Was ist Kienzle 1822 ?

Diskutiere Was ist Kienzle 1822 ? im Herrenuhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo, ist das die alte deutsche Marke Kienzle oder nur eine Neuauflage unter diesem Namen aus China? Ist die Qualität gut oder auch nur so...
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Siemens4you

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Hallo, ist das die alte deutsche Marke Kienzle oder nur eine Neuauflage unter diesem Namen aus China?
Ist die Qualität gut oder auch nur so lala? :confused:
Danke und Gruß.
Thorsten
 
Brighty

Brighty

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Das ist die alte deutsche aufgekaufte Marke. Wobei die alte Marke Kienzle ja auch keine große Uhrenmanufaktur war, sondern eher günstige Uhren hergestellt hat ;-)

Heute größtenteils Chinawerke. Qualität entsprechend, aber bei entsprechend guten Preisen zumindest nicht zu verteufeln.
 
RiGa

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mecaline

mecaline

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Heute größtenteils Chinawerke.
Ne, nicht ganz. Kienzle ist schwierig. Damals einer der größten Uhrenhersteller, oftmals günstige Uhren gefertigt, das stimmt.

Danach durch die Weltgeschichte gegondelt als Kienzle 1822, mit üblen Chinawerken, teilweise aber auch mit z.B. Jungans Funkwerken.

Zur kompletten Neuauflage hatte ich vor ca. 1 Jahr geschrieben

Kienzle kommt!

Ich habe letztens bei einem sehr sympatischen Uhrenladen einen aktuellen Kienzle-Propekt "mitgehen lassen dürfen".

Der Prospekt ist hervorragend gemacht, inhaltlich wie von der Wertigkeit des Materials. Die Geschichte von Kienzle wird exakt erzählt und nichts wird ausgelassen.

Von den ersten Parkuhren in Deutschland (alle von Kienzle) über das Rekordjahr 19hundertnochwas, wo Kienzle die meisten Armbanduhren in Deutschland verkauft hat, bis zur Übernahme und Zerschlagung von Kienzle und der Fertigung von China-Zwiebeln (so wie diese hier).

Der Uhren-Markenname Kienzle wurde in 2006 von einer Hamburger Investorenfirma aufgekauft und international für die Anbringung auf Uhren geschützt. In 2007 hat man mit der Produktion von Armbanduhren begonnen, in 2008 ist die Kollektion nun fertig.

Damit sind auch alte Lizenznutzungen ausgelaufen, Kienzle 18nochwas usw. auf Uhrenzifferblättern ad acta. Eine Kienzle Armbanduhr ist eine Kienzle Armbanduhr.

ALLE im Prospekt vorgestellten Armbanduhren haben schweizer Werke. Es gibt eine riesige Auswahl an Mechanik-Uhren, vom Einstiegsmodell ab 299,00 EUR bis zu einer Reihe von 7750er Chronos. Alle Mechaniken haben ETA-Werke, was in dem Prospket auch explizit zur jeweiligen Uhr genannt wird. Einige wenige Uhren haben lt. Prospekt "andere Schweizer-Werke", können bald nur Rondas oder sowas sein.

ALLE Chronos (bis auf einen, der mir übrigens völlig Baugleich mit einem ZENO-Chrono zu sein scheint), haben Saphierglas (dieser eine Mineralglas, bei Zeno auch). Die meisten Mechaniken auch.

ALLE Uhren erscheinen mir gut verarbeitet (nur Prospekt, ist klar) und gefallen mir auch gut. Proportionen passen, Zeigerlängen sind ok, Kronen u.ä. sind auch gut.

Bei der Linie JAKOB KIENZLE greift man in die vollen. Verzierte Repitition von Dubois Depraz, aufwändig verdedelte Unitas 6497, ewige Kalender ...

Preise sind nicht bange, aber auch nicht überteuert.

Muss sich zeigen, was draus wird. Aber zumindest gefällt mir dieser Eintstieg bei Kienzle besser als z.B. der von Junghans. So aus dem Prospekt gesehen, würde ich die neuen Kienzle ohne Probleme bei MarcelloC oder Betghe einordnen.
Hui, so´n begeisterter Uhrenfan war ich da ;-)

Bei Kienzle immer aufpassen und genau aufs Werk schauen.
 
Treets

Treets

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Kienzle 1822 ist eine Untermarke der Kienzle Uhrenfabrik. Angeboten werden unter diesem Namen Quarz- und mechanische Uhren. Die Mechanik-Uhren sind eigentlich durchweg mit ETA-Werken ausgestattet.
Qualitativ wohl ganz o.k., design-mäßig finde ich sie nicht sonderlich originell.

Kienzle baut Uhren in einer sehr großen Preis-(und wohl auch Qualitäts-)Spanne. Für eine Uhr der Produktlinie Jakob Kienzle kann man durchaus einige tausend Euro auf den Tisch legen. Gleichzeitig werden aber auch billige China-Uhren feilgeboten (auch gern als Werbegeschenke genutzt...).

