Warum eine leichte Magnetisierung zu einem schwachen Vorlauf führen kann

Diskutiere Warum eine leichte Magnetisierung zu einem schwachen Vorlauf führen kann im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Nach diesem Post habt Ihr endlich in dieser Sache vor mir Ruhe:klatsch:. Induktionsfelder und Transformatoren KÖNNEN definitiv NICHT die Ursache...
Der Stromer

Der Stromer

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Ich glaube, mit den Kompassnadeln wollten die Kollegen in der Regel die Magnetisierung prüfen 🤔
Ich teste nie. Geht eine Uhr vor oder soll sie sowieso reguliert werden, wird sie entmagnetisiert. Geht sie danach langsamer, war sie halt magnetisiert, sonst nicht.

Als Quelle wurden eher Lautsprecher, Induktionsfelder, Taschenverschlüsse oder Transformatoren vermutet. Die ersten beiden habe ich ohne Befund schon getestet.
Nach diesem Post habt Ihr endlich in dieser Sache vor mir Ruhe:klatsch:.

Induktionsfelder und Transformatoren KÖNNEN definitiv NICHT die Ursache von Magnetisierung sein, da diese ausschließlich Wechselfelder erzeugen (können).
Lautsprecher kommen nur in Frage, wenn es sich um Typen aus den 50er bis 70er Jahren handelt und da muss man seinen Armwecker schon sehr dicht an den nur 1 - 2 mm breiten Magnetspalt am untersten Grund der Membran heran bringen, um diesen Effekt bei Uhren zu erreichen. Am wahrscheinlichsten leuchten mir Taschenverschlüsse, Neodym, etc. ein.

Aber auch da gibt es einen Ausschlussfaktor: Wenn man weiß, dass man mit solchen Werkzeugen hantieren will, kann, muss, dann einfach das teure Schmuckstück am Handgelenk dieser Gefahr nicht aussetzen und zu Hause im Uhrenschmuckkästlein lassen und zu diesen Gelegenheiten einfach nen Chinaticker tragen.

Nachtrag: Die Speaker in Smartphone und Konsorten haben definitiv KEINEN Magneten. Auch die Ladematten nicht.

So, dass wars von mir in diesem Trööt! 18 Seiten über die vermeintlichen Gründe und Möglichkeiten der Magnetisierung einer Unruhe und der Unruhspirale ohne viel Hintergrund zu Diskutieren, sind auch mir einfach zu viel. Viel Spaß beim weiter Fabulieren:prost:
 
YetUK

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Verstehe ich in diesem Zusammenhang wirklich nicht!
 
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marksman83

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Hallo zusammen.
Eine kurze Frage zur Entmagnetisierung: wenn ich eine Uhr mit Metallboden habe, sollte das Innere der Uhr, speziell die Unruhfeder, ja kaum etwas vom Magnetfeld merken (magnetische Abschitmung der Felder durch den Deckel). Wenn ich nun ohne Bodendeckel entmagnetisiere, kann es dann zu Schäden kommen? Durch die starken magnetischen Wechselfelder sollte die Feder ja theoretisch ordentlich in Schwingung versetzt werden?

Hintergrund: ich habe hier einen speziellen Patienten: eine Nomos mit Alpha-Kaliber. Wenn ich die Uhr auf dem Bodendeckel flach liegen lasse, läuft sie relativ genau. Wenn ich Sie normal trage hat sie einen Vorlauf von +10 s PRO STUDNE! Meine Vermutung ist, dass sich die Spirale bei senkrechter Anordnung der Uhr, durch die Gravitation, leicht annähert und dann zusammen haftet, dadurch vorläuft. Wenn sie liegt, "springt" die Feder wieder auseinander, und läuft dann wieder ordentlich. Macht das Sinn?
 
hermannH

hermannH

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Hallo zusammen.
Eine kurze Frage zur Entmagnetisierung: wenn ich eine Uhr mit Metallboden habe, sollte das Innere der Uhr, speziell die Unruhfeder, ja kaum etwas vom Magnetfeld merken (magnetische Abschitmung der Felder durch den Deckel). Wenn ich nun ohne Bodendeckel entmagnetisiere, kann es dann zu Schäden kommen? Durch die starken magnetischen Wechselfelder sollte die Feder ja theoretisch ordentlich in Schwingung versetzt werden?

Hintergrund: ich habe hier einen speziellen Patienten: eine Nomos mit Alpha-Kaliber. Wenn ich die Uhr auf dem Bodendeckel flach liegen lasse, läuft sie relativ genau. Wenn ich Sie normal trage hat sie einen Vorlauf von +10 s PRO STUDNE! Meine Vermutung ist, dass sich die Spirale bei senkrechter Anordnung der Uhr, durch die Gravitation, leicht annähert und dann zusammen haftet, dadurch vorläuft. Wenn sie liegt, "springt" die Feder wieder auseinander, und läuft dann wieder ordentlich. Macht das Sinn?
Antwort in deinem anderen Beitrag. 8-)

Gruß hermann
 
ETA2824

ETA2824

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Hallo zusammen.
Eine kurze Frage zur Entmagnetisierung: wenn ich eine Uhr mit Metallboden habe, sollte das Innere der Uhr, speziell die Unruhfeder, ja kaum etwas vom Magnetfeld merken (magnetische Abschitmung der Felder durch den Deckel). Wenn ich nun ohne Bodendeckel entmagnetisiere, kann es dann zu Schäden kommen? Durch die starken magnetischen Wechselfelder sollte die Feder ja theoretisch ordentlich in Schwingung versetzt werden?

