Warum Vintage?

Diskutiere Warum Vintage? im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo Forumfreunde Ohne viel rumzufilosophieren, möchte ich Euch direkt fragen: Warum kauft (und tragt) ihr Vintageuhren? Nicht mehr und nicht...
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goldie

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Hallo Forumfreunde

Ohne viel rumzufilosophieren, möchte ich Euch direkt fragen:
Warum kauft (und tragt) ihr Vintageuhren? Nicht mehr und nicht weniger.

Danke

goldie
 
T

Tomcat1960

Gast
Weil sie mir gefallen, besser jedenfalls als das meiste, was heute so in den Auslagen der Uhrenfachgeschäfte liegt. Die Designer tobten sich aus, aber sie erschlugen einen nicht, und eine Uhr mit 38 mm galt als groß. Das waren noch Zeiten.

Darüber hinaus sind sie alltagstauglich und zuverlässig, wenn man ihnen ein Mindestmaß an Sorgfalt angedeihen lässt.

Und es ist der Reiz, ein Stück Zeitgeschichte zu besitzen (und zu zeigen), dem man nicht mehr an jeder Ecke begegnet.

Es ist der gleiche Reiz wie der, einen Oldtimer zu fahren, nur preiswerter :D

Viele Grüße
Tomcat
 
Uhrbene

Uhrbene

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Volle Zustimmung!

Wobei der Punkt "Zeitzeuge" bei mir ein großes Gewicht hat.
 
O

Onkel Lou

Gast
Weil ich perönlich mit den heutigen Uhren realtiv wenig anfangen kann....die werden immer größer....auf dem Zifferblatt ist fast mehr Text als Zahlen ...und einen großen Unterschied innerhalb der verschiedenen Modellreihen ist auch kaum zu sehen..

Aber der Markt ist für Vintages und neue Uhren vorhanden...beide haben Ihre Berechtigung
 
N

Nawrotek

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Mein Interesse wurde durch meinen Vater geweckt,der immer kleinere (bis 38mm)
und vor allem flache Uhren liebte.Mich erfreut auch das oft schlichte aber zeitlose Design der Uhren vor allem der 6ziger.Das es zur Zeit aber wieder im Trend liegt,kann man bei einigen Herstellern erkennen, die wieder Uhren mit dem damaligen Design bauen.Und das
eine Armbanduhr nicht 15 mm dick oder noch dicker sein muss zeigen die alten Uhren ja sehr eindrucksvoll.

Viele Grüsse von Andreas
 
schmittko

schmittko

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Hallo goldie,

ich trage die Vintage weil sie mir erstens sehr gut gefallen, meistens schöner als die heutigen ( ist natürlich Geschmacksache ), zweitens weil diese Uhren mich des öfteren an eine längst vergangene Zeit erinnern. Ich bin Jahrgang 1973 und mein Haupt-Augenmerk liegt bei Uhren aus eben diesem Jahrzehnt.
 
luis960

luis960

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goldie,

aus dem gleichen Grund, warum ich alte Auto`s mag.
Ich weiß es schlicht weg nicht.
Vielleicht ist es die Faszination der Technik und vor allem der Mechanik, die alles ohne jegliche Elektronik funktionieren lässt.

Gruß aus HH

Luis
 
G-Shock

G-Shock

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Die guten, alten Vintage-Uhren sind einfach aus einem ganz besonderen Korn geschnitzt: sie sind präsent, aber nicht laut; sie sind in der Regel schlicht, aber detailverliebt. Einfach Understatement pur. Und, ja: ich gestehe - der Charme der guten, alten Zeit kommt auch noch mit in die Waagschale. Früher war halt alles besser. Werden wir später wohl auch sagen ;-)
 
Aeternitas

Aeternitas

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Na, wer unterhält sich schon mit Philipp Rösler, wenn er sich mit Helmut Schmidt unterhalten könnte?
 
J

jensen

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warum gibts es Bergsteigeren,---- weil die bergen da ist
warum samlen uhren----- weil die uhren da ist
:D
 
Frisch_ling

Frisch_ling

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Weil die meisten der Uhren, die mir gefallen, nun mal in den 70ern gebaut wurden.
Und weil auf die Frage: "Oh, ne neue Uhr?"
unbedingt die Antwort: "Nö, is schon ziemlich alt." gehört.
So einfach ist das.
 
ketap

ketap

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Weil ich mit dem Design aufgewachsen bin, es oft schrill war, Diskusionen auslöste und heute als klassisch gilt ;)

Z.B. Die Rolex Sub immer noch mit den Ton angibt bei den Divern.

Eine Ur-Royal Oak sich von den ROO so dezent zurückhält, obwohl sie damals lauter als Mick Jagger war.:D

Eine Nautilus sogar nach 30 Jahren wieder neuaufgelegt wurde

und im Retrowahn sogar rote LED Uhren und LCD die Jugend begeistern.

Btw. fahre ich auch noch mein erstes Auto (Karmann Cabrio)aus den 70er Jahren und glaube mir es ist schärfer als jede Neuauflage wie z.B.the Beatle.
 
StartSomething

StartSomething

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Und es ist der Reiz, ein Stück Zeitgeschichte zu besitzen (und zu zeigen), dem man nicht mehr an jeder Ecke begegnet.

Es ist der gleiche Reiz wie der, einen Oldtimer zu fahren, nur preiswerter :D
Ein klein wenig abgeändert ist das auch einer meiner Gründe, warum mich Vintages interessieren: die Produktion der Uhren ist bereits eingestellt, und es wurde nur eine bestimmte Stückzahl hergestellt. Eine dieser Uhren zu besitzen hat als immer etwas Exklusives - jede Vintage ist quasi eine 'Limited Edition' ;-)

Weiters, weil es doch ein wenig mehr als nur viel Geld bedarf, um eine Vintage-Sammlung aufzubauen. Man muss sich intensiv mit dem Sammelschema beschäftigen, braucht gute Kontakte (für die fast immer erforderlichen Ersatzteile) sowie einen fähigen Uhrmacher und/oder ggf. selbst ein wenig handwerkliches Geschick um kleine Reparaturen selbst vornehmen zu können.

