Warum haben Uhren von JLC so mässige Wiederverkaufswerte?

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GT8

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Liebes Forum,

Seit längerem trage ich mich dem Gedanken eine Uhr von JLC zu erwerben, namentlich die hometime am Stahlband.Im Zuge dieser Überlegungen habe ich mich nun eingehender mit dieser Marke beschäftigt und festgestellt, dass die Uhren z.T.echte Ladenhüter sind
und auch der second hand Käufer scheint an JLC keine rechte Freude zu haben.Ich beobachte bestimmte Modelle bereits geraumer Zeit und stelle fest, die Uhren, so auch die hometime, liegen wie Blei.
Meine Meinung beeinflusst das nur marginal und es wird mich sicher nicht davon abhalten, mir eine Uhr aus dem Hause JLC zu kaufen.
Wiederverkaufswerte interessieren mich nicht im Speziellen, davon bin ich kaum getrieben, aber im Grundsatz ist diese Frage für mich durchaus von Belang, da ich mich sehr für Uhren interessiere und ständig dazu lernen möchte.
JLC ist eine grosse Marke mit beeindruckender Historie und z.T.bahnbrechenden Entwicklungen.Das 1000 hours Werk schlägt die Anforderungen der COSC bei weitem und die Uhren, sowie die Metallbänder sind von erstklassiger Verarbeitung.
Woran kann es also liegen?Oder gehe ich fehl in meiner Ansicht resp.in meinen Beobachtungen?
Ich bin ratlos und würde mich sehr über eure fachkundige Meinung zu dieser grossartigen Marke freuen.
Mit herzlichen Grüssen von Nine
 
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Mueller27

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Hi,

JLC gehört eben - das beißt die Maus keinen Faden ab - von der Marke und deren Rennommee her aktuell nicht zu den globalen Top-Marken im Luxusbereich., wie z.B. Patek, AP, VC, RM, Lange, Rolex etc.

Die Gebrauchtpreise von JLC habe ich immer als völlig normal und brachenüblich wahrgenommen, vergleichbar mit Omega oder IWC.
Weder ist an der Marke irgendwas komisch noch hätten sie irgendein Problem, JLC liegt vom Werterhalt völlig im grünen Bereich. Einige Modelle laufen besser, andere sind Ladenhüter, wie bei jeder anderen normalen Schweizer Uhrenmarke auch.

Vielmehr ist das, was bei einigen wenigen anderen Marken - die aber auch preislich in anderen Regionen starten, und deren Modelle in der Regel auch gar nicht frei verfügbar sind - aktuell im Markt abgeht, einfach nicht "normal". :-)

Carsten
 
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GT8

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Das wäre wünschenswert...ein Marke zum Geniessen, ist JLC ganz bestimmt, zumindest in meiner Betrachtung.
 
watch-watcher

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Die Modelle von JLC, die überwiegend sog. Dresswatches sind, gehören im Moment einfach nicht auf der augenblicklichen Mainstream-Linie der Uhrenfans.
 
GT8

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Das ist ja genau die Frage, Uhren deren LP' bei über 10.000€ liegen, finden keinen Käufer im second hand Markt, obwohl diese z.T.im Full Set schon unter 50% angeboten werden ....das finde ich für eine so bedeutende Marke erstaunlich und wenig nachvollziehbar.
An Renommee und Qualität kann es nicht liegen.
Ev.sind die heutigen Designs nicht wirklich innovativ, zumindest scheint da etwas das entwicklungstechnische Feuer zu fehlen.
Vielleicht hat Ronald recht....die Marke ist ziemlich still, vielleicht zu still und es fehlt die z.T.heute übliche, laute Präsenz a la Rolex...Wer weiss?!
 
GT8

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Markenstärke = Markenpräsenz?
Uhrenstil, ja, das stimmt.Die aktuellen Designs sind z.T.wenig spannend, da fehlen echte Zugpferde.Die angesprochene Dresswatch Thematik, würde ich vielleicht so nicht unterschreiben, Dresswatches sind, so scheint mir, immer hoch im Kurs.
Da kommen die aktuellen JLC's vielleicht ein wenig zu umspannen daher...
 
Mueller27

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Das ist ja genau die Frage, Uhren deren LP' bei über 10.000€ liegen, finden keinen Käufer im second hand Markt, obwohl diese z.T.im Full Set schon unter 50% angeboten werden ....
Ich betone noch mal, das ist völlig branchenüblich.
Das findest Du bei anderen Marken genauso , wenn Du in deren oberen Preisrängen schaust, vor allem die Edelmetall-Uhren.

Schau mal was real an Preisen für >10.000€ Gold-Modelle bei Omega oder Breitling im Gebrauchtmarkt zu erreichen ist?
Allein der Graumarktpreis liegt da in aller Regel schon 30% unter Liste.
Da musst Du als Besitzer auch bei Omega oder Breitling schon 50% unter Liste gehen, um von privat überhaupt einen Käufer zu finden.

Gefährlich wird es nur wenn selbst die beliebten und meist eher einfachen Brot & Butter Modelle einer Marke nicht mehr verkäuflich wären.
Das würde ich jetzt bei JLC aber so nicht sehen.

Carsten
 
Auszeit

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Weder der Uhrenstil noch die Markenstärke von JLC geben im aktuellen Marktumfeld höhere Wiederverkaufswerte her. So einfach ist das.

Gruß
Helmut
genau: im moment will die breit Masse: Smartwatches oder GROSSE Modeuhren (DW, Boss etc).

Dann kommen die "Verrueckten" wie wir und wollen zumeist Stahl-Sport Modelle. Also Rolex, AP, Patek.
Nicht umsonst machen nun auch Lange und VC solche Angebote.

Da hat es ein Hersteller wie JLC von klassischen, eher kleinen (im Vergleich zur aktuellen Mode) Modellen eher schwer im Verkauf und im Wiederverkauf...
 
Vincent_Rock

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JLC repräsentiert 95% des Uhrenmarktes.

Es gibt eben nur einen relativ kleinen Teil, der bereit ist für auf einen schnöden Chrono 3 Jahren zu warten bzw. 200% über Liste zu bezahlen.

Auch vor Lange, AP, VC und selbst FPJ macht der Wertverfall keinen Halt.

So ist es eben in der Uhrenwelt.

Von daher: Gebraucht kaufen und sich über das sehr gute P/L Verhältnis freuen.

Edit: VC bieten Stahlsporties übrigens schon seit knapp 50 Jahren an.
 
Spitfire73

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Uhren deren LP' bei über 10.000€ liegen, finden keinen Käufer im second hand Markt, obwohl diese z.T.im Full Set schon unter 50% angeboten werden ....
Von privat eine Uhr in dieser Preisregion zu kaufen erfordert eben von vielen Leuten soviel Überwindung, dass sich das nur mit massiven Abschlägen im Preis abbilden lässt. Schnäppchenjagen wollen sie alle aber manche Käufer nässen sich schon wegen dreistelligen Beträgen komplett ein. Geschweige denn im fünfstelligen Bereich. Ich habe mich noch von keiner meiner Uhren der fünfstelligen Preisklasse getrennt aber was ich insoweit von Forenfreunden hier mitbekomme, lässt mich beten, dass ich mich hoffentlich für ewige Keeper entschieden habe und mir nicht irgendwann jemanden suchen muss, der mir das Zeug zu einem vernünftigen Kurs abnimmt. ;-)

Gruß
Helmut
 
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Leopan

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Kurz: Einige Marken wurden von Spekulanten als Investment entdeckt,gehypt und dadurch sind die Preise in die Decke geschossen.(Tresoruhren)

Andere Luxusmarken sind nicht so bekannt oder attraktiv für ein bestimmtes Klientel.
 
Vincent_Rock

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Sehr treffend formuliert.
 
BSBV

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Also,
Jaeger-LeCoultre gehört, was die Werke und dessen Komplikationen angeht, zu den Top Herstellern.

Andere Hersteller heben ihre Herstellung der Spiralfeder mächtig in den Vordergrund, nur um ein Beispiel zu nennen.

JLC macht das nicht, auch das der Hersteller zu den Wenigen gehören die ihre Anker selbst herstellen.
Die Insider und Kenner wissen das.

Im Verkauf war/ist JLC eher ruhig. Die machen kein großes Aufhebens, denn die Käufer von JLC-Uhren kaufen ihre Uhren still und heimlich.
Auch legen die Uhren von JLC ein Understatement an den Tag, den der Käufer so wünscht.
Kein, "ich habe ne Jaeger-LeCoultre am Arm".

Jaeger-LeCoultre war und ist, mit all ihren Uhren & Modellen, ein Hersteller für Insider und Uhrenkenner, deswegen hat die Marke nicht so ein reißenden Absatz im Gebrauchtmarkt.

Was ich allerdings auch nicht verstehe ist, das einige Modelle, die sich gut verkaufen ließen, schnell wieder verschwunden sind, oder nur in einer gewissen Stückzahl hergestellt wurden, ohne limitiert zu sein.

Ich kann nur hoffen, das die Polaris-Serie länger auf dem Markt verbleibt, denn diese Modelle haben Potenzial.
 
Devilfish

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Was soll's: Man kauft JLC halt gebraucht und freut sich heimlich über die Abschläge und darüber, dass man hier zum Teil Haute Horlogerie zu einem Preis bekommt, zu dem man sich anderswo für einen 0815-Dreizeiger gnädig auf eine Warteliste setzen lassen darf.

P.S. Davon abgesehen braucht man für JLC eine gewisse horologische Reife, die man für Uhren der Bling-BoahEy-Fraktion nicht braucht. Die Zielgruppe ist kleiner.
 
Spitfire73

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Jaeger-LeCoultre war und ist, mit all ihren Uhren & Modellen, ein Hersteller für Insider und Uhrenkenner, deswegen hat die Marke nicht so ein reißenden Absatz im Gebrauchtmarkt.
Sollten angesichts der geringen Stückzahlen nicht bereits wertschätzende Insider, "Connaisseure" und Uhrenkenner allein schon die Gebrauchtnachfrage hoch und die Preise stabil halten können? Gerade im Higher Horology-Bereich beschleicht mich dagegen auffällig oft das Gefühl, dass Insider, "Connaisseure" und Uhrenkenner zwar gern ihre Kennerschaft betonen aber nicht durch entsprechende Zahlungsbereitschaft zu unterstreichen bereit sind. Markenübergreifend gesehen gehört diese Beobachtung für mich zu den ganz großen Widersprüchen der Uhrenszene.

Gruß
Helmut
 
gm_2000

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Der Tipp mit dem Gebrauchtkauf ist immer klasse um den Wertverlust in Grenzen zu halten. Nur wo existiert denn dieser Markt für solche Uhren? Hier im Forum sicher nicht. Dafür sind die Stückzahlen solcher Hersteller meist einfach zu gering. Beobachte das bei vielen Marken. Wo kann ich denn z.B. eine VC Overseas 4500V gebraucht günstiger kaufen als den Graupreis von aktuell 14K? Das ist die Nadel im Heuhaufen genau wie im Anschluss den einen Käufer zu finden der einem die Uhr irgendwann wieder abnimmt. Dies geht dann eben ausschließlich über den Preis...
 
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