Viele Grüße
Treets
 
Excalibur

Excalibur

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Einspruch, meine 1822 ist der letzte Mist. :motz:
Ich habe so einige Chinaboeller aus Neugier gekauft und um mitreden zu koennen. Das Wiederkaeuen von Vorurteilen finde ich nicht sehr serioes. Die Kienzle ist mit Abstand die schlechteste davon. Gangabweichungen von 94 Sekunden pro Tag spotten jeder Beschreibung. Jede Tchibo oder Ingersoll ist um Laengen besser.
Bilder dieser Uhr gibts hier: https://uhrforum.de/uhrenverpackungen-paar-gedanken-t24097

Klarer Fall von viel Geld fuer die Verpackung und nichts mehr fuer die Uhr. Ganz klares Fazit: Finger weg!

Gruss, Excalibur
 
mecaline

mecaline

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Wie gesagt, Vorsicht insgesamt. Speziell Kienzle 1822 halte ich für die o.g. Chinadinger. Der Neustart unter dem Namen Kienzle setzt komplett auf ETA.

Ich habe auch schon 1822 mit Miyota gesehen, und ich meine auch 2824. Ich denke 1822 verbaut das, was gerade am Markt ist, leider auch ohne grosse Qualitätsgrenze nach unten hin.

Neue Uhren von 1822 dürfte es eigentlich nicht mehr geben. KIENZLE ist nun als Marke festgeschrieben. Es wird wahrscheinlich auch keinen Service für die 1822er geben.
 
uhrensammler

uhrensammler

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Ich hab mir auf der Baselworld einen aktuellen Prospekt der Serie 1822 bei Kienzle geholt.
Bei der Mechanik Serie sind durchweg ETA Werke (2824, 7750 und Unitas) verbaut.
In den Quarzmodellen gibt es teilweise ETA oder Ronda-Werke.
Nur auf Seite 22/23 des Prospektes sehe ich Claro 888 :shock:
 
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AM

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Mann sollte sich erst mal infos von der Kienzle Site holen. KIENZLE: KIENZLE 1822
Kienzle hat wohl seine absolute Chinazeit hinter sich gelassen.
Die beiden Chronos von Kienzle die ich mir zugelegt hatte (mit Eta 7750) sind auf jeden fall top verarbeitet und wertig!
 
Jamaika

Jamaika

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Ja, auch ich habe eine Kienzle 1822 neuester Generation (also wieder unter deutscher Führung) mit ETA-Werk. Das Problem ist wirklich, dass die das Logo aus den unseligen China-Zeiten, einschließlich des kalligraphischen Schriftzuges, einfach weitergeführt haben. Ich halte das für ziemlichen Selbstmord, denn man bietet nun unter einem abgewirtschafteten Logo wieder gute Qualität (Sinn macht es eigentlich höchstens umgekehrt ;-)). Die Zäsur wird namensmäßig nur in der Premiummarke "Jakob Kienzle Edition" deutlich. Ich hatte vor zwei Jahren auch einmal eine typische Zeitschriften-Kienzle - die war wirklich grottig.

Aber es ist letztlich ziemlich einfach: Man muss auf Angaben zum Werk achten - wenn ETA, dann neu und gut.
 
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AM

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Jep, Jamaika ! Stimm ich dir voll zu. Vor allem sind die Preise doch teilweise arg ambitioniert!
 
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Siemens4you

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Danke bisher für das große Engagement. Habe einen Chronographen von K 1822 mit 7750 Werk gesehen und bin mir nicht sicher. Jedoch klingt es hier so, als das dies einer von den guten wäre. Auch sonst ok. Saphirglas und wertig verarbeitet.
8-)
 
mecaline

mecaline

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Mann sollte sich erst mal infos von der Kienzle Site holen
Man hat das gottseidank noch im Kopf, dass es von Kienzle 1822 Gurkenuhren gibt.

Diese Aussage hier

Damit sind auch alte Lizenznutzungen ausgelaufen, Kienzle 18nochwas usw. auf Uhrenzifferblättern ad acta. Eine Kienzle Armbanduhr ist eine Kienzle Armbanduhr.
stammt inhaltlich aus dem mir damals vorliegendem Prospekt und war auch so auf der HP zu lesen, die seinerzeit noch im Aufbau war.

Wenn die jetzt der Meinung sind, zwischenzeitlich wieder die 1822 zu verwenden, hebt das ja nicht die in den "schlechteren" Zeiten gebauten Uhren wieder hoch.

Wie gesagt, man muss immer den Einzelfall sehen. Wie ich der HP entnehme, werden nun auch Miyotas verbaut. Und eine Kinetik habe ich letztens auch mal gesehen ...

Die jetzige Unterteilung der Marken scheint ja ganz sinnig zu sein. Und schöne Uhren sind auch darunter.
 
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donadriano

donadriano

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Hi,
auf der Seite: Kienzleuhren.de gibt es einen recht schönen Einblick und die dort gezeigten Modelle 1822 scheinen aus einer anderen Modellpolitik zu stammen als die Abo-Uhren.

Gruß
Don
 
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