Warum gibt es nicht häufiger verschraubte Stege (Mühle S.A.R. vs. Sinn U1)

Diskutiere Warum gibt es nicht häufiger verschraubte Stege (Mühle S.A.R. vs. Sinn U1) im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Nach einem "Mühle S.A.R. Rescue Timer" habe ich mir nun noch einen "Sinn U1" Diver zugelegt und bin von dem eigenständigen Design absolut...
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halsband

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Nach einem "Mühle S.A.R. Rescue Timer" habe ich mir nun noch einen "Sinn U1" Diver zugelegt und bin von dem eigenständigen Design absolut begeistert. Allerdings stellt sich für mich als Uhren-Laie im direkten Vergleich die Frage, warum so wenige Uhren konsequent verschraubte Bandstege haben. Bei der "Mühle" z.B. ist der Steg am Uhransatz verschraubt - folgerichtig war der erste "Banddefekt" (nach vielen Jahren) ein Federstegbruch an der Schließe (Glück gehabt - nicht runtergefallen). Bei der "Sinn" wird das Kautschukband an beiden Seiten nur durch Federstege fixiert. Verschraubte, massive Stege wie an der Mühle finden sich selten. Warum nur ? Das kann doch höchsten ein paar Cent mehr kosten und vor dem Hintergrund des Gesamtpreises kaum eine Rolle spielen. Oder gibt es auch andere Gründe ?
Dirk
 
Mücke

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Ich bin da ganz Deiner Meinung.
Mein Mühle Chrono hatte auch verschraubte Bandstege.
Die "strahlten" irgendwie mehr Zuverlässigkeit / Robustheit aus als normale Federstege.
 
Paulchen

Paulchen

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Hat das nicht auch mit der "Sollbruchstelle" zu tun?
Lieber Uhr fällt runter als Arm kaputt.
 
live_for_this

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Davon habe ich kürzlich gelesen und mir mal darüber Gedanken gemacht.

Als Sollbruchstelle eignet sich ja genauso gut der Federsteg an der Schließe.
Sprich an der Faltschließe beim Metallarmband oder auch bei der Dornschließe.
Ich behaupte jetzt einfach mal, dass der Federsteg am Armband in der Regel auch dünner ist, als der Federsteg am Bandanstoß.

Zumindestens bei Taucheruhren/Toolwatches würde ich davon ausgehen.

Ich weiß nur nicht wie es bei Butterflyschließen aussieht (Leder oder Metall), gibt es da Federstege?

viele Grüße
 
D

Dummy59

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Bei meiner Nomos Tangente (Baujahr 2000) sind die Stege verschraubt. Das sollte der doch etwas filigranen Gesamtkonstruktion wohl insgesamt mehr Stabilität geben. Später hat Nomos dann aber auf Federstege gewechselt. Offizielle Begründung: Der Kunde (und sicher auch so mancher Händler) kann das Band leichter wechseln.

Viele Grüße

Dummy59

PS: Heute ist ein schöner Tag. Habe gerade gesehen, dass ich nun "Uhrenfreund" bin. Ich dachte schon, das wird nie was.
 
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halsband

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Der Kunde (und sicher auch so mancher Händler) kann das Band leichter wechseln.
Naja - kein so ein gutes Argument finde ich ... kann ich selber so auch nicht bestätigen. Man braucht halt einen feinen Schraubenzieher und das wars. Dagegen haben mich auch Federstege schon manchmal genervt, wenn sie nicht einrasten wollten usw.
Kommt ja nun auch nicht so oft vor, dass man das Band wechseln muss.
Dirk
 
Sander81

Sander81

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Bei meiner Nomos Tangente (Baujahr 2000) sind die Stege verschraubt. Das sollte der doch etwas filigranen Gesamtkonstruktion wohl insgesamt mehr Stabilität geben. Später hat Nomos dann aber auf Federstege gewechselt. Offizielle Begründung: Der Kunde (und sicher auch so mancher Händler) kann das Band leichter wechseln.
Die Begründung habe ich auch gelesen und finde sie relativ einleuchtend.
Die alten Nomos Modelle sehen oft auf den Bildern z.B. in der Bucht in diesem Bereich ziemlich angeschlagen aus.
 
marfil

marfil

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Hallo,

Verschraubungen sind

a) teurer
b) aufwändiger zu montieren
c) bei Dress-Watches unerwünscht

Bei Sportuhren- vornehmlich bei Taucheruhren- werden relativ häufig verschraubte Stege verwendet (oder überhaupt eigene Anschlüsse). Das vor allem deshalb, da die DIN/ISO ein gewisses Maß an Haltbarkeit vorschreibt, was sich üblicherweise mit Federstegen nicht auf längere Zeit gewährleisten lässt (konkret 200N je Seite).

 

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halsband

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Verschraubungen sind
a) teurer
b) aufwändiger zu montieren
c) bei Dress-Watches unerwünscht
DAS wiederum leuchtet mir ein. Also doch in gewisser Weise ein "Minus-Punkt" bei meiner geschätzten Sinn U1 - denn in der 1000 €uro-Klasse sollte das keine Rolle spielen, wenn man andererseits einen Diver mit Beständigkeit und Widerstandskraft bewirbt ... ist natürlich nur (m)eine Meinung.
Dirk
 
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Frida

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Ich habe zwei Uhren mit verschraubten Bandanstößen und beides ist meiner Meinung nach Mist!

Bei meiner Tutima Di 300 ist das Gewinde defekt gewesen, so dass ich das Band fast nicht mehr wechseln konnte. Jetzt hat sie Federstege und gut ist!

Meine Oris TT1 verlor nach ca. 2 Wochen eine Schraube. Hat mich 60km Autofahrt + Parkhaus + Zeit gekostet um eine neue Schraube zu bekommen. Die Schrauben an der Oris sind poliert und sehr kratzempfindlich und man braucht zwei gleiche gute Schraubendreher um sie wieder richtig zu befestigen! Federstege leider nicht möglich!
 
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halsband

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... mhhh ... hartes Urteil ("Mist"). Defektes Gewinde = ein Mangel bzw. kaputt - hat eigentlich aber nix mit dem Konzept an sich zu tun. Verlorene Schraube = nicht richtig werkseitig montiert (z.B. Anzugstärke oder fehlender Schraubensicherungslack ?). Habe dagegen eher schlechte Erfahrungen mit mehrfach gebrochenen Federstegen an sportlich beanspruchten Uhren. Grüße Dirk
 
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Frida

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Federstege sind bei mir noch nie defekt gegangen!

Warum soll ein ähnlich dimensionierter Federsteg schneller brechen?

Defektes Gewinde und fehlender Schraubensicherungslack sind aber Probleme, die beim Federsteg nicht auftreten können.

Warum haben denn die Seiko- und Rolexsportuhren keine Verschraubungen?
 
SINNlich

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...sicher nicht, weil die besser sind, als alle anderen Sportuhren.

Ich denke, es ist einzig und allein eine Preisfrage. Die Hörner müssen eine gewisse Materialstärke haben, um sie durchbohren zu können, hinzu kommt, dass das ein weiterer Arbeitsgang ist. Ganz zu schweigen von den mehrteiligen Stegen und deren Werksmontage zuzüglich der Ersatzteil-Bereitstellung. Bei filigranen Uhren wird es entsprechend schwieriger mit der Herstellung. Da ist es meiner Ansicht nach auch völlig unnötig. Verbogene Federstege habe ich an schweren Uhren des öfteren erlebt.

Grüße

Axel
 
marfil

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Federstege sind bei mir noch nie defekt gegangen!
Glück gehabt!

Warum soll ein ähnlich dimensionierter Federsteg schneller brechen?
3teilig/hohl vs Massivstahl. Zudem kann ein verschraubter Teil nicht einfach abbrechen und herausfallen, selbst, wenn er überdehnt wird...was sehr schwierig ist- und dabei wohl der Arm mitabreissen würde.

Defektes Gewinde und fehlender Schraubensicherungslack sind aber Probleme, die beim Federsteg nicht auftreten können.
Für Grobmotoriker sind feine Gewinde immer so eine Sache....(was jetzt keine Unterstellung war!!!!). Im Normalfall darf das nicht passieren.

Warum haben denn die Seiko- und Rolexsportuhren keine Verschraubungen?
Das habe ich mich auch immer gefragt....speziell, nachdem meine nagelneue, erste und einzige private Rolex (Sub) beim Strömungstauchen in die ewigen Jagdgründe eingegangen ist (wegen gerissenem Band/oder gebrochenem Federsteg...ließ sich mangels Uhr nicht mehr verifizieren).
 
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