Wartung von Automatikuhren - wirklich nötig?

Diskutiere Wartung von Automatikuhren - wirklich nötig? im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Habe mal wieder eine Frage in die Runde. Die Hersteller schreiben immer, dass man die Uhren nach ca. 5 Jahren mal einer Wartung unterziehen...
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tompai

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Habe mal wieder eine Frage in die Runde. Die Hersteller schreiben immer, dass man die Uhren nach ca. 5 Jahren mal einer Wartung unterziehen sollte. Als ich neulich bei Wempe in HH war, wollte ich mal fragen, was der Spaß den so kosten soll.

Da meinte der Meister, solange sie noch ordentlich läuft, kann ich mir das sparen. Wäre nur Geldverschwendung.

!!!Der Meister von Wempe, die auch an der Wartung verdienen!!!

Kann mir nicht vorstellen, dass der Blödsinn erzählt. Was sagt ihr dazu?
 
Paulchen

Paulchen

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tompai schrieb:
!!!Der Meister von Wempe, die auch an der Wartung verdienen!!!
Und noch mehr verdient er, wenn alles kaputt ist :roll:
Fährst du dein Auto auch bis das Öl verbraucht ist?[/quote]
 
Sedi

Sedi

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Hi,
kommt halt immer drauf an, was für ein Werk verbaut ist. Bei einem Großserienkaliber wie einem ETA-2824-2 o.ä. würde ich mir keinen Kopp machen - das kann man ruhig laufen lassen bis nix mehr geht denn die Ersatzteile sind billig und man wird sie auch in der Zukunft noch leicht bekommen. Was anderes ist es bei einem seltenen Vintage Werk für das man keine Ersatzteile mehr kriegt - da würd ich dann schon lieber nen Service machen lassen bevor größere Schäden auftreten und man dann nur schwer und teuer an Ersatzteile rankommt.

Gruß, Sedi :-D
 
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Elvis

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Wie siehts denn mit einem Chronomat evo oder einer Cockpit mit dem überhohlen lassen aus?

Weiß jemand ob wempe auch nicht selbst verkaufte uhren wartet und das zu einem fairen Preis? Habe nämlich gehört das man bei denen dann 2 statt 1nem Jahr Gewähr bekommt.
PS:Finde ich schon häftig was der meister da sagt. Warum solls denn teuer werden wenn sie mal kaputt ist? die bauen die beim überholen doch eh einmal auseinander und wieder zusammen. Fine es dann blöd viel geld nochmal für ne rep zu bezahlen. :?
 
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Rubycon

Gast
Schon mehrere Uhrmacher die ich auf eine Kontrolle bez. Wartung angesprochen habe meinten: "Solange sich die Genauigkeit der Uhr nicht verschlechtert ist eine Wartung nicht nötig". Einzig einen Wasserdichtigkeitstest alle paar Jahre hat jeder von ihnen empfohlen.

Was soll an einer Uhr auch gewartet werden frage ich Euch ? Und jetzt kommt mir bitte nicht mit Ölwechsel bez. mangelhafter Schmierung. Das würde die Genauigkeit beeinflussen. Und dann wäre eine Durchsicht ja eh von Nöten.
 
ducaticorse21

ducaticorse21

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Generell gilt das regelmässige Wartungen für den Erhalt einer Uhr substantiell sind, Du bringst dein Auto ja schließlich auch regelmässig zur Inspektion.

Die starren Intervalle die von den Uhrenfirmen vorgegeben bzw. empfohlen werden, halte ich für nicht so beachtenswert - frei dem Motto "never change a running system".

Sollen die Gangwerte deiner Uhr aber plötzlich und extrem abweichen, wird es höchste Zeit den Service machen zu lassen.
 
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Rubycon

Gast
ducaticorse21 schrieb:
Generell gilt das regelmässige Wartungen für den Erhalt einer Uhr substantiell sind, Du bringst dein Auto ja schließlich auch regelmässig zur Inspektion.
Danke !

Was meinst Du damit ? Erkläre mir das doch mal bitte.
 
ug-san

ug-san

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Moenchinguradebachi
Hallo tompai,

je mehr Komplikationen um so wichtiger eine vernünftige Wartung, keine Frage. Langfristig ist das günstiger als wenn Teile erst defekt geworden sind, nur über das Interval kann man diskutieren.
 
