Uhrenbestimmung Was ist das für eine Taschenuhr?

Diskutiere Was ist das für eine Taschenuhr? im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Hallo an Alle. Folgende Uhr hat nun den Weg zu mir gefunden. Geht von einer Generation zur Nächsten. Nun bin ich gerade dabei über die Geschichte...
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Woiferl

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Hallo an Alle.

Folgende Uhr hat nun den Weg zu mir gefunden. Geht von einer Generation zur Nächsten. Nun bin ich gerade dabei über die Geschichte dahinter etwas heraus zu finden.

Und natürlich würde ich auch gerne wissen was das für eine Uhr ist. Könnt ihr mir weiterhelfen?

Auf der Innenseite des äußeren Deckels steht: 14 k und eine Nummer

Auf der Innenseite des zweiten Deckels steht: OE CUIVRE (bedeutet Kupfer) und nochmals die Nummer.

Im Uhrwerk steht: Avance Retard

Vielen Dank im voraus.

LG Wolfgang
 

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ANTARES1958

ANTARES1958

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14K steht für 0,585 Gold, der Staubdeckel ist Kupfer. Im Jahr 1907 würde die Uhr an jemanden für die Dienste bei der Feuerwehr verliehen. Entweder FHF oder sogar Zenith...
 
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Scherox

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Avance Retard heißt vor und zurück. An diesem kleinen "Hebel" wird die Feinstellung vorgenommen.
 
Kater Mohrle

Kater Mohrle

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Danke. Wie kann man denn das herausfinden?
Ich fürchte gar nicht.
Die einzige Chanche ist, dass ein Uhrmacher (einer der sich mit alten Taschenuhren auskennt) bei der dringend zu empfehlenden Reinigung des Werkes unter dem Zifferblatt einen Hinweis findet.
FHF wäre ein Apfel mit einem durchgeschossenen Pfeil, was ich vermute.
 
Unruhgeist

Unruhgeist

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Mich würden da mal eher die Indizien interessieren weshalb das eine Zenith sein könnte.

Grüße,
Unruhgeist
 
Ruebennase

Ruebennase

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Eine getrennte herausnehmbare Brücke über em Federhaus wurde nei hochwertigen Schweizer Werken und häufig von den Franzosen verwendet. Ich kann das Werk nicht zu ordnen, aber Zenith aus schließen. Sofern ich das auf em Foto gut erkenne ist es ein 15 steinges Ankerwerk mit großer Kompensationsunruhe und leider nicht erkennbar vermutlich blauer Breguetspirale. Das äußere Erscheinungsbild und die technischen Merkmale sprechen für in Baujahr eher knapp vor 1900 was aber durchaus auch etwas später sein kann und sich mit dem Verkauf 1907 deckt.

Grüße Rübe
 
ANTARES1958

ANTARES1958

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Vielleicht ein Besancon Werk? Habe Zenith Werke diese Art ohne Signatur schon Mal gesehen...also ähnliche - nicht falsch verstehen. Bin kein Fachmann!
 
Tiktakbrasil

Tiktakbrasil

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Rübe,
eher keine Breguetspirale sondern eine Flachspirale. Schau dir mal den Ansteckpunkt des Spiralklötzchens an. Sehr weit außen für eine Breguetspirale.


Grüße aus der Ferne, Tiktakbrasil :super:
 
P

pet.sch

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Das ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein Werk von FHF.
Bei diesem Werkstyp haben FHF-Werke das Zeichen mit dem "Pfeil im Apfel" auf der Grundplatine unterhalb der Federhausbrücke. Oft ist das Zeichen ganz oder teilweise öffentlich zusehen. Hier meine ich sogar, dass ich das Zeichen schemenhaft erkennen kann.

Gruß
Peter
 
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Woiferl

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Aber es ist dann nur das Uhrwerk von FHF, oder? d.h. das Gehäuse ist von einer anderen Firma, oder?
 
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Matthias MUC

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Das wäre absolut üblich, um nicht zu sagen, fast der Normalfall. Und Du hast bei Uhren diesen Alters schon Glück, daß sich das Werk einigermaßen genau und präzise hat identifizieren lassen. Wenn in sämtlichen Deckelinnenseiten außer den Metallpunzen, eventuellen (ohne weitere Indizien nichtssagenden) Seriennummern und vielleicht manchen kryptischen Uhrmachersignaturen innen im Staubdeckel sonst nichts weiter zu finden ist, was irgendwie in Richtung (Gehäuse)Hersteller deutet, dann wird der Gehäusehersteller vielleicht auch unidentifizierbar bleiben. Das schmälert gerade bei alten Uhren mit ideelem Wert selbigen aber nicht wirklich. Je älter die Uhr desto mehr kleine, unbekannte Manufakturen, bis hin zu Schweizer Bauern, die im Winter in Heimarbeit z.B. Unruhkloben in Kleinserie gefeilt und an den nächsten weitergereicht haben, haben da zusammengearbeitet... Diese alten Schätzchen können manchmal ganz gut ihre Geheimnisse bewahren.....
Aber Du kannst bei der Uhr vielleicht die Familiengeschichte (diese Feuerwehrsache klingt spannend) zurückverfolgen. Ich hab ebenfalls geerbt eine deutlich jüngere Taschenuhr, bei der ich Hersteller von Werk und Gehäuse erfreulich einfach rausbekommen konnte, aber dafür nicht den mindesten Hinweis auf die Herkunft. War bei der Wohnungsauflösung in einer Schreibtischschublade wohl verstaut, alle, die ich noch hätte fragen können, sind längst 6 feet under.

lG Matthias
 
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