezession. Denke, dass Hersteller, welche den Vertrieb vorwiegend über Händler und stationären Handel machen, schwerer getroffen werden. Das andere Thema ist die Nachfrage selbst, die ja auch stetig im Wandel ist (Smartwatches, mechanische Luxusuhren etc.). Es würde aber den Rahmen sprengen.

Hier noch aktuelle Zahlen zur Lage:

Und hier für Vintage:
 

Damocles

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Ich vermute mal einige Marken werden die Flucht nach oben (steigende Preise) antreten. Und andere - weniger starke - Marken, sich verkleinern müssen.
Die klassische mechanische Uhr als Alltagsgegenstand wird mit der Zeit aussterben, und ein Luxusgut und, besonders in Asien, ein reines Statussymbol werden.
 

PaulePauländer

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Das alles, mit dem Namen " Quarzkrise" gab es bereits in den 70ern, der Tod der mech. Uhr proklamiert.
Dazu fällt mir nur der Satz von Herrn Biver ein, dass niemand eine Uhr benötigt, die 5000 Euro kostet.
 

bachmanns

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Gestorben ist die mechanische Uhr in den 70ern und 80ern nicht, aber vom Alltagsgegenstand zum Luxusobjekt mutiert. Diese Entwicklung wird vermutlich weitergehen.

Das Produktionsvolumen bei mechanischen Uhren aus der Schweiz liegt heute bei ca. 9 % dessen, was zur Spitzenzeit um 1974 herum ausgestoßen wurde. Der Wert der produzierten Uhren hingegen hat sich seitdem mehr als verzehnfacht. Der Durchschnittspreis einer mechanischen Uhr hat sich also während der letzten knapp 50 Jahre in etwa verhundertfacht. Auch diese Tendenz dürfte sich fortsetzen; schon in den 70er Jahren haben die Hersteller sinkende Volumina durch stetige Preissteigerungen aufgefangen.
 

Damocles

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Bis Mitte der 90er war die Armbanduhr aber noch "Pflicht" da es keine Alternative gab.
Handy und Smartwatch sind aber Konkurrenz die die klassische Uhr (egal ob mechanisch oder Quarz) als Gebrauchsgegenstand verdrängen.
Ich vermute mal dass das Interesse an Uhren eher von den Generationen kommt die noch mit der Uhr aufgewachsen sind.
Ein Zwanzigjähriger heute wird eher auf eine Apple Watch schauen.
 

Gainde113

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Denke, dass im unteren Preissegment ein Verdrängungskampf stattfindet, zugunsten der Smartwatches (Tracking, Gesundheit etc.). Das mittlere Segment wird genauso aufgerieben.
Die Rettung ist die Flucht in den Luxus mit seinen eigenen Bedürfnissen, wie bereits in der Quarzkrise, welche aber nur durch einige starke Brands gewonnen wird.
 

Che neUhr

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Ich denke, unbeeindruckt von jeglichem Fachwissen, dass gerade mechanische Uhren ihre Faszination in eine grünere Zukunft hinüberretten werden, in der vieles nur noch digital und elektrisch sein wird. Auch wenn der letzte Verbrenner nur noch im Museum zu bestaunen sein wird, möchten Technik-affine Menschen sicherlich auch noch Zahnrädchen bestaunen wollen...
Ich trage erst Uhren, seitdem mir bewusst wurde,
dass um uns herum fast alles nur noch über Strom am laufen gehalten wird (werden soll).
Politisch unkorrekt wollen Jungs (und viele Mädchen) halt immer noch mit der Dampfmaschine spielen, weil diese zu verstehen ist. (Technik die begeistert...)
 

Damocles

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Es wird sicher immer noch Interesse an mechanischen Uhren geben, genauso wie in Miniaturdampfmaschinen und Modelldüsentribwerken.
Nur wird das keinen großen Markt mehr bilden, und somit eine verkleinerte Industrie in dem Bereich bedeuten.
 

HerrvonBooze

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Die Antwort wird wohl eine einfache sein, allein wenn ich mir Uhren bei amazon anschaue und was da für eine viellfallt herrscht und das deutlich unter 100€.
Der braucht sich nicht zu wundern, dass gerade in dieser Preisklasse nicht Uhren affine Leute lieber so ein gut aussehenden billig China Wecker kaufen, anstatt Uhren alt eingesessner Uhrenhersteller zu kaufen, deren Preise mal wieder stark angestiegen sind.
 

