Wasser im Gehäuse, Garantiefall ja nein?

Diskutiere Wasser im Gehäuse, Garantiefall ja nein? im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Eine zugesicherte Produkteigenschaft, die nur für den Moment der Testung dieser Eigenschaft gültig sein soll, man stelle sich das einfach mal in...
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Jap

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Eine zugesicherte Produkteigenschaft, die nur für den Moment der Testung dieser Eigenschaft gültig sein soll, man stelle sich das einfach mal in anderen Lebensbereichen vor... da sagt die Werkstatt: "Wir garantieren die Funktion der Bremse nur auf dem Prüfstand, sobald sie das Werkstattgelände verlassen, garantieren wir nicht mehr, dass die Bremse funktioniert."

Ja, "starke" Worte sind hier angebracht.
 
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Ich glaube, spätestens wenn Du dekompressionspflichtige Tauchgänge machst, dann ist für die ganze Zeitenrechnerei (Nullzeit, Deko-Stufen) eine auch unter Wasser ganz offiziell betätigbare Stoppuhr mindestens als Backup sehr sinnvoll....

Mit dem Tauchen hatte ich es nie so und somit bin ich auch ohne jede Ahnung was da unten benötigt wird.
(klar ist mir nur, Luftvorrat. Maske, Flossen, Messer)
Eine richtige Uhr wie an Land, also um nicht zu spät zum Essen zu kommen, den Bus zu verpassen usw. braucht
man da ja nicht wirklich.
Jetzt traue ich mich doch die Frage zu stellen, die mich seit dem zitiertem Post interessiert.
Wie sieht eigentlich ein Zeitengeber für Tauchgänge aus?

Gruß Matze
 
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TomS2

TomS2

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Zitat daraus: "Die Uhren werden in einem Labor im Zuge mehrerer Kontrollen bei unterschiedlichen Druckhöhen, die dem Druck entsprechen, denen ein Schwimmer oder Taucher ohne sich zu bewegen in den unterschiedlichen Tiefen ausgesetzt ist, druckgetestet."

Ein Schwimmer oder Taucher, der sich nicht bewegt... ich wäre da als Rettungsschwimmer in höchstem Masse alarmiert! 😉
Was ist daran unehrlich, wenn ein Hersteller seine Testbedingungen präzise festlegt und veröffentlicht?

Was wäre daran für deinen Einsatz als Rettungsschwimmer problematisch? Siehe Berechnung hier, die du ja gelesen hast. Ich wäre vollständig beruhigt, sogar als Kampftaucher.

Welche zusätzlichen Tests schlägst du vor? Soll man die Uhr mit 50 km/h durchs Wasser ziehen? Sollte man schreiben "Wasserdichtigkeit gemäß Testspezifikation bis 100 m, jedoch reduziert auf 90 Meter, falls sie sich in dieser Tiefe mit 50 km/h bewegen?"

Und was ändert das daran, dass im vorliegenden Fall eine Kombination aus unverschraubter Krone (Fehler seitens des Kunden) und eine mündliche Zusicherung seitens Tissot bzgl. Prüfung auf Garantiefall (trotz unverschraubter Krone also ehrlichem @miklos95 ) vorliegt?

... kann man notwehrmässig nur die eigene Unehrlichkeit entgegen setzen. Die Krone war verschraubt. Punkt.
Kunden wie dich würde ich achtkantig rauswerfen, weil es gerade die ehrlichen sind, die unter dir zu leiden haben. Sorry.
 
S

Skala

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Ich finde das Beispiel mit einer Kfz-Bremse gut.
Bei der Bremsanlage ist die Funktion auch nur über elastische Dichtungen gegeben und idR hat man während
der ersten 5 Jahre keine Undichtigkeiten zu erwarten.