Sehr faszinierend finde ich natürlich auch den historischen Aspekt, speziell, wenn wie bei meinem Sammelschema (ausgewählte Seiko-Modelle der 60er und 70er) praktisch keine Publikationen verfügbar sind. Die Recherche zu einem bestimmten Modell ist für mich eigentlich das Schönste am Sammeln - und ich lerne täglich etwas dazu (und zwar nicht nur über die Uhren direkt, sondern auch 'weltgeschichtliche' Details, die mit den Uhren zusammen hängen).

Ein für mich sehr wichtiger Aspekt: ich entziehe mich dem Marketing-Gedröhn der Uhrenhersteller. Der Wert der Uhren, die ich kaufe, wird nicht dadurch bestimmt, das ein Herr Clooney oder ein Herr Federer angeblich diese Uhren tragen, sondern ausschließlich durch die produzierte Stückzahl und die Anzahl der Menschen, die sich um diese beschränkte Zahl Uhren balgen - dadurch wird der Wert einer Uhr für mich nachvollziehbar.

Dann noch die Anschaffungspreise und die Kosten: gerade in meinem Sammelfeld kann man meiner Meinung nach noch wirkliche Schnäppchen machen - im Vergleich zu anderen Vintages und auch im Vergleich zu neuen Uhren. Dazu als Beispiel eine Seiko Lord-Matic, die ich gestern erhalten habe! Die Uhr von ist mit dem Kaliber 5206 ausgestattet, mit 3.9 mm schön flach, 28.800 A/h, Sekundenstopp, Automatik mit Handaufzugsmöglichkeit, Rückerfeinregulierer und als Kaliber 5246 auch als Chronometer ausgeliefert. Ein Bild der zarten 36mm-Schönheit:

2011-05-16 18.40.53.jpg

Das Uhrwerk wird von Seiko heute noch, geringfügig verändert, als Kaliber 4Sxx hergestellt.
Allerdings: eine neue Uhr mit diesem Werk kostet ziemlich exakt das ZEHNFACHE des Preises, den ich für die Vintage bezahlt habe. Klar, in meinem Fall kommen zu den Anschaffungskosten noch die Überholungskosten dazu - doch selbst damit bewegen sich die Gesamtkosten noch immer bei dem Fünftel einer neuen 4Sxx.

Dann noch die Größe: als ich anfing, mich für mechanische Uhren zu interessieren, erschienen mir 40 mm als sehr klein - und darunter ging gar nicht. Mittlererweile trage ich mit Genuss (was für ein Tragekomfort!!) Uhren mit 36 mm, und diese klobigen Brocken mit 42 + mm will ich nicht mehr an meinem Handgelenk haben. Meine Wahrnehmung hat sich in das Gegenteil verändert: eine feine Uhr ist KLEIN.

Nur meine 2 €-cent...

Besten Gruß,
Hermann
 
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zeityeti

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Bergloses Exil
Ohne rumzufilosofieren:
Weil's mir Spaß macht.;-)

Mit herumphilosophieren:
1.) Faszination für Präzisionsmechanik und Technikgeschichte. Deshalb revisioniere und restauriere ich auch selbst.
2.) Neue hochwertige, mechanische Uhren sind mir heute viel zu teuer.
3.) Mit einer Uhr, die doppelt so breit wie mein Handgelenk ist und mit der mein Arm nach einer halben Stunde auf dem Fußboden schleift, kann ich nichts anfangen.
4.) Ich kann mir aus fast 100 Jahren Entwicklungsgeschichte das aussuchen, was mir gefällt. Warum sollte ich mich also auf die aktuelle Kollektion beschränken?
5.) Wer will schon "normal" sein?;-)

Sind das Gründe genug?
 
Axel66

Axel66

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1. die meisten Neuuhren sind mir zu häßlich
2. man bewahrt Zeitzeugen
3. die meisten Neuuhren sind mir zu groß (ich muß mit einer Uhr nicht angeben)
4. die Werkvielfalt ist höher
5. neue Uhren sind als Luxusartikel zum Großteil einfach überteuert. Bei Vintage gibt es noch faire Angebote (je nach Marke)

Gruß,

Axel

P.S.
... Uhren mit 36 mm, und diese klobigen Brocken mit 42 mm + will ich nicht mehr an meinem Handgelenk haben. Meine Wahrnehmung hat sich in das Gegenteil verändert: eine feine Uhr ist KLEIN....
Na ja, 36mm sind ja für eine 3-Zeiger immer noch eher groß.
 
Axel66

Axel66

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Bezogen auf Vintages hast du natürlich Recht, Axel!
Ich wollte allerdings eher die 36 mm in Relation zu den heute üblichen Untertassen betrachten ;-)

Gruß,
Hermann
Dann hast Du natürlich leider wieder recht (zumindest wenn man die letzten 5 Jahre und mechanische Uhren betrachtet).

Gruß,

Axel
 
shortgrow

shortgrow

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Weils da Schwanenhälse und Schalträder und verschraubte oder gepresste Chatons und jede Menge technischer Leckerbissen für im Vergleich mit Neuuhren "kleines Geld" gibt....

Und weil man suchen und stöbern kann....

Und weil es mir Spass macht, etwas zu haben, was schon seine Geschichte hat....

Gruß von der Saar
 
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