Vorstellung Adora von ca. 1970

Diskutiere Vorstellung Adora von ca. 1970 im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo Uhrenfreunde, heute möchte ich Euch meine ADORA vorstellen. In einem Gespräch mit einem Bekannten kamen wir auf das Thema Armbanduhren...
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Hallo Uhrenfreunde,

heute möchte ich Euch meine ADORA vorstellen.
In einem Gespräch mit einem Bekannten kamen wir auf das Thema Armbanduhren und ich erzählte ihm von meinem kleinen Uhrenspleen bezüglich Vintage-Uhren. Dabei erwähnte mein Bekannter, dass sein Onkel als Malermeister lange Zeit eine ADORA-Uhr getragen hat. Sein Onkel hat ihm erzählt, dass er damals (Anfang 1970) eine gut ablesbare und etwas größere Armbanduhr zu einem erschwinglichen Preis erworben habe und diese dann auch lange Zeit tagtäglich getragen habe. Mein Bekannter hat dann irgendwann die Uhr von seinem Onkel geschenkt bekommen. Die Uhr lag seitdem bei meinem Bekannten in der Schublade. Da mein Bekannter keine weitere Verwendung für die Uhr hatte, schenkte er sie mir. Nach erster in Augenscheinnahme war ich positiv überrascht, die Uhr zeigte recht wenig Abnutzungserscheinungen, hier hat es sich wohl bezahlt gemacht, dass das Gehäuse aus Edelstahl gefertigt ist. Man findet zwar ein paar Kratzer, aber für das Alter der Uhr hält sich das doch wahrlich in Grenzen.
In der Uhr arbeitet ein 13-linieges Unitas 6376 Kaliber mit 17 Steinen und 21600 A/h. Laut Ranfft handelt es sich um ein sogenanntes Wehrmachtswerk. (ich kann mit dem Begriff nichts anfangen), allerdings wurde das Werk an der Unruh und Kronenschaltung verändert und später nochmals modernisiert. Soweit ich sehen kann wurde u.a. die Entriegelung der Handaufzugswelle verändert. Früher wurde durch Drehung einer Schlitzschraube die Entriegelung betätigt, bei diesem Kaliber wird durch Drücken eines Veriegelungsknopfes (Ich weiß nicht, ob das von mir technisch richtig bezeichnet wurde) die Entriegelung der Welle vorgenommen. Das Uhrwerk läuft recht genau, ich habe nach zwei Tagen noch keine Abweichung feststellen können, nach einer Woche weiß ich mehr!
Die Uhr habe ich etwas aufgehübscht, indem ich mit meinen bescheidenen Bordmitteln das Zifferblatt gereinigt habe. Eine kleine Macke bei 3 Uhr ist noch zu sehen. Die Leuchtmassen in den Zeigern und der Minuterie sind noch aktiv, die Ablesbarkeit bei Nacht ist noch hervorragend. Das Uhrglas musste ich erneuern, da das alte einen Riss aufwies. Das blaue Lederarmband (ich hatte noch eins, eine etwas dunklere Farbgebung hätte mir noch besser gefallen) gibt der Uhr eine sportliche Note. Der Durchmesser der Uhr beträgt 36 mm ohne Krone, die Höhe ca. 8 mm.

Voila, meine ADORA:-D
 

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falko

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Sehr schöne Adora, Glückwunsch! Diese Unitas Kaliber sind überaus robust und auch recht ganggenau.
 
JungHans

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Schön,:super: und wenn der Malermeister sie längere Zeit in der Arbeit getragen hat, so hat sie das gut weggesteckt.
 
Rata

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Hallo, Transponder;

ein schönes deutsch-schweizerisches Co-Produkt, dass dir da in die Arme, besser gesagt, ans Handgelenk gelaufen ist, herzlichen Glückwunsch:klatsch:. Zwar ist "Adora" auch ein Markenname der schweizerischen "Jura Watch Co." in Delémont, jedoch entspricht der Markenschriftzug dem an meiner "Adora Climatica". Darum denke ich, dass die Uhr für die "Adolf Rapp KG" in Schwäbisch Gmünd gefertigt worden ist. Sei's drum: Eine hübsche Uhr, deren Zifferblatt du wieder gut in Schuss gebracht hast, und zum Uhrwerk wurde ja schon alles gesagt..:super:

Viele Grüße, Otto
 
transponder

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Vielen Dank Otto,

was mich nach wie vor interessiert und was ich an anderer Stelle schon einmal nachgefragt habe, leider bisher ohne Erfolg ist, ob der Name Adora nach dem Zusammenschluss mit Pallas immer noch alleine auf den Zifferblättern steht oder nur noch als Pallas Adora auf den Markt kam? Falko hat wohl eine ADORA von 1980 auf der steht auch nur Adora. Gab es vielleicht zwei Produktionslinien also Adora und Pallas Adora?? Hast Du da vielleicht Infos?
 
Rata

Rata

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Hallo, transponder,

bitte entschuldige die quasi "Leichenschändung" an dem alten Faden, doch die noch an mich gestellte Frage habe ich damals einfach übersehen....:oops:.

Diese Frage kann ich dir jedoch beantworten: Die "Adolf Rapp KG" hat sich mit "Eppo", "Exquisit", "Ormo", "Laco", "Para" und noch Herstellern 1971 zur "Pallas Deutsche Uhrencooperation" zusammengetan, um sich gegen die damals schwierige Marktsituation dieser Einzelhersteller zu Beginn der "Quarzkrise" entgegen zu wirken. 1974 stieß noch "Stowa" zu dieser Kooperation, "Adora" selber trat im Jahr 1981 aus der Vereinigung aus und ging 1985 in Konkurs. Der Schriftzug "Pallas Adora" dürfte daher in der Zeit von 1971 bis 1981 für die Uhren des Gmünder Fabrikanten verwendet worden sein, eventuell wurde auch schon 1980 wieder nur der Eigenname "Adora" auf den Blättern angebracht.

Viele Grüße, Otto
 
Thema:

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