Vorstellung der Marke Sherpa Watches

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grmpf

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warum ein Sherpa auf 8.000m eine Uhr mit Compressor-Gehäuse braucht
Ein wenig weiter gedacht: Wozu braucht ein Sherpa in 8.000m Höhe einen Kronenschutz, der das Verheddern in Algen verhindert? Ich war in der Schule sicher kein besonders guter Geographie-Schüler, aber an frei fliegende Algenbüschel im Himalaya würde ich mich sicher erinnern. :-P :lol:
 
dopheus

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Ein wenig weiter gedacht: Wozu braucht ein Sherpa in 8.000m Höhe einen Kronenschutz, der das Verheddern in Algen verhindert? Ich war in der Schule sicher kein besonders guter Geographie-Schüler, aber an frei fliegende Algenbüschel im Himalaya würde ich mich sicher erinnern. :-P :lol:
Ich war vor 10 Jahren das erste Mal in Nepal.

Und jetzt rate mal, wen ich dort, mitten im Himalaya, getroffen habe. Eine Gruppe von Freedivern, die in den Seen in der Nähe des Ortes Gokyo auf ca. 5.000m getaucht sind.

Kein Scherz!

Ich bin übrigens auch Taucher und liebe die Berge und Nepal.
Für mich ist das also wohl die perfekte Uhr :hmm:
 
RUpix

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Sehr interessante Uhr, schönes Design - aber eine Uhr mit SW200 kann noch so schön sein, die kann doch keine 6000 Euro kosten!
 
clocktime

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Sehr interessante Uhr, schönes Design - aber eine Uhr mit SW200 kann noch so schön sein, die kann doch keine 6000 Euro kosten!
Das Problem dürfte tiefgreifender sein. Die meisten Menschen ausserhalb der UFO-Blase interessieren sich nciht für den Kaliber, der in der Uhr tickt. Die Uhr muss aber deutlich herausstechen und das Interesse der Uhren-Normalos gewinnen. Ob das die hier vorgestellten Uhren schaffen - ich weiss nicht...
 
Matthias1984

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Die bekannte oyster gibt es auch bei Dress- Taucher- und Fliegeruhren. So ist das mit Sherpa ebenfalls.
Oyster macht bei einem Flieger ja auch nicht so viel Sinn oder 😂
Matthias
 
JimJupiter

JimJupiter

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Fragt das doch den Kollegen ;)

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Dr. Wu

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Alles schön und gut,aber wieso zeigt niemand wie so ein Gehäuse nebst Boden in der Realität aussieht? Das Prinzip ist mir klar,aber wir sind hier doch auch technisch interessiert und möchten wissen warum das so und so gebaut ist.
 
Steven Rogers Capt

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Man könnte auch fragen ob es auch wirklich funktioniert!?
Die modernen Dichtungsmaterialien brauchen keinen zusätzlichen Tiefendruck um zu funktionieren, das tun
sie auch schon mit (nur) einem gewöhnlichen Schraubverschluss.
 
Dr. Wu

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@ RUpix: Kann schon sein das es nach der Messe eine hohe Anfrageflut gibt. ;-)

Genauso soll es ja mit den Kronen sein,das die durch Außendruck abdichten. Das würde zumindest teilweise den hohen Fertigungsaufwand erklären und Freunde der Uhr sehen dann das es etwas Besonderes ist.
 
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... und Schraubverschluss und Kompression schließen sich eigentlich aus.
Vielleicht schreibt Herr Klocke mal was dazu, falls er hier mitliest.

Beste Grüße,
Christoph
Einen wunderschönen guten Abend,

erst einmal Entschuldigung für die Stille.
Erstens wollte ich hier nicht als Dauerdiskutant auftreten (Werde ich auch nicht).
Zweitens kann ich sagen, dass die Vorbereitung, der Auftritt und die Nachbereitung der Watchtime für so eine kleine junge Marke wie uns doch ziemlich zeitaufwändig war.
Und ja, es gibt einige Vorbestellungen, was uns sehr freut.

So, zum Thema Gehäuseboden Und Kronen bin ich natürlich genau der Richtige.
Call me Mr. EPSA ;-) Ich liebe die Firma einfach und habe für sie in einigen Archiven lange gesucht.

