Vorstellung einer Carl Suchy und Söhne mit Weckfunktion ca. 1912

Diskutiere Vorstellung einer Carl Suchy und Söhne mit Weckfunktion ca. 1912 im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Hallo allerseits, ich möchte hier ein Familienerbstück vorstellen, das nun schon jahrzehntelang ein geruhsames Leben in einer Uhrenschachtel...
pallasquarz

pallasquarz

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Hallo allerseits,
ich möchte hier ein Familienerbstück vorstellen, das nun schon jahrzehntelang ein geruhsames Leben in einer Uhrenschachtel verbringt und kürzlich äußerlich "frisch gebadet" wurde:
Ein Carl Suchy und Söhne, etwa 1912 (laut Gravur) mit der Besonderheit (für meine Begriffe) einer Weckfunktion.
Zur Geschichte: Die Uhr ist ein Familienerbstück meines Großvaters, der sie (gemäß Gravur) 1912 anläßlich eines Preisschießens als Offizier in der K & K Monarchie gewann.
Es ist eigentlich erstaunlich, daß er sie im Alter überhaupt noch besaß, da er und seine Familie als Sudetendeutsche nach 1945 zwangsenteignet und ausgewiesen wurde.
Die Uhr wurde von ihm sicherlich nicht viel getragen (gemäß dem äußeren Zustand) und ruht sich seit Jahrzehnten sorgfältig gelagert aus. Sie müßte sich im Originalzustand befinden.
Die Uhr hat ein silbernes Gehäuse mit einem Durchmesser von etwa 5,5 cm, gebläute Zeiger, kleine Sekunde und als Besonderheit eine Weckfunktion, die mit dem gold-metallenen Zeiger über einen äußeren Ring eingestellt werden kann.
Die Uhr funktioniert noch einwandfrei und geht recht genau, die Genauigkeit der Weckzeit dürfte mit etwa 10 - 15 min. einstellbar sein.
Ich habe noch nicht hineingesehen, deshalb vorab ein paar Bilder von außen.
Über Hinweise zur Uhr, der Weckfunktion o.a. bedanke ich mich vorab und hoffe, daß sie hier auf Interesse stoßen wird.
Über den Hersteller Carl Suchy und Söhne findet man im Internet einige Hinweise; er war wohl Hoflieferant des österreichischen Kaisers.
Wie ich bei der Namensrecherche gesehen habe, wird derzeit wohl versucht, unter dem Namen "Carl Suchy und Söhne" eine Automatikuhr im Luxusuhrensegment mit limitierter Auflage zu etablieren.
CS_Frontansicht_3.jpgCS_Gravur.jpgCS_Rückendeckel.jpgCS_Zifferblatt_groß.jpgCS_Rückseite_innen_2.jpg
Viele Grüsse pallasquarz
 
MikeHH

MikeHH

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Moin Moin

Schön, wenn man zu so einem Erbstück auch noch die passende Geschichte hat. Dadurch betrachtet man solch einen Gegenstand noch mal mit anderen Augen. Das Design der Uhr gefällt mir ausgesprochen gut!

Viel Freue an dem Krachmacher... ;-)

Mike
 
P

Peter Soyka

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Ein schönes Exemplar. Suchy und Söhne. Das Geschäft war ursprünglich in Prag auf der Nationalstr 2. (Narodni Trida) gerade neben der Oper. Herr Suchy war sehr erfolgreich in Prag und expandierte dann nach Wien. Seine Firma im Prag hat vor allem Wandpendeluhren in hoher Qualität hergestellt darum wurde er kaiserlicher Hoflieferant. Die Firma hat den ersten und zweiten Weltkrieg überlebt. Nach dem Tod von letztem Sohn Suchy übernahm die Witwe das Geschäft und führte es bis in den Sozialismus. Dann war Amen. Viel Spass mit der Uhr Peter
 
kater7

kater7

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Sehr schönes Familienerbstück. Wenig getragen würde ich bezweifeln, dafür ist am Offiziers zu viel Materialabtrag, ich glaube nicht das schlampig graviert wurde. Auch wurden besondere Taschenuhren häufig in einer Art Schutzhülle bzw. in einem mit Samt ausgeschlagenen Schutzgehäuse benutzt. Das hielt den Abrieb in Grenzen.

