Vorher-Nachher. Zeigt Eure "wiederbelebten" Schätze

Diskutiere Vorher-Nachher. Zeigt Eure "wiederbelebten" Schätze im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; @sirtaifun : Danke für den Hinweis, aber es handelt sich um ein außen facettiertes Mineralglas. Ich habe mal versuchsweise einfach ein gewölbtes...
DreizeigerFan

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@sirtaifun : Danke für den Hinweis, aber es handelt sich um ein außen facettiertes Mineralglas.
3346593
Ich habe mal versuchsweise einfach ein gewölbtes Mineralglas eingebaut.
3346568
Das ist jetzt auf dem Bild fast unsichtbar, deshalb habe ich es ein zweites mal versucht.
3346571
Klarer Nachteil ist, dass es nicht original ist und dass die Lünette jetzt von außen sichtbar über das Glas greift. Ich denke aber das auch dieses Glas dicht ist, da es von der Lünette fest in den darunter liegenden Gummiring gedrückt wird.
Vielleicht lasse ich erst mal das gewölbte Glas drin und bewahre das Originalglas in der Uhrenbox in Fach für die Uhr auf. Zurücktauschen kann man ja immer noch.
Was würdet Ihr machen?
 
OnkelJodok

OnkelJodok

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Hallo Dreizeigerfan, genauso würde ich es erst mal auch machen.
Die Fase (Abschrägung) am Rand des facettierten Glases ist entscheidend für den besten Sitz.
Evtl. kannst Du anhand der Abmessungen im Sternkreuz Katalog bei "Mineral Rund Sonderformen" (XMF) fündig werden ...
welchen Durchmesser und welche Dicke (am Rand) hat das Glas denn ?
 
DreizeigerFan

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welchen Durchmesser und welche Dicke (am Rand) hat das Glas denn ?
Das Glas hat einen Durchmesser von 31,1mm der facettierte Teil hat einen Durchmesser 29,6mm und schließt oben bündig mit der Lünette ab. Es gibt also keine Phase am Rand sondern eine Stufe. Der äußere Rand des Glases ist etwa 0,8mm hoch.

Eine Phase am Rand hat wohl mal das Originalglas meines Aktuellen Projekts gehabt. Es handelt sich um eine Zentra Safari von der ich das Gehäuse mit Zifferblatt und Zeigern gekauft habe. Das Uhrwerk wird wahrscheinlich gerade in Teilen in der Bucht verkauft.
Das Gehäuse hatte deutliche Gebrauchsspuren
3348625
Das Glas ist schon beim scharfen ansehen aus dem Gehäuse gefallen. Darunter war eine weiße (na gut aufgrund des Alters eher gelbliche) Dichtung zu erkennen.
3348627
Das Glas passt also nicht zur Uhr. Original war vermutlich ein Sternkreuz XMD 310.825 oder ähnliches in der Uhr. Das Glas gibt es noch bei Cousins UK allerdings ist man inklusive Versand bei einem mittleren zweistelligen Betrag. Das würde den Rahmen des Projekts sprengen.
Ich habe erst mal die Lünette entfernt und die Dichtung entnommen.
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Das kann auf jeden Fall eine Reinigung vertragen.
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Danach habe ich es etwas poliert.
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Hier sind noch ein paar Flecken vom Schwabbel-Wachs. Die werden jetzt noch entfernt. Dann wird die Oberseite wieder etwas angeschliffen und die Dichtung eingelegt. Ein gewölbtes Glas habe ich schon mal versuchsweise auf das Gehäuse gelegt.
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Dummerweise habe ich die Lünette nicht darüber bekommen. Aber mit einem alten Taschenuhrglas hat es dann funktioniert.
3348670
Das könnte schon funktionieren.
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Dummerweise brauchte ich noch einen Werkhaltering. Hat zufällig jemand von Euch ....
Aber zum Glück habe ich Werkhalteringe von der Rolle. Ich modelliere den Ring
3348675
und der 3D-Drucker mach aus Material von der Rolle einen Werkhaltering. Hier der erste Versuch, den ich wohl noch etwas verfeinern muss (je nach Material kann die Größe etwas anders ausfallen als geplant). Aber es könnte so schon funktionieren.
3348677
Dummerweise habe ich dann ein Problem mit dem Uhrwerk bekommen. Nach dem Abschrauben des Sperrrads ist das Federhaus nach unten gefallen.
3348680
Aus irgendeinem Grund hat da jemand ein (zu flaches) Federhaus aus einem ETA 28xx eingebaut. Damit ist hier erst mal Ende, bis ich ein passendes Federhaus habe. Ich werde berichten, wenn es so weit ist.
Ich wünsche Euch noch einen schönen Tag,
Christian
 
