Wasserdichtigkeit - Das Schrauben macht's

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McMoneysack91

McMoneysack91

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Liebe Wasserratten und Oberflächenplantscher,

ich dürfte mir in diesem Forum wahrscheinlich mittlerweile einen Namen gemacht haben als neurotischer Wasserdichtigkeits**zi. In früheren Posts fragte ich nach der Wichtigkeit der einzelnen Komponenten bezüglich der Wasserdichtigkeit einer Uhr. Viele verschiedene Meinungen las ich. Die Gummidichtungen seien es, die verschraubten Öffnungen seien es etc.

Nun, ich bin kein Scuba-Taucher. Und wenn ich einer wäre...ist die Frage, ob ich mich auf eine Automatikuhr da unten verlassen würde. Ich schwimme viel und gerne. Und am Liebsten mit einer Uhr am Arm. Das Tiefste, das ich freiwillig tauche dürften eine Handvoll Meter sein. Ab dann wirds nur noch unangenehm und schmerzhaft. Ich benutze eine Diver-Lünette eigentlich nur zum timen meiner Schwimmbahnen. Soviel zu meinem Aufgabenbereich im Wasser.

Meine persönliche These war, dass es die Verschraubung von Boden und Krone ist, die den Großteil der WaDi bestimmt. Ähnlich einer Mineralwasserflasche. Sie bedarf auch keiner Dichtungsringe und kann gut und gerne auf 10 bar aufgepumpt werden, ohne dass auch nur ein My Luft austritt. Gewiss ist das Thema bei Uhren ein anderes, wenn wir uns in ernsthafte Tauchtiefen begeben, aber mein Bereich im Wasser ist ja obig beschrieben. Dem galt meine These auch.

Wie der Zufall will, bekam ich gleich mehrere Uhren in die Hände, die sich im Wasser wohl fühlen. Eine Seiko SKX025 (10ATM Werksangabe) und eine Seiko SKX006 (200m Werksangabe). Beide mit verschraubten Öffnungen, versteht sich. Da ich das Experiment bereits ankündigte, konnte ich es nun durchführen und werde jetzt davon berichten:

1. Zuerst entfernte ich sämtliche Gummi-Dichtungsringe aus Gehäuseboden, Kronentubus und Kronenkopf.

...Das war's auch schon.

2. Alles zuschrauben und ab ins kühle Nass...nein, tatsächlich war das Nass von unterschiedlichen Temperaturen. Von Badezimmer-Wasserhahn-heiß hin zu Draußen-Regentonne-kalt.

Bei sämtlichen Tests ging ich nicht zimperlich vor. Rein da und schütteln - ich benutzte sogar meine rechte Hand ;) Nein im Ernst. Unter Wasser hin und her, rauf und runter, und das sehr ruckartig. Auch auf die Wasseroberfläche geklatscht (Schwimmbewegungen beim Kraulen z.B. oder beim Reinspringen). Draußen hat die Uhr sogar etwas Tiefe bekommen. Bis zur Schulter tauchte ich sie hinunter (ca 1m, also normales Schwimmen an der Oberfläche) und führte die Tortur weiter fort. Ich ließ die Uhr auf dem Boden der Tonne für mehrere Stunden.

Ergebnis: als sei nichts gewesen. Und das waren ordentlich gebrauchte und betagte Uhren aus den 90ern.
Das einzige, was nun noch fehlt ist ein (für meine Verhältnisse) Härtetest. Unser hiesiges Hallenbad geht bis 3,80m und das Sprungbecken des Freibades geht bis 5,50m glaub ich. 5,50 tauche ich noch nichtmals, ohne dass es höllisch weh tut. Die Uhr müsste ich dann an einer Schnur runterlassen.

Mir hat das Experiment soweit gezeigt (unt vielleicht hilft es auch meinen Leidensgenossen mit der WaDi-Neurose), dass eine Uhr, deren sämtliche Öffnungen verschraubt sind, dem Schwimmen und vermutlich auch Oberflächentauchen problemlos standhält. Auch wenn sie betagter ist, denn wenn sie es "nackt" schafft, schafft sie es mit Dichtungsringen erst recht, ganz egal wie alt diese sind.