Danke für die Vorstellung Deines Familienschatzes. :super:
 
lennox

lennox

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Danke für die Hintergrundinfos Peter .Ich hab mal ne Wanduhr mit der Aufschrift gesehen, und ging davon aus das die Firma nur in Wien beheimatet war.
Gruß
lennox
 
Bullius

Bullius

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Schöne und interessante Uhr, binn auch gerade wieder mit Taschenuhr unterwegs.
Doch soetwas schönes habe ich leider nicht vererbt bekommen.

Grüße Ralf
 
H

habring

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Ein schönes Exemplar. Suchy und Söhne. Das Geschäft war ursprünglich in Prag auf der Nationalstr 2. (Narodni Trida) gerade neben der Oper. Herr Suchy war sehr erfolgreich in Prag und expandierte dann nach Wien. Seine Firma im Prag hat vor allem Wandpendeluhren in hoher Qualität hergestellt darum wurde er kaiserlicher Hoflieferant. Die Firma hat den ersten und zweiten Weltkrieg überlebt. Nach dem Tod von letztem Sohn Suchy übernahm die Witwe das Geschäft und führte es bis in den Sozialismus. Dann war Amen. Viel Spass mit der Uhr Peter
Gibt es eigentlich Hinweise darauf, dass Suchy jemals in Wien produzierte? Nur so aus Neugier.
Danke und beste Grüsse
Richard
 
Uhrenfreak

Uhrenfreak

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Nach meiner Vermutung wird die Weckzeit mit dem geriffelten Glasrand eingestellt. Das Glas mit Fassung müsste drehbar sein. Dabei wird der Weckzeiger bewegt, wenn man das Glas mit Fassung gegen den Uhrzeigersinn bewegt.

Gruß Willy
 
Zuletzt bearbeitet:
Uhrenfreak

Uhrenfreak

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Sorry, habe übersehen, dass es sich hier um einen Uraltfaden handelt.

Gruß Willy
 
pallasquarz

pallasquarz

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Hallo, sehr gerade mit Erstaunen, daß das Thema wiederbelebt wurde. Willy hat recht, was das Stellen der Weckzeit betrifft.
Ehrlichgesagt, traue ich mich nicht, die aufzumachen, weil ich nicht weiß, wie es geht (was halten denn die 3 kleinen Schrauben in der Mitte hinten?).

Was die Frage von Richard (habring) betrifft, am besten einmal bei Carl Suchy direkt nachfragen, die Marke wurde ja wiederbelebt mit Uhren im oberen Preissegnment.

Vienna's Luxury Watch Brand Since 1822 | Carl Suchy & Söhne

Grüsse Christoph
 
M

Matthias MUC

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Also wenn's meine Uhr wäre, hätte ich den Mut mit den drei Schrauben. Glocken, Klingel (wie auch immer man das Ding nennt) sind meistens mittig aber dort maximal solide befestigt. Alles andere, um ans Werk ranzukommen ist eher nicht naheliegend. Funktioniert die Uhr, kann man wagen, sie in Betrieb zu nehmen, dann wäre ja ein Video mit Ton (Weckerklingeln) auch spannend (fände ich eigentlich bei allen Uhren, die irgendwelche Töne abseits des Tickens produzieren, famos...)
 
fantomaz

fantomaz

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Die drei Schrauben halten mit Sicherheit nur die Klangglocke, also den „Deckel”,
die kann man problemlos abschrauben und wieder festschrauben. Es sind deshalb
drei Schrauben, damit die Glocke auch wirklich fest sitzt und das Klingeln nicht
als Scheppern wahrgenommen wird.
 
pallasquarz

pallasquarz

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Guten Abend, die Uhr funktioniert noch einwandfrei, auch der Wecker. Deswegen habe ich nicht das Bedürfnis, da ranzugehen. Allerdings ruht sich die Uhr dauerhaft aus.
Werde aber gerne versuchen, das Rasseln einzufangen.

Grüsse Christoph
 
M

Matthias MUC

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Du sollst ja auch nicht rangehen, weil irgendwas nicht funktioniert, aber wir "Altmetallbekloppten" :-D hier sind natürlich neugierig auf einen Blick aufs Werk!
In dem Sinne lG Matthias
 
M

Matthias MUC

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Habe das o.g. Patent mal rasch überflogen. Das Besondere scheint zu sein, daß hier für Weckerschlag- und Gehwerk ein und dieselbe Feder verwendet wird.
Ich kenn mich weder mit repetierenden noch mit weckenden Taschenuhren im Detail aus - wie ungewöhnlich ist das denn, hier für das Weckerschlagwerk keine eigene Aufzugsfeder zu haben? Ich kenne nur "normale" mechanische Wecker mit separater Feder fürs Schlagwerk.
 
Thema:

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