DreizeigerFan

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So ich habe jetzt doch noch ein passendes Federhaus gefunden.
Zunächst habe ich die alte Leuchtmasse aus den Zeigern entfernt.
3349596
Danach ist neue rein gekommen.
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Auch die Leuchtpunkte (es waren nur 4) auf dem Zifferblatt habe ich neu gesetzt. Danach habe ich das Werk eingeschalt.
Die Bilder vom Zusammenbau des Werks schenke ich mit. Ein 2783 habe ich schon oft genug gezeigt (z.B. in diesem Beitrag ).
3349604
Die Stellwelle ist noch etwas zu lang also wurde sie gekürzt. Die vergoldete Krone passt natürlich nicht so gut zur Uhr, aber ich hatte keine andere für den 2.2mm Tubus.
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Jetzt ist sie wieder einigermaßen tragbar.
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Ich wünsche Euch noch einen schönen Tag,
Christian
 
TFB1997

TFB1997

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So dann zeig ich auch mal was.
Eine alte Junghans für 25 Jahre Arbeit bei der RAG.
Sie sah aus als wäre sie 25 Jahre unter Tage gewesen :D

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Das Glas sah übel aus.
Nach dem ausschalen, kam das imho schön gealtertes ZB zum Vorschein.
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Das Werk lief an aber nicht durch.
Also ans Werk.
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Das Werk war nun wieder Gangbar. Aber das Gehäuse sah halt immer noch bescheiden aus.
Ein neues Glas war schnell gefunden und so ging es an die Aufarbeitung.
Es sind meine ersten Versuche an Edelstahlgehäusen. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden.
Die Krone wurde auch fix getauscht.
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Ich denke sie ist hübsch geworden und man sieht ihr die Jahre an.
Liebe Grüße bastelt schön Weiter
 
H.Jan

H.Jan

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Hey,
Klasse was ihr macht. Diese alten Schätze wieder so hinzubekommen :super:
Frage wie bereitet ihr die Chrom/Edelstahl Gehäuse auf? Plexiglas ist klar und was macht Ihr mit normalem Glas?
Gruß
Harald
 
DreizeigerFan

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@TFB1997 : Schöne Arbeit. Schade dass ausgerechnet die blauen Zifferblätter so anfällig gegen Feuchtigkeit sind. Ich habe da auch ein paar Beispiele.

@H.Jan : Zum Aufbereiten von Edelstahlgehäusen benutze ich ein solches Polierset :
3359419
Die Scheiben spanne ich in eine Standbohrmaschine und poliere damit das Gehäuse. Die Filzscheibe dient mit dem braunen Wachs zur Vorpolitur. Mit der Gewebescheibe und dem blauen Wachs wird fein poliert. Verchromte oder vergoldete Gehäuse lassen sich nur mit hohem Aufwand aufarbeiten. Dazu gab es hier im Forum in der Uhrenwerkstatt diesen Beitrag. Ich fürchte das ist nichts für mich. Kristallgläser kann man polieren. Das ist aber aufwändiger als bei Plexigläsern. Es lohnt sich eigentlich nur bei Spezialformen, die man nicht mehr oder nur noch sehr schwer bekommt. Ein normales rundes Glas würde ich persönlich lieber tauschen, als zu versuchen es zu polieren. In beiden Fällen gilt : Je feiner die Abstufung der verschiedenen Schleifpapiere und je feiner das letzte Papier (ich benutze 1500er Körnung) um so weniger muss man hinterher polieren.