In dem Sinne liebe Grüße
 
wisl1987

wisl1987

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Danke für dein Experiment! Ich habe bei meinen Uhren auch immer große Angst, dass sie undicht werden könnten. Trotzdem möchte ich beim Schwimmen, so wie du, nicht darauf verzichten. Ich werde weiterhin meine WaDi-Prüfungen machen lassen und die Dichtungen erneuern. Aber gut zu hören, dass auch wenn einmal etwas unbemerkt kaputt sein sollte es kein zu große Problem darstellt.
 
ETA2824

ETA2824

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Darf ich Dich mal was fragen? Ist Dir langweilig? :hmm:
Vor lauter Dichtungsringen und Verschraubungen habe ich die Übersicht verloren, was Du jetzt genau bewiesen haben willst.:roll:
 
D

Damocles

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Im Netzt gibts Videos wo jemand mit ner einfachen Casio F91-W in 15 Metern Tiefe taucht.
Ich glaub die Wasserdichtigkeit ist mit heutigen Fertigungstechniken auch bei Uhren mit sehr geringen Druckangaben kein wirkliches Problem mehr, wenn der Hersteller (oder Nutzer) nicht schlampt.
 
judaspriest

judaspriest

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Ich frag' mich jetzt, weshalb die meisten ungedichteten Uhren das Wasser förmlich anziehen:hmm:? Auch mit verschraubter Krone ist mir das schon passiert, beim Regen mit kurzem Hemd. Okay, die Uhr kam aus China, war aber am Boden und an der Krone prächtig verschraubt, hätte also dicht sein sollen, nach deinen Erkenntnissen:super:. Ich weiß nicht, welchen Sinn es haben soll, bereits von Ingenieuren ausgerechnete und geplante Dichtungen zu entfernen um ihre Überflüssigkeit zu beweisen:roll:.
 
judaspriest

judaspriest

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Vor allen Dingen läuft die besser als vom COSC vorgeschrieben, wenn man Stundenzeiger und Werk ebenfalls noch entfernt. Ohne jeglichen Service, immer und unter allen Bedingungen, perfekt...:klatsch:
 
volkerjoschi

volkerjoschi

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Vielleicht wäre ein Test etwas für "Jugend forscht"?
 
Fulano

Fulano

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Hm, jede Getränkeflasche hat im Deckel eine Dichtung, nimmst Du die raus, ist sie nicht mehr dicht. Das weiß jeder, der es früher nicht erwarten konnte an die Knibbelbilder zu kommen.

Da ich gerade einen Wasserschaden im Keller habe aufgrund der defekten Dichtung einer Wasseruhr gilt das auch für andere Bereiche. Und nein, ein Festschrauben hat nicht geholfen...

Eine Dichtung dient dazu Unebenheiten und Schwankungen auszugleichen. Kann im Ausnahmefall kurzfristig auch ohne gehen, das ist aber keinesfalls die Regel. Auch eine kaputte Uhr geht 2 mal am Tag richtig.
 
AWinnes

AWinnes

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...also ich finde die Häme hier nicht korrekt - ich zumindest habe mich sehr amüsiert und finde es eine lustige-ernsthafte Idee, dass das mal jemand testet. Mir geht's ja auch so wie ihm - immer eine mechanische Uhr am Arm und damit mal im Wasser, Regen, "eingeweicht" über Stunden (im Motorrad-Handschuh)…Alltagsbetrieb halt...die Uhren werden immer älter, eine Wadi-Prüfung schaffe ich selten.

Also...McMoneysack91...:-)..weiter so...und danke...

Grüsse

Andreas
 
Zerospieler

Zerospieler

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Ich weiß auch nicht warum ihr euch an den Dichtungen so aufhängt. Es war garantiert nicht seine Intention deren Überflüssigkeit zu beweisen sondern den möglichen Effekt einer porösen oder gerissenen Dichtung zu simulieren. Ich fand den Test sehr spannend, danke. Forschung at its best!. Bei der Uhr hätte ich ja schwören können dass du einen Zahlendreher drin hast aber eine SKX006 gibt es ja wirklich. Ziemlich hässlich aber die hätte ich nun wieder nicht versenkt, die muss so selten sein dass sie bestimmt viel Geld im MP bringt. Aber zum Glück ist ja alles gut gegangen .
 
