Wann ist der "richtige" Zeitpunkt sein Haustier einzuschläfern?

Diskutiere Wann ist der "richtige" Zeitpunkt sein Haustier einzuschläfern? im Small Talk Forum im Bereich Community; Vorab; Ich bin zwar in diversen Foren Mitglied, aber hier scheint mir mit Abstand das höchste Niveau, Sachverstand und (Lebens-)Erfahrung...
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Armageddon2025

Gast
Vorab; Ich bin zwar in diversen Foren Mitglied, aber hier scheint mir mit Abstand das höchste Niveau, Sachverstand und (Lebens-)Erfahrung vorhanden zu sein. Zudem tümmeln sich hier auch verschiedene Tierfreunde (lt. Threads)

Wir haben aktuell folgendes Problem;

Unser Hund, Nero, Dobbermann-Rottweiler ist knapp 15 Jahre auf. Bis vor 2 Jahren ein absoluter Bulle. Dann ging es in 2 Stufen heftig abwärts, wohl Schlaganfall Silvester 2008 und nochmals knapp 1 Jahr später. Konsequenz; er hat zwar nach wievor nen ganz guten Apettit, sieht aber sehr ausgemergelt aus, sprich er ist Haut und Knochen. Vor 6 Monaten fing er an seinen Hinterlauf nachzuziehen, dies wurde begleitet von einer Erblindung des rechten Auges. Das Gehör ist nahezu komplett weg. Laufen tut er gerade noch so unter starken Schwankungen verbunden mit Gleichgewichtsstörungen. Neuerdings fing nun aber auch noch eine Inkontinenz an. Der Tierarzt sagte mir bereits vor 2-3 Jahren dass ich bisher sehr großes Glück hatte mit der Gesundheit unseres Hundes und dass man aufgrund des Alters eventuell schon relativ bald mit dem schlimmsten rechnen müsste.

Nun meine Frage, wann beendet man das Leben seines Haustieres? Natürlich möchte ich nicht wie manch vermeintlicher Tierfreund bis zuletzt und unter Qualen seinen Begleiter am Leben erhalten.
Ich möchte aber auch nicht, dass er zb nachts heftig mit dem Tod ringen würde und ich bekomm nichts mit, bzw. kann ihm sowieso nicht helfen.

Erschwerend kommt hinzu dass wir kurzfristig für 2 Wochen in Urlaub fliegen( gebucht vor 9 Monaten),.....und wir haben keine Reiserückrittversicherung. Zuletzt hatte ich immer wieder Angst, dass unser Hund während des Urlaubs in der Tierpension sterben würde.
So konnte/könnte ich nun zumindest alles für den Tag x vorbereiten, sprich Überführung und Beisetzung.

Was noch bemerkenswert ist; Im Alter von 1,5 Jahren wurde bei Nero in einer Tierklinik Krebs an der Wirbelsäule festgestellt mit der Info man könne ihm nicht mehr helfen und wir sollten ihn zum sterben mit nach Haise nehmen,
Wirklich durch ein Wunder hat er sich binnen kürzester Zeit wieder aufgerappelt.

Ich möchte nun keinen Freibrief weil ich mir die Entscheidung abnehmen lassen will. Es geht mir darum wie ihr entscheiden würdet, sodass dies in meine Überlegungen mit einfliessen würde

Vielen Dank vorab.
A.
 
skysven

skysven

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Mannheim
Hallo,

also ich bin mit Hunden aufgewachsen und mußte auch schon einige auf dem letzten Weg begleiten,
ich sage mal so,wann denkst du ist der Tag an dem du in "erlösen" solltest,meinst du,oder deine Familie es ist noch weit...

Ich kenne das Problem mit dem Krebs,hatte mein letzter Hund den ich mit 7 Jahren dann einschläfern lies,der jetzige hat auch gerade einiges an "Problemchen" angesammelt,wir können aber erlösen,der Hund muß sich nicht ein ruhigen Platz zum sterben suchen bzw. warten.

