Uhrenbestimmung Was halte ich da in meinen Händen? Kienzle und Seca

Diskutiere Was halte ich da in meinen Händen? Kienzle und Seca im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Also ich habe da mal eine Frage zu 2 Uhren ich habe absolut keine ahnung um was für welche es sich da handelt, wäre schön wenn ihr mir da...
f.alke

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Also ich habe da mal eine Frage zu 2 Uhren

ich habe absolut keine ahnung um was für welche es sich da handelt, wäre schön wenn ihr mir da helfen könntet =)

IMAG0128.jpgIMAG0127.jpgIMAG0126.jpg

Ich hoffe ihr könnt mir da helfen, die Marken sagen mir auch rein garnichts??? :D

ich denke mal im Vintage Thread bin ich da auch ganz richtig ;)
 
G-Shock

G-Shock

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Die Kienzle ist eine alte, deutsche Uhrenmarke und dürfte aus den 40-50er Jahren stammen. Offenbar wurde dieses Modell für den nichtdeutschen Markt lanciert, darauf weisst der Schriftzug "Foreign" (bei 6 Uhr) hin.
 
f.alke

f.alke

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oke =) danke dann bin ich da schonmal schlauer :D
und wie sieht es mit der (ich vermute) Seca aus, hat dazu jemand informationen?
 
clausuhr

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Über Seca ist nichts zu finden, Bild vom Werk wäre nicht schlecht.
 
RiGa

RiGa

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Nicht "Seca", sondern Leca.

Habe mir da jetzt nicht großartig Mühe gegeben, um etwas aufzufinden, aber mithilfe der Stichworte "Leca Automatik" gab es ganz schnell Ergebnisse.
Ergebnisse, die zwar nicht direkt zur Gesuchten führen - aber manchmal sind Umwege auch zielführend.

Nun denn - hätte man aber auch ganz leicht selbst herausfinden können ...

Gruß, Richard
 
T

Tomcat1960

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@ RiGa: nicht, wenn man nach "Seca" sucht - wie ein "L" sieht der erste Buchstabe nun wirklich nicht aus ;-)

Egal ... die Kienzle ist vermutlich aus den frühen Fünfzigern oder späten Vierzigern. Zu der Zeit unterlagen Ausfuhren noch der Zustimmung des Alliierten Kontrollrates, ebenso Material- und Devisenzuteilungen. Wer es nicht mehr weiß: den VW-Käfer gab es in einer "Standard"- und einer "Export"-Version, ursprünglich, um eben diese Zuteilungen zu sichern. (Später behielt man die Bezeichnung "Standard" für eine etwas entfeinerte Version des Autos bei, die aber nur auf ausdrücklichen Wunsch des Käufers geliefert wurde. Preislich war der Unterschied marginal, aber dem "Standard" fehlten u.a. Chromzierrat und Tankanzeige.)

Ein interessanter Zeitzeuge also, dem ein klein wenig Aufarbeiten sicher gefallen würde.

Zur Leca: vermutlich aus den Sechzigern, als zwei von drei Uhren so aussahen ;-) Interessant, dass sie Automatik und Datumsanzeige besitzt, ganz billig wird sie damals sicher nicht gewesen sein.

Werkbilder würden in beiden Fällen bei der genauen zeitlichen Einordnung helfen.

Viel Spaß hier, und viele Grüße
Tomcat
 
f.alke

f.alke

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also ich habe mir die leca/seca? genauer angeguckt und das sieht so aus als könnte man sie von hinten nicht einfach so öffnen?

und es ist nicht so das ich nicht selber mich informiert habe... zu seca habe ich gefunden das diese wohl meist aus echt gold gefertigt wurden und hauptsächlich als abschiedsgeschenke und ähnliches in umlauf gebracht wurden.

aber ich würde halt gerne genauere info`s haben, wie halt zum beispiel zu der kienzle schon gebracht wurden,
Danke dafür =)
 
Rata

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Grüß dich, f.alke;

vermutlich wird die "Leca Automatic" einen gepressten Bodendeckel haben. Gegenüber der Krone müsste eine kleine Kerbe sichtbar sein, an der du mit einer Taschenmesserklinge oder einem Bodenöffner für Pressböden ansetzen kannst, um den Deckel aufzuhebeln. Vorher am Besten den Bodendeckel und das Gehäuse mit Tesafilm abkleben, um eventuelle Beschädigungen zu vermeiden, wenn du mit dem Werkzeug abrutscht. Und auch die Taschenmesserklinge bis auf eine Schneidenlänge von ca. 1 cm abkleben, damit du dich selber nicht verletzt. Versuch das mal und mach dann ein Foto vom Uhrwerk. Ich vermute, dass da eine "Durowe" oder "PUW"-Automatic drin tickt, eventuell auch ein "Förster" oder "Otero". Von diesen Herstellern gab es zu der Zeit (die "Leca Automatic lege ich mal in die späten 1950er / frühe 1960er) einige gute Baumuster mit 25 Steinen, die in Frage kämen. Aber wie gesagt, das ist ohne Fotos vom Werk reine Kaffeesatzleserei...;-)
Wenn du die Prozedur hinter dir hast, kannst du übrigens hier: http://www.ranfft.de/cgi-bin/bidfun-db.cgi?00&ranfft&&2uswk und hier: http://www.christophlorenz.de/watch/index.php?l=de vorbei schauen. Die beiden Listen sind immer eine gute, wenn auch nicht ganz vollständige Informationsquelle über Uhrwerke.

