Wehrmachtsuhr oder Uhr aus der Nachkriegszeit?

Diskutiere Wehrmachtsuhr oder Uhr aus der Nachkriegszeit? im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Seit einiger Zeit schlummert diese Aristo-Armbanduhr in einer meiner Schubladen. Habe sie jetzt erst wieder entdeckt. Da sie stark einer...
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Seit einiger Zeit schlummert diese Aristo-Armbanduhr in einer meiner Schubladen. Habe sie jetzt erst wieder entdeckt.
Da sie stark einer Doxa-Militäruhr aus meinem Besitz ähnlich ist, frage ich die Fachleute unter Euch, ob dies auch eine Wehrmachtsuhr sein kann, obwohl sie keine dementsprechenden Nummern oder Bezeichnungen besitzt.

Gruß Willy

Hier einige Bilder:
 

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Hands

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Hallo Willy
Ich denke das Wehrmachtsuhren schon über die DH Nummernprägung am Boden verfügen sollten, um als solche zu gelten.
Soviel ich weiß, hatten die Uhren ein AS1130 Kaliber verbaut.
 
Micha

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Jo, mein gelesen zu haben daß die Uhren vom Bodenpersonal
der Luftwaffe getragen wurden auch das die Uhren keine Gravur
hatten wie im übrigen die Tutimas und Hanharts auch nicht.
Nur die pre.WWII Uhren aus Schweizer Produktion hatten das
RLM-Nav. mit Nr. am Boden.
Kann man bei Knirim nachlesen.
 
Uhrenfreak

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Hallo Hands und Micha,

vielen Dank für Euere schnellen Antworten. Ein Bild muss ich wohl noch anfügen. Es zeigt am Gehäuserand um das Werk Markierungen. Dachte, dass diese von einem Uhrmacher stammen, bin mir da aber nicht sicher.
Gruß Willy
 

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JungHans

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Hallo,
das Werk dürfte ein Durowe 410 sein,
was für mich auch gegen die Dienstuhr spricht, ist die fehlende Stoßsicherung.
 
Micha

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Wäre möglich, da aber die meisten Tutimas auch keine hatten würde ich das so nicht festmachen.
Eine Aristo ist glaube ich sogar bei Knirim zu sehen.
 
Rata

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Hallo, Willy,

die Aristo ist meiner Meinung nach keine Nachkriegsuhr, ob sie eine Militär- oder Dienstuhr ist, weiß ich aber nicht. Frag aber mal bei Felix (phoibos) nach, der sich auf alte Militär- und Dienstuhren spezialisiert hat. Die Kerben im Gehäuserand haben irgend etwas mit der Serienfertigung zu tun, hab es hier im Forum gelesen, finde den Thread aber leider nicht mehr..:-(. Die Monteure in den Fabriken bekamen immer aufgeteilte Schachteln mit jeweils 12 Uhren in Einzelteilen. Die Markierungen dienten, wenn ich es noch recht weiß, dazu, dass die für die jeweiligen Uhren gedachten Einzelteile nicht durcheinander gebracht wurden und auch zur Übersicht, wie viele Exemplare der Arbeiter im Ablauf einer bestimmten Zeit gefertigt haben (Akkord-Überwachung).

Viele Grüße, Otto
 
H

holger 57

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Hallo,
ich zweifle am Einsatz als Dienstuhr, denke aber, daß das Werk vor 1940 hergestellt wurde..
Dienstuhren waren auf dem Boden mit DxxxxxH (Heer), Dxxxxx (Luftwaffe) oder xxxxx mit KM auf dem ZB (Marine) gekennzeichnet. Eine Dienstuhr von Aristo habe ich bisher noch nicht gesehen, was aber nicht zu bedeuten hat.
Leider ist die Bedeutung des A/Pfeil/Eifelturm auf dem Unruhkloben bisher nicht geklärt; sonst ließe sich die Uhr sicher besser einordnen.
Gruß Holger
 
Uhrenfreak

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Hallo,
ich zweifle am Einsatz als Dienstuhr, denke aber, daß das Werk vor 1940 hergestellt wurde..
Dienstuhren waren auf dem Boden mit DxxxxxH (Heer), Dxxxxx (Luftwaffe) oder xxxxx mit KM auf dem ZB (Marine) gekennzeichnet. Eine Dienstuhr von Aristo habe ich bisher noch nicht gesehen, was aber nicht zu bedeuten hat.
Leider ist die Bedeutung des A/Pfeil/Eifelturm auf dem Unruhkloben bisher nicht geklärt; sonst ließe sich die Uhr sicher besser einordnen.
Gruß Holger
Es scheint sehr schwierig zu sein, nicht gekennzeichnete Dienstuhren als solche zu erkennen. Ich meine in einem Thread gelesen zu haben, dass in den späteren Kriegsjahren das Kennzeichnen nicht mehr üblich war.
Ob Aristo-Uhren als Dienstuhren gebaut wurden, müsst aber sicher zu belegen sein.
Vielen Dank für Eure Hilfe, dieses Rätsel zu lösen, soweit das möglich ist.

Gruß Willy
 
lennox

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He Willy
Bei Deiner Vintage handelt es sich eigentlich um eine schöne alte Uhr . Ihr eine Funktion anzudichten ist reine Spekulation.
In der Bucht wird ein Haufen Uhren als Dienstuhren angeboten die irgend ein Briefträger im Dienst getragen hatt. Die richtigen dienstuhren im sinne von Kriegsdienst sind eindeutig gekännzeichnet.Verfall nicht in die Versuchung aus einer Vermutung heraus eine schöne alte Uhr zur Dienstuhr zu Machen . Nur weil ein Wehrmachtsangehöriger ne Unterhose getragen hatt ist sie nicht automatich ne Dienstunterhose . Mittlerweile weden die Uhren gefakt hier mal eine aus Polen gefakt in den 70 gern.
Gruß
lennox

Danke an @Zenaida für die Fakespende.
 

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Zunächst möchte ich mich bei "Junghans" bedanken, dass er das Uhrwerk meiner "Aristo" als Durowe 410 bestimmen konnte. Das passt ja gut zu "Aristo".
Mir ist schon klar "lennox", dass nicht jede Unterhose eine Dienstunterhose ist. Wenn ich aber meine Doxa-Militäruhr (kein Fake) mit der Aristo vergleiche, gibt es mehrere Übereinstimmungen: Die Größe, die Gestaltung des Zifferblatts, die Leuchtmittel, das Edelstahlgehäuse, usw.
Da kann man sich als Laie schon fragen, ob das eine Militäruhr/Dienstuhr ist oder eine normale Armbanduhr, die so aussieht, weil sie in Kriegszeiten so verlangt wurde und den Geschmack dieser Zeit entsprach. Aber Du hast recht, eigentlich kann einem das wurst sein.

Gruß Willy
 

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lennox

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Als ich das Geh. in Ölpapier und mit einer Legende bekommen hab war ich baff . Sowas hatt den 2 Weltkrieg überstanden, in irgendeiner Kiste. Dann gab es bei mir immer mehr Zweifel . Da ich selber von der Sache keine Ahnung hatte, nur eins war mir bekannt , Dienstuhren zur Milirärgebrauch waren geschraubt
und dann hab ich mich ans Forum gewendet . Schnell haben mir die Spezis geholfen . Das ist das Gute an so einer Gemeinschaft.
Viel Spass mit Deiner Vintage .
lennox
 
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