So nun aber zu meinem aktuellen Projekt. Es ist eine Dugena Monza mit einem ETA2782, die als ich sie bekommen habe keine Krone und keinen Tubus mehr hatte. Das Gewinde der Stellwelle war so korrodiert, das ich keine Verlängerung mehr aufschrauben konnte. Ich habe zunächst die Welle aus einem ETA 2600 verwendet, die zwar funktionierte aber wohl einen geringeren Durchmesser hat. Deshalb habe ich die Welle nur provisorisch eingebaut. Sie wird ersetzt sobald die passende Welle da ist, die dann auch mit einer richtigen Krone versehen und entsprechend gekürzt wird.
Hier ein Bild der Uhr mit Tubus und provisorischer Stellwelle.
3359340
Das Uhrwerk ist laut Ranfft wie ein 2783 mit einer anderen Stellwelle (sie ist nicht verdreht wie beim 2783). Allerdings ist auch die Sperrklinke und die Brücke über dem Wechselrad anders (das sieht eher aus, wie beim 2637). Ansonsten sah das Werk auf den ersten Blick ganz ordentlich aus. Es schwang allerdings nur mit extrem geringer Amplitude und soviel sei hier schon verraten : An mangelnder Schmierung hat das nicht gelegen (eher an mangelhafter Schmierung).
3359359
Unter der Automatikeinheit war deutlich Öl zu erkennen.
3359367
Bei der Menge an Öl zwischen Uhrwerk und Zifferblatt habe ich kurz über einen kommerziellen Abbau nachgedacht.
3359369
Auch unter dem Sperrrad sah es nicht gut aus.
3359372
Dass es die Köpfer beider Halteschrauben für den Werkhaltering halbiert hat sei hier nur am Rande erwähnt aber das hält ja auch ohne die Schrauben. Natürlich war auch der Rest des Uhrwerks mit Öl getränkt.
3359374
Die Unruhspirale sah nicht gut aus. So etwas sollte man immer zuerst reinigen und entmagnetisieren bevor man daran herumbiegt.
3359376
Nach dem Reinigen habe ich mir das nochmal angesehen und dann auf das Entmagnetisieren und biegen verzichtet.
3359378
Man sollte nicht glauben, dass das die selbe Unruh ist. Die Zugfeder sah nicht besser aus.
3359379
Auch hier war es nach der Reinigung deutlich besser.
3359381
Auch der Rest hat nach der Reinigung wieder deutlich besser ausgesehen. Auffällig ist hier, dass das Uhrwerk keine Option zum Einbau eines Stophebels hat.
3359384
Das Werk lief dann sofort wieder mit guter Amplitude.
3359387
Das Gehäuse und das Glas habe ich poliert.
3359391
3359394
Den Streifenschliff auf der Oberseite habe ich etwas aufgefrischt indem ich auf einer glatten Oberfläche ein Schmirgelpapier (180er) auf ein dünnes Tuch gelegt und das Gehäuse darüber gezogen habe. Das Tuch führt auf gewölbten Oberflächen zu einer größeren Auflagefläche und damit zu einem gleichmäßigerem Schliff.
Auf die passenden Stellwelle warte ich noch. Dann wird eine passende Krone montiert. Das Glas werde ich auch noch ersetzen, weil es entlang des Armierungsrings gerissen ist.
3359399
Ich habe das Glas poliert bevor ich es ausgebaut habe, weil man es mit dem Gehäuse besser halten kann. Nach dem Ausbau kam dann der Riss zu Tage.
Euch allen noch einen schönen Tag,
Christian

Nachtrag 10.11.2020 : Heute ist die Stellwelle gekommen. Deshalb noch ein Bild mit neuer Krone.
3360873
 
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P.Porter

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Heute gekommen. Eher selten. Gibt es auf den "Rosa Seiten" nicht.
Einkauf als Defekt. Nach etwas Zuwendung läuft sie aber.
Datum schaltet aber nicht. Tag geht. Werde mal die Tage zerlegen, reinigen und mal schauen was mit dem Datum ist. Stelle dann mal ein paar Bilder vom Werk ein. ggf. frage ich auch mal nach Hilfe, wenn ich nicht weiter komme. Im Netz habe ich bisher nichts gefunden.
 

