Wasserdicht Test wie verlässlich?

Diskutiere Wasserdicht Test wie verlässlich? im Herrenuhren Forum im Bereich Uhrentypen; Hy Leute Zuerst möchte ich sagen, dass ich hier nicht wieder einer der vielen Wasserdichtheits Trades eröffnen möchte. Ich habe nur eine...
wrx90

wrx90

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Hy Leute

Zuerst möchte ich sagen, dass ich hier nicht wieder einer der vielen Wasserdichtheits Trades eröffnen möchte.

Ich habe nur eine Frage. Bei mir in der Nähe hats ein par Konzis. Bei zweien von denen lies ich meine Uhr (die bis auf 300 Meter Wasserdicht ist) testen.

Das eine Geschäft hat sie auf 3 Bar getestet (Bucherer) und das Andere auf 10 Bar.

Mir wurde in beiden Geschäften gesagt, dass ihr Gerät nicht mehr Druck erlaube.

Nun meine Frage: Wenn meine Uhr auf 3 Bar beziehungsweise 10 Bar wasserdicht ist, ist sie dann auch auf die vollen 30 Bar wasserdicht?

Und da stellt sich mir gleich noch ne Frage: Bucherer, dass ich bis jetzt immer als ein renomiertes FACHGESCHÄFT angeschaut habe, kann Uhren nur bis auf 3 Bar testen? ist das nicht komisch?
Hier noch die Begründung der Bucherer- Verkäuferin als ich sie darauf angesprochen habe: Für den Alltag reichen 3 Bar Druckbeständigkeit aus.

Kann mir da jemand helfen? :confused:

Grüsse

Wrx90
 
L

Lowang

Gast
Voll die coole Antwort von der Verkäuferin. Ist ja sehr freundlich............... Auch wenn Sie Recht hat darf man sowas einem Kunden bei einem Konzi nicht sagen.
Also wenn Sie auf 10bar dicht ist heisst das noch lange nicht das Sie das bei 30 bar auch ist. Das ist ja ein vielfaches an Druck.
 
bährliner

bährliner

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Ja das ist normal.

Wenn eine Uhr für 20bar gebaut ist ist und dann bei einem 10bar-Test dicht ist, dann ist sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch bei 20bar dicht.

Denn das Dichtungssystem wird durch den hohen Druck nur noch dichter, vereinfacht ausgedrückt.

Quelle: Sinn-Mitarbeiter
 
hass67

hass67

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So wie mein Vorposter es gesagt hat, ist es wohl richtig.

Die Wenigsten haben Testgeräte, die mehr als 10 ATM ermöglichen. Das reicht auch vollkommen aus. Andere Geräte wirst Du nur bei den Herstellern selbst oder eventuell einem absoluten Diverspezialisten finden.
 
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marfill

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...auf jeden Fall wasserdichter, als die Rechtschreibung...
 
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Thomas_G.

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Eine Uhr, die bei 5 ATM dicht ist, ist mit weit über 99prozentiger Sicherheit auch bei 30 bar dicht (wenn die Uhr entsprechend dicht sein soll). Der Druck unter Wasser komprimiert auch die Uhr und Dichtung, das bedeutet das Glas und Boden definitiv dichter sind als im flachen Wasser.
Daher reichen auch die Tests bis 3 bar aus, zumindest für Alltagsuhren. Taucheruren sollten schon ab 5 bis ca. 10 bar geprüft werden. Die Geräte sind jedoch teuer, die das prüfen können. Daher sparen sich manche die Ausgabe, und nehmen lieber das 3 bar.
 
wrx90

wrx90

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Vielen Dank für die Antworten.

Okay das mit dem höheren Druck = dichter macht irgendwie Sinn. (Natürlich nur bis zu einem gewissen Mass)

Schade finde ich nur, dass ein Geschäft wie Bucherer sich für das billigste Gerät (3 Bar) entschieden hat.

In dem Fall kann ich also davon ausgehen das meine Uhr wasserdicht ist?!

