Welche Taschenuhr ist das?

Diskutiere Welche Taschenuhr ist das? im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Liebe Uhren-Experten, ich habe eine Taschenuhr geerbt und, naja, es ist wirklich schwierig, etwas darüber zu erfahren, wenn man keine Ahnung hat...

Sebastian67

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Liebe Uhren-Experten,

ich habe eine Taschenuhr geerbt und, naja, es ist wirklich schwierig, etwas darüber zu erfahren, wenn man keine Ahnung hat. Beispielsweise habe ich hier Gold Hallmark Identification Wizard geschaut, aber einfach nicht die Krone gefunden, die in den Deckel gedruckt ist. Ich dachte mir, hier im Forum sind Leute, die sofort wissen, welche Uhr von welchem Hersteller aus welcher Epoche das ist. Wäre großartig!

Sebastian
 

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Ruebennase

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Uahhh - also das ist ein Ding Dong sprich eine Repetition im 14 k Gehäuse mit schweizer und deutschen Punzen. Der andere Stern, den ich nicht genau erkennen kann, könnte die Punze von Dürrstein sein. Dann sollte im Zentrum ein D stehen. (Vergl. www.mikrolisk.de) Die Uhr stammt aus der Schweiz und wurde in Deutschland verkauft. Das war ein vermutlich ein paar Jahre vor der Jahrtausendwende. Das komplizierte Werk ist von hoher Qualität mit Decksteinen auf Anker - und Ankerrad sowie feinst ausgearbeiteten Bauteilen. Ich bin da nicht so der Speziell aber das Uhrwerk ist vermutlich auf Le Coultre Basis. Gibt es noch einen beschrifteten Staubdeckel?

Grüße Rübe
 

monozelle

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Was Rübe schreibt. Ich sehe da auch das Dürrstein-Label. Ein tolles Stück und exzellent erhalten. Sieht man nicht alle Tage.
Die Krone ist der deutsche, das Eichhörnchen der Schweizer Goldstempel. 0,585 ist der Feingehalt, was - wie Rübe schon sagte - 14 Karat entspricht. Sie meinte vermutlich nicht die Jahrtausend- sondern die Jahrhundertwende. 😉 Also so um 1900 herum.
 

Sebastian67

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Hallo Rübe, hallo Ingo,

schon mal herzlichen Dank für Eure aufschlussreichen Antworten! Ich habe die Uhr dummerweise gerade nicht hier. Sobald ich sie habe, mache ich noch bessere Fotos. Vielleicht noch interessant: Ich habe Stunden im Netz verbracht, um genau so ein Ziffernblatt mit genau diesen Zeigern zu finden - Fehlanzeige!

Viele Grüße
Sebastian
 

pet.sch

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Hallo Sebastian,
Rübe hat Recht, es könnte das Zeichen von Dürrstein aus Dresden im Gehäuse sein und das Werk könnte von LeCoultre stammen. Wenn das Werk von LeCoultre ist und Du Glück hast, dann ist eine Signatur unter einem der Hämmer der Repetition. Um das zu sehen, kannst Du vorsichtig mit einem Zahnstocher den Hammer etwas zurückdrücken. Der sitzt federnd vor dem Tonstab. LeCoultre Repetierwerke haben dort manchmal eine "Geheim"signatur.

Wenn Dir das mit dem Zahnstocher zu gefährlich erscheint, dann kannst Du auch bei geöffnetem Werk den Schieber für die Repetition runterziehen und dann etwas gegenhalten, damit das Schlagwerk nicht sofort ganz abläuft. Damit kannst Du die Hämmer auch so in Schlageposition halten, dass man sehen kann, ob eine Signatur darunter ist

Gruß
Peter

PS: Ähnlichkeiten bei den Zeigern oder beim Ziffernblatt waren Modeerscheinungen und sagen nichts über den Hersteller aus.
 
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Matthias MUC

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Läuft die Uhr? Ich kenn mich mit Repetitionen nicht aus, aber mir scheint da eine Feder kurz vor dem Abflug zu sein, jedenfalls sieht das Teil da so aus, als ob es nicht da oder nicht so hingehört..
1613773505166.png

Ansonsten feine Uhr, und umso schöner mit Familiengeschichte. Ist die Gravur auf dem Deckel das Monogramm von jemand aus Deiner Familie?
lG Matthias
 
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Matthias MUC

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Was Rübe schreibt. Ich sehe da auch das Dürrstein-Label. Ein tolles Stück und exzellent erhalten. Sieht man nicht alle Tage.
Die Krone ist der deutsche, das Eichhörnchen der Schweizer Goldstempel. 0,585 ist der Feingehalt, was - wie Rübe schon sagte - 14 Karat entspricht. Sie meinte vermutlich nicht die Jahrtausend- sondern die Jahrhundertwende. 😉 Also so um 1900 herum.
Ach, wenn in Jahrtausenden gedacht wird, dann paßt das mit "ein paar Jahren vor der Jahrtausendwende" schon auch für "um 1900 herum" :D hatten wir ja auch "kürzlich" eine...
 