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'Leider' verfüge ich nicht über Eure Talente... :klatsch::super:

Aus einer Zeitmesserhölle retten kann aber selbst ich auch schon mal eine Uhr ...

Eine kleine Osco lag tief vergraben unter den anderen Uhrenleichen in diesem 'Massengrab' :

Osco Handaufzug (0).jpg

Das Band vergammelt, das Plexi milchig...
Osco Handaufzug (1).jpg

Zehn Kilo Polywatch hätten auch nicht mehr geholfen ... :D
Osco Handaufzug (2).jpg

Also habe ich fleißig gereinigt, dieses Glas hier
Osco Handaufzug (3q).jpg
getauscht und ein neues Band spendiert.

Osco Handaufzug (4q).jpg
Jetzt erkennt man, daß die Zeiger mittig geteilt sind, ein schönes Detail, wie ich finde.

Osco Handaufzug (7q).jpgOsco Handaufzug (5q).jpg
(Kaliber FE 140-1c)

Ich hoffe, nicht gelangweilt zu haben... :oops:

Schönen Abend! :winken:
 
H.Jan

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@TFB1997 : Schöne Arbeit. Schade dass ausgerechnet die blauen Zifferblätter so anfällig gegen Feuchtigkeit sind. Ich habe da auch ein paar Beispiele.

@H.Jan : Zum Aufbereiten von Edelstahlgehäusen benutze ich ein solches Polierset :
Anhang anzeigen 3359419
Die Scheiben spanne ich in eine Standbohrmaschine und poliere damit das Gehäuse. Die Filzscheibe dient mit dem braunen Wachs zur Vorpolitur. Mit der Gewebescheibe und dem blauen Wachs wird fein poliert. Verchromte oder vergoldete Gehäuse lassen sich nur mit hohem Aufwand aufarbeiten. Dazu gab es hier im Forum in der Uhrenwerkstatt diesen Beitrag. Ich fürchte das ist nichts für mich. Kristallgläser kann man polieren. Das ist aber aufwändiger als bei Plexigläsern. Es lohnt sich eigentlich nur bei Spezialformen, die man nicht mehr oder nur noch sehr schwer bekommt. Ein normales rundes Glas würde ich persönlich lieber tauschen, als zu versuchen es zu polieren. In beiden Fällen gilt : Je feiner die Abstufung der verschiedenen Schleifpapiere und je feiner das letzte Papier (ich benutze 1500er Körnung) um so weniger muss man hinterher polieren.