Gruß aus MA.
 
viertelelf

viertelelf

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BB in BW
Letztes Jahr im Mai stand ich vor der gleichen Entscheidung. Als der Tierarzt uns das Einschläfern nahegelegt hat war es in meinem Augen noch nicht Zeit. Die Entscheidung wurde uns vom Hund selbst abgenommen, er hat ganz deutlich gezeigt als er seinen Lebenswillen verloren hat und hat damit den Abschied sehr vereinfacht.
 
Mithrandir

Mithrandir

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Austria
...wie du schon sagst, die Entscheidung wird dir letztendlich niemand abnehmen können.

Beim Hund meiner Schwiegereltern war es vor einigen Jahren ähnlich. Eben auch 16 Jahre alt, dann ging es plötzlich rapide bergab (Nierensteine, Kreislaufstörungen,...). Sie haben damals alles medizinisch mögliche für das Tier getan. Er starb danach trotzdem eines "natürlichen" Todes relativ qualvoll. Im nachhinein betrachtet sind sie der Meinung, dass es besser gewesen wäre das Tier einzuschläfern. Aber wie immer im Leben, hat alles zwei Seiten.....

lg Mithrandir
 
rainers

rainers

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HH
Da ich mein Leben lang Hund und Katzen habe, ist mir das schon einige Mal zuletzt im Februar passiert. Wenn ich das Tier sehe und bemerke das es sich quält, lasse ich einschläfern. Bei meiner Siam im Februar war Wasser in der Lunge. Der Tierarzt meinte zwar das man mit Tabletten etwas machen kann, da sie aber auch nicht mehr richtig gefressen hat, habe ich sie einschläfern lassen.
Bei meinem Hund habe ich in den Augen gesehen das es nicht mehr geht....
Wir haben die Möglichkeit Tieren das dahinvegetieren abzukürzen. Meistens sind wir aber Egoisten und versuchen zu viel. Wenn Dein Hund 15 Jahre ist, hat er ein schönes Leben gehabt. Dann soll er auch nicht auf seine alten Tage leiden.
Es ist eine schwere Entscheidung, allerdings sollte man nicht an sich sondern an das Tier denken. Meine 3 Hund sind alle ca. 12 Jahre alt geworden.

Rainer
 
tench

tench

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Hallo A. ,

deiner Beschreibung nach ist dein Hund am Ende seines Weges angelangt.

Sicherlich tut es einem in der Seele weh, das Tier leiden zu sehen. Aber .... seien wir doch mal ehrlich, wenigstens bei Tieren haben wir die Chance, Leiden zu verkürzen.

Freunde von mir haben jahrelang einen Teckel "mitgeschleppt", der einen Tumor am After hatte, groß wie ein Kohlkopf.

War zum Einen nicht schön anzusehen, zum anderen magerte das Tier immer mehr ab, trotz relativ hoher Vitalität.

Wäre ich das Herrchen des Hundes gewesen, hätte die Quälerei ( ? ) ein Ende gehabt.

Entscheiden musst du letztendlich selbst, wenn du einen Rat annehmen möchtest : gönne deinem Tier einen würdevollen Tod beim Tierarzt als endlose Quälerei.

Und .... last but not least ...... du kannst unbelasteter in den Urlaub fahren ( soll jetzt nicht makaber klingen, okay ?? )
 
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gbm31

gbm31

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Stuggitown
schwierige entscheidung...

meine zwei hunde mussten relativ eindeutig eingeschläfert werden - der erste kam noch rüstig aus einem epileptischen anfall nicht mehr raus, der zweite hatte nierenversagen mit 15 jahren und wollte selbst wirklich nicht mehr, sprich, hat auf die infusion schon nicht wirklich reagiert.