Ruebennase

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Jaaa Leute ....natürlich um 1900 ...seit froh das ich nicht rechts und links unterscheiden mußte... die Feder von der Du sprichst, sehe ich auch nicht trotz Pfeil ...für mich ist da ein Übergang.

PocketWatch - Technik Taschenuhren-Kaliber LeCoultre Hier mal herunter scrollen bis Kaliber 30 (und 31). Da wird auch gezeigt wo sich ggf. die LeCoultre Markung wie von Peter beschrieben findet. Das paßt schon sehr gut :-). Bitte nicht an kleinen Unterschieden der Polituren oder hier ein Lager/Deckstein mehr oder weniger auf hängen. Die Grundkaliber wurden ausgeliefert wie bei der Kopien zu sehen "ohne alles" ( Die Abbildung stammt aus "Klassik Uhren", Ausgabe 5/1995 -geklaut bei Mikrolisk)
1613769656868.png

Der Kunde also Uhrmacher oder Großhändler konnte ein komplett fertiges Werk in beliebiger Ausstattung bestellen oder eben ein Rohwerk, dass zu der Zeit auch das Räderwerk und den Aufzug üblicher weise enthielt, und den Rest, sprich insbesondere die Hemmung selber bauen.

LIebe Grüße Rübe
 

pet.sch

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Ich kenn mich mit Repetitionen nicht aus, aber mir scheint da eine Feder kurz vor dem Abflug zu sein, jedenfalls sieht das Teil da so aus, als ob es nicht da oder nicht so hingehört..
Hallo Matthias,

an Deinem Pfeil sehe ich eine von drei Schrauben, die die Abdeckung der Aufzugsfeder der Repetition halten. Die andere ist links davon und die dritte zwischen den beiden Hammerlagern.
Ich seh aber nichts, was da nicht hingehört . Oder meinst Du die kreisförmige Linie, die man da bei Deinem Pfeil sieht ? Das ist der Absatz zwischen dem Federhausdeckel der Repetition und der Minutenradbrücke. Nach Links sieht das zwar aus, als wenn dieser Bogen da weitergeführt ist, aber das muss ein Absatz oder eine Ausnehmung auf der Grundplatine sein.

Gruß
Peter
 

Matthias MUC

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@Ruebennase, @pet.sch, ja, Ihr habt wohl recht... Wenn man nicht gaaanz genau hinschaut, sieht das wie ein bogenförmig durchgehendes Teil aus, das da beim linken Hammer entspringt und irgendwie komisch da rumgeht... :oops:
Hab den Verlauf der Fata Morgana-"Feder" mal in Gelb nachgezogen...
 

Ruebennase

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Im link wird eine finessierte Savonnette mit dem Kaliber gezeigt und die Grafik sollte nur ein unfinessiertes Werk zeigen .... dammich Leute was geht denn hier ab....Bitte noch meine Rechtschreibfehler korrigieren ..Danke
 
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Sebastian67

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Hier noch ein Foto von der Innenseite des Staubdeckels. Zur Frage mit der Gravur: Die Uhr muss von jemandem aus meiner Familie gewesen sein, ich erkenne auch das D, mit dem mein Nachname anfängt. Aber was könnten die restlichen Zeichen bedeuten?
Viele Grüße
Sebastian
 

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Ruebennase

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Also das D im Stern steht für Johannes Dürrstein ( einfach mal googeln ) und hat mit deinem Namen nichts zu tun. Das war der Verkäufer in Deutschland. FRC ist vermutlich die Herstellerpunze vom Gehäusemacher. Die Nummer ist die 'Seriennummer' der Uhr und die Eichhörnchen die Goldkontrollmarke aus der Schweiz ( ggf. googeln ) und 585 der Feingehalt.
Du musst Jemanden suchen der sehr gut situiert war und am Standort Deutschland viel Geld für ein Statussymbol ausgeben konnte um oder kurz vor 1900. Wenn Du auf die Gravur der Rückseite Bezug nimmst würde ich J,V, und D lesen.

Grüße Rübe
 
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Scholle

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Ich habe auch ne Dürrstein um 1900 und die ist nur aus Tulasilber da brauchte ich nicht sooooo viel Sülze darum machen, weil das Werk einfach auf der Brücke mit Dürrstein gepunzt war.
Und im Deckel halt der Rest. Silberbehalt. Gehäusehersteller usw.
 
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