Lemonbaby

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Bis Mitte der 90er war die Armbanduhr aber noch "Pflicht" da es keine Alternative gab.
Handy und Smartwatch sind aber Konkurrenz die die klassische Uhr (egal ob mechanisch oder Quarz) als Gebrauchsgegenstand verdrängen.
Ich vermute mal dass das Interesse an Uhren eher von den Generationen kommt die noch mit der Uhr aufgewachsen sind.
Ein Zwanzigjähriger heute wird eher auf eine Apple Watch schauen.
Dachte ich auch mal kurz, aber die Realität zeigte mir, dass mechanische Armbanduhren als Statussymbol dort genauso ziehen. Unsere Trainees im Vertrieb kamen auch mit grünem Mindset und dem täglichen Frappucino-Smoothie ins Büro. Nach zwei bis drei Jahren und mit steigenden Gehältern haben dann doch viele zu einer teuren mechanischen Uhr gegriffen, um sich etwas Schönes zu gönnen. Irgendwann kriegen wir jeden... :D
 

Mueller27

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Ich glaub' hier geht was durcheinander.

Es gibt eine kurzfristige "Corona-Krise" und die andauernde sog. "Smartwatch-Krise".
Beides hängt nicht miteinander zusammen, beeinflusst aber gleichermaßen die gleichen Produktgruppen: Die günstigen Uhren im Massenmarkt und die Mittelklasse.

Luxus läuft dagegen immer.
Schlagwort: Flucht in die Sachwerte.

Und die "Corona-Krise" und ihre Überwindung hat jetzt eindeutig gezeigt, wobei das eigenlich schon lange klar ist: Die Konsumengen in China und Asien sind die Treiber des Marktes. Hier entscheiden sich Wohl und Wehe der Schweizer Hersteller.
 
Zuletzt bearbeitet:

Damocles

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Corona wird aber einen großen Einfluss auf die Industrie haben, Kurzarbeit, mehr online Verkäufe (weniger Marge), viele potentielle Kunden sparen an unnötigen Ausgaben etc.
Und da der allgemeine Trend - durch die Smartwatches - nicht rosig aussieht, wird sich da einiges bewegen im nächsten Jahr.
 

emde

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Und die gute alte Smartwatch wird ja immer wieder als Schreckgespenst angeführt, dabei nimmt sie eigentlich nur den Modeuhren Marktanteil ab...
Also ich habe in Meetings in den vergangenen Jahren (jetzt gibt es ja keine Meetings mehr, bei denen man Uhren erkennen kann) durchaus beobachten können, dass einige ihre mittel bis hochpreisigen (bis hin zu Omega und Rolex) Uhren durch eine Apple Watch ergänzt / ersetzt haben.
Meine (durch keinerlei Fakten substantiierte) Meinung ist, dass es zu einer (weiteren) Konsolidierung der Industrie kommen wird, dass der (extreme) Luxusbereich (100k+) weiter wachsen wird, aber dass die Preisentwicklung im "Luxus-Einstiegsbereich" (Omega, Rolex Stahl) nicht losgekoppelt von der allgemeinen Gehaltsentwicklung weitergehen kann, denn dann wird es für einen normalen Facharbeiter zunehmend schwer sich das mal "zu gönnen"
 

Minuten-Repetition

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Moin Leutz
ich werfe mal meine 5 Cent in den Ring. Ich habe mir kurz vor dem ersten Lockdown eine Hamilton Intramatic gegönnt und jetzt kurz vor dem zweiten eine Sinn 903.
Ist zwar Zufall:-) aber ich kann mir gut vorstellen das sich solche Leute wie "wir" in Zeiten wie "diesen" einfach aus Langeweile eine (oder zwei ;-)) neue Uhren gönnen.
Anderweitig Geld ausgeben ist ja auch z.Zt. nicht spaßig.

Greetz Armin

Ps: Aus der gleichen Motivation schleiche ich schon eine Woche im Netz um einen Siebträger herum.
 
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