War fischen in der Bucht, da hat was Großes angebissen!

Diskutiere War fischen in der Bucht, da hat was Großes angebissen! im Taschenuhren Forum im Bereich Uhrentypen; Servus, ihr Uhrenliebhaber, zu aller erst, die Bilder, die Ihr hier seht, sind mit Erlaubnis von die zeitkapsel von mir eingestellt worden. Jetzt...
  • War fischen in der Bucht, da hat was Großes angebissen! Beitrag #1
ERO

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Servus, ihr Uhrenliebhaber,
zu aller erst, die Bilder, die Ihr hier seht, sind mit Erlaubnis von die zeitkapsel von mir eingestellt worden.

Jetzt zur Uhr:
Sie ist groß, sehr groß, um genau zu sein, bis zum Pedant 62 mm und das in 800 Silber.
Die Deckel sind ebenfalls mit dem 800er-Silberstempel versehen.
Technisch kann ich nichts dazu beitragen, nur was mir ruebennase in meinem ersten Thread mitgeteilt hat.

Wohl aus der Zeit um ca.: 1880 bis 1900.
Die Gehäuseform Lepine, Aufzug Remotoire.

Gebläute Stahlzeiger mit kleiner Sekunde bei der sechs.
Das Ziffernblatt ist aus Emaille, mit römischen Zahlen beschriftet.
Was das Uhrwerk anbelangt, es ist vergoldet, hat 15 Lagersteine, eine Breguet Spirale mit Kompensationsunruhe.
Das Werk soll wohl von FHF sein, ähm ... keine Ahnung.
Ich weiß nur, daß ich völlig platt bin, in echt sieht die besser aus als auf den Fotos und sie tickt herrlich.
Jetzt fehlt nur noch die passende Uhrenkette in 925 Silber.

Hier sind die Bilder



s-l1600.jpg
 

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  • War fischen in der Bucht, da hat was Großes angebissen! Beitrag #2
Unruhgeist

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Sie ist groß, sehr groß, um genau zu sein, bis zum Pedant 62 mm

Mit Pendant 62 mm? Dann hat das Gehäuse irgendwas zwischen 49 und 55 mm Durchmesser? Ist dann doch eine ganz normale Größe. Oder verstehe ich hier was falsch? :hmm:
 
  • War fischen in der Bucht, da hat was Großes angebissen! Beitrag #3
ERO

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Hallo Unruhgeist,
ja, Sie verstehen was falsch.
Die Uhr misst man quasi vom linken Rand zum rechten Rand und dort hat die Uhr 62 mm.
Wenn Sie von unten nach oben messen, dann ohne Pedant, Pedant ist der Teil wo Sie die Uhr aufziehen.
Ich hoffe, daß meine Erklärung hilfreich war.


Grüße
 
  • War fischen in der Bucht, da hat was Großes angebissen! Beitrag #4
monozelle

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Sehr schick! Ich mag ja auch die dicken Brummer, auch die 18s-Amerikaner mit ihrer imposanten Bauhöhe und den rundlichen Schraubgehäusen. Richtige Abrissbirnen. Ich habe auch zwei große Doxas (68 mm ohne Pendant) und eine anonyme Goliath im brünierten Gehäuse (62,4 mm) in meinem Stall. 🐘🐘🐘

@ERO - Der @Unruhgeist ist ein sehr erfahrenes Forenmitglied und hat auch schon seit vielen Jahren mit Taschenuhren aller Größen und Bauarten zu tun. Vieles, was ich so gelernt habe, weiß ich von ihm. Wir können alle davon ausgehen, dass er weiß, wie man die Maße eines Uhrgehäuses nimmt und auch, wo man sie aufzieht und was ein Pendant ist. 😉

Trotzdem auf jeden Fall Gratulation zu der schönen Uhr! 👍
Zifferblatt sieht gut aus, das ist auf jeden Fall ein feiner Bonus. Die Rückerstifte scheinen mal ersetzt worden zu sein. Das Werk könnte in der Tat von FHF sein. Ich mag auch den Jules-Jürgensen-Stil mit der Rückerskala auf der Zentrumsbrücke...
 
  • War fischen in der Bucht, da hat was Großes angebissen! Beitrag #5
ANTARES1958

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Schöne Zwiebel, Eisenbahn Uhr wahrscheinlich.
 
  • War fischen in der Bucht, da hat was Großes angebissen! Beitrag #6
ViaRex

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Sie ist groß, sehr groß, um genau zu sein, bis zum Pedant 62 mm und das in 800 Silber.

Das lässt sich besser mit "einfachen" Durchmesser beschreiben: Der Durchmesser der Uhr ist 62mm (und mit Pendanten dann entsprechend mehr).
Das sorgt für weniger Verwirrung.
 
  • War fischen in der Bucht, da hat was Großes angebissen! Beitrag #7
ERO

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Hallo, monozelle,
dann habe seine Anfrage nicht verstanden.
Sorry!

Ich gehe sowieso davon aus, daß die meisten hier mir haushoch überlegen sind, was Uhren und deren Technik anbelangt.
Eigentlich wollte ich nur helfen.
Ihr haut hier mir Begriffe um die Ohren, daß ich Kopfschmerzen davon bekomme.:???:


Grüße
 
  • War fischen in der Bucht, da hat was Großes angebissen! Beitrag #9
ViaRex

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zu Hause im Norden
Ihr haut hier mir Begriffe um die Ohren, daß ich Kopfschmerzen davon bekomme.:???:

Das sind die Schmerzen der Erkenntnis 😉

Das wird mit der Zeit weniger, ein paar Begriff gehören halt dazu.
An sich ist es schon was feines die ganzen Begriffe hier auf dem Silbertablett serviert zu bekommen,
musst man sie sich sonst mühsam über die Jahre aus WWW und Literatur zusammensammeln.
 
