Warum eine leichte Magnetisierung zu einem schwachen Vorlauf führen kann

Diskutiere Warum eine leichte Magnetisierung zu einem schwachen Vorlauf führen kann im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Glasklar, Gödel :super: Über den Unterschied zwischen physikalischen Materialeigenschaften und technischen Gerätenormen müssen wir nicht...
elekticker

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Glasklar, Gödel :super:

Über den Unterschied zwischen physikalischen Materialeigenschaften und technischen Gerätenormen müssen wir nicht diskutieren.

Ich will eigentlich nur nochmal darauf hinaus: Allein die Tatsache, dass jemand eine DIN Norm für nötig befunden hat, wann eine Uhr als antimagnetisch bezeichnet werden darf und die dafür Grenzen definiert, beweist für mich:

1) Es ist möglich Uhren begrenzt zu magnetisieren und damit für geringen Vorlauf zu sorgen ohne dass gleich alles stehen bleibt oder Spiralen komplett verkleben.
2) Wenn ein Hersteller eine Uhr als "antimagnetisch" bezeichnet (früher stand das oft drauf oder drunter) heißt mitnichten, dass diese vor dem Problem komplett gefeit ist. Sondern eben nur, dass es nicht so schlimm ist (< 30s/d!!!). Genauso, wie die Auswirkungen in allen Versuchen dieses Threads waren.

Und damit sich keiner auf den Schlips getreten fühlt: Ich bezweifle nicht, dass es Uhren gibt, die so gut abgeschirmt oder geschützt sind, dass diese DIN 8309 weit übererfüllt wird und man im Leben nie einen magnetischen Einfluss bemerken wird. METAS oder Milgauss oder so.
 
hermannH

hermannH

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Seite 16 und er schreibt "antimagnetischen Eigenschaften der Spirale"....was soll man da denken? Es wurde alles schon gesagt. Nivarox. Nickel. Ein Ferromagnetisches, chemisches Element neben Eisen und Cobalt. Aber trotzdem wird das Wort "antimagnetisch" in einem Satz mit Nivarox verwendet. Ich geb auf.
Das bringt überhaupt nichts. Da kann man nur den Mund fusselig reden. Wenn man nicht verstehen will, dann versteht man es halt nicht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nivarox_(Metalllegierung)

https://watch-wiki.org/index.php?title=Nivarox/de

Auf der Seite des Herstellers gibt es weitere Infos.

Gruß hermann

PS: Nivarox leitet sich von "Nicht varabel oxidabel" ab.
 
G

Gödel

Gast
@ Markus: verstanden :prost:
@ Hermann: Nivarox bleibt immer noch eine Nickel-Legierung mit geringem Eisen-Anteil. Beides Ferromagnetika.
 
G

Gödel

Gast
Natürlich hab ich sie gesehen. Was Du nie verstehen wirst ist das Prinzip.
Du ignorierst all die Fakten.
Lass gut sein Hermann, es bringt nichts. Ich mag nicht mehr mit Dir über dieses Thema reden.
Hat kein Zweck.
 
30 kHz

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Nun, liebe Freunde:

Wo ist Problem?? Alles ist doch beredet. Die Physik dahinter ist doch hinreichend behandelt. Die Besucher unserer Seite, die sich ein Bild und eine Meinung machen wollen, können das doch. Der Rest ist doch eher repulsiv und hilft nicht wirklich weiter, oder?!

Viele Grüße
 
hermannH

hermannH

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Natürlich hab ich sie gesehen. Was Du nie verstehen wirst ist das Prinzip.
Du ignorierst all die Fakten.
Lass gut sein Hermann, es bringt nichts. Ich mag nicht mehr mit Dir über dieses Thema reden.
Hat kein Zweck.
Ich ignoriere kein Fakten, ich stelle sie zur Verfügung. Du machst dich über mich lächerlich weil ich die antimagnetische Eigenschaft von Nivarox Spiralen erwähne (siehe oben), ich poste zwei Links mit Fakten:

Die Legierung aus Nickel, Chrom, Mangan, Titan, Beryllium, Silicium und Eisen besitzt Eigenschaften, welche bei der Herstellung von Unruhspiralen und Antriebsfedern von Vorteil sind. Federn aus Nivarox sind ermüdungsarm, nahezu antimagnetisch, nicht rostend und haben einen sehr geringen Wärmeausdehnungskoeffizienten.
Nivarox (Nicht VARiabel, OXidabel [Non-variable, oxidable]) ist eine Speziallegierung aus Eisen und Nickel mit Zusätzen von Chrom, Titan, Mangan, Silicium und Beryllium. Wegen ihrer guten antimagnetischen und temperaturkompensierenden Eigenschaften ist sie optimal zur Herstellung von Unruhspiralen geeignet.
Also was stimmt nicht an meiner Aussage?
Das du außerdem aus Nivarox Nickel ableitest, zeigt das du in der Thematik unwissend bist. Das ist Grundbasis Wissen in der Uhrmacherei. Jeder Lehrling sollte wissen was NIVAROX bedeutet.

Ich lasse mich nicht gerne als blöd hinstellen. Trotzdem versuche ich sachlich zu argumentieren, was uns Beide aber grundsätzlich unterscheidet.

Gruß hermann
 
elekticker

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Die Aussagen sind bestimmt richtig, Hermann.

Was ich bereits mit meiner begrenzten Erfahrung vehement bestreite, ist die Behauptung, dass eine Störung des Gangs im Bereich einiger Sekunden pro Tag infolge Magnetisierung bei "modernen, antimagnetischen" Uhren in der Praxis kaum vorkommt. Gerade das ist typisch für "moderne, antimagnetische" Uhren. Genau das ist das Ergebnis der Forschung an Materialien und Abschirmungen, an Nivarox oder sonstwelchen Spiralen oder Weicheisendeckeln.

