Wasserdichtetester Fimecor Omega electronic - wer weiß mehr oder hat eine Anleitung?

Diskutiere Wasserdichtetester Fimecor Omega electronic - wer weiß mehr oder hat eine Anleitung? im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo, ich habe bereits erfolglos in einem anderen Forum gefragt, darum versuche ich jetzt hier mein Glück in der Hoffnung, dass jemand mir...
nobrett

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Hallo,

ich habe bereits erfolglos in einem anderen Forum gefragt, darum versuche ich jetzt hier mein Glück in der Hoffnung, dass jemand mir weiterhelfen kann.

ich habe einen interessanten Wasserdichtetester gefunden. "Omega elektronic", viel mehr steht nicht drauf. Ich vermute es ist ein AL 600, Google hat mir da keine Informationen, nur ein briefmarkengroßes Bild geliefert.

img92390pjaw2viz3.jpg

IMG_9238.JPG

IMG_9240.jpg

Die Pumpe pumpt, die Ventile scheinen zu funktionieren und dicht scheint das Ding auch zu sein. Ich vermute ein ähnliches Funktionsprinzip wie beim Bergeon 5555, nur moderner. Oben ist der bewegliche Halter mit dem die Uhr im Bad abgesenkt werden kann, die Ventile sind mit 1,2 und 3 beschriftet. Oben drauf ist ein Kurzzeitmesser, der laut summend in etwa 2 Sekunden abläuft. Ich denke das war so nicht gedacht, er sollte eher 5 Minuten messen, denn das ist der auf der Rückseite angegebene Prüfzeitraum. Im Inneren sind Reste einer roten Flüssigkeit.

Aus welcher Zeit stammt das Gerät?

Hat jemand eine Bedienungsanleitung oder kann mir sagen wie das Gerät zu bedienen ist, damit ich es mir nicht selbst zusammenreimen muss?

Bisher hat es mich nie interessiert ob eine Uhr wasserdicht ist oder nicht, aber an dem schönen und bunten Stück Technik konnte ich einfach nicht vorbeigehen. ;)

Gruß
Norbert
 
Mavica

Mavica

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Vom Prinzip her kann ich Dir folgendes Sagen:

1. Uhr reinhängen, an oberster Position, also im Trockenen.
2. Druck erhöhen
3. Druck einwirken lassen.
4. Druck langsam wieder senken und dabei
5. Uhr ganz in die Flüssigkeit eintauchen.

Steigen dann irgendwo stetig Blasen an der Uhr aus, ist sie dort undicht.


Die Röhre mit der Skala an dem Gerät stellt wohl das Manometer dar. Damit kannst Du bestimmen, bis zu welcher Tiefe Du testest.

Aber Vorsicht:

Es hat mir bei dieser Prüfmethode auch schon Gläser aus der Uhr gedrückt. - Deshalb prüfe ich jede Uhr immer erst ohne Werk.
Und letztens wollte ich bei einem Gehäuse mit Glasboden zuviel. Der ist dann bei 6 bar durch das gehäuse durch.implodiert und hat auch das eigentliche Glas nachhaltig beschädigt.

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Nachtrag:

Ich habe mir die Skala nochmal angesehen. Also irgendwie bedeutet das was Anderes.
 
Oelfinger

Oelfinger

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Nimm Punkt 5 und dann erst Punkt 4. Nach Druckaufbau die Uhr in die Flüssigkeit und dann Druck nachlassen.

Nach der Skala sieht es eher nach einem Instrument für eine Blutsenkung o. ä. aus. Oder zum Trennverhalten von Flüssigkeiten.

Grüsse

Günter
 
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Thallius

Thallius

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Wieso eigentlich "Air Leak Meter"?

Also ich finde das Gerät ist schon deutlich anders als die üblichen Geräte die ich so kenne die mit Wasser testen. Wozu die drei Kammern? Wieso bleibt die rote Flüssigkeit in dem oberen Teil? Oder ist das alles nur eine optische Täuschung?

Und was soll diese Skala? Damit kann ich gar nichts anfangen.

Gruß

Claus
 
nobrett

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Hallo.

@ Mavica: Genau, so wie Du es beschreibst arbeitet ja z.B. der Bergeon 5555 und seine China Derivate. Die Tücken der Messung mit Luftdruck sind mir bekannt. Ist der Innendruck der zu prüfenden Uhr durch ein kleines Leck angestiegen und lässt man außen rum die Luft ab, um sehen zu können ob und wo es blubbert, kann es einem mit Pech das Glas rausdrücken. Dann ist die Uhr geflutet und man kann sie gleich (wieder) zerlegen. Es ist daher immer gut, einmal den Zyklus aufpumpen, warten und dann schlagartig die Luft ablassen zu durchlaufen, bevor man dann im zweiten Durchgang die Uhr vor dem Luftablassen versenkt. Wenn sie das erste Mal nicht auseinandergeflogen ist, steht sie wahrscheinlich auch den zweiten Durchgang durch ("können Sie mir bitte mal eben die Wasserdichte prüfen").