Grüsse

Wrx90
 
I

ince

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Zumindest für den Moment des Tests. Danach unterliegt es höherer Gewalt ;)
 
wrx90

wrx90

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Es gibt News in der Welt der Dichten ;-)

Ich hab bei mir in der Nähe tatsächlich einen Uhrmacher gefunden der einen Druck von 100 Bar aufbauen kann. Das entspricht etwa 1000 Meter. Dieses Gerät wird von Omega hergestellt oder zumindest vertrieben.
Da dieses Testverfahren etwas aufwendiger ist, als das "Normale" mit der "Käseglocke und dem Fühler fürs Gehäuse", musste ich meine Uhr zwei Stunden dort lassen. Schlussendlich kostete das ganze noch umgerechnet 20 Euro.
Aber das Ergebniss: Meine Uhr ist wie auf dem Zifferblatt angezeigt auf 30 Bar / 300 Meter dicht!
Für mich heisst das, dass wohl doch was drann ist an der Theorie: Wenn auf 10 Bar dicht, dann auch auf dem was auf dem Zifferblatt steht dicht!
Ich bin auf jeden Fall sehr glücklich, dass mein Ticker das Wasser draussen lässt :super:

Grüsse
Wrx90
 
N

northpoint

Gast
Wie bekomme ich es denn eigentlich "schwarz auf weiß" nach einer Reparatur, wenn ich meine Steinhart Ocean 44 zur Reparatur einsende, dass meine Uhr auch auf 300m dicht ist?
Falls diese Arbeit berechnet wird, so will ich auch den wahren Test wie die Uhr vom Hersteller spezifiziert ist (300m) und nicht eine Aussage ("Falls die Uhr bei 20bar dicht ist, so ist davon auszugehen..."). Sorry, aber das ist unseriös!

Die meisten grossen Werkstätten haben meines Wissens nur Geräte welche bis 20bar testen, oder?
 
thelema1

thelema1

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Mein Uhrmacher hatte mir das ganze Thema bezüglich der Prüfung der Wasserdichtigkeit einmal so erklärt:

Abdrücken einer Uhr bis 10 Bar (im Falle meines Uhrmachers, manche testen so auch bis 20 Bar) erfolgt durch einen "trockenen" Drucktest. Hierbei werden minimale Gehäuseverformungen gemessen.

Durch die Luft im Gehäuse (atmosphärischer Druck) dehnt sich das Gehäuse bei Unterdruck ein wenig aus. Diese Verformung wird gemessen und einige Minuten konstant gehalten.
Wenn der Wert nach Belüftung des Prüfgeräts gegen null tendiert ist die Uhr wasserdicht.

Bei höheren Prüfdrücken wird meist eher ein Natator-Test durchgeführt.

Hierbei wird die Uhr direkt in einem wassergefüllten Tank getestet.

Durch Komprimierung wird der gewünschte Wasserdruck (plus Sicherheitsreserve) erzeugt.

Ich kenne einige Uhrengeschäfte, die aber schlichtweg keine Natator-Tests durchführen können.

Ein Roxer Natator 125 kostet z.B. über 5000€. Ich schätze die Anschaffung eines solchen Gerätes ist einfach zu teuer für viele kleinere Betriebe.

Hinzu kommt, dass manche Geräte einfach keine Messwerte ausdrucken können.

Eine ausgedruckte Prüfbescheinigung gibt es dann (zumindest vom Gerät) nicht.


Bei Herstellern ist es nach meinen Erfahrungen überdies oftmals nicht üblich, dem Kunden die geprüfte Wasserdichtigkeit schwarz auf weiß zu bescheinigen.

Ein bekannter Hersteller sagte mir dazu beispielsweise vor geraumer Zeit, dass ich davon ausgehen könne, dass eine Uhr das Werk nur in geprüftem, wasserdichten Zustand verlässt.

Kommt einem oft erstmal komisch vor, ist aber scheinbar so üblich.:-)
 
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screwston

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Oia
Ich habe mal eine recht aktuelle Frage zu diesem recht alten Thema:

Ich habe heute eine gebraucht gekaufte, theoretisch wasserdichte Uhr zum lokalen Juwelier gebracht, um diese auf ihre Wasserdichtigkeit hin überprüfen zu lassen. Nachdem dieser bedingt freundliche Herr sich erst mal mit Schauergeschichten über zerberstende Uhrengläser, welche beim Test dann auch Zeiger und Ziffernblatt beschädigen bei mir hat absichern lassen, dass er nicht für Schäden haftet, hat er dann das spannende physikalische Experiment doch vorgenommen.