Käfer

Käfer

Moderator
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Nix da warten......so lange tragen, bis nix mehr geht und dann ab in die Tonne damit......es muss schliesslich auch ab und an was Neues her und mit den gesparten Revi-Kosten kann dann die Neue mitfinanziert werden :wink: :!:

NB: Habe gerade so ca. 10 - 20 Uhren beim Uhrmacher in der Revi

:lol2:
 
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Rubycon

Gast
@ug-san

Soll der Uhrmacher jedes Werk in Einzelteile zerlegen und die Zahnräder vermessen ? Hat jeder Uhrmacher ein Elektronenmikroskop oder wie soll er das anstellen ? Wenn da aufgrund von Abnutzung oder Verschleiss was schwergängig ist sieht man das in der Genauigkeit der Uhr. Und selbst wenn du verbaute Sitze, Spiralen oder Federn untersuchen möchtest.....wie möchtest du das rationell anstellen ohne den Kunden zu schröpfen ?
 
ug-san

ug-san

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Moenchinguradebachi
Rubycon schrieb:
@ug-san

Soll der Uhrmacher jedes Werk in Einzelteile zerlegen und die Zahnräder vermessen ? Hat jeder Uhrmacher ein Elektronenmikroskop oder wie soll er das anstellen ? Wenn da aufgrund von Abnutzung oder Verschleiss was schwergängig ist sieht man das in der Genauigkeit der Uhr. Und selbst wenn du verbaute Sitze, Spiralen oder Federn untersuchen möchtest.....wie möchtest du das rationell anstellen ohne den Kunden zu schröpfen ?
Nu ja, ich bin ja nun mal kein Fachmann nich und vertraue den Graublauen Augen meines Uhrmachers, der mir es so erklärte, das eine Reinigung je nach trageverhalten angebracht sei, um z.B. Abrieb zu entfernen, der später zu Schwergängigkeit und auch Beschädigungen führen könnte und das erschien mir logisch. Wenn ich bei älteren Uhren mal hinein gesehen habe so konnte man den beschriebenen Abrieb schon feststellen. Das meinte ich mit Wartung, nicht alle Teile nachmessen...
 
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Elvis

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und wie kann ich mir den einen wasserdichtigkeitstest vorstellen und was kostet sowas preislich?
 
ug-san

ug-san

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Moenchinguradebachi
Elvis schrieb:
und wie kann ich mir den einen wasserdichtigkeitstest vorstellen und was kostet sowas preislich?
Die Wasserdichtigkeit vermutlich beim Hersteller, alles andere richtet sich nach Werk und Komplikationen. Von 40 bis über 500 Euro ist je nach Zustand und Aufwand alles möglich und ist so pauschal auch nicht zu beantworten.
 
ducaticorse21

ducaticorse21

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Rubycon schrieb:
ducaticorse21 schrieb:
Generell gilt das regelmässige Wartungen für den Erhalt einer Uhr substantiell sind, Du bringst dein Auto ja schließlich auch regelmässig zur Inspektion.
Danke !

Was meinst Du damit ? Erkläre mir das doch mal bitte.

Was ist daran schwer zu verstehen, spreche ich Mandarin...?! :shock: :shock: :shock:
 
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James Dean

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ug-san schrieb:
Elvis schrieb:
und wie kann ich mir den einen wasserdichtigkeitstest vorstellen und was kostet sowas preislich?
Die Wasserdichtigkeit vermutlich beim Hersteller, alles andere richtet sich nach Werk und Komplikationen. Von 40 bis über 500 Euro ist je nach Zustand und Aufwand alles möglich und ist so pauschal auch nicht zu beantworten.
Ich glaube/vermute/rate: Beim letzten Besuch beim Uhrmacher meines Vertrauens hab ich an der Kasse was gehört: 20€ - ich meine auf für Wasserdichtigkeitstestdurchführungsversuchedings. Auf jeden Fall für der Uhrmacher auch diese Tests durch und hat mir sein Gerät dafür schonmal gezeigt.

James
 
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Marinemaster

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und wie kann ich mir den einen wasserdichtigkeitstest vorstellen und was kostet sowas preislich?
Einfach mal freundlich nachfragen - manchmal gibt es den umsonst. 20 Euro habe ich jedenfalls noch nie bezahlt.
Um noch mal auf die Revision zurückzukommen: Bei Uhrwerken, die nicht mehr gebaut werden, sollte man nicht bis zum völligen Stillstand warten. Das kann teuer werden. Bei Kalibern "von der Stange" sehe ich es wie ducaticorse21, so lange der Gang stabil ist, lass sie zu.
Gruß
 