Auffällig sind die Reste der roten Flüssigkeit. Da gehört offenbar tatsächlich noch eine zweite Flüssigkeit rein und an der Höhe der Trennfläche kann man irgendwas ablesen. Ich werde noch nicht schlau daraus. (Aber wenns einfach wär, wäre es ja keine Herausforderung. ;-))

Air Leak Meter: Die ganzen Eintauchgeräte spüren Luftlecks auf. Der Name irritiert mich erstmal nicht.

Gruß
Norbert
 
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Oelfinger

Oelfinger

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Die Dichtigkeitsmessgeräte die ich hier aus dem Forum kenne haben alle ein Manometer auf/an dem Druckbehälter, an diesem sehe ich keins. Die Einstellmöglichkeit per Potentiometer von 1-5 scheint mir etwas, naja, ungenau zu sein. Ist der Behälter unten geschlossen oder sitzt er lediglich auf der Grundplatte auf?

Grüsse

Günter
 
Rostfrei

Rostfrei

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Meines Wissens funktioniert dieses Gerät ohne Wasser - es misst lediglich den Luftdurchsatz in die Uhr - eben jene µm je min;
Tritt Luft in die Uhr ein (also wenn diese undicht ist), so wird die farbige Flüssigkeit in der Röhre nach oben 'gesaugt'; je höher die Skala steigt, desto 'undichter' ist die Uhr
 
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nobrett

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@Günter: Der Behälter ist geschlossen und druckdicht. Statt eines Manometers gibt es eine Flüssigkeitssäule.

@Theo: Interessanter Gedanke, da könnte wirklich was dran sein. Wenn die Uhr nicht eingetaucht wird verstehe ich aber nicht, warum man sie auf und ab bewegen kann wenn sie in den Halter geklemmt ist.

Gruß
Norbert
 
Alobar

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@ nobrett
- "Omega elektronic" ist doch nur die Gerätebezeichnung
wichtiger ist die SUCHE nach dem Hersteller. Das schwarze Schild rechts von der Gerätebezeichnung "Omega elektronic" und vielleicht mehr auf der Unterseite des Gerätes. Im Bild kann man leider schlecht entziffern wie der genaue Name heißt.

Gruß
Alobar
 
U

uhr_10

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Also, so weit erkennbar funktioniert das alles ohne Wasser.

Zwei Behälter mit einer Verbindung (die Skala), die gleichzeitig die optische Verstärkung darstellt, damit man überhaupt etwas sieht.
Die rote Flüssigkeit wird unten bis ans untere Ende der Skala eingelassen. Das Röhrchen müsste dann eintauchen. Die Uhr muss wohl oben rein. Dann werden beide auf den gleichen Druck gebracht (angeblich nur 2 bar). Dann zumachen und warten. Ist die Uhr undicht, wird der Druck oben geringer, was die Flüssigkeit ansaugt. Nach 5 min hast du das Ergebnis.

Für welchen Schritt welche Knöpfe gedreht werden müssen ist anhand der Bilder nicht ermittelbar ;-)
 
Mecki 16

Mecki 16

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Hallo
Habt Ihr weitere Informationen zu dem Air Leak Meter gefunden?
Ich arbeite seit 35 Jahren erfolgreich und gerne mit dem Gerät um gefahrlos undichte Stellen an Uhren zu lokalisieren.
Leider ist das rote Öl nicht mehr zu bekommen.
Weiß jemand wo man ein entsprechendes Öl herbekommt?
Falls jemand noch Fragen zur Bedienung hat kann ich auch da gerne weiter helfen.
 
K

kababear

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Hi Mecki
Hätte auf eingefärbtes Parafinum Perliquidum getippt. Wasserdünnes Parafinöl.

Magst du uns kurz aufklären, wie die Prüfung abläuft?
 
nobrett

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Zufällig hat sich herausgestellt, dass ein befreundeter Uhrmacher das Gerät gut kennt und früher viel damit gearbeitet hat. Er sagt, mit Lebensmittelfarbe eingefärbtes Wasser wäre ok. Da wir keine Lebensmittelfarbe da hatten, konnten wir es noch nicht ausprobieren.