Es gibt natürlich geschraubte Compressorböden, die nennen sich dann aber "Super-Compressor".
Beispiele aus der Vergangenheit gibt es zuhauf.
Ist ja auch ein Patent von EPSA. (Brevet 317537)
Dort ist das Gewinde über eine Feder von der Dichtkraft entkoppelt.
Also ausschliessen tut sich Verschraubung und Compressor nicht.

Wir haben einen Bajonett-Compressor, der in etwa so funktioniert wie damals der EPSA-STOP für Enicar SA Lengnau. (Brevet 314962)
Deswegen nennen wir den auch so. (ja, Marke registriert)
Unsere Variante ist verdrehsicher ausgelegt - anders als damals - sodass der Boden nur in einer Position eingelegt und eingerastet werden kann und in beide Richtungen einen festen Anschlag hat.
Das hat Vorteile für den sicheren Verschluss (auch ein "weniger begabter" Uhrmacher kann da keine Fehler machen - wenn man sich mal alte Eincar-Böden anschaut, weiss man warum wir das so gemacht haben). Aber auch für die Ausrichtung des Logos ist das klasse.
Dadurch wird erstmal die Dichtung so auf Druck gebracht, dass sie für die meisten Tätigkeiten ausreichend abdichtet (Unterdruck, und Überdruck für alle normalen Situationen).

Erst bei steigendem Aussendruck (normalerweise im Wasser beim Tauchen) wird dann der Deckel weiter in die Dichtung gedrückt und entspannt sich dann beim Auftauchen.

Das funktioniert wirklich.
Man kann natürlich trefflich darüber streiten, ob das bei den aktuellen Dichtungsmaterialien noch wirklich erforderlich ist, aber mich als Ingenieur hat dieses Verfahren einfach fasziniert, ich finde die Idee, das, was man draussen halten will (das Wasser unter Druck) dazu zu benutzen, dasselbe draussenzuhalten einfach super.
Es hat irgendwie etwas Aikido-mässiges - man lenkt die Kraft / Attacke des Gegners um und nutzt sie.
Tendenziell werden die Dichtungen so stärker geschont.

Damals waren diese Verfahren dringend nötig, denn das Dichtungsmaterial war eine andere Materialklasse als heute und hätte den dauerhaft Andruck für 20bar nicht lange überstanden.

So, und nun zu den Kronen.
Ich hatte mich tatsächlich immer gefragt, warum damals die Kronen bei Compressor Uhren bereits für 200m wasserdicht waren, aber nicht verschraubt.
Dann habe ich so einige Patente von EPSA gefunden, konnte mir aber keinen Reim drauf machen.
In der Schweiz bin ich dann fündig geworden und habe mehr Details erfahren.
Die Kronen haben ein sehr spezielles Dichtungsprinzip.
Eben auch auf Compressor-Basis.
Im Inneren gibt es ein Bauteil, das sich über den Tubus schiebt, und dieses wird bei erhöhtem Wasserdruck stärker auf den Tubus gepresst.

Wir geben die Wassertiefe mit 20 bar an (auf den Gehäusen steht noch 20 ATM, das wird aber in der Serie geändert), aber wir haben die Krone auch schon auf höhere Drücke geprüft.
Als Ingenieur bin ich sehr daran interessiert, das Ende der Fahnenstange zu kennen. Theoretisch müsste das erst dann auftauchen, wenn der Tubus kollabiert.
Aber das ist nur mein Bauchgefühl, das müssen wir noch testen.
Die Kronen stellen wir selber her, nachdem wir die alten Pläne studiert und sowohl vom Design als auch von den Materialien auf den neuesten Stand gebracht haben.
Diese Kronen gibt es nur bei uns, und sind die ersten Compressor Kronen seit den 60ern.

So, zur letzten Frage, die ich oben mal so aufschnappe und beantworten will:
Warum keiner das Innenleben genauer zeigt etc. pp:

Es ist vielleicht aufgefallen, dass wir eine recht limitierte Anzahl an Fotos haben.
Das wird sich sicher ändern. Aber bisher waren wir wirklich bis über beide Uhren mit der Entwicklung und den Prototypen und dann der Messevorbereitung beschäftigt.
Da werden wir in der Zukunft mehr liefern, aber das braucht eben noch Zeit.
Wie lange, weiss ich noch nicht, aber es wird mehr kommen.