Die "Leca" ist auf jeden Fall die Hochwertigere und etwas Neuere der beiden Uhren. Die "Kienzle" ist meiner Meinung nach eine "Butter und Brot"-Uhr aus den mittleren bis späten 1950er, in der vermutlich ein Handaufzugs-Stiftankerwerk dieses Herstelles seine Arbeit verrichtet. Was mir bei der "Leca Automatic" besonders gefällt, ist die Anordnung der Indizes, ich habe das so ähnlich bei einer "Rhodos" aus den 1960ern:-).

Übrigens ist es bei solchen Fragen gut und hilfreich, wenn du a) Fotos von vorne, seitlich und hinten machst, diese hier hochlädst und b) ein paar Angaben zu den Maßen der Uhren beisteuerst. Das kommt immer gut und auf jeden Fall anders rüber als "hab da ein paar alte Uhren, nun sagt mal was dazu", auch wenn das bestimmt nicht deine Absicht war...:prost:

Viele Grüße, Otto
 
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f.alke

f.alke

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nein leider keine kerbe =( oder ich sehe sie einfach nicht...
ich versuche dann gleich nochmal bilder zu machen, das licht ist ja nicht mehr so toll.

aber schonmal danke =)

IMAG0134.jpgIMAG0132.jpgIMAG0133.jpgIMAG0135.jpgIMAG0131.jpg
 
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f.alke

f.alke

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hm weitere Vorschläge wie man sie auf bekommt?
Oder muss ich sie wirklich erst zum Uhrmacher bringen?
 
uhrenbastler

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Ich meine, in Höhe von "NTIM" eine Kerbe zu erkennen...

Ciao
Christoph
 
Aviator1

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Ich meine die Kerbe zu sehen. Im letzten Bild am linken unteren Armbandsteg. Da sieht es so aus, als habe das Gehäuse eine Einbuchtung.
 
Rata

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Hallo, f.alke;

ich war mal so unverschämt, habe das letzte Foto herunter geladen und die Position der Kerbe gekennzeichnet..;-):

IMAG0131.jpg

Versuch mal, wie ich es oben beschrieben habe, dort mit dem Öffner oder einer Taschenmesserklinge anzusetzen und den Deckel aufzuhebeln. Eben zur Vorsicht den Bodendeckel und das Gehäuse rund um die Kerbe mit Tesaband abkleben, und wenn du ein Messer nimmst, auch den größten Teil der Klinge, um Verletzungen an dir und den Gehäuseelementen zu vermeiden.

Viele Grüße, Otto

PS: Auf Dauer wirst du kaum um ordentliches Werkzeug zum Öffnen der Bodendeckel kommen. Für Pressdeckel habe ich das Messer hier gekauft und bin sehr zufrieden damit: Swiss made, Gehäusemesser VICTORINOX vom FACHHANDEL | eBay Und bei Schraubdeckeln habe ich mit dem preisgünstigen, aber nicht schlechten Set hier gute Erfahrungen gemacht: 3 S1 Pocket-Gehäuseöffner im Set vom FACHHANDEL | eBay

Keine Angst, ich bin mit dem Händler weder verwand noch verschwägert, noch kassiere ich irgendwelche Provisionen...;-)
 
f.alke

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ahhhhhhh so soll die Kerbe aussehen, danke =) ich werde mich gleich mal daran versuchen und dann Rückmeldung geben ;) =)
SUPER HAT GELAPPT!!!
Bilder im Anhang ;-)

(Leider habe ich nur mein Handy zum Bilder machen, aber ich glaube die Bilder sind trotzdem hilfreich für euch, ich hoffe es jedenfalls)
 

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f.alke

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top! Danke =)

eine Frage ist da noch, lohnt es sich die zum Uhrmacher zu geben, sie geht nicht grade genau... teilweise halbe stunde über nacht an Differenz
 
Rata

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Hallo, f.alke;

meiner Meinung nach rentiert sich der Gang zu einem (guten) Uhrmacher schon. Zwar nicht aus rein wirtschaftlichen Gründen, da die Revision den Zeitwert dieser Uhr überschreiten wird. Doch weil die "Leca" eine gute Substanz bietet und sehr hübsch ist, würde ich an deiner Stelle die etwa 60 bis 80 Euro, die die Instandsetzung IMHO kostet, gerne in die Hand nehmen:-). Die Kleine wird es dir danken und bestimmt lange Zeit Freude machen. Das Werk ist, wie Marco (uhrzeittier) schreibt, im Vergleich mit ähnlichen "Durowe" und "PUW"-Kalibern, in der Tat eher selten zu finden. Noch etwas Lesestoff für dich: Bei Christoph Lorenz ist das vergleichbare "Otero 782" etwas genauer beschrieben als bei Roland Ranfft: Das Metatechnische Kabinett - Otero 782.

Viele Grüße nach Höxter;

Otto
 
f.alke

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so ich war beim Uhrmacher....

das gesamte Uhrwerk ist laut ihm einfach zu verschlissen und Ersatzteile gibt es nicht mehr, sprich sie wird leider keine Revision bekommen...
 
Thema:

Was halte ich da in meinen Händen? Kienzle und Seca

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