Der gute Teil des Resultats: meine Uhr ist noch ganz. Der weniger gute Teil: Der große Meister musste mir mitteilen, dass das Gehäuse der Uhr angeblich so massiv sei, dass die für den Test notwendige Verformung nicht eingetreten ist.

Nun die spannende Frage: Was bleibt mir jetzt noch übrig, als einfach mal darauf zu vertrauen, dass schon kein Wasser eintritt? Ein Irrtum wäre bei einer Quarz-Uhr wahrscheinlich latent suboptimal...
 
falko

falko

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Was ist denn das für eine supermassive Uhr? Wenn während der Testprozedur keine Verformung eintritt, kann das auch auf eine undichte Uhr hinweisen.
 
sigi

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Welche WD ist denn bei deiner Ihr angegeben?
Ein einfaches Gerät das nur auf Unterdruck testet ist bei Uhr mit WD größer 300 m ev. Überfordert.
Da bewegt sich das Glas halt nicht.
Gibt hier im UFO auch einen netten Faden zur Druckprüfung sehr hoher WD von Meiner Flybackpeter. Einfach Mal suchen
 
screwston

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Oia
@ Eine DPW/Breitling Colt. Wenn es nur an der "Undichtigkeit" gelegen hätte, wäre das dem "Experten" doch hoffentlich aufgefallen.

@sigi Es ist keine WD angegeben. Da die Uhr aber eine "Militäruhr" ist und eine verschraubte Krone und einen verschraubten Deckel hat, bin ich mal dummdreist davon ausgegangen, dass die nicht beim ersten Regen geflutet wird. Der Versuch mir Gewissheit zu erschaffen, ist ja leider gescheitert.
 
7C43700AZ22

7C43700AZ22

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Die Alternative für einen WaDi-Test ist ein vernünftiger Tauchshop in Deiner Nähe. Dort werden Tauchcomputer auf (über-)lebensnotwendige Dichtheit geprüft.
Letztlich sind das Quarzuhren, halt grösser und mit mehr tauchspezifischen Anzeigeoptionen.

Deiner Uhr kannst Du einen Dichtheits-Service gönnen, was in erster Linie das Abschmieren aller Dichtungen mit Silikonfett ist oder Austauch
der Dichtungen bei fortgeschrittenem Verschleiß durch Aushärten. Oft sehen die Dichtungen/O-Ringe noch super aus, sind aber ausgehärteter Schrott.
Abhängig von der Uhr gibt's Unterschiede. In der Regel handelt es sich um die Dichtung des Bodendeckels, (in) der Krone und/oder (auf) der Kronenwelle, sowie des Glases (wenn es nicht einfach bündig ins Gehäuse gepresst ist). Es gibt auch verschraubte Gläser, die haben in jedem Fall eine Dichtung. Der O-Ring in der Lünette hat zwar keine Dichtungsfunktion, sondern lediglich eine Gleitfunktion, hier sorgt Abschmieren (oder Erneuern) wieder für sauberes ruckelfreies Drehen der Lünette.

VG
7C43700AZ22
 
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tschasovschik

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Schauergeschichten über zerberstende Uhrengläser
Das kann beim WD-Test wirklich passieren, und ich kann den Mann verstehen, dieses Risiko mit dem Besitzer vorher abzuklären.
Wenn es nur an der "Undichtigkeit" gelegen hätte, wäre das dem "Experten" doch hoffentlich aufgefallen.
Wenn eine Uhr bei der Prüfung keine Verformung zeigt, kann:
1) Der Druck zu gering sein
2) Gehäuse/Boden/Glas sehr dick und steif
3) Uhr undicht
Persönlich tendiere ich auf "Uhr undicht", der Uhrmacher führt diese Marke nicht und kommt daher nicht an die nötigen WD-Teile. Ich wäre genauso verfahren, eine nicht einwandfrei dichte Uhr bekommt einen kompletten Dichtungssatz oder gar keinen.
Würde die Uhr einem Konzessionär zum WD-Test vorlegen, der bekommt auch die nötigen Teile
 
sigi

sigi

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Ich tendiere zu Uhr i.o.
Wenn die Uhr 500m WD hat braucht es schon ein vernünftiges Gerät. Einfach Mal die Uhrmacher in deiner Nähe durchtelefonieren und fragen bis zu welcher WD sie messen können
 
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