So nun aber zu meinem aktuellen Projekt. Es ist eine Dugena Monza mit einem ETA2782, die als ich sie bekommen habe keine Krone und keinen Tubus mehr hatte. Das Gewinde der Stellwelle war so korrodiert, das ich keine Verlängerung mehr aufschrauben konnte. Ich habe zunächst die Welle aus einem ETA 2600 verwendet, die zwar funktionierte aber wohl einen geringeren Durchmesser hat. Deshalb habe ich die Welle nur provisorisch eingebaut. Sie wird ersetzt sobald die passende Welle da ist, die dann auch mit einer richtigen Krone versehen und entsprechend gekürzt wird.
Hier ein Bild der Uhr mit Tubus und provisorischer Stellwelle.
Anhang anzeigen 3359340
Das Uhrwerk ist laut Ranfft wie ein 2783 mit einer anderen Stellwelle (sie ist nicht verdreht wie beim 2783). Allerdings ist auch die Sperrklinke und die Brücke über dem Wechselrad anders (das sieht eher aus, wie beim 2637). Ansonsten sah das Werk auf den ersten Blick ganz ordentlich aus. Es schwang allerdings nur mit extrem geringer Amplitude und soviel sei hier schon verraten : An mangelnder Schmierung hat das nicht gelegen (eher an mangelhafter Schmierung).
Anhang anzeigen 3359359
Unter der Automatikeinheit war deutlich Öl zu erkennen.
Anhang anzeigen 3359367
Bei der Menge an Öl zwischen Uhrwerk und Zifferblatt habe ich kurz über einen kommerziellen Abbau nachgedacht.
Anhang anzeigen 3359369
Auch unter dem Sperrrad sah es nicht gut aus.
Anhang anzeigen 3359372
Dass es die Köpfer beider Halteschrauben für den Werkhaltering halbiert hat sei hier nur am Rande erwähnt aber das hält ja auch ohne die Schrauben. Natürlich war auch der Rest des Uhrwerks mit Öl getränkt.
Anhang anzeigen 3359374
Die Unruhspirale sah nicht gut aus. So etwas sollte man immer zuerst reinigen und entmagnetisieren bevor man daran herumbiegt.
Anhang anzeigen 3359376
Nach dem Reinigen habe ich mir das nochmal angesehen und dann auf das Entmagnetisieren und biegen verzichtet.
Anhang anzeigen 3359378
Man sollte nicht glauben, dass das die selbe Unruh ist. Die Zugfeder sah nicht besser aus.
Anhang anzeigen 3359379
Auch hier war es nach der Reinigung deutlich besser.
Anhang anzeigen 3359381
Auch der Rest hat nach der Reinigung wieder deutlich besser ausgesehen. Auffällig ist hier, dass das Uhrwerk keine Option zum Einbau eines Stophebels hat.
Anhang anzeigen 3359384
Das Werk lief dann sofort wieder mit guter Amplitude.
Anhang anzeigen 3359387
Das Gehäuse und das Glas habe ich poliert.
Anhang anzeigen 3359391
Anhang anzeigen 3359394
Den Streifenschliff auf der Oberseite habe ich etwas aufgefrischt indem ich auf einer glatten Oberfläche ein Schmirgelpapier (180er) auf ein dünnes Tuch gelegt und das Gehäuse darüber gezogen habe. Das Tuch führt auf gewölbten Oberflächen zu einer größeren Auflagefläche und damit zu einem gleichmäßigerem Schliff.
Auf die passenden Stellwelle warte ich noch. Dann wird eine passende Krone montiert. Das Glas werde ich auch noch ersetzen, weil es entlang des Armierungsrings gerissen ist.
Anhang anzeigen 3359399
Ich habe das Glas poliert bevor ich es ausgebaut habe, weil man es mit dem Gehäuse besser halten kann. Nach dem Ausbau kam dann der Riss zu Tage.
Euch allen noch einen schönen Tag,
Christian

Nachtrag 10.11.2020 : Heute ist die Stellwelle gekommen. Deshalb noch ein Bild mit neuer Krone.
Anhang anzeigen 3360873
Hallo, Danke für das zeigen der Uhr.
1500er Papier ist mir zu grob. Ich fange bei 3000 an und höre mit 7000er auf. Mann braucht dann nicht mehr gross polieren. Ich werde das mal mit der Polierscheibe versuchen. Die sah gut aus
 
Lexa

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Liebe Uhrenfreunde!

'Leider' verfüge ich nicht über Eure Talente... :klatsch::super:

Aus einer Zeitmesserhölle retten kann aber selbst ich auch schon mal eine Uhr ...

Eine kleine Osco lag tief vergraben unter den anderen Uhrenleichen in diesem 'Massengrab' :

Anhang anzeigen 3361495

Das Band vergammelt, das Plexi milchig...
Anhang anzeigen 3361496

Zehn Kilo Polywatch hätten auch nicht mehr geholfen ... :D
Anhang anzeigen 3361498

Also habe ich fleißig gereinigt, dieses Glas hier
Anhang anzeigen 3361499
getauscht und ein neues Band spendiert.