Gruß Matze
 
gumxs

gumxs

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Zitat daraus: "Die Uhren werden in einem Labor im Zuge mehrerer Kontrollen bei unterschiedlichen Druckhöhen, die dem Druck entsprechen, denen ein Schwimmer oder Taucher ohne sich zu bewegen in den unterschiedlichen Tiefen ausgesetzt ist, druckgetestet."

Ein Schwimmer oder Taucher, der sich nicht bewegt... ich wäre da als Rettungsschwimmer in höchstem Masse alarmiert! 😉
Da kannst du soviel zwinker Smileys setzen wie du willst.

Deine ursprungsaussage geht gar nicht.
Ist hier nicht Thema und so ist der Wassereinbruch nicht passiert.
 
TomS2

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Ich finde das Beispiel mit einer Kfz-Bremse gut.
Bei der Bremsanlage ist die Funktion auch nur über elastische Dichtungen gegeben und idR hat man während
der ersten 5 Jahre keine Undichtigkeiten zu erwarten.
Stimmt.

Aber darum geht es auch nicht, sondern darum, dass hier mit Unehrlichkeit argumentiert wird, angesichts einer ehrlichen Beschreibung auf der Homepage des Herstellers und dieser Vorgehensweise
Habe vorhin mit Tissot telefoniert und die selbe Geschichte wie auch in diesem Post geschildert. Die Dame am Telefon meinte dann das die Uhr eigentlich hätte dicht sein müssen und es sich nach einem Garantiefall bzw Fabrikationsfehler anhört. Am Ende entscheidet dann die Manufaktur. Ich halte euch auf dem laufenden!
seitens Tissot.
 
clocktime

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Zitat daraus: "Die Uhren werden in einem Labor im Zuge mehrerer Kontrollen bei unterschiedlichen Druckhöhen, die dem Druck entsprechen, denen ein Schwimmer oder Taucher ohne sich zu bewegen in den unterschiedlichen Tiefen ausgesetzt ist, druckgetestet."

Ein Schwimmer oder Taucher, der sich nicht bewegt... ich wäre da als Rettungsschwimmer in höchstem Masse alarmiert! 😉
Das Druckgerücht hält sich schier ewig. Kannst aber vergessen, weil Du dann mal ausrechnen solltest, wieviel Energie Du als Mensch aufbringen müsstest. Spätestens dann zeigt sich, dass das Utopie ist.
Und so eine LCD-Anzeige ist wirklich gut unter Wasser ablesbar?
Ich hätte ja eher auf Zeiger als auf Zahlen getippt.
Ja. Und was ebenfalls sehr wichtig ist: Das Ablesen von Zeigeruhren ist tendenziell schwieriger als die Zahlen und Buchstaben des Tauchcomputers. Und - nicht vergessen, es geht nicht um die Uhrzeit, sondern um die Umrechnung, wann man wieder ans Auftauchen denken muss und in welcher Tiefe man dekomprimieren muss. Mit einer Uhr geht das zwar auch, ist aber deutlich komplizierter. Du müsstest sowohl die Uhrzeit mit der bereits verbrachten Tauchzeit vergleichen als auch diese Daten mit der Dekompressionstabelle vergleichen. Der Tauchcomputer macht das alles selbst und zeigt Dir einfach noch das Ergebnis dieser Berechnung an.
Einige nehmen zusätzlich als Backup eine Tauchuhr mit. Diese dient aber nur zum Zeitablesen. Zur Errechnung der Dekompressionszeiten bringt sie nichts, da man die Dekompressionstabellen nicht mehr schriftlich dabei hat, geschweige denn, diese im Kopf auswendig gespeichert. Letzteres dürfte zudem ein weiteres Problem beinhalten: Unter Wasser lässt die Denkleistung unseres Gehirns nach, und bei so kniffligen Sachen wie Dekompression wird es dann schnell gefährlich.
Bevor wegen der Denkleistung unter Wasser eine Diskussion losgetreten wird: Schaut Euch die entsprechenden Beispiele bei Youtube an oder sucht via Google nach den entsprechenden Tests.

