Vorher-Nachher. Zeigt Eure "wiederbelebten" Schätze

Diskutiere Vorher-Nachher. Zeigt Eure "wiederbelebten" Schätze im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Ja das kann ich nachvollziehen. Allerdings fällt es mir oft schwerer meine Uhren ohne Brille abzulesen als mit Hilfsmitteln und gutem Licht an...
DreizeigerFan

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@DreizeigerFan :Tolle Arbeit, wünschte, ich könnte auch was an den Werken machen. Aber dafür reicht's optisch einfach nicht.
Ja das kann ich nachvollziehen. Allerdings fällt es mir oft schwerer meine Uhren ohne Brille abzulesen als mit Hilfsmitteln und gutem Licht an einem Uhrwerk zu schrauben.

Ich habe hier genau genommen kein vorher nachher. Denn das hier ist eigentlich die Verwertung eines ETA 2784, dass ich schon seit einer ganzen Weile in der Bastelkiste liegen hatte. Seitdem war ich auch auf der Suche nach einer Uhr in die ich das Werk bauen kann.
Noch schnell ein vorher Foto vom Werk gemacht.
3042571
Es hat schon etwas Patina angesetzt. Also zerlegt und gereinigt. Hier die Platine nach der Reinigung.
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Zunächst habe ich die Räder eingesetzt.
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Dann die Brücke und den Anker montiert.
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Jetzt das Federhaus mit Brücke und die Sperrklinke eingesetzt. Wenn die Sperrklinkenfeder zu sehen ist steigt bei mir immer etwas der Puls weil die schon durch scharfes Hinsehen weg fliegen kann (ganz ehrlich). Aber hier ist zum Glück alles gut gegangen.
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Jetzt schnell das Kronrad montieren, damit die Feder nicht mehr zu sehen ist.
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Danach die Unruh und die Steine der Stoßsicherungen montieren und schon läuft das Werk.
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Dann geht es auf der anderen Seite mit einer weiteren flugfähigen Feder weiter.
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Noch schnell die anderen Teile drauf.
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Und vorm montieren der Datumsklinke mit Feder nochmal tief durchatmen.
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So noch schnell die Abdeckung drauf und schon ist das eigentliche Werk fertig.
Da ich mir nicht Sicher war, ob ich das Kugellager nach der Reinigung richtig trocken und geölt bekomme habe ich es ausgebaut bevor ich die Teile der Automatic gereinigt habe.
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Und da ist es auch schon raus.
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Während die Teile in der Reinigung sind habe ich Fotos von der Uhr gemacht.
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Und noch ein Bild des original Werks, dass eigentlich gut funktionieren sollte, aber auch ohne Zeitwaage konnte man erkennen, dass es mit der Amplitude nicht weit her ist. Aber das ist man bei gebrauchten Uhren ja gewohnt. Wobei ich das hier für einen eher harmlosen Fall halte, denn nach einer Wartung sollte auch das originale Werk ordentlich funktionieren.
3042614
Die Befestigung des Werks ist bei diesem Gehäuse etwas ungewöhnlich. Zumindest habe ich so etwas noch nicht oft gesehen. Man legt das Werk mit den montierten Werkhalteschrauben verdreht ein, damit die Schrauben durch die Aussparungen bei 1 und 7 Uhr gehen, dreht es in Position und dreht dann die Schrauben heraus, bis sie Werk und Zifferblatt ins Gehäuse pressen.
Hier ein Bild des gereinigten Rotors (noch ohne Lager) und der Automatic-Brücke.
3042619
Ich schale das Werk gern ohne die Automatic-Einheit ein, da diese beim Einschalen eher stört.
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Jetzt noch die montierte Automatic-Einheit und den Rotor (mit dem original-Lager) in das etwas polierte Gehäuse gebaut,
3042641
noch den Boden montieren und schon sind wir fertig.
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Statt mit den 21600 Halbschwingungen pro Stunde des 2783 läuft die Uhr jetzt mit 28800 Halbschwingungen. Eventuell werde ich noch einen Stopphebel nachrüsten, denn ins 2784 passt der Hebel des 2824.
 