Anhang anzeigen 3361500
Jetzt erkennt man, daß die Zeiger mittig geteilt sind, ein schönes Detail, wie ich finde.

Anhang anzeigen 3361502Anhang anzeigen 3361501
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Ich hoffe, nicht gelangweilt zu haben... :oops:

Schönen Abend! :winken:
Das hast Du gut hinbekommen! :super:
Aber mal ehrlich. Wie die Uhren da immer total verwurschtelt und gestapelt liegen... So hab ich es noch nicht gesehen. Auf den Flohmärkten manchmal auch so, aber in kleineren Schachteln.
 
Sein&Zeit

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Danke, Lexa! ✨ :winken:

Ja, das ist schrecklich, mit diesen Kisten...!
Seit einigen Wochen stehen bei mir auf dem Trödelmarkt in der Nachbarschaft solche Wohnungsauflöser mit diesen Grabes-Kisten...
4-5 Uhren konnte da schon retten, bisher. Darunter auch die gezeigte Osco.

Ich mag ja gar nicht mehr entspannt ins Wochenende hineinschlafen, wenn ich daran denke, was mich dort am Sonnabend wieder erwartet... :hmm:

Ich kann ja nicht alle Ührchen erretten....

Liebe Grüße, Lexa. :prost:
 
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H.Jan

H.Jan

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Hallo,
Vielleicht könnt ihr mir ja helfen. Habe gestern eine Kienzle bekommen. Im schlechten Zustand. Habe Sie gereinigt und habe das Gefühl das der Deckel oder das Gehäuse nicht zusammen gehört. 336245533624593362464
 
H.Jan

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Ja. Waren verrostet was auch komisch ist da das Werk sauber ist.
 
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Stimmt. ZB sauber, Werk sauber, Zeiger starker Rost. Schaut schon seltsam aus. Hatte auch schon Wasserschaden, dann aber fast in der gesamten Uhr.
 
buchenhain

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Nun wieder einige Neuzugänge auf der Werkbank. Diesmal zwei Tissot-Quartzuhren. In einem Konvolut befanden sich unter anderem diese beiden Uhren. Der optische
äußere Zustand inkl. ZB gut, aber defekt. Beim öffnen dann die Bescherung. In der großen Seastar, verbaut ein Cal. Tissot 2030, eine ausgelaufene Batterie und ein verbogenes Rad vorgefunden. Wie das geschafft wurde, weiß nur der Übeltäter. Mit wenig Hoffnung die Kontakte gesäubert und eine frische Batterie eingelegt. Und siehe da, es ist noch Leben in der Uhr. Der Schrittmotor lief sauber im Takt. Das Werk daraufhin zerlegt und mehrmals gereinigt. Das verbogene Rad wieder gerichtet und alles zusammengebaut. Das Gehäuse mit dem kratzerlosem Glas! und der orig. Krone nur gesäubert, ein Lederband angebracht (das mitgelieferte nicht orig. Stahlband gefiel nicht) und das Werk wieder eingebaut. Wie in den Beschreibungen zu diesem Werk nachlesbar, ist die Zeiteinstellung eine kleine Tortur. Bei meiner liegt dazu noch ein Defekt im schnellen Vorlauf des Minutenzeigers vor. Dann muß man eben den genauen Zeitpunkt abwarten und die Batterie einsetzen. Die Stunde kann mit der Krone verstellt werden.
In der zweiten Seastar mit Cal. Eta 555.115 das gleiche Bild mit einer stark oxidierten Batterie. Aber auch dieses Werk hat überlebt. Vorsichtig mit Q-Tips abgetrocknet und mit Rodico nachgereinigt. Das Gehäuse mit orig. Band u. Krone gereinigt und wieder Zusammengesetzt. Nun Bilder dazu
Anlieferung3363278
Befunde:
3363280


3363285
3363287
gereinigt und wieder zusammengebaut
3363290
Testlauf Nr.1
3363292
Testlauf Nr.2
3363294
Gruß Michael
 
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