unser kater ist gerade 14, und bekommt seit 3 jahren diätfutter wegen seinen nieren.
diesen winter ist er schlagartig zum gerippe abgemagert (war vorher eher garfield-format obwohl freigänger), die mobilität war stark eingeschränkt, und den blutwerten nach war er ein eindeutiger einschläferungskandidat.

aber: die vitalität ist ungebrochen, und wir haben uns entschlossen, es mit medikamenten zu versuchen - mit dem ergebnis, daß er wieder leicht zugenommen hat und fleißig rumhüpft.

trotzdem machen wir uns gedanken über seinen zustand, bzw den rückfall, der unweigerlich kommen wird, und haben uns soweit entschieden, ihn beim nächsten mal wirklich gehen zu lassen.
 
Sectorfan

Sectorfan

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17.11.2008
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Bärlin
Erst mal vorab, es tut mir Leid das hören zu müssen, bei dem Westimädchen meiner Eltern war es letztes Jahr am 02.01. "soweit" sie hatte Lungenkrebs, konnte einige Male "Fitgespritzt" werden, aber die Abstände wurden immer kürzer, erst waren es Monate, ein Jahr später dann nur noch ein paar Wochen und letztendlich, hat sie selber von einem Tag auf den anderen entschieden, wann es nicht mehr ging (apathisch, nicht mehr gefressen....) der Tierarzt meinte nur er könne ihr zwar kurzzeitig helfen, sie würde aber wahrscheinlich aufgrund des "starken" Herzens demnächst quallvoll ersticken, da war die Entscheidung natürlich leichter.
Es wäre für mich also keine Entscheidung wann's "passt" und "bequemer" wäre, sondern für mich wäre der Zeitpunkt gekommen, wenn ich selber in so einer Situation, gerne "erlöst" werden möchte, klingt jetztz ein bißchen komisch, aber ich denke das wäre die richtige Wahl zwischen "Selbserhaltungstrieb" und unnötiger Quälerei (wir sind ja auch nur Säugetiere).
 
A

Armageddon2025

Gast
vielen herzlichen Dank für eure informativen Posts.
Ich denke ich werde hoffentlich in den nächsten 4 Wochen den richtigen Zeitpunkt finden, sprich bei der nächsten kleineren Verschlechterung.
Wie schon von rainers genannt, er hatte bisher 15 schöne Jahre.
Und tench,.............Du hast vollkommen Recht,............schlimmer isses den "Kleinen" irgendwo ohne meine Anwesentheit verenden zu lassen.
 
Andy H

Andy H

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Bei Celle, Niedersachsen
Wenn ich solche Threads lese bin ich immer niedergeschlagen, muß an unsere Maja denken, die vor fast 3 Jahren gestorben ist. Sie war auch am Ende angelangt, nur wir haben es nicht einsehen wollen und haben noch festgehalten,bis sie von selbst aufgegeben hat und zuhause gestorben ist. Das tut sehr weh, man ahnt es nicht.

Wenn du der Meinung bist, er quält sich nur noch, alles sei für ihn nur noch Mühe und keine Freude mehr, dann ist es Zeit. Er hat einen würdigen Abschied verdient, mit der ganzen Familie um ihn herum.

Viel Glück und Kraft wünsche ich euch.
 
E.V.

E.V.

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Der "richtige Zeitpunkt, auch wenn es schwerfällt, ist dann für mich gekommen, wenn das Tier Schmerzen hat.

Ich hatte bereits zwei Hunde und ich konnte, nach Abklärung mit dem Tierarzt, merken, daß Schmerzen vorhanden waren und ich habe daraufhin diese Entscheidung getroffen.

Wobei bei dem einen Hund dies etwas schwerer war, denn ich hatte für Samstag den Termin beim Tierarzt (bzw. er wollte kommen) und am Freitagabend bekam der Hund zwar richtig Wasseransammlungen im Bein und konnte daher kaum noch laufen, war aber trotzdem zum Spielen aufgelegt. Infolge dessen wollte ich dann erst den Termin am drauffolgenden Tag absagen, habe aber dann doch die ganze Nacht auf dem Boden mit dem Hund im Arm verbracht und dann kam irgendwann gegen Mittag der Arzt und hat sich das angesehen und mir mitteilen müssen, daß die Wasseransammlungen schlimmer werden würden und hierdurch irgendwann oder auch in den nächsten Stunden der Hund qualvoll ersticken wird.