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DreizeigerFan

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Ich habe gerade gesehen, dass der letzte Beitrag die Nummer 2841 hat. Da hab' ich mir gedacht warum nicht mal versuchen als Betrag 2842 ein ETA2842 zu zeigen. Ja eine Swatch ist nicht wirklich vintage aber interessant sind die Werke schon, da sie dem 2824-2 sehr ähnlich sind.
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Auch hier wurde das Werk zerlegt und gereinigt.
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Zur Montage der Stoßsicherungen braute es ein Spezialwerkzeug, da die dreieckige Feder in eine Halterung mit drei Aussparungen eingelegt werden muss. Ich habe immer nur zwei Ecken der Feder heruntergedrückt bekommen. Mit einem etwas modifizierten Zahnstocher war das einsetzen der Feder dann kein Problem.
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Man konnte einfach auf die Feder drücken und sie in Position drehen.
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Danach die Räder auf die Platine gesetzt.
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die Brücke drüber und den Anker mit Brücke eingebaut.
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Danach Federhaus mit Brücke sowie Kronrad und Sperrrad montiert.
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Danach die Unruh rein und schon läuft das Werk wieder.
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Die andere Seite ist vergleichsweise unspektakulär, weil es an dem Werk außer der Sperrklinkenfeder keine weiteren flugfähigen Federn gibt.
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Hier ist die Winkelhebelfeder schon wieder montiert aber die Enden liegen noch falsch. Ich habe sie anschließend mit einem Schraubendreher in Position geschoben.
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Danach die restlichen Teile der Datumsmechanik montiert und schon ist das eigentliche Uhrwerk fertig.
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Dummerweise musste ich dann an der Unruhspirale herumbiegen, weil sie so immer wieder das Spiralklötzchen berührt hat und damit ein ziemliches Schneegestöber auf der Zeitwaage angerichtet hat.
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Aber nach einer kleinen Korrektur war alles wieder gut.
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batery_99

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Eigentlich könnte jeder Uhrenhersteller diese Werke verwenden.
Dann würde ein Wasserschaden kein Problem und schnell selbst behoben sein ;-).
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Schon praktisch, solche Wasser resistenten Werke... kannte ich noch gar nicht:D.

Im Ernst... schöne Impressionen zum 2842 und schön bebildert:super:.
Kann man gut dran üben, weil die Werke in Gebrauchtuhren recht günstig zu bekommen sind. Lieber ein 2842 gehimmelt als ein 2824.
Viele Grüße
Marco
 
DreizeigerFan

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@batery_99 :
Hallo Marco,

das mit dem wasserdichten Werk ist eine interessante Vorstellung. Das war mir noch gar nicht aufgefallen.
Ich habe diesen Beitrag schnell zusammengestückelt, weil ich unbedingt die Nummer 2842 haben wollte. So eine Chance hat man ja nicht alle Tage. Das ist ein Auszug aus einem älteren Beitrag, der hier zu finden ist.

Viele Grüße,
Christian
 
transponder

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Aus einem Konvulut habe ich diese Jowa topman erhalten. Die Uhr war voll aufgezogen, lief aber nicht ab. Der Hersteller ist wohl in Österreich ansässig. Das Uhrwerk ist ein Unitas 6325 (Wehrmachtswerk) aus Anfang der Siebziger.
Rein äußerlich war die Uhr abgesehen vom völlig zerkratzten Glas noch in einem recht guten Zustand. Das Zifferblatt weist für die Zeit typischen Blockindizes auf. Der Farbverlauf auf dem Zifferblatt von schwarz nach blau sieht sehr gelungen aus. Als Kontrast sind weiße Minuten und Sekunden-Striche aufgebracht, auch die Stundenindizes sind mit weißen Strichen versehen.
Ich habe die Uhr komplett zerlegt und gereinigt und anschließend wieder zusammengesetzt und geölt.
Die Ursache, weshalb die Uhr nicht lief war eine Blockade des Räderwerkes wohl durch Reste der Bodendeckeldichtung. Leider habe ich keine weiteren Fotos gemacht.
Alle Bauteile des Kalibers waren in Ordnung. Ersetzt habe ich lediglich das Glas und die Bodendeckeldichtung. Ich trage die Uhr jetzt mit einem weißen Lederarmband. Die Ganggenauigkeit der Uhr ist gut, ich brauchte bisher (nach drei Tagen) noch keine Korrektur vornehmen.
 