Einen schönen Abend noch,
und ich hoffe ich konnte ein wenig aufklären und Fragen beantworten!

Martin Klocke

PS - kurz editiert: die KRONEN stellen wir selber her...... da hatte ich UHREN geschrieben...
 
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5231N1324O

5231N1324O

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Erst einmal vielen Dank für die Rückmeldung und darüber hinaus vielen Dank für den Hinweis.

Ich habe mir gleich einmal die Patentschrift herausgesucht — Gewinde und Boden höhenverschieblich über Dorne zu koppeln ist natürlich eine sehr schöne Ingenieurs-Idee.

Ist dieses System auch bei der Sherpa angewandt worden?

Beste Grüße,
Christoph

PS: Viel Erfolg mit den Uhren, die silberne ist hinreißend.
 
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Erst einmal vielen Dank für die Rückmeldung und darüber hinaus vielen Dank für den Hinweis.

Ich habe mir gleich einmal die Patentschrift herausgesucht — Gewinde und Boden höhenverschieblich über Dorne zu koppeln ist natürlich eine sehr schöne Ingenieurs-Idee.

Ist dieses System auch bei der Sherpa angewandt worden?

Beste Grüße,
Christoph

PS: Viel Erfolg mit den Uhren, die silberne ist hinreißend.

Puh, jetzt könnte ich hier doch zum Mitdiskutierer werden ;-)

Also erstmal danke für das Lob für die Ultradive.
Die muss man tatsächlich einmal live gesehen haben, um sie wirklich beurteilen zu können.
Diamantpolierte Fasen an den aufgesetzten Indizes und an den Minuten- und Stundenzeigern - gibt ein sehr sehr feines Funkeln.

So, Werbepause vorbei:
Nein, wie oben geschildert nutzen wir eben eine Weiterentwicklung des anderen Compressorkonzeptes (EPSA hatte mindestens 4 unterschiedliche): Das Bajonett.
Das Bajonett ist halt so ausgelegt, dass es für die Dichtung nach oben hin einen Anschlag liefert (Vorspannung der Dichtung), aber nach unten noch Platz zum Komprimieren lässt.


Liebe Grüße,

Martin Klocke
 
helmet

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Frage an den Threaderöffner @sherpawatches:
hat der Schlüssel zum Öffnen des Gehäusedeckels die selbe Größe und Form des Originals?
Und ist selbiger im Lieferumfang enthalten? Hat ja nicht mehr jeder Juwelier in der Werkstatt…
@sherpawatches: als erstes Hut ab für dieses Mammutunterfangen, Herr Klocke!
Ich spiele von Tag zu Tag mehr mit dem Gedanken, mir eventuell die Ultradive zuzulegen.
Ein wenig hadere ich noch mit der Entscheidung….
Wenn Sie meine obige Frage beantworten könnten, wäre das sehr nett.
Danke 🙂
 
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@sherpawatches: als erstes Hut ab für dieses Mammutunterfangen, Herr Klocke!
Ich spiele von Tag zu Tag mehr mit dem Gedanken, mir eventuell die Ultradive zuzulegen.
Ein wenig hadere ich noch mit der Entscheidung….
Wenn Sie meine obige Frage beantworten könnten, wäre das sehr nett.
Danke 🙂

Hallo Helmet,

danke für das Lob!
Von Aussen aus der Ferne betrachtet ist das nicht für jeden eingängig, was für ein Aufwand dahinter steckt.

Bezüglich Schlüssel - nein der Originale passt nicht ganz.
Aber es ist möglich, mit Silikonstempeln oder Gummibällen oder den normalen Gehäuseöffner (Standgerät) von Bergeon, der hat zwei Aufsätze, die ganz hervorragend in die äussere Kontur eingreifen können.
Im Normalfall sollte das die ersten Jahre aber nicht notwendig sein ;-)
Und während Garantie und Gewährleistung sollte da auch nicht gefummelt werden...

Die alten Hebelöffner für die alten Enicar-Uhren fand ich insofern immer etwas schwierig, da man sehr leicht abrutschte, wenn der Deckel etwas schwerer festsass. Der leichte Versatz zwischen Eingriff im Boden und Hebel (die lagen nicht auf eine Ebene), musste man da sehr geschickt sein.
War ich wohl nicht ;-)

Grüße,

Martin Klocke
 
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