Was ist ein Ripsband - Hat wer ein Beispiel?

Diskutiere Was ist ein Ripsband - Hat wer ein Beispiel? im Vintage Uhren Forum im Bereich Uhrentypen; Hallo, in sehr alten Uhrenzeitschriften (etwas 30er Jahre) oder Beschreibungen taucht gelegentlich der Begriff "Ripsband" auf? Was für ein...
pallasquarz

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Hallo, in sehr alten Uhrenzeitschriften (etwas 30er Jahre) oder Beschreibungen taucht gelegentlich der Begriff "Ripsband" auf?
Was für ein Material ist das und wie sahen diese Bänder aus? Waren die für Damenuhren oder auch für Herrenuhren? Waren sie gewoben oder geflochten?
Ich vermute, daß diese Vorläufer von Textilbändern waren in einer Zeit, wo die Kunstfasern (Nylon und Perlon)
noch nicht erfunden waren bzw. noch keinen Einsatz als widerstandsfähiges Material in der Uhrenbandherstellung gefunden hatten.
Sachdienliche Hinweise sind sehr willkommen ;-)
Dafür schon vorab mein Dank.
Christoph

PS Man kann vorher suchen und dann erst fragen :roll: , daher

Welche Vintage-Uhr tragt Ihr heute? -Teil 4-

hier ein schönes Beispiel

Seit wann gibt es Perlon-Armbänder?

Es gab sie wohl auch für Herrenuhren; allerdings gibt es nirgends Hinweise auf das Material
 
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Coriolan

Coriolan

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Rips ist die eingedeutschte Variante des englischen “ribs”, also ein Stoff mit Längs- oder Querrippen. Ripsbänder werden in der Schneiderei für alles mögliche verwendet, z.b. zum Einsäumen Oder als dekorative Borten. Gibt’s heute hauptsächlich aus Polyestergarn, aber auch aus Baumwolle, Viskose oder sogar Seide.
 
MaJoLa

MaJoLa

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Du hast das gut bechrieben. Und genau die aneinandergefügten Querrippen findet man sehr häufig bei alten Damenuhren und sie hielten einer gewissen Zugkraft stand oder besser gesagt, sie hatten eine eher geringfügige Elastizität.

Allerdings ist mir nicht bekannt, daß es die auch für HAU gegeben hat.
 
Coriolan

Coriolan

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Hi Markus, mir auch nicht. Somit wäre es sehr interessant zu erfahren, wann man begonnen hat, diese Machart für Durchzugbänder an Herrenuhren einzusetzen. Das heutige Nato-Band ist ja auch gerippt, und ähnliche Bänder in mehreren Farben sind seit Jahrzehnten als Kordelbänder für Studentenkappen in Verwendung, aber auch als Ordensbänder.
 
Barney Green

Barney Green

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In den 30ern war Ripsband bereits am Auslaufen. Hoch-Zeit waren die 20er. Hier ein Ausschnitt aus einer Anzeige aus der Vogue von 1920 mit Ripsband-Uhren als Armband- und Umhänge-Uhren:

1613940661734.png

Das Bild stammt aus dem Buch "Time for Gruen" Vol. 2 mit mehreren hundert Gruen-Anzeigen aus den 1920ern...
Bei Gruen gab es die ersten Ripsbanduhren für Damen 1917, Material war anfangs ausschließlich schwarze (Kunst-)Seide. Später gab es auch gemusterte Bänder.

Schon 1918 kamen khakifarbenen Stoffarmbänder aus dickerem Gurtmaterial (stout webbing) für die ersten Herrenarmbanduhren, Gruen hatte sogar ein Patent darauf angemeldet:

1613941351812.png

Diese Anzeige entstamt Vol. 1 mit den frühen Anzeien bis 1919...

Wer Interesse an den Büchern hat, kann mir ja eine PN schreiben.

Barney
 
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