Wasser im Gehäuse, Garantiefall ja nein?

Diskutiere Wasser im Gehäuse, Garantiefall ja nein? im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Eine Reißkrone ist eine Krone, die auf einer zweiteiligen Aufzugswelle sitzt. War wohl nicht gemeint- oder?
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AndiU

AndiU

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Eine Uhrenkrone, egal, ob als Reiß- oder Schraubkrone, wird zum Beispiel im Vergleich mit einem Zylinderkopf im gleichen Zeitraum auch wesentlich häufiger geöffnet und wieder geschlossen, wodurch die Fehlerwahrscheinlichkeit durch eine unachtsame Bedienung gegenüber der im gleichen Zeitrahmen jedoch statisch belassenen Zylinderkopfdichtung entsprechend signifikant ansteigt; wird das korrekte Verschließen der Krone nach dem Gebrauch dann tatsächlich einmal vergessen, kann natürlich Wasser eindringen, während die Zylinderkopfdichtung zum gleichen Zeitpunkt allerdings den Zylinderkopf immer noch unverändert abdichtet, so einfach ist das und so irrelevant daher dieser Vergleich! :idea:
Eine Reißkrone ist eine Krone, die auf einer zweiteiligen Aufzugswelle sitzt. War wohl nicht gemeint- oder?
 
Odoiporos

Odoiporos

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:hmm: Zylinderkopfdichtung vs Kronendichtung ???

Eher vergleichbar wäre hier die Ölpeilstabdichtung oder auch die Öleinfülldeckeldichtung am Ventildeckel, evtl. noch
die Kurbelwellendichtungen vorn u. hinten.

Gruß Matze
Alles Auto oder was? :D ;)
 
AndiU

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Ja hoffentlich nicht! Und eine Zylinderkopfdichtung hat außerdem eine Flächendichtung und eine Aufzugswelle nicht 😁
 
Jap

Jap

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Eine Uhrenkrone, egal, ob als Reiß- oder Schraubkrone, wird zum Beispiel im Vergleich mit einem Zylinderkopf im gleichen Zeitraum auch wesentlich häufiger geöffnet und wieder geschlossen, wodurch die Fehlerwahrscheinlichkeit durch eine unachtsame Bedienung gegenüber der im gleichen Zeitrahmen jedoch statisch belassenen Zylinderkopfdichtung entsprechend signifikant ansteigt; wird das korrekte Verschließen der Krone nach dem Gebrauch dann tatsächlich einmal vergessen, kann natürlich Wasser eindringen, während die Zylinderkopfdichtung zum gleichen Zeitpunkt allerdings den Zylinderkopf immer noch unverändert abdichtet, so einfach ist das und so irrelevant daher dieser Vergleich! :idea:
Nix Zylinderkopf, ich rede schon von sich drehenden Wellen, die sich sogar wesentlich schneller drehen als man je an einer Krone drehen könnte, nämlich zum Beispiel der Kurbelwelle am Auto. Wieso sifft da das Öl nicht raus? Eben, weil man sich da Gedanken über Dichtungen gemacht hat.

Wasser in der Uhr ist immer ein Herstellerfehler, ein Zeichen einer Fehlkonstruktion. Völlig unnötig.
 
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clocktime

clocktime

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Nix Zylinderkopf, ich rede schon von sich drehenden Wellen, die sich sogar wesentlich schneller drehen als man je an einer Krone drehen könnte, nämlich zum Beispiel der Kurbelwelle am Auto. Wieso sifft da das Öl nicht raus? Eben, weil man sich da Gedanken über Dichtungen gemacht hat.
Die sind auch irgendwann undicht. Habe ich so bei einem Mercedes am Kardan gehabt.
Wasser in der Uhr ist immer ein Herstellerfehler, ein Zeichen einer Fehlkonstruktion. Völlig unnötig.
Nur, wenn das innert des ersten Jahres geschieht (oder was der Hersteller dazu garantiert).
 
H

HelPol

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Ist doch kein Problem, wir bauen in Zukunft einfach Wellendichtringe statt O-Ringe in Uhren (bauartbedingt ist so ein Radial-Wellendichtring einfach besser (dauerhafter) dichtend als ein O-Ring), sichern die verschraubte Krone mit Loctite hochfest und leben damit, dass die Uhr halt dann bei 50mm Durchmesser durch die Dichtungsänderungen 35mm hoch sind :D

Dass Wasser eine wesentlich geringere Viskosität als Motoröl aufweist ignorieren wir einfach, genauso wie den im hiesigen Thread geschehenen Bedienfehler (Ausgangsbeitrag, "ich habe die Krone nicht ordentlich verschraubt".