McMoneysack91

McMoneysack91

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Nicht korrekt finde ich die Häme auch ein wenig, aber ich habe mich schon lange damit abgefunden.^^ Ich hätte natürlich die Anfangsthesen darstellen sollen, die mich zu diesem Experiment geleitet haben.

Ich las in Foren (so auch Watchuseek), dass Leute behaupteten, das Verschrauben täte rein gar nichts zur Sache. Es sei lediglich da, damit man nicht ausversehen die Krone im Wasser herauszieht. DAS finde ich z.B. etwas blöde. Vielleicht sollten wir dann auch eine verschraubte Faltschließe konstruieren, damit ich die Uhr nicht ausversehen im Wasser ausziehe - ich bitte euch. Zusätzlich zum Verhindern des versehentlichen Herausziehens habe die verschraubte Krone lediglich den weiteren Nutzen, die Welle schön gerade zu halten und zu schützen...ja natürlich. Auch fürs reine Plantschen seien es die Gummidichtungen allein, die die Uhr vor dem jämmerlichen Absaufen bewahrten, so hieß es. Einige Extremisten gingen soweit zu sagen, dass die Dichtungen schon nach einem, maximal zwei Jahren spröde und unbrauchbar seien und erneuert werden müssten.

Daher mein extremistischer Test - was, wenn GAR keine mehr drin sind? Mir sagt der Test jede Menge. Wie gesagt, es kommen noch die kleinen Tauchgänge bis 5,5m. Sie unterstützen bislang meine These, dass für solch geringe Tiefen jeder, der eine vernünftige Uhr mit Schrauböffnungen hat, beruhigt damit schwimmen (evtl tauchen) kann, ohne sich mit der WaDi und deren Instandhaltung verrückt machen zu müssen.

Dass China-Uhren (ausgenommen mal Sea-Gull) absaufen, brauchen wir nicht zu diskutieren oder? Eine chinesische Deep Sea Challenge wird es auch nicht auf 11km schaffen nur weil sie wie eine aussieht. Wir reden hier von gewissenhafter Verarbeitung.

@Zerospieler Es sei natürlich angemerkt, dass ich vorher die Innereien herausgeholt habe für den Fall des Versagens^^
 
Nuit89

Nuit89

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Moin,

vielen Dank für den Beitrag und das Experiment.

Ich kann die Kritik am TS überhaupt nicht nachvollziehen, er hat ja nicht behauptet wir sollen alle unseren Dichtungen ausbauen sondern lediglich einen Versuch gestartet, was wäre wenn bei einer Uhr mit verschraubter Krone/Boden eine Dichtung alt/porös ist.

Als jemand der mit seinen Uhren ins Wasser geht (Schwimmen/Wakeboarden), finde ich den Beitrag schon interessant und im Hinterkopf beruhigend.

Ich selbst habe mich nämlich auch schon einmal gefragt wieviel Wasser es denn bei so einem feinen Gewinde überhaupt erstmal durch die Gewindegänge schafft bis die Dichtung zum Tragen kommt.

Dennoch besitze ich auch Uhren mit nicht verschraubter Krone, aber immer mindestens 10 bar Wasserdichtigkeit. Eine verschraubte Krone ist aber einfach eine zusätzliche Sicherheit.

Natürlich ist mit intakten Dichtungen die Sicherheit bedeutend höher und ich werde weiterhin einmal im Jahr einen WaDi-Test bei meinen Uhren machen. Einfach für's Gewissen.

Gruß
Henrik
 
Spezi Matik

Spezi Matik

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Ich weiß auch nicht warum ihr euch an den Dichtungen so aufhängt. Es war garantiert nicht seine Intention deren Überflüssigkeit zu beweisen sondern den möglichen Effekt einer porösen oder gerissenen Dichtung zu simulieren......
Ist eine Dichtung gerissen oder porös, hat sie Löcher, durch die Wasser eindringen kann. Aus einem löchrigen Autoreifen dringt auch Luft.
 
Thema:

Wasserdichtigkeit - Das Schrauben macht's

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