Viele Grüße
Norbert
 
Theo951

Theo951

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Hallo an alle,
für WD Test besitze ich das Greiner Vibrograf, WPV-350 sowie Leak Checker 2000. Ein AL 600 hat ich nie gehabt.
Ich war aber immer auf der Suche nach technische Anleitungen für Uhren (Alle Art von Messgeräte) und durch Zufall hate ich die original Anleitung das AL 600 gefunden.
Die lag zusammen mit anderen technische Unterlagen wie Reinigung, WD und Zeitwaage Dokumente.
AL 600 war Schutzvermarktes Produkt und über Fimecor Vertrieben.
Ich kann gerne an alle, die auf der Suche nach der AL 600 technische Anleitung sind, per PN das Dokument zu senden. Ich habe es (Professionell) in farbige PDF konvertiert.;-)
Auch an alle die auf der Suche nach technische Anleitungen für Uhren Messgeräte sind (50er bis 80er Jahre) kann ich auch eventuell helfen.
Als Hobbyist möchte nur Freunde der Uhrmacherei helfen und somit frei anbieten.
Anbei das Deckblatt der AL600 Gebrauchsanweisung. Das Komplet Dokument besteht aus 12 Seiten.AL 600 User Manual.jpg

Also bitte um PN an Alle die AL600 Gebrauchsanweisung brauchen.
Beste Grüße:ok:
Theo
 
Mecki 16

Mecki 16

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Hätte auf eingefärbtes Parafinum Perliquidum getippt. Wasserdünnes Parafinöl.

Magst du uns kurz aufklären, wie die Prüfung abläuft?


Es gibt farbige Lampenöle die wohl aus Paraffinöl sind aber die können abfärben und das bekommt man nicht mehr aus der Maschine.
Zur Befüllung:
Das Öl wird durch das kleine Röhrchen am Wassertank eingefüllt bis zur Markierung unten im Behälter ca . 10 ml schätze ich, Achtung rote Ventielschraube 1 vorher öffnen damit der untere Behälter belüftet ist.
Im oberen Behälter füllt ihr dann Destilliertes Wasser bis zur Markierung ein, Da ich auch dickere Taucheruhren habe nehme ich immer etwas weniger Wasser.
Zur Prüfung:
Die Uhr wird ohne Armband aber fertig zusammengebaut in die Klammer am Deckel geklemmt und die Klammer bis unter den Deckel gezogen. Dann wird der Deckel aufgesetzt und richtig verschlossen. Die untere rote Schraube 1 wird verschlossen und die blaue obere Schraube 2 geöffnet das die Luft eidringen kann. Nun wird der Kompressor eingeschaltet und gewartet bis das Öl in dem anderen Röhrchen bis zur Markierung angestiegen ist. Nun wird der Kompressor abgeschaltet die blaue Schraube 2 verschlossen und der kleine Kurzzeitmesser aufgedreht der dann wieder vollständig ablaufen muss.
- Aufpassen bei falscher Reihenfolge der Bedienung kann einem das rote Öl durch dem Druck in den oberen Wasserbehälter gedrückt weden-
In der Zeit konnte ein Druckausgleich bei einer undichten Uhr stattfinden eine dichte Uhr behält ihren ursprünglichen Druck im Gehäuse. Jetzt kann die Uhr ins Wasser gesenkt werden und die untere rote Schraube wird langsam geöffnet und der Druck entweicht. Dabei wird die Uhr genauestens beobachtet ob Luftblasen aus dem Gehäuse entweichen (Glas, Gehäuseboden, Kronen und Drücker) an einer dichten Uhr sind es nur wenige Luftblasen die sich eventuell unter dem Drückerrand oder am Außengehäuse befanden. Bei einer undichten Uhr sind es viele Blasen die aus einer Stelle drücken da die Luft wieder aus dem Gehäuse geht. An der Stelle muss nachgebessert werden.
-Einige Geräte haben 3 Schrauben die mittlere Schraube ist zum ablassen des Wassertanks um das Wasser zu wechseln-

Ich hoffe das ich das verständlich erklärt habe und sich auch kein Fehler eingeschlichen hat.
Guten Erfolg
 
Mecki 16

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Hallo an alle,
für WD Test besitze ich das Greiner Vibrograf, WPV-350 sowie Leak Checker 2000. Ein AL 600 hat ich nie gehabt.
Ich war aber immer auf der Suche nach technische Anleitungen für Uhren (Alle Art von Messgeräte) und durch Zufall hate ich die original Anleitung das AL 600 gefunden.
Die lag zusammen mit anderen technische Unterlagen wie Reinigung, WD und Zeitwaage Dokumente.
AL 600 war Schutzvermarktes Produkt und über Fimecor Vertrieben.
Ich kann gerne an alle, die auf der Suche nach der AL 600 technische Anleitung sind, per PN das Dokument zu senden. Ich habe es (Professionell) in farbige PDF konvertiert.;-)
Auch an alle die auf der Suche nach technische Anleitungen für Uhren Messgeräte sind (50er bis 80er Jahre) kann ich auch eventuell helfen.
Als Hobbyist möchte nur Freunde der Uhrmacherei helfen und somit frei anbieten.
Anbei das Deckblatt der AL600 Gebrauchsanweisung. Das Komplet Dokument besteht aus 12 Seiten.Anhang anzeigen 2494684

Also bitte um PN an Alle die AL600 Gebrauchsanweisung brauchen.
Beste Grüße:ok:
Theo


Hallo
Ich arbeite zwar schon lange mit dem Gerät aber es wäre toll wenn du mir die PDF zukommen lassen würdest.
Besten Dank und lieben Gruß
 
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