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Tiktakbrasil

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DreizeigerFan # 2841

Warum hast du das Gehäuse nicht sauber gemacht ?


MfG, Tiktakbrasil :super:
 
DreizeigerFan

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Heute mal wieder Kurzarbeit, da hat man Muße mal ein Projekt anzugehen, das schon länger in der Bastelkiste gelegen hat. Die Uhr (eine Dugena Tropica mit ETA 2789) ist ein gutes Beispiel für eine frisch revisionierte Uhr aus dem Internet. Das Glas war nur sehr lieblos poliert und das Gehäuse hat wahrscheinlich schon sehr schlechte Zeiten gesehen. Gegen eine kürzliche Revision spricht aber eine maximale Amplitude von etwa 200°. Also ist sie erst mal in der Bastelkiste verschwunden und heute wieder aufgetaucht.
Zunächst habe ich das Werk ausgeschalt und zerlegt. Hier schon mit abgenommener Tagscheibe.
3051330
Danach die komplette Datum-Mechanik demontiert.
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Das Räderwerk hat für eine frische Revision auch schon recht viel Patina.
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Im Innern des Federhauses sah es auch nicht sehr frisch aus.
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Die Feder muss also in jedem Fall raus (ist sowieso immer besser). Dazu halte ich den Daumen über die Feder und ziehe mit einer Pinzette das innere der Feder heraus. Dann kann ich abwechseln rechts und links den Daumen wegnehmen und damit jeweils eine halbe Umdrehung der Feder herausnehmen. Hier ein Zwischenstand.
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Damit habe ich die Feder recht gut unter Kontrolle und muss hinterher nicht verschiedene Knoten in der Feder auflösen.
An dem Teil der Feder, die am Gehäuse reibt, befindet sich eine schwarzer klebrige Masse, die da nicht hin gehört.
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Die Decksteine sahen relativ sauber aus, hatten aber keinerlei flüssiges Öl mehr.
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Hier die Teile des Uhrwerks vor der Reinigung.
3051355
Die Feder habe ich nur mit einem Küchentuch abgerieben. Alle anderen Teile wurden gereinigt. Nun steht das Einwinden der Feder an. 3051364
Das ist nicht ganz trivial, wenn man wie ich keinen Federwinder hat. Der Trick ist so viel in das Federhaus zu bekommen, dass die Reibung reicht, um den Rest nach und nach ein zu winden. Am Ende ist ein Gleitzaun an die Feder angeschweißt. Dieser gleitet hier nicht selbst sondern übt Druck auf das Federende aus, das im Federhaus gleitet. Den Federhausrand habe ich mit einem speziellen Fett geschmiert. Dann habe ich das Federende in die Hand genommen.
3051379
Den Bogen kann man dann ins Federhaus legen, Mit einer Hand festhalten (also in den Bogen im Federhaus fassen) und dann mit der anderen Hand zunächst das kurze noch herausstehende Ende ins Federhaus bringen. Dann sollte man genug Reibung haben, um auch das andere Ende nach und nach ins Federhaus zu bringen. Dabei ist es wichtig, dass man die Feder auf die Innenseite des Gleitzauns bekommt. Da die Feder natürlich nach außen will, landet sie gern zwischen Gleitzaun und Gehäusewand. Damit kommt man natürlich nicht weit. Gerade hier ist ein kritischer Moment beim Einwinden, denn man kann die Feder an der Schweißstelle des Gleitzauns relativ leicht abbrechen. Hat man diese Stelle überwunden, kann man sich Stück für Stück vorarbeiten. Hier wieder ein Zwischenstand.
3051392
Dabei hält man die Feder (hier auf der rechten Seite, wo eigentlich der Daumen hingehört, der gerade die Kamera hält) auf einer Seite fest und versucht auf der anderen Seite etwas mehr Feder in das Federhaus zu bringen. Danach dreht man das ganze etwas und versucht etwas mehr Feder ein zu winden. Am Ende sollte es dann so aussehen.
3051406
Jetzt noch etwas fetten, den Federkern einsetzen und das Federhaus verschließen.
3051411
Jetzt das Werk montieren. Hier ist Räderwerk, Anker, Federhaus mit Brücke und die Sperrklinke mit Feder wieder montiert.
3051412
Beim Montieren des Kronrads habe ich mich diesmal besonders dusselig angestellt. Erst beim dritten Versuch habe ich es geschafft, dass mir die Sperrklinke nicht beim Einsetzen raus gesprungen ist. Zum Glück ist bei den Fehlversuchen die Feder nicht weggeflogen.
Noch die Teile auf der ZB-Seite montiert.
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Jetzt habe ich mir das Gehäuse näher angesehen.
3051416
Das Glas ist oberflächlich grob poliert, hat aber noch viele feine Kratzer vom Schleifen. Außerdem ist der Rand des Glases überhaupt nicht poliert worden. Dafür sind auch die eigentlich mit einem Streifenschliff versehenen Kanten des Gehäuses weitgehend glatt poliert worden. Ich habe also das Glas entfernt und auch den Rand poliert. Bei dem Gehäuse bin ich noch unschlüssig, denn die tiefen Kratzer heraus zu polieren würde wohl zu viel Material abtragen. Ich habe versucht den Streifenschliff an der Kante wieder herzustellen und dann alles wieder montiert.
3051419
Die Zeiger sind nicht original. Mir ist völlig unklar warum das Zifferblatt Leuchtpunkte an den Indices hat aber die Zeiger keine Leuchtmasse besitzen. Deshalb habe ich andere Zeiger montiert. Die Originalzeiger bewahre ich natürlich auf, um sie im Zweifelsfall wieder montieren zu können.
 