Ohne antimagnetische Eigenschaften würden die Uhren halt viel mehr beeinflusst. Bis hin zum Rennen der Uhr durch aneinander haftende Spiralwindungen oder dem völligen Stillstand, was Du früher in diesem Thread beschrieben hast.

Eben weil "antimagnetisch" bei einer Uhr nicht "physikalisch nicht magnetisierbar" bedeutet, sondern nur, dass die Auswirkungen in einem bestimmten Rahmen bleiben. Und zwar genau in dem, den wir hier in allen Versuchen beobachtet haben. Das ist kein Widerspruch zu Deinen Zitaten oben. Im Gegenteil. Zusammen mit der Norm ergibt sich daraus ein völlig stimmiges Gesamtbild.
 
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T. Freelancer

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Geht doch aus meiner Tabelle ganz klar hervor ; Zitat "Uhr -antimagnetisch nach ISO 764 . . " und dann die folgenden Sicherheitsabstände zu Permanentmagneten.

Bei einem sog. " antimagnetischen" Schwingsystem verfünfachen sich im Schnitt nur die Sicherheitsabstände.

Aber ein Sicherheitsabstand einer nicht "antimagnetischen" von 50 cm zu einem Ferrit Magneten FE-S-100-15 ist ja schon etwas.
 
elekticker

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Ich hab deine Tabelle nicht gleich verstanden, weil die Beschreibung links abgeschnitten ist. Aber jetzt: ISO 764 ist das gleiche wie DIN 8309 und die Werte bei "magnetisch" und "antimagnetisch" gelten für Uhren. Richtig?
 
T. Freelancer

T. Freelancer

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Frag mich einfach ;-) JA, so ist es. leider mit iPhone geknipst und das musste ich erst drehen, wodurch es wiederum nicht vollständig auf den iPhone Bildschirm passt. Kann ich aber noch besser machen. Eben vorgestern im Dunkeln auf die Schnelle gemacht.

Ob die ISO der DIN entspricht weiß ich aber nicht. Normen sind auch nicht mein Hauptinteresse.
 
elekticker

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Hab ich auch nur gegoogelt. Aber so kam ich drauf, dass sich bei um Werte für Uhren handeln muss;-)
 
Aeternitas

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...hehe...leider fehlt noch die wissenschaftliche Apparatur zur Verifizierung der Thesen...aber Spaß hat es gemacht! :super:
 
P

Pommes

Gast
Die Ankündigung der Apparatur habe ich auch noch nicht vergessen, wie Norbert wohl auch.
So werde ich halt vergebens darauf warten. (So wie Norbert auch)
 
P

Pommes

Gast
Mache ich gerne. Brauche nur eine Uhr dazu, die einen möglichst kleinen Lagefehler aufweist. Rollex, oder so.
Den Rest habe ich.
 
watchhans

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Mein kürzlich revidiertes Zenith 682 lief über einen langen Zeitraum perfekt gleichmäßig mit ca. +2 Sek./Tag.
Dann mal versehentlich direkt neben dem Handy abgelegt, und schon wunderte ich mich am nächsten Morgen, daß es auf einmal mit +15 Sek. lief.
Kurze Überprüfung, eine Kompaßnadel spielte in der Nähe der gesamten Uhr verrückt.

Entmagnetisiert, Kompaßnadel absolut unbeeindruckt und der Gang wieder wie gewohnt + 2 Sek.
Da beißt die Maus keinen Faden ab.
 
YetUK

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Watchhans, das glaube ich Dir, weil ich bereits gleiche Erfahrungen mit einer Tabletthülle bei einer fast neuen Uhr mit ETA 2824 gemacht habe. Vorher lief sie stabil bei -1,5s, über Nacht plötzlich 58s Vorlauf. Zweimal kurz entmagnetisiert und sie läuft seitdem wieder konstant mit -1,5s. Das Tablet bleibt für die Uhr nun eine verbotene Zone.
PS
Ich habe mir den ganzen Faden durchgelesen, war anstrengend und unterhaltsam zugleich.
 
Aeternitas

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Hier wird der erfolgreiche Einsatz eines Entmagnetisiergerätes gleich gesetzt mit der Magnetisierung als Problemursache. Ich stelle das in vielen Bereichen infrage. Eine wirkliche magnetische Verklebung braucht schon ein starkes Magnetfeld.

Ich setze das Entmagnetisiergerät vorwiegend dazu ein, gereinigte Unruhen durchzurütteln und Restreinigungsmittel zu entfernen. Der Entmagnetisierer kann nämlich dafür sorgen, dass die Spirale wieder frei im Rückerpin läuft, denn die kann dazu tendieren, an den Rückerpin zu kleben. Diese Pins sind aber aus Weichmetall, daher fällt Magnetisierung als Ursache flach.

Aus meiner Erfahrung hat da aber auch der Einsatz eines Entmagnetisierers immer nur kurzfristig etwas gebracht, wenn man die komplette Einheit nicht entfettet und reinigt. Das sind eher adhäsive Kräfte zwischen Rückerpin und Unruhspirale aufgrund von kondensierten Ausdunstungen der Uhren an Pin und Unruhe. Besonders bei Uhren, deren Spirale stetig an einem Pin anliegt hatte ich solche Gangschwankungen noch nicht, da hat auch kein Entmagnetisierer etwas gebracht. Dafür gibt es halt Gangproblemchen im schwachen Aufzugsbereich- wen interessiert das? Niemanden.

Aber das ist nur meine Meinung.
 
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