Hintergrund: ich habe hier einen speziellen Patienten: eine Nomos mit Alpha-Kaliber. Wenn ich die Uhr auf dem Bodendeckel flach liegen lasse, läuft sie relativ genau. Wenn ich Sie normal trage hat sie einen Vorlauf von +10 s PRO STUDNE! Meine Vermutung ist, dass sich die Spirale bei senkrechter Anordnung der Uhr, durch die Gravitation, leicht annähert und dann zusammen haftet, dadurch vorläuft. Wenn sie liegt, "springt" die Feder wieder auseinander, und läuft dann wieder ordentlich. Macht das Sinn?
Nein. Ein Metallboden ist keine Abschirmung für ein entsprechendes Magnetfeld.
Das Verhalten Deiner Nomos muss andere Gründe haben und eine Geschwindigkeitsänderung
von 10 s/d durch eine Lagenänderung ist selbst bei perfekter Funktion normal.
Ist es deutlich mehr, würde ich sie zum Uhrmacher bringen. Einem versierten.
 
Wotan18m

Wotan18m

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Mal eine Frage zu Quartz Werken... Hat eine Magnetisierung irgendwelche Auswirkungen auf ein Quarz Werk oder ist es den Werk schnuppe? Beim Kompass schlägt die Nadel auf jeden bei meiner ihr mehr aus (arbeite im Verkauf wo auch nen starkes Magnet an der Kasse ist) als bei der Uhr meiner Frau.. bzw bei meiner Frau schlägt sie garnicht aus und bei mir schon wirklich sehr gut sichtbar.. bemerken tue ich da nichts von den Gangwerten denn ich glaube die ging schon immer ca 2sek um Monat vor (vor ist doch wenn sie schneller läuft?)..
Muss noch ein wenig lernen und hoffe auf eine kurze Erklärung :) vielen Dank :)
 
M

Matthias MUC

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Zumindest keinen Einfluß auf die Ganggenauigkeit, die hängt bei mechanischen wie auch digitalen Quarzuhren einzig an der Quarzfrequenz (Absolutwert und Stabilität), und einem Quarz wiederum ist meines Wissens ein Magnetfeld ziemlich schnuppe. Wenn, dann irgendein starkes Magnetfeld, das die Mechanik richtiggehend stört. Es heißt hier auch immer, daß Quarzuhren Entmagnetisierungsversuche übelnehmen, sei es daß die Mechanik das nicht mag, sei es, daß das Wechselfeld die Elektronik stört...
 
elekticker

elekticker

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In einer alten Service Anleitung von Omega stand, dass die Uhr niemals entmagnetisiert werden darf. Wie das heute ist, keine Ahnung. Wenn Magnete z.B. im Schrittmotor verbaut wären (keine Ahnung ob das so ist) wäre es sicher nicht gut.
 
M

Matthias MUC

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Das ist ein sehr plausibles Argument, wenn es bei einem mechanischen Quarzwerk heißt, es dürfe nicht entmagnetisiert werden. Eine leichte Magnetisierung von Uhrwerksbestandteilen, die normalerweise nicht magnetisch sein sollten, hat aber keinen Einfluß auf die Ganggenauigkeit, weil die eben vom Quarz bestimmt wird.
 
clocktime

clocktime

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Wenn, dann irgendein starkes Magnetfeld, das die Mechanik richtiggehend stört. Es heißt hier auch immer, daß Quarzuhren Entmagnetisierungsversuche übelnehmen, sei es daß die Mechanik das nicht mag, sei es, daß das Wechselfeld die Elektronik stört...
In einer alten Service Anleitung von Omega stand, dass die Uhr niemals entmagnetisiert werden darf. Wie das heute ist, keine Ahnung. Wenn Magnete z.B. im Schrittmotor verbaut wären (keine Ahnung ob das so ist) wäre es sicher nicht gut.
Eigentlich ist es ganz einfach: Quarzuhren haben etwas Elektronik drin. Entmagnetisierung geschieht durch ein schwächer werdendes Wechselmagnetfeld. Bei einem Wechselmagnetfeld entstehen Kriechströme ähnlich wie bei einem Trafo, und das kann die Elektronik zerstören.
 
J

Junghänschen

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In einer alten Service Anleitung von Omega stand, dass die Uhr niemals entmagnetisiert werden darf. Wie das heute ist, keine Ahnung. Wenn Magnete z.B. im Schrittmotor verbaut wären (keine Ahnung ob das so ist) wäre es sicher nicht gut.
Ein Quarzuhrwerk hat meistens eine Spule aus seeeehr dünnem Draht seeeehr vielen Windungen. Und je mehr Windungen eine Spule hat, desto mehr Spannung wird durch ein sich änderndes Magnetfeld induziert. Die ist dann vieeeel höher als die Batteriespannung, für die das Werk ausgelegt ist. Folge: Irgendwas raucht ab.
 
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