  • War fischen in der Bucht, da hat was Großes angebissen! Beitrag #10
ERO

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Ja, das glaube ich gerne und weiß es auch zu schätzen.


Grüße Erwin
 
  • War fischen in der Bucht, da hat was Großes angebissen! Beitrag #12
ethan_esrah

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Die Rückerstifte scheinen mal ersetzt worden zu sein.
Sieht für mich so aus, daß der Rücker insgesamt mal ersetzt wurde, weil der Rückerarm (oder wie immer das heißt) für die Uhr eigentlich zu kurz ist. Sein Ende hängt in der Luft, sollte aber eigentlich auf der Skala enden. Man sieht auf der Brücke unterhalb der Skala noch Schleifspuren, die wahrscheinlich vom ursprünglichen Rücker stammen. Ist jetzt kein schlimmes Problem, nur beim Regulieren der Uhr wird's etwas diffizil, weil man schwer sehen kann, um wieviel man den Rücker verstellt hat.

Insgesamt eine sehr schöne Uhr (ich liebe gebläute Zeiger 🙂). Für meinen Geschmack ist das Gehäuse aber einen Tick zu sehr aufpoliert. Manchmal ist ein Rest von Patina auch ganz schön, damit man nicht denkt, die Uhr käme gerade aus der Fabrik. Kann aber auch eine Minderheitsposition meinerseits sein 😉 .
 
  • War fischen in der Bucht, da hat was Großes angebissen! Beitrag #13
monozelle

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Sieht für mich so aus, daß der Rücker insgesamt mal ersetzt wurde, weil der Rückerarm (oder wie immer das heißt) für die Uhr eigentlich zu kurz ist. Sein Ende hängt in der Luft, sollte aber eigentlich auf der Skala enden.

Du hast recht, wie konnte ich das übersehen? 😳
 
  • War fischen in der Bucht, da hat was Großes angebissen! Beitrag #14
ERO

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Hallo ethan_esrah,
vielen Dank für Deinen Hinweis.
Das mit der Patina sehe ich nicht so eng, da Silber mit Sauerstoff reagiert.
Somit kommt die Patina von selbst. Für mich heißt das tragen so oft wie möglich.

Leider hat die Hübsche ein anderes Problem, was vielleicht schwerer wiegt.
Sie ist etwas bockig und braucht ab und zu einen zarten Stups, sie läuft nach dem Aufziehen nicht durch.


Grüße Erwin
 
  • War fischen in der Bucht, da hat was Großes angebissen! Beitrag #15
monozelle

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Sie ist etwas bockig und braucht ab und zu einen zarten Stups, sie läuft nach dem Aufziehen nicht durch.

Das soll natürlich nicht sein. Vermutlich ist das Öl in den Lagern verharzt, die Lager sind entweder trocken gelaufen oder verschmutzt oder beides. Dann sollte sie mal eine Revision bekommen. Alles mal auseinandernehmen, Zapfen prüfen, Rundlauf, Eingriffe, Lagersteine checken, reinigen, Öl etc.

Ich würde sie in dem Zustand lieber nicht allzu oft laufen lassen, das kann die Symptome verschlimmern. Ab zum Uhrmacher mit der Hübschen. 🙂
 
  • War fischen in der Bucht, da hat was Großes angebissen! Beitrag #16
Unruhgeist

Unruhgeist

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@monozelle : Danke für die Blumen, aber sooo ein Fachmann bin ich nun auch nicht.

62 mm Durchmesser ist natürlich schon eine Ansage. Sieht man nicht ganz so häufig. Zu FHF würde ich auch tendieren, aber erst ab etwa 1903. Ich habe irgendwo mal eine Registrierung des Geschmackmusters gesehen, bei der diese Brückenform mit der "Einhausung" der Unruh von FHF angemeldet wurde. Ich finde bloß diese Registratur nicht mehr wieder.
Ursprünglich, und wohl auch einige Jahre früher, hat Jules Juergensen diesen Brückenaufbau verwendet. FHF scheint ihn kopiert und an diverse Uhrenproduzenten als Rohwerk verkauft zu haben.
Ich hatte hier schon mal zu einem solchen Werk was geschrieben: MI-Chronometer
Gelegentlich findet man solche Werke mal, aber mit so einem großen Durchmesser habe ich das auch noch nie gesehen. Man muss ja bedenken, dass kein Werkhaltering verwendet wurde, um ein kleineres Werk in ein größeres Gehäuse einzusetzen. Und da die Proportionen von Geäuserand zum Werk stimmig sind, muss das Werk schon einiges größer sein als die Standardwerke mit 17 oder 18 Linien.
 
  • War fischen in der Bucht, da hat was Großes angebissen! Beitrag #17
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pet.sch

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Schöne Uhr und besonders in silbernem Gehäuse als so große Uhr nicht so häufig. Die meisten Uhren dieser Größe haben Nickel- oder Argentangehäuse.
Das Werk ist auch schön, aber so selten auch wieder nicht. Die silbernen großen Uhren haben es häufiger und auch bei den großen mit Kalendarium findet man es öfter. Sogar Doxa, deren Werksaufbau der großen Uhren normalerweise ganz anders aussieht (nämlich so wie hier Uhrenbestimmung - Doxa mit einen 12 und 24 Std. Zeiger ) benutzt dieses, oder ein fast baugleiches Werk in den silbernen Gehäuseausführungen.

Gruß
Peter
 
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  • War fischen in der Bucht, da hat was Großes angebissen! Beitrag #18
Unruhgeist

Unruhgeist

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...doch noch gefunden.
Beide Werke in Savonnette Ausführung:

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