Damit war dann die endgültige Entscheidung gefallen und der Tierarzt gab ihr dann erst eine Narkosespritze und dann nach ca. 10 Minuten erst die entscheidene Spritze, so daß sie ruhig "einschlafen" und "hinüberdämmern" konnte.

Im Nachhinein bin ich mir relativ sicher, in beiden Fällen die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Meine Familie und ich waren dabei und beide Hunde konnten in der vertrauten Umgebung sterben.
 
Spitfire73

Spitfire73

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Ähnliche Gedanken mache ich mir seit einiger Zeit zu meinem Kater.
Du kennst Deinen Hund am Besten. Solange Du in ihm, trotz seiner Einschränkungen, Lebensfreude spürst und er sich nicht nur mit Schmerzen durch den Tag quält würde ich ihn nicht einschläfern.

Merkst Du dann, dass er sich nur noch quält würde ich den Tierarzt zum Hausbesuch antreten lassen und in einer für den Hund guten und entspannten Atmosphäre die Spritze setzen lassen.
 
hass67

hass67

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Ich bin auch mit Hunden aufgewachsen und habe daher auch schon 3 Hunde auf dem letzten Weg begleitet. Bei unseren Hunden war es eigentlich bei allen so, dass man es ihnen ansehen konnte, wenn sie nicht mehr wollten. Bei 2 Hunden ging das sehr schnell. Die waren kerngesund und altersbedingt ging es dann mit 12 und 13 Jahren recht schnell zu Ende. Die beiden sind eines natürlichen Todes gestorben, einfach an Altersschwäche.

Ein Dritter war bereits seit seinem 5. Lebensjahr krank und musste die ganze Zeit Tabletten wegen Herzschwäche nehmen. Mit 6 oder 7 wurde er blind. Dennoch ist auch er 11 oder 12 Jahre geworden. Zuletzt hat er sich jedoch immer weniger bewegt und wurde sehr anhänglich. Als er nach her nur noch rumlag, nichts mehr fressen wollte und so entkräftet war, dass er nicht mehr aufstehen konnte, liesen wir ihn einschläfern. Ich habe mir eingebildet an seinem Blick erkennen zu können, dass er nicht mehr wollte. Das kann man nicht beschreiben, aber der Blick war dann ein anderer. Wir haben auch bestimmt 2-3 Wochen überlegt, wann und ob wir ihn einschläfern sollen.

Es ist ein schwierige Entscheidung. Nach Deinen Schilderungen würde ich mir aber auch nicht mehr allzu viel Zeit lassen.
 
wenze04

wenze04

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Wir haben drei Jahre mit einer vollständig blinden Hündin gelebt. Insgesamt ist sie 11 geworden. Damit kommt man selbst und - zumindest in unserem Fall - auch der Hund gut klar. Sie hat gespielt bis zum Schluss. Selbst an ihrem letzten Tag war sie noch "gut drauf".
Ich denke auch, Taubheit kann man kompensieren.

Für mich wäre - im Rückblick - der Zeitpunkt für eine Einschläferung gekommen gewesen, wenn ihre Bewegungsmöglichkeiten noch weiter eingeschränkt wären. Wenn der Hund nicht mehr laufen kann, obwohl er will, hätte ich dem Leid ein Ende bereitet.

Uns wurde die Entscheidung von ihr abgenommen. Sie hatte einen angeborenen Herzfehler und zum Schluss auch Wasser in der Lunge. Eines Nachts ist dann ziemlich zügig gestorben. Sie hatte am Ende immer Probleme, wenn es draussen warm war und wir hatten vor einem Jahr ein ziemliches warmes Frühjahr.