Marignac

Marignac

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ducaticorse21 schrieb:
Rubycon schrieb:
ducaticorse21 schrieb:
Generell gilt das regelmässige Wartungen für den Erhalt einer Uhr substantiell sind, Du bringst dein Auto ja schließlich auch regelmässig zur Inspektion.
Was meinst Du damit ? Erkläre mir das doch mal bitte.
Was ist daran schwer zu verstehen, spreche ich Mandarin...?! :shock: :shock: :shock:
Nein, Du sprichst nicht Mandarin, aber ich denke, Rubycons Frage zielte darauf ab, zu wissen, was genau bei einer Inspektion gemacht wird. Die Analogie mit dem Auto hilft da nicht wirklich weiter, weil Autos und Uhren nicht wirklich vergleichbar sind, da der Anteil an echten Verschleiss-, Hydraulik- und Elektronikteilen bei einer mechanischen Uhr doch eher gering ist.

Da hier viel spekuliert wird, ganz konkret die Frage - was wird bei einer Revision, ohne dass es einen anderen Grund dazu gäbe, als dass die Uhr seit, sagen wir, 5 Jahren getragen wird, gemacht?
 
RiGa

RiGa

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Seeker schrieb:
... also ... Uhren mit mechanischen Werken sind aus vielen kleinen EInzelteilen zusammengesetzt. An verschiedenen Reibungspunkten werden auch unterschiedliche Öle eingesetzt, damit der Reibungswiderstand minimiert wird. Das Nachlaufen und stehenbleiben sind Indizien dafür.

Nach einigen Jahren befinden sic diese Öle meist nicht mehr an den Stellen wo sie sein sollten bzw. haben sich Schmutzteilchen im Inneren der Uhr angesammelt (z. B. durch das einstellen der Uhrzeit, da wird die Krone herausgezogen - oder die Dichtungen sind durchlässig geworden). Einige Ölarten verharzen auch mit den Jahren etwas.

Also muß die Uhr gewartet werden - sprich zum "Service" oder zur "Revision".

Diese Revision kostet je nach Modell und Komplexität des Uhrwerkes (und renommé des Herstellers) kann das zwischen 30.- und 3000.- Euro kosten (zb. bei Komplettrevisionen (Uhrwerk-Zifferblatt-Gehäuse-Glas) mit neuen Zeigern, Zifferblatt und Gehäuseschweißungen etc.)

Chronographen sind in der Revision logischerweise teurer als Dreizeigeruhren (da mehr Mechanik).

Was es bei dir kosten wird kann ich schlecht abschätzen - kommt natürlich auch auf den Uhrmacher drauf an - und ob in Inneren schon Teile gebrochen sind.

Frage mal hier nach: http://www.uhren-klinik.de
RiGa schrieb:
:arrow: In aller Kürze*: Revision = zerlegen - reinigen - ölen - regulieren.


:arrow: Ein wenig länger:

Revision/Überholung: Dabei wird das Uhrwerk zerlegt, (chemisch) gereinigt und geschmiert. Beschädigte oder verschlissene Teile sollten dabei ersetzt werden.
Achtung: Die Prüfung der Wasserdichtheit gehört nicht unbedingt zur Revision - das sollte man halt bei Auftragserteilung extra anführen.


:arrow: Am längsten.
 
tibim

tibim

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Hallo!

Kennt jemand eine Anlaufstelle für Revisionen/Reparaturen im Großraum Nürnberg?

Danke TibiM
 
ducaticorse21

ducaticorse21

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Rheinland
Marignac schrieb:
Die Analogie mit dem Auto hilft da nicht wirklich weiter, weil Autos und Uhren nicht wirklich vergleichbar sind, da der Anteil an echten Verschleiss-, Hydraulik- und Elektronikteilen bei einer mechanischen Uhr doch eher gering ist.
Das ist durchaus vergleichbar - es geht bei beidem auch weniger um die Verschleißteile, sondern mehr um lebenserhaltene Maßnahmen. Genauso wenig wie es einem Motor gut tut daß seine Kolben unendlich in altem und mit Abrieb versetzten Öl planschen, genauso weinig trägt es zum Erhalt eines Uhrwerks bei daß sich seine Räder in einer vergleichbaren Pampe drehen... :idea:




Marignac schrieb:
Da hier viel spekuliert wird, ganz konkret die Frage - was wird bei einer Revision, ohne dass es einen anderen Grund dazu gäbe, als dass die Uhr seit, sagen wir, 5 Jahren getragen wird, gemacht?
Diese Antwort hat Richard direkt unter deinem Post gegeben...
 
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