Noch wegen der schnellen Ablesbarkeit: Vergleiche es mal mit dem "alten" Auto-Tacho und der heute oft verbauten digitalen Zahlenanzeige. Die Zahlenanzeige liest man etwas schneller: Es genügt ein Blick und Du musst nicht die Tachonadel "suchen", die auf irgendwelche Zahlen zeigt. ;-)
 
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Skala

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Noch wegen der schnellen Ablesbarkeit: Vergleiche es mal mit dem "alten" Auto-Tacho und der heute oft verbauten digitalen Zahlenanzeige. Die Zahlenanzeige liest man etwas schneller: Es genügt ein Blick und Du musst nicht die Tachonadel "suchen", die auf irgendwelche Zahlen zeigt. ;-)
Hallo Clocktime,

mir geht es da tatsächlich anders und deshalb habe ich keine Digitaluhren.
Einzig beim Datum ist ich mir ne Digitalanzeige sinnvoller.

Gruß Matze
 
Jap

Jap

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Hallo Clocktime,

mir geht es da tatsächlich anders und deshalb habe ich keine Digitaluhren.
Einzig beim Datum ist ich mir ne Digitalanzeige sinnvoller.

Gruß Matze
Also ich fand der Datumszeiger meiner Oris Pointer gab mir ein besseres Gefühl dafür, wieviel vom Monat noch übrig ist und empfinde Datumsfenster als Stilbruch, denn da wird Analoganzeige und Digitalanzeige gemischt.

Leider war mir die Oris nicht wasserdicht genug, trotz 30m Angabe hat schon Händewaschen gereicht, um das Glas beschlagen und die Zeiger rosten zu lassen. Kein Wunder bei dem haardünnen Dichtgummi des Gehäuses. Da hat man am falschen Ende gespart.

Und eine Armbanduhr zum Händewaschen abzulegen finde ich affig. Die Uhrenhersteller sollten sich wirklich mehr Mühe geben. Insbesondere wenn sie mehrere Hundert, gar Tausende Euros für ihre Uhren verlangen.

Tatsächlich ist meine 60 Euro Regent wasserdichter als meine 750 DM (damals noch DM!) Oris. An der Machbarkeit kann es also nicht liegen. Vielleicht an geplanter Obsoleszenz? :hmm:
 
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ttuhr

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Hallo Clocktime,

mir geht es da tatsächlich anders und deshalb habe ich keine Digitaluhren.
Einzig beim Datum ist ich mir ne Digitalanzeige sinnvoller.

Gruß Matze
der Tauchkomputer zeigt nicht nur die (Tauch-) Zeit digital an, sondern auch mit Hilfe von Balken und Symbolen worauf es beim Tauchen ankommt. und es ist tatsächlich 'leichter/schneller', die Zahlen als Skalen abzulesen, wenn es auf den exakten Wert ankommt.

als Hobbytaucher wirst du z.T. je nach Tauchbasis sogar angehalten, mit Tauchcomputer zu tauchen, damit das Risiko der Deko weiter minimiert wird und die Tauchgruppe möglichst lange innerhalb der geplanten Tauchzeit gemeinsam unter Wasser bleiben kann. irgendwelche 'Spezialisten', die auf einen Computer verzichten, würden im besten Falle den Aufenthalt unter Wasser für die ganze Gruppe oder das Taucherpaar (Buddies) minimieren. die Freude darüber hält sich aufgrund der insgesamt hohen Aufwandes und der Kosten erfahrungsgemäss sehr in Grenzen.

Trotzdem muss man auch sagen, dass auch die Tauchcomputer je nach 'Philosophie' unterschiedlich rechnen und ab und zu sich auch mal aufhängen.

eine klassische Taucheruhr (Zeiger und drehbare Lünette) dient heute nur als Schmuck (auch) beim Tauchen.
 
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