Wir hatten uns in der Familie eigentlich darauf geeinigt, sie im Sommer gehen zu lassen.

Mach es dem Hund nicht so schwer. Du/Ihr selbst werdet Euch sicher erst eine ganze Weile später klar machen können, dass es richtig war, für das Tier die Entscheidung getroffen zu haben.
 
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Doerthe

Doerthe

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Auch ich mußte vor gut 2 Jahren meine olle Wusch einschläfern lassen. Immerhin ist sie gut 16 Jahre alt geworden und hat bei mit ein schönes Hundeleben gehabt. Auch sie hat bis zum Schluß gefressen, es war immer eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen. Aber sie ist überhaupt nicht mehr gelaufen, hatte jeden Tag einen epileptischen Anfall und hat zum Schluß in ihrer Verwirrung sogar sich selbst gebissen. Das war dann die Entscheidung.

Es ist immer ein schwere Entscheidung, wobei Blindheit und Taubheit nicht den Ausschlag gegeben haben. Die Frage ist, hat der Hund noch Lebenaqualität und wenn ja, wieviel und wie groß ist das Leid, welches er tragen muß. Große Schmerzen z.B. wären für mich ein Grund, das Tier zu erlösen, wenn es keine Hoffnung auf Besserung gibt.
Die Qualtät eines Hundelebens wird nicht nur von der Liebe des Menschen bestimmt, es gehört eine artgerechte Haltung genauso dazu. Wenn sich der Hund aufgrund von starken Schmerzen nicht mehr bewegen kann und trotz Nahrungsaufnahme völlig abgemagert ist, spricht das für Krankheit und Elend.
Bei dieser Beschreibung des Zustandes würde auch ich sagen, erlöse ihn.

Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft für die nächste Zeit.
 
BBouvier

BBouvier

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Mein Berner-Senn erreichte das (für Berner) biblische Alter von über 13 Jahren.
Dann ging es plötzlich rapide abwärts:
- musste ins Freie getragen werden
- seine Augen fielen zurück in tiefe Höhlen und
wurden stumpf
- die Beckenknochen staken lose und spitz im Fell
- völliger Appetitverlust
- ...und dann wandte er schliesslich den Kopf ab,
selbst wenn man ihm mit der Hand seine Lieblingsspeise,
Reis mit Corned-Beef vor die Schnauze hielt.

Das konnte ich nicht mehr mit ansehen.
Dieses Leiden und Sterben in Raten.

Als er beim Arzt dann binnen einer zehntel
Sekunde zusammenbrach, schüttelten mich spontan
Weinkrämpfe und ich hatte kurz völligen Sprachverlust.

Aber es war an der Zeit und die richtige Entscheidung.

Gruss,
BB
 
Micha231264

Micha231264

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Lieber A.
Der letzte Gang zum Tierarzt ist so ziemlich der schwerste den man sich als
Tierhalter vorstellen kann. Ich kann Dich verstehen, ich spreche aus Erfahrung.
Meine beiden Schäferhunde mußte ich auch einschläfern lassen, 13u.14 Jahre alt.
Nutze die Chance, das Du es bist, der Ihn erlösen kann und vor allem Du bestimmst den Zeitpunkt.
Wir haben bei unserem Rüden zu lange gewartet und wir haben Ihn noch einige Zeit leiden sehen. Wir konnten es einfach nicht tun. Es war unendlich schwer.
Dann entschlossen wir uns doch Ihn einzuschläfern. Ich war bis zum Schluss bei Ihm und hielt Ihn fest, so das er wußte ich war bei Ihm.
Als wir Ihn in unserem Garten begraben hatten, fiel uns ein Stein vom Herzen.
Wir wussten, das es Ihm da wo er nun war, besser geht.
Man kann in so einer Situation eigentlich nie die richtigen Worte finden, wie auch ich jetzt wahrscheinlich nicht.
Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit.
Gruß Micha
 