kahlo

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Gestern kam nach langer Wartzeit ein Päckchen aus der Schweiz. Dort verkauft zur Zeit jemand seine Bestände an Bulova Thermatrons - eigentlich sind sie kaum noch zu kriegen. So sah sie aus:

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Auffällig:
  1. Die Uhr wurde nie getragen, keinerlei Verschleiss, Abrieb, Kratzer. Seit 1982 lag sie irgendwo in tiefen Schubladen rum.
  2. Die Zeiger sind von der Mitte her angefressen. Das ist ein schlechtes Zeichen und normalerweise hätte ich sie nicht gekauft. War aber günstig :face:.
  3. Zum Öffnen braucht man Spezialwerkzeug - versenkte Sechskantschrauben... Da das nicht die erste Thermatron für mich ist, habe ich das zum Glück.
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Also Aufschrauben, jetzt wird es interessant.

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Ein paar Worte zum Aufbau der Uhr, da sie sich ja doch ein wenig vom "Normalen" unterscheidet. Der rote Rahmen ist eloxiertes Aluminium und Teil des Thermoelements. Über die Wärmeleitpaste hat er Kontakt zur Bodenplatte. Das ist die "heisse" Seite der Uhr, die Wärme des Handgelenkes erzeugt ein Temperaturgradienten in der Uhr, der zur Stromerzeugung genutzt wird. Genial. Theoretisch...

Aber man sieht auch schon, dass da ein massives Problem besteht: Säurefrass, der Akku ist ausgelaufen :motz:. Hier nochmal in voller Schrecklichkeit:

3053916

3053917

Gruselig... Auf dem Deckel steht auch nochmal ganz deutlich, welches Bauteil verantwortlich ist. Selbstverständlich gibt es ihn nicht mehr neu zu kaufen, in dieser Baugrösse gibt es überhaupt keinen Ersatz.

3053920

Zusammenfassung:
  • Die Elektronik ist hin.
  • das Räderwerk ist fest und zerfressen.
  • Der Stellmechanismus ist entzahnt.
  • Für den Akku gibt es kein Ersatz.
  • Die Zeiger sind vielleicht gerade noch zu retten.
Normalerweise wäre hier Schluss.

Aber...
Mich hat vor einiger Zeit jemand kontaktiert, der mit der Firma STW zu tun hatte. STW hat nach dem grandiosen Flop der Thermatrons die Restbestände von Bulova aufgekauft und leicht verbessert auf den Markt geworfen. So bin ich an ein kleines Päckchen mit Ersatzteilen gekommen :-D.