Sorry, aber wenn @Jap bei den Dichtungen seines Automotors Mist baut, sind die genauso wenig dicht wie eine Uhr, die durch einen Bedienfehler ihre Dichtigkeit einbüßt.

Künftig fahren wir auch mit Kampfjets Rallyes, weil verschiedene technische Begebenheiten und Einsatzgebiete ignorieren wir fleissigst! :lol:

LG, Helmut
 
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S

Skala

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Zurück zum Thema 😎
Genau, es gibt alte Uhren im Blechgehäuse, da kann man das Vaterunser durchblasen. Einfache Uhren mit zweifelhaften Kronendichtungen und/aber auch Taucheruhren die genug Zeit für ihre Perfektion zur Verfügung hatten.
Wie schon angesprochen wurde, wir schreiben das Jahr 2022 :winken:

Gruß Matze

PS: es macht immer mehr Spaß in diesem Thread :prost:
 
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Jap

Jap

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Ist doch kein Problem, wir bauen in Zukunft einfach Wellendichtringe statt O-Ringe in Uhren (bauartbedingt ist so ein Radial-Wellendichtring einfach besser (dauerhafter) dichtend als ein O-Ring)
Würde mich nicht wundern, wenn man das hauptsächlich aus Kostengründen nicht täte, siehe wie lange es gedauert hat bis Saphirglas sich durchgesetzt hat. Zudem verdient man ja zusätzlich an defekten Uhren, sei es jetzt Wasser im Gehäuse oder Kratzer im Glas. (Und immer noch gibt es Uhren mit Mineralglas!)

PS: Öl mag zwar eine höhere Visko haben, ist aber um ein Vielfaches kriechfähiger als Wasser, so dass Öldichtigkeit schwerer zu erreichen ist als Wasserdichtigkeit.
 
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l'orologio

l'orologio

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Die vergangenen Beiträge mit den Vergleichen aus dem Automobilbau, sogar mit einer "statisch belassenen" Zylinderkopfdichtung, bestätigen mein Weltbild der Scheibe, an deren Ende "man" ?? dann einfach runterfällt.
Auch die Einsatzbedingungen unterscheiden sich geringfügig.
Ich muss die Kurbelwellendellendichtringe meiner Fahrzeuge dringendst mal wieder mit diversen Pflegeprodukten konfrontieren.
Oh, und natürlich auch die "statisch belassene" Zylinderkopfdichtung.

Bitte verunglimpft - auch die Brille tragenden - Bewohner von Schlumpfhausen nicht weiter, solche Vergleiche haben diese nicht verdient.

Auch das Rätsel der 70 jährigen weichen Bunkerdichtungen lässt sich mit einem Blick auf verwendete + zulässige Werkstoffe, Hilfsstoffe und ggf. Fertigungsverfahren recht einfach erklären.
Helfendes Stichwort ist z.B. "EU-Altautorichtlinie" (komme aus dem Automobilbau und dann passt das in mein eindimensionales Weltbild).
Abgesehen davon: eine weiche Dichtung ist nicht zwangsweise funktionsfähig.

Viele Grüße, Uwe
 
H

HelPol

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@Jap:
So teuer sind Radialwellendichtringe nicht (Axialwellendichtringe machen bei hiesigem Bedienungsfehler keinen Sinn).
Könnte evtl. daran liegen, dass die kleinsten Standard-Radialwellendichtringe einen Außendurchmesser von 10mm haben.
Gegen Bedienungsfehler würden die aber auch nicht helfen ;)

Bei korrekter Bedienung wäre nach menschlichem Ermessen gar nichts passiert, und wenn doch, gibt es in der Technik und Mechanik immer wieder mal Ausreisser, die halt dann nachgebessert/ausgetauscht werden.

Ob Du es glaubst oder nicht: Auch Autos können neu schon inkontinent sein.

Doof ist halt, dass man auch in 2022 noch nicht die eine für alle technischen Anforderungen perfekte Lösung gefunden hat und verschiedene Funktions- und Anwendungsbedingungen verschiedene Lösungen brauchen.
Gut ist, dass in 2022 die jeweiligen Lösungen bei korrekter Bedienung sehr, sehr gut funktionieren.

Was, bitte, kann Tissot dafür, wenn der Kunde durch Unachtsamkeit eine Voraussetzung für korrekte Funktion übersieht herzustellen?
Dazu wissen wir ja noch nicht einmal, ob Tissot nicht doch kulanterweise sagt "dumm gelaufen, wir reparieren das für Dich" ;)
Wenn die Reparatur bezahlt werden muss, hätte Tissot immer noch nichts falsch gemacht.
Wenn die Reparatur auf Kulanz abgewickelt wird hätte Tissot mehr als nötig gemacht und würde in meinem Ansehen durchaus noch steigen.

LG, Helmut
 
Jap

Jap

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Ich habe auch so einen Patienten. So sehen Blatt und Zeiger aus, wenn es wieder trocken in der Uhr ist. Allerdings war bei dieser Tissot die Krone verschraubt. Trotzdem Wassereinbruch im Pool, auch nur geplanscht.
Also werden wohl Blatt und Zeiger, wie schon erwähnt, bei Deiner Uhr auch hinüber sein.

Anhang anzeigen 4669679

Anhang anzeigen 4669680
Mal aus Neugier, wieviel hat bei dieser Seastar 1000 die Reparatur gekostet?
 
M

Matthias MUC

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Allen Garantien und Fehlbedienungen zum Trotz müßte man wissen, wofür das Dichtungssystem bei der Tissot ausgelegt ist. Wenn meinetwegen die verschraubte Kronendichtung für die 100m oder 50m, aber die Wellendichtung dahinter als "Backup" immer noch für 20m ausgelegt wäre, dann kann das durchaus ein Garantiefall sein trotz Fehlbedienung.
Wenn das bewußt für "upps, habe vergessen, die Krone zu verschrauben" ausgelegt wäre, heißt das doch nicht, daß sie in die Anleitung dann reinschreiben müssen "Sie können gerne vergessen, die Krone zu verschrauben, da die Uhr immer noch wasserdicht bis xx Meter ist".
Ich vermute, die bei Tissot wissen das hausintern und bieten dem TS deshalb an, das ganze durchaus mit Option auf Garantiefall zu beheben.
Ich meine, es gäbe durchaus Uhren, wo die verschiedenen Dichtigkeiten bei Schraubkronen auf und zu ausdrücklich spezifiziert sind (und wenn ich so eine hätte, würde ich WaDi evtl. auch mit Krone offen und Krone zu prüfen lassen)...
 
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TomS2

TomS2

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Da sich ja inzwischen die Erkenntnis durchsetzt, dass auch teuerste Luxusuhren bezüglich Wasserdichtigkeit durchweg schlampig verarbeitet sind, schlage ich vor, diese einfach nicht zu kaufen und das gesparte Geld in Fensterkitt, Heißkleber und Windeln mit Gummibündchen zu investieren.

Bei sämtlichen Schlümpfen möchte ich mich ausdrücklich entschuldigen. Ja, das haben sie wirklich nicht verdient.

Dem Threadstarter wünsche ich weiterhin Gelassenheit angesichts der für ihn eventuell erstaunlichen Entwicklung dieses Fadens …
 
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Jap

Jap

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Da sich ja inzwischen die Erkenntnis durchsetzt, dass auch teuerste Luxusuhren bezüglich Wasserdichtigkeit durchgehend schlampig verarbeitet sind, schlage ich vor, diese einfach nicht zu kaufen und das gesparte Geld in Fensterkitt, Heißkleber und Windeln mit Gummibündchen zu investieren.
Wohl eher in eine G-Shock, sieht man sich deren Verkaufserfolg an - der ganz sicher nicht zuletzt an der legendären (Fast-)Unzerstörbarkeit liegt, wozu eben auch die Wasserdichtigkeit zählt, die selbst nach Jahren einwandfrei zu funktionieren scheint, denn bisher habe ich noch von keinem Wasserschaden gehört.
 
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Exess650

Exess650

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Mal aus Neugier, wieviel hat bei dieser Seastar 1000 die Reparatur gekostet?

Die Uhr ist heute zum Uhrmacher gegangen und die Reparatur kostet mich gar nichts.
Ich habe bei ihm aus einer vergangenen Leistung quasi ein Guthaben, welches u.A. dafür verwendet wird. Äußerst kulant.

Allerdings lautet der Auftrag: trockenlegen, gut zum Laufen bringen und das Bestmögliche aus dem vorhandenen Material herausholen. Also kein neues Blatt, keine neuen Zeiger.
Wasserdichtigkeit soll ebenfalls hergestellt werden.
Was man dafür unter normalen Umständen bezahlen müsste, kann ich leider nicht sagen.
Allein die Revi an einer Tissot würde um 200,—€ kosten, zzgl. der Aufbereitung.
 
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