Andreass

Andreass

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Schon schwer. Man will weder Gott spielen noch will man zu lange gewartet haben und Schuld sein, wenn das Tier noch gelitten hat.
Meine Mutter hat bei ihrem Hund zuletzt immer Rücksprache mit dem Tierarzt gehalten. Schwer blieb es trotzdem, vor allem weil man ja den Zeitpunkt evtl. vorher weiß. Meine Mutter hatte den Termin nach dem gemeinsamen Mittagsschlaf, ich glaube schlechter kann man sich nie fühlen.
 
athos

athos

Gesperrt
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Erstmal mein Mitgefühl, solche Gänge sind nie schön und man gewöhnt sich nie daran. Das Schöne finde ich aber, dass wir als Tierhalter es in der Hand haben und unserem Tier den Weg erleichtern können.

Du kennst Dein Tier am besten und wirst wohl auch am besten selber den Zeitpunkt bestimmen können. 15 ist ja schon echt ein fast biblisches Alter für so einen Hund :)

Aber hier wie ich entscheiden würde:
Ich würde mir folgende Fragen stellen:
- Ist Nero mehr oder minder schmerzfrei oder kann ich ihn durch Physiotherapie/Schmerzmittel (Rimadyl/Cortison) schmerzfrei bekommen?
- Kann ich die Ernährung so anpassen, dass er wieder Gewicht zulegt?
- Wie sind die Blutwerte? Welchen Zustand haben die inneren Organe?

Erblindung auf einem Auge finde ich nicht schlimm den ihn wird es solange er noch auf dem anderen sieht nicht sehr beeinträchtigen (kenne das von einer Hündin mit Pudelblindheit). Das Gehör finde ich auch nicht so schlimm.

Das Abmagern und der Hinterlauf, da würde ich mir erstmal Gedanken darum machen.

Im Zweifel würde ich ganz krass den urlaub absagen oder versuchen zu verkaufen. Ein Tier dass mich 15 Jahre lang begleitet hat ist mir mehr wert wie ein Urlaub.

Solange er noch Lebenswillen zeigt und ich bin mir sicher, das siehst Du ihm an würd ich alles tun, was in meiner Macht steht um ihn schmerzfrei zu halten, danach ihn gehen lassen.
 
C

clipeata

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29.09.2008
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bei Marburg
dem schließe ich mich an. Leider kann einem diese Entscheidung niemand abnehemen und die "richtige" wird es nur in seltenen Fällen eindeutig geben.

Mussten unseren Dackel mit 14 Jahren einschläfern lassen. Bzw haben wir das machen lassen. Er kam nach mehreren Operationen nicht mehr auf die Beine, das mit dem "Lebenswillen" trifft es wohl ganz gut.

Interessant ist, das so viele das Einschläfern als so friedlich erinnern.
Bei uns setzten nach der 2ten Spritze (die tödliche) heftige Krämpfe im Brustkorb-Bereich ein, ein Aufbäumen gegen die Atemlämung. Nach dem Nachspritzen vermerkte der Arzt dass eine "Schäferhund-Dosis" von Nöten war. Am Stetoskop lauschte ich dann den letzten Herzschlägen und Blutbewegungen.

Das Aufnehmen und Begraben des steifen kalten Körpers am Folgetag war das schwerste.

Heute darf ich garnicht daran denken dass unser Schäferhund auch schon wieder 8 Jahre alt ist Dem Arzt mache ich keinen Vorwurf, aber dem Einschläfern stehe ich heute kritisch gegenüber. Ich habe es nicht im wörtlichen Sinne erlebt.

Würde mich den Vorrednern anschließen, was Ihr tun solltet ist, die Frage nach der Lebenqualität des Hundes nach bestem Gewissen zu beantworten. Auch von mir gerückte Daumen in der schweren Zeit,

viele Grüße,

Christoph
 
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