Ein Ersatzwerk:
3053926

Sogar passende Zeiger:
3053927

Ein neuer Akku ist leider nicht dabei. Also bleibt nur, alles andere in Ordnung zu bringen und die Uhr bis zur Lösung dieses Problems mit einer normalen Batterie zu füttern. Wenn man die Uhr manchmal tragen will, ist das sowieso eine gute Idee. Die Thermatron war nämlich nicht ohne Grund ein Flop: Wenn man sie länger als 2 Tage nicht am Handgelenk hatte, blieb sie stehen. Und sie läuft nicht von selbst wieder an! Man musste dann zum Uhrmacher, aufschrauben und den Akku auf Mindestladung bringen lassen. Wie praktisch :lol:

3053930

Oben sieht man noch einen Kontakt herumfliegen - das ist der Minuspol des Thermoelements. Bei Batteriebetrieb muss er abgeklemmt und isoliert werden.

Das Endresultat:

3053940

3053941

Und noch ein Gruppenbild mit meiner 2. Thermatron (die ist noch voll funktionsfähig mit Körperwärme). Die STW-Variante hat einen "Kickstarter", man kann sie neu starten, ohne sie aufzuschrauben...

3053942

Grüsse, Kahlo.
 
911RSR

911RSR

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Mittendrin
Hallo zusammen,
möchte euch ein interessantes Stück zeigen:

Eine einfache Herrenuhr mit Edelstahlgehäuse und Damenuhrwerk Durowe 69!

DSCN3641.JPGDSCN3640.JPGDSCN3642.JPGDSCN3643.JPG

Als die Uhr zu mir kam sah sie optisch nicht viel anders aus. Irgendjemand wollte sie mit viel Öl reparieren. Hat aber nicht geklappt.
Die ZB Füße waren auch krumm, konnte ich richten. Nach Reinigung und "fachgerechter" Ölung läuft sie wieder prima.

Interessanter weise habe ich vor kurzem eine DAU mit HB80 Kaliber repariert. Das Werk war fast identisch.

Bis bald...
 
P.Porter

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Herrenuhr mit Edelstahlgehäuse und Damenuhrwerk
Ja das gibt es auch. Große Uhr mit kleinem Werk. Bei meiner Dugena Safety war es gerade anders herum. Das Bifora 130 mit 13''' (Dugena 980) füllt das gesamte Gehäuse komplett aus. Habe nicht schlecht gestaunt, nach dem Öffnen.
 

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DreizeigerFan

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Ich möchte hier kurz noch ein paar Bilder von einer TIssot Seastar, die ich vor einer Weile als gut erhaltene Uhr in der Bucht ersteigert habe, nachliefern.
3060058
Auf der Zeitwaage hatte sie mit ZB oben eine Amplitude von 170° und eine Abweichung von 913sec/Tag. 15 Minuten Abweichung pro Tag ist ja schon mal eine ziemliche Ansage auch für eine Vintege Uhr.
Das Uhrwerk (hier schon ohne Rotor) hatte auch schon etwas Patina.
3060076
Der Rotor hatte mindestens einen Fingerabdruck.
3060079
Die Spirale der Unruh lag am Spiralklötzchen an, was die hohe Abweichung erklärt.
3060081
Dummerweise bin ich auch nach dem Richten der Spirale nicht recht froh mit der Unruh geworden, weil sie auch einen so großen Höhenschlag hatte, dass sie bei ZB oben an der Ankerbrücke geschliffen hat. Zum Glück hatte ich noch ein Tissot 2451 aus dem ich die Unruh genommen habe. Vielleicht werde ich mit damit später noch mal beschäftigen.
Die Übrigen Teile des Uhrwerks waren unauffällig. Hier das montierte Werk ohne Automatikeinheit. Die Fehlende Schraube im Kronrad dient auch zur Befestigung der Automatikeinheit, deshalb ist sie noch nicht montiert.
3060095
Auch die Automatikeinheit mit Rotor sieht nach der Reinigung einigermaßen ansehnlich aus.
3060102
Beim Gehäuse habe ich das Glas und die Lünette entnommen.
3060103
Da gab es einiges zu reinigen.
3060104
Danach habe ich das Uhrwerk eingeschalt.
3060108
Hier noch ein Bild der fertigen Uhr am Arm.
3060109
Das Uhrwerk läuft jetzt übrigens mit einer Abweichung von etwa 10 Sekunden über 6 Lagen.
 
P.Porter

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Ich bin ja immer wieder begeistert von den "Zerlegekünsten" der hier Anwesenden. Ich tue mir hier recht schwer. Und dann habe ich eine blöde Angewohnheit: ich lasse gerne Federn fliegen oder winzige Schrauben herunterfallen.

Aber hier ein Tipp an die, denen es ebenso geht. Mein neustes Suchteil war ein Deckstein (Stoßsicherung) von einem ETA2460. Da ist die Feder gebrochen. Ist schon ein Problem für sich. Und beim Herausnehmen ging der Deckstein wohl verloren. Wie? Keine Ahnung. Vermutlich lag er bereits im Werk und ist dann einfach herausgefallen. Und hier der Tipp: alles hochstellen und den Staubsaugroboter 2h Laufen lassen (geht aber wohl nur bei Hartböden ohne Teppich). Und das Ergebnis dann mit der Lupe durchsuchen. Und der Stein ist wieder da 😄😄😄😄

Jetzt muss ich nur noch das Problem mit der Feder noch lösen.
 

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buchenhain

buchenhain

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Vor über 3 Jahren ersteigerte günstig ich eine Dugena Precision und wurde auch prombt geliefert. Das vergoldete Gehäuse, ZB, Zeiger in sehr guten Zustand. In der Beschreibung stand "vermutlich überzogen, defekt". Eine schöne Umschreibung für einen Bastelwastel und Schrotthaufen. Beim zerlegen vorgefunden: Schraube des Rotors abgerissen, fehlender Stein und Sicherungsfeder auf dem Ankerrad, Spirale verbogen, Ankerpalette lose, das Kleinbodenrad verbogen. Zudem fehlte ein Zahn aus dem Federhausgehäuse, und wie sich auch herausstellte, nicht das original Gehäuse. Es wahr zu hoch und klemmte. Also die ganze Uhr in die Schachtel der defekten Uhren. In der letzten Woche wurde ein Haufen Schrott verkauft. Unter diesem befand sich ein funktionierendes AS 1674, von der gleichen Familie wie das verbaute Dugena 1026. Dann wurde mal krätig getauscht. Alle Teile passen und das Werk läuft zur Zufriedenheit. Vom alten Werk nur die Grundplatine und die Feder übernommen. Dazu noch das Gehäuse und Glas aufpolieren.
Hier nun Bilder diese "Bastelhaufens":
Ankunft, die Welt ist noch in Ordnung
3074153
Die ersten sichtbaren Schäden: fehlender Stein Ankerrad, abgerissene Schraube Rotor, verbogene Spirale:-(
3074158
Der Spender AS 1674 hat im Gegensatz zum verbautem Werk ein Datum
3074166
3074203

Der Materialmix gefällt und funktioniert auch:-)
3074167
3074169
Fertig nach 3 Std Spass an der Arbeit: Fotoshooting
3074170
3074178
Gruß Michael
 
buchenhain

buchenhain

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@tiktak66: Für mich ist die Arbeit meistens entspannend. Und wenn es dann funktioniert, sehr befriedigend.
In dem erwähnten Ersatzteilkonvolut versteckten sich auch noch einige andere schöne Überraschungen. Unter anderem eine zerlegte ZentRa mit Cal. PUW 1561 und einem herrlich blauem Blatt. Es fehlten letztendlich nur die Zeiger, eine A-Welle, das Stundenrad, die Unruh samt Kloben und der Gehäuseboden. Alles dies fand sich in meinem Fundus. Nach der Reinigung und Zusammenbau tauschte ich auch noch das Glas gegen ein neues aus. Montiert wurde ein Edelstahl-Strechtband.
Die Teile bei der Anlieferung:
3078956
das fertige Objekt:
3078958
3078959
